Brandentstehung

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

Rollover

Flashover

Backdraft

Freiwillige Feuerwehr

Berufsfeuerwehr

Rettungsdienst
bei der Feuerwehr

Eine Verbrennung (Feuer) ist eine sehr schnell ablaufende Reaktion eines brennbaren Stoffes mit Sauerstoff (Oxidation) unter Flammenerscheinung. Bei dieser Art von Reaktion wird Wärme freigesetzt und an die Umgebung abgegeben (exotherme Reaktion).
Man unterscheidet zwischen bestimmungsgemäß und nicht bestimmungsgemäß brennenden Feuern. Während ein Kaminfeuer in der Regel kontrolliert werden kann, hat man Probleme, wenn das Feuer Gegenstände oder Räume betrifft, die nicht dafür vorgesehen sind.
Um ein Schadfeuer zu löschen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und Hilfsmittel, welche jedoch nicht immer geeignet sind oder sogar gefährlich für Feuerwehr werden können. Um ein Schadenfeuer effektiv zu bekämpfen, muss ein Gruppenführer der Feuerwehr das richtige Löschmittel zum Einsatz bringen. Hierzu müssen die Vorrausetzungen und der Verlauf einer Verbrennung beurteilt werden, um die verschiedene Löschmethoden und Löschmittel einzusetzen.

Ein Brand bzw. ein Feuer ist eine einfache chemische Reaktion. Diese kann nur stattfinden, wenn nachfolgend aufgeführten Faktoren zeitgleich und im richtigen Verhältnis zusammenfinden:

brennbares Material

Sauerstoff

Zündenergie

Brennbares Material können als Feststoffe, Flüssigkeiten oder Gase vorhanden sein. Fast jedes Material ist brennbar – die bekanntesten sind Papiere, Kunststoffe, Öle, Fette, Lacke und Verdünnungen, Propangas usw.
Wie schnell ein Material in Brand gerät hängt von der Zusammensetzung und der Dichte ab. Ein Blatt Papier lässt sich sehr leicht entzünden – eine kompakte gepresste Papierrolle benötigt jedoch etwas mehr Energie von außen bevor sie sich entzündet.
Sauerstoff wird als Oxidationsmittel benötigt. Dieser findet sich in der Außen- und Raumluft wieder und ist fast überall vorhanden. Sauerstoff kann aber auch in Flaschen als Flüssiggas gelagert sein z. B. bei medizinischen Anlagen oder durch eine andere chemische Reaktionen entstehen.
Die Zündenergie wird über sogenannte Zündquellen eingebracht. Feuer, brennende Kerzen, Schweißbrenner sind offensichtliche Zündquellen. Häufig werden jedoch die weniger offensichtlichen zur Gefährdung. Diese sind z. B. heiße Oberflächen von Kochplatten, Bügeleisen, Föhn oder auch Wasserkocher.
Mängel an technischen Geräten führen zur Überhitzung oder zu Kurzschlüssen. D. h. Leitungen schmoren und / oder es kommt zur Funkenbildung. Diese können Auslöser für eine Explosion oder einen Brand sein.

Die BrandphänomeneRollover, Flashover und Backdraft – haben ihre Ursache darin, dass brennende oder erhitzte Materialien Gase abgeben. Diese Gase heißen Pyrolysegase und sind selbst brennbar, was beim Flashover nach Aufheizen auf die Zündtemperatur zu einem schlagartigen Entzünden des gesamten Raumes führen kann. Allerdings können Rauchgase nur zünden, wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Die Gefährlichkeit von Rollover und Backdraft liegt darin, dass sich bei unzureichender Sauerstoffzufuhr brennbare Gase ansammeln können, die dann, wenn beispielsweise eine Tür geöffnet und die Luftzufuhr möglich wird, schlagartig zünden.
Insbesondere der Backdraft ist ein recht "modernes" Phänomen, denn die energiesparende Bauweise mit ihren gut abdichtenden Fenstern verringert die Luftzufuhr und moderne Materialien wie Kunststoffe geben besonders viele Pyrolysegase ab, wodurch die Voraussetzungen für eine Rauchgasexplosion gegeben sind. Ein Experiment, in dem ein Brand in einem mit Holz möblierten Zimmer verglichen wird mit einem Brand in einem mit modernen Materialien möblierten Zimmer, zeigte, dass es im modernen Zimmer nach gut 3 Minuten zum Flashover kam. Im "alten" dauerte es eine halbe Stunde, bis der ganze Raum in Flammen stand!
Quelle: Freiwillige Feuerwehr Mönchhagen

Phasen der Brandentstehung
Die Entstehung eines Brandes lässt sich in mehrere Phasen unterteilen.
Zündphase:
• Ein Initialereignis wie ein Funke oder eine heiße Oberfläche bringt den Brennstoff auf seine Zündtemperatur.
• Es entsteht eine Flamme, und die Verbrennung beginnt.
Ausbreitungsphase:
• Das Feuer breitet sich auf umliegende brennbare Materialien aus.
• Temperatur und Rauchentwicklung nehmen zu.
Vollbrandphase:
• Der Brand erreicht seine maximale Intensität.
• Alle brennbaren Materialien im betroffenen Bereich tragen zur Verbrennung bei.
Abklingphase:
• Der Brand verliert an Intensität, da der Brennstoff oder der Sauerstoff aufgebraucht ist.
• Glut und Restwärme können jedoch weiterhin eine Gefahr darstellen.

Brandentstehung
Meister Brandschutz GmbH & Co. KG
Phasen des Brandverlaufes
Paul W., Buffl GmbH
Ausbreitung eines Brandes
Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen e.V.
Brennen und Löschen
Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg
Rollover, Flashover und Backdraft
Freiwillige Feuerwehr Mönchhagen

Flashover / Backdraft / Druckbehälterzerknall
Dipl.-Ing. Jürgen Kunkelmann, Forschungsstelle für Brandschutztechnik an der Universität Karlsruhe (TH)
Durchzündung (Flashover / Rollover / Backdraft)
Markus Schmidt

Rollover


© Wiebke Salzmann, Thomas Salzmann, FF Mönchhagen

Beim Rollover (Rauchdurchzündung) handelt es sich um das Zünden der Pyrolysegase einer Rauchschicht. Sobald sich genügend brennbare Pyrolysegase in der Rauchschicht angesammelt haben und genügend Luft (Sauerstoff) zur Zündung im Raum ist, findet eine Durchzündung der Rauchschicht statt.

Rollover
Quelle: Wiebke Salzmann, FF Mönchhagen

Grundsätzlich sind die Brandphänomene Rollover, Flashover und Backdraft relativ ähnlich und doch sehr verschieden. Sie gehören zu den gefährlichsten Ereignissen, auf die man in Bezug auf Feuer treffen kann.
Wenn es in einem Raum brennt, verbrennen dabei Materialien wie Holz, Kunststoffe und/oder andere Stoffe wie Flüssigkeiten (Öle, Fette, Lacke und Verdünnungen). Durch diesen Verbrennungsprozess entstehen Rauch bzw. Rauchgase und Wärme. Gleichzeitig wird dem Raum Sauerstoff, der für die Verbrennung nötig ist, entzogen. Bis hierhin gilt diese Beschreibung für alle drei Phänomene, teilt sich dann jedoch in feine Unterschiede auf.
Nehmen wir an, dass unser Raum, wie im Beispiel brennt. Da der heiße Brandrauch und die übrigen Gase, die beim Prozess der Verbrennung entstehen (auch als Pyrolyse-Gase bezeichnet), leichter sind als Luft, steigen sie nach oben, wo sie sich unter der Decke sammeln. Es entstehen nun zwei Zonen, eine Tief- und eine Hochdruckzone. In der Tiefdruckzone am Boden befindet sich Sauerstoff (O2), der vom Feuer angesaugt wird. Innerhalb der Hochdruckzone sammeln sich die Brandgase und wabern unter der Decke durch den Raum und ggf. in andere Räume, falls Türen geöffnet sind. Das gefährliche an dieser Situation ist, dass eben diese Rauchgase brennbar sind. Durch den aktiven Prozess der Verbrennung heizen sie sich weiter auf. Bevor es zu einer Durchzündung dieser Rauchgase kommt, sind als eine Art Vorwarnung zärtlich anmutende und tänzelnde Flammen (auch als "Tanz der Engel" bezeichnet) an der Unterseite der Rauchschicht zu sehen, denn an dieser Stelle treffen Tief- und Hochdruckzone aufeinander und es ist erster Sauerstoff für eine Reaktion vorhanden. Kurz darauf zündet meist die komplette Rauchschicht durch und eine Feuerwalze jagt mit Temperaturen um 1.000 °C an der Decke entlang. Sie soll dabei Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen können. Eine besondere Gefahr beim Rollover kann sein, dass sich die Feuerwalze auch nur an der Oberseite der Rauchschicht ausbreitet, sodass man ihn durch den dichten Rauch gar nicht sieht.
Quelle: Markus Schmidt

Rauchdurchzündung
Rainer Schwarz, KHK i. R. | CM Service GmbH & Co. KG

Durchzündung (Flashover / Rollover / Backdraft)
Markus Schmidt
Rollover
Wetec Werkzeughandel und technischer Bedarf GmbH & Co. KG

Flashover

Beim Flashover (Flammenüberschlag - Raumdurchzündung - Feuersprung) handelt es sich um den Übergang vom Entstehungsbrand zum Vollbrand durch das Zünden aller brennbaren Oberflächen im Raum durch die Strahlungswärme der Rauchgasschicht.

Grundsätzlich sind die Brandphänomene Flashover, Rollover und Backdraft relativ ähnlich und doch sehr verschieden. Sie gehören zu den gefährlichsten Ereignissen, auf die man in Bezug auf Feuer treffen kann.
Wenn es in einem Raum brennt, verbrennen dabei Materialien wie Holz, Kunststoffe und/oder andere Stoffe wie Flüssigkeiten (Öle, Fette, Lacke und Verdünnungen). Durch diesen Verbrennungsprozess entstehen Rauch bzw. Rauchgase und Wärme. Gleichzeitig wird dem Raum Sauerstoff, der für die Verbrennung nötig ist, entzogen. Bis hierhin gilt diese Beschreibung für alle drei Phänomene, teilt sich dann jedoch in feine Unterschiede auf.
Unter einem Flashover versteht man einen Flammenüberschlag. Dieser entsteht beim Brand in einem geschlossenen Raum, indem sich die brennbaren Pyrolysegase ansammeln können. Ab einer Temperatur von ca. 600°C entzünden sich diese Gase im gesamten Raum schlagartig. Man spricht auch vom Durchzünden. Dies ist der Übergang vom Entstehungs- zum Vollbrand, wobei schnell Temperaturen von über 1000 °C erreicht werden. Es steht nicht nur der Brandraum auf einmal schlagartig in Flammen, sondern die Flammen oder Flammenfront schlägt auch meistens mit erheblicher Wucht nach außen. Die Gefährdung für Feuerwehrleute ist auf keinen Fall zu unterschätzen.
In der Entstehungsphase brennen zunächst Einrichtungsgegenstände (z. B. Sofa, Tisch, Möbel) und bilden Verbrennungsgase und Pyrolysegase. Kann der entstandene Rauch nicht durch Raumöffnungen abgeführt werden, kommt es zu einem Wärmestau an der Decke. Die stark erwärmte Rauchschicht wirkt nun durch Wärmestrahlung auf die gesamten Einrichtungsgegenstände. Zeitgleich steigt die Temperatur im gesamten Brandraum. Die Oberflächen der noch nicht brennenden, aber brennbaren Gegenstände Pyrolyse|pyrolisieren aus und zünden dann bei 15 bis 20 kW/m² Wärmestromdichte (siehe auch Solarkonstante) oder einer Rauchgastemperatur von 500 - 600 °C schlagartig ohne Zündflamme. Die horizontale Flammenausbreitungsgeschwindigkeit im Raum (Entzünden weiteren Materials durch bereits brennende Gegenstände) beträgt dann etwa 10 m/min. Das Resultat ist ein Vollbrand des Raumes und Temperaturen von etwa 1000 °C.
Weitere Angaben zur Abbrandrate, Wärmefreisetzung, Temperaturentwicklung vor und nach dem Flashover sowie Zeiten bis zum Auftreten eines Flashovers finden sich in den Forschungsberichten Nr. 130 und 142 der Forschungsstelle für Brandschutztechnik an der Universität Karlsruhe.
Quelle: Rainer Schwarz, KHK i. R.

Flashover
Rainer Schwarz, KHK i. R. | CM Service GmbH & Co. KG

Durchzündung (Flashover / Rollover / Backdraft)
Markus Schmidt
Flashover Rauchdurchzündung
Kreisbrandrat Gerhard Bullinger, Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern

Backdraft


© Wiebke Salzmann, Thomas Salzmann, FF Mönchhagen

Unter Backdraft versteht man eine Rauchgasexplosion. Diese entsteht bei einem Brand in einem Raum mit wenig Sauerstoff (O2).
Das Feuer verlischt auf Grund dessen fast von selbst. Durch Abkühlung der brennbaren Pyrolysegase, entsteht ein Unterdruck. Beim Öffnen einer Tür oder durch andere Öffnungen wird Luftsauerstoff angesogen.
Dieses Gemisch entzündet sich dann an bereits vorhandenen Zündquellen. Beim Backdraft entstehen schnell Temperaturen von über 1500 °C.


Backdraft
Quelle: Wiebke Salzmann, FF Mönchhagen

Grundsätzlich sind die Brandphänomene Backdraft, Rollover und Flashover relativ ähnlich und doch sehr verschieden. Sie gehören zu den gefährlichsten Ereignissen, auf die man in Bezug auf Feuer treffen kann.
Wenn es in einem Raum brennt, verbrennen dabei Materialien wie Holz, Kunststoffe und/oder andere Stoffe wie Flüssigkeiten (Öle, Fette, Lacke und Verdünnungen). Durch diesen Verbrennungsprozess entstehen Rauch bzw. Rauchgase und Wärme. Gleichzeitig wird dem Raum Sauerstoff, der für die Verbrennung nötig ist, entzogen. Bis hierhin gilt diese Beschreibung für alle drei Phänomene, teilt sich dann jedoch in feine Unterschiede auf.
Gehen wir davon aus, es handelt sich um einen Raum, der in sich abgeschlossen ist. Die Fenster, falls welche vorhanden sind, halten der Hitze stand und die Türen sind geschlossen. Wände und Decke sind ebenfalls massiv, sodass es dem Feuer nicht gelingt sich hindurchzufressen. Solange der Raumsauerstoff für den Verbrennungsprozess ausreicht, schreitet die Verbrennung voran. Dabei werden sämtliche Materialien erhitzt. Ist der Sauerstoff aufgebraucht bzw. unterhalb der für die Verbrennung nötigen Menge, kommt die Verbrennung zum Erliegen. Die Gegenstände im Raum sind aber dennoch extrem heiß. Fügt man einem solchen Raum nun z. B. durch das Öffnen von Türen oder Fenstern Sauerstoff zu, kann man in der Regel für einen kurzen Augenblick eine Art pfeifendes oder zischendes Geräusch hören, sodass Sauerstoff in den Raum gesogen wird. Überschreitet die Menge an Sauerstoff nun wieder den Bereich, der nötig ist für eine Verbrennung, kommt es zu einer erneuten Entflammung und der komplette Raum zündet durch. Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden steht man einer Feuerwand gegenüber. Diese Reaktion kann mit einer solch hohen Geschwindigkeit vonstatten gehen, dass man sie auch als Explosion bezeichnen kann.
Quelle: Markus Schmidt

Backdraft
Rainer Schwarz, KHK i. R. | CM Service GmbH & Co. KG
Durchzündung (Flashover / Rollover / Backdraft)
Markus Schmidt
Rauchgasexplosion (Backdraft)
Freiwillige Feuerwehr Stadt Eckartsberga
Freiwillige Feuerwehr
Wikimedia Foundation, Inc.

Freiwillige Feuerwehr

Brände, Verkehrsunfälle, Extremwetterschäden (umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer) oder die Katze in der Baumkrone. Jetzt ist die Feuerwehr gefragt. Was viele nicht wissen, rund 95 % aller Feuerwehrleute in Deutschland sind Ehrenamtliche. Die Freiwillige Feuerwehr gehört zu den größten Gruppen, die sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren.
In fast jedem Ort in Deutschland gibt es eine eigene Feuerwache. Auf 80 Einwohner kommt ein Mitglied der Feuerwehr. Dadurch sind die Retter in der Regel schnell am Einsatzort. In ländlichen Regionen dauert es höchstens 15 Minuten, in Großstädten meistens sogar nur 10 Minuten, bis ein Team der Feuerwehr vor Ort ist und hilft, oft mit der Berufsfeuerwehr gemeinsam.

Für viele Ehrenamtliche ist das Engagement nicht nur ein Hobby, sondern eine Berufung, die auch Verständnis von Familie und Arbeitgeber erfordert. Die Freiwillige Feuerwehr zahlt kein Gehalt, da es sich um ein Ehrenamt handelt. Wer während der Arbeitszeit zu einem Einsatz gerufen wird, muss jedoch keine finanziellen Einbußen befürchten: Arbeitgeber sind verpflichtet, das Gehalt weiterzuzahlen und können sich die Kosten von der Gemeinde erstatten lassen. Auch Selbstständige gehen nicht leer aus. Sie haben einen Erstattungsanspruch, der anhand eines festen Stundensatzes berechnet wird.
In der Regel kannn man mit 18 Jahren, in einigen Bundesländern bei 16, in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen zu werden. Da sich die Aufnahmekriterien unterscheiden, sollte man sich am besten direkt bei der Feuerwehr vor Ort informieren. Voraussetzung für den Einsatz bei der Brandbekämpfung sind grundsätzlich körperliche und geistige Fitnessinformiert, meist werden ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitscheck verlangt. Natürlich werden eine gewisse Begeisterung für Technik und Teamarbeit vorausgesetzt.
Die Ausbildung bei den Feuerwehren in Deutschland gliedert sich in drei Teile:
1. die dreiteilige Truppausbildung, besteht aus Grundausbildungslehrgang (Truppmannausbildung Teil 1), sowie der darauf aufbauenden Truppmannausbildung Teil 2, beide sind von jedem Feuerwehrmann zu durchlaufen, sowie dem abschließenden Truppführerlehrgang.
2. die technische Ausbildung beinhaltet neben zusätzlichen allgemeinen Ausbildungsinhalten wie z.B. die Ausbildung zum Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Maschinisten auch Sonderausbildungen wie das Verhalten bei Gefahrguteinsätzen.
3. die Führungsausbildung bildet Führungskräfte, wie Gruppenführer und Zugführer (Feuerwehr) aus oder bildet sie für besondere Einsätze (z. B.: Gefahrguteinsätze) fort. Auch die Ausbildung zum Ausbilder gehört zu den Führungslehrgängen.

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Gründe, ein Teil der Freiwilligen Feuerwehr zu sein

Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr
Malteser Hilfsdienst e.V.
Feuerwehr: Für wen eignet sich das Ehrenamt?
Norddeutscher Rundfunk
Freiwillige Feuerwehr
Bärbel Heidenreich und Robert Manz - planet-wissen - Westdeutscher Rundfunk Köln
Initiative für das Ehrenamt
Aktive Unterstützung für das Ehrenamt in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteinischer Landtag

Berufsfeuerwehr

In Gemeinden und Städte in Deutschland gibt es Freiwillige Feuerwehren, die ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürgern unterstützten. Die Mitglieder dieser Feuerwehren leisten ihren Dienst neben ihrem Beruf und sind im Einsatz- oder Übungsfall verfügbar. Die Freiwilligen Feuerwehren spielen vor allem in ländlichen Gebieten oder kleineren Gemeinden eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistung.
In größeren Städten und Ballungsräumen gibt es Berufsfeuerwehren, bei denen die Einsatzkräfte hauptberuflich angestellt sind. Sie sind rund um die Uhr einsatzbereit und stellen in ihrem Zuständigkeitsbereich den Brandschutz und die technische Hilfeleistung sicher. Berufsfeuerwehren verfügen häufig über spezialisierte Einheiten und eine größere Anzahl von Einsatzfahrzeugen und -geräten.

Die Mitglieder einer Berufsfeuerwehr sind hauptberuflich tätig. Sie stellen einen wesentlichen Bestandteil des öffentlichen Sicherheits- und Rettungswesens dar und sind vor allem in größeren Städten oder Gemeinden mit erhöhtem Gefahrenpotenzial anzutreffen. In Deutschland regeln die Feuerwehrgesetze der Bundesländer die Einrichtung und den Betrieb einer Berufsfeuerwehr. Dabei gilt, dass Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern gesetzlich verpflichtet sind, eine Berufsfeuerwehr zu unterhalten.
Die Einrichtung einer Berufsfeuerwehr ist in dem entsprechenden Ländergesetzen geregelt. In Nordrhein-Westfalen z. B. sind Berufsfeuerwehren nur in kreisfreien Städten zwingend vorgeschrieben (§ 10 Abs.1 Satz 2 FSHG), in vielen anderen Bundesländern sind alle Städte ab einer Größe von 100.000 Einwohnern Rheinland-Pfalz: 90.000 Einwohner; Schleswig-Holstein: 80.000 Einwohner; Baden-Württemberg 100.000 Einwohner, Befreiung aber bis 150.000 Einwohner möglich) verpflichtet eine Berufsfeuerwehr einzurichten (bzw. sich durch eine entsprechende Ausnahmegenehmigung von dieser Verpflichtung entbinden zu lassen).

Die Berufsfeuerwehr ist vielseitig tätig und übernimmt zahlreiche Aufgaben im Bereich der Gefahrenabwehr und des Katastrophenschutzes. Dazu zählen:
Brandbekämpfung:
Löschung von Bränden aller Art, sei es in Wohnhäusern, Industrieanlagen oder in der Natur.
Präventive Maßnahmen wie Brandschutzkontrollen oder Beratung von Bauherren.
Technische Hilfeleistung:
Rettung von Personen aus Fahrzeugen bei Verkehrsunfällen.
Beseitigung von Gefahren wie umgestürzten Bäumen, ausgelaufenen Chemikalien oder Einsturzgefahren.
Rettungsdienst:
n vielen Städten sind Berufsfeuerwehren auch in den Rettungsdienst integriert.
Einsatz von Rettungswagen, Notärzten und teilweise auch Intensivtransportfahrzeugen.
Katastrophenschutz:
Koordination und Durchführung von Maßnahmen bei großflächigen Ereignissen wie Überschwemmungen, Stürmen oder Industrieunfällen.
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wie Technischem Hilfswerk (THW), Freiwilligen Feuerwehren und Hilfsorganisationen.
Ausbildung und Prävention:
Ausbildung von Nachwuchskräften und Schulung anderer Organisationen.
Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung, etwa durch Brandschutzerziehung in Schulen.

Merkmale der Berufsfeuerwehr
Hauptberuflichkeit: Berufsfeuerwehrleute arbeiten in Vollzeit und sind Angestellte oder Beamte im öffentlichen Dienst. Ihre Tätigkeit ist kein Ehrenamt, sondern ein Beruf, der häufig mit besonderen Gefahren und Belastungen verbunden ist.
24/7-Bereitschaft: Berufsfeuerwehren arbeiten in einem Schichtsystem, um rund um die Uhr einsatzbereit zu sein. Eine typische Schicht besteht aus Bereitschaftszeiten, Ausbildungsphasen und Wartungsarbeiten an Geräten.
Hohe Qualifikation:
Die Ausbildung umfasst nicht nur den Umgang mit Feuer und technische Rettung, sondern auch medizinisches Wissen, Kenntnisse in Chemie und Physik sowie Fähigkeiten zur Koordination von Großeinsätzen. Fortbildungen in Spezialbereichen, z. B. Höhenrettung, Gefahrgut oder Wasserrettung, sind ebenfalls üblich.
Moderne Ausstattung: Berufsfeuerwehren verfügen über eine breite Palette an spezialisierten Fahrzeugen und Geräten, wie Löschfahrzeuge, Drehleitern, Rüstwagen oder mobile Einsatzleitstellen.

Unterschiede zur Freiwilligen Feuerwehr
Einsatzbereitschaft: Berufsfeuerwehren gewährleisten eine ständige Präsenz, während Freiwillige Feuerwehren meist bei Bedarf alarmiert werden.
Personalstruktur: Während Berufsfeuerwehren ausschließlich aus hauptamtlichem Personal bestehen, arbeiten Freiwillige Feuerwehren mit ehrenamtlichen Kräften.
Standorte: Berufsfeuerwehren finden sich überwiegend in großen Städten und Ballungsräumen, während Freiwillige Feuerwehren insbesondere in ländlichen Gebieten präsent sind.
Einsatzausstattung und -intensität: Berufsfeuerwehren verfügen oft über spezialisierte Ausrüstung und übernehmen komplexere Aufgaben. Freiwillige Feuerwehren ergänzen diese Arbeit und übernehmen häufig kleinere Einsätze.

Organisation und Struktur
Eine Berufsfeuerwehr ist hierarchisch organisiert und unterteilt in verschiedene Fachbereiche und Abteilungen:
Leitstelle: Hier laufen Notrufe ein, und von hier aus werden Einsätze koordiniert.
Einsatzkräfte: Die Mannschaft besteht aus Feuerwehrleuten verschiedener Dienstgrade, die direkt an Einsätzen beteiligt sind.
Spezialeinheiten: Einige Berufsfeuerwehren haben spezialisierte Teams, z. B. für Höhenrettung, Tauchergruppen oder Gefahrstoffeinsätze.
Technische Abteilung: Wartung und Pflege der Fahrzeuge, Geräte und Schutzkleidung.
Verwaltung: Planung, Personalmanagement und Organisation des täglichen Betriebs.

Quelle: Meister Brandschutz GmbH & Co. KG

Ausbildung
Die Organisation einer Berufsfeuerwehr ist nach Laufbahnverordnung gegliedert, so werden Berufsfeuerwehrleute in unterschiedliche Dienstgrade bei der deutschen Feuerwehr unterschieden:
Mittlerer Dienst
Der operativ arbeitende, also echt löschende, Berufsfeuerwehrmann arbeitet im Mittleren Dienst; dazu ist eine abgeschlossene, dem feuerwehrtechnischen Dienst förderliche Berufsausbildung nachzuweisen. Aber auch Gesundheits- und Krankenpfleger oder Rettungsassistenten werden von immer mehr Feuerwehren ebenfalls eingestellt. Die Ausbildung zum Feuerwehrmann dauert 18 - 24 Monate. Die "interne" Lehrgangsbezeichnung lautet B1 (Brandmeister). Sie ist mit dem Lehrgang "Geprüfte Brandschutzfachkraft (IHK)" weitestgehend gleichgesetzt.
Der Hauptbrandmeister besetzt in der Regel den Platz des Gruppenführers oder Einsatzleiters auf den eingesetzten (Hilfeleistungs-) Lösch- oder Sonderfahrzeugen.
Gehobener Dienst
Für das mittlere Unternehmensführung|Management ist der gehobene Dienst verantwortlich, er stellt Wachleiter, Sachbearbeiter und Fach- und allgemeine Einsatzleiter (Feuerwehr). Entweder man steigt vom mittleren Dienst über ein Auswahlverfahren auf oder mit einem Fachhochschulstudium, welches für den feuerwehrtechnischen Dienst förderlich ist, direkt ein.
Die Ausbildung erfolgt an Landesfeuerwehrschulen und im Rahmen von Ausbildungsabschnitten bei Berufsfeuerwehren und Aufsichtsbehörden.
Höherer Dienst
Für die Laufbahn im höheren Dienst, also im oberen Management als Abteilungsleiter oder Leiter einer Feuerwehr, qualifiziert ein absolviertes für den feuerwehrtechnischen Dienst förderliches Studium an einer Universität oder der Aufstieg aus dem gehobenen Dienst (Auswahlverfahren).

Quelle: Rainer Schwarz, KHK i. R.

Berufsfeuerwehr
Rainer Schwarz, KHK i. R. | CM Service GmbH & Co. KG
Berufsfeuerwehr (BF)
Meister Brandschutz GmbH & Co. KG
Feuerwehren in Schleswig-Holstein
Staatskanzlei Schleswig-Holstein
Die Feuerwehr Ausbildung
Markus Vollmer – berufsfeuerwehr-einstellungstest.de
Feuerwehr & Rettungsdienst – Berufe & Ausbildung
Landeshauptstadt Kiel – Pressereferat - Online-Redaktion
Feuerwehr
Titus-Florian Kaspari – atemschutzlexikon.com
Berufsfeuerwehr
Wikimedia Foundation, Inc.

Rettungsdienst bei der Feuerwehr

Die Feuerwehr hat im Rettungsdienst eine lange Tradition und gilt als wichtiger Stützpfeiler. Kein Wunder, denn über 60 % der Helfer in Notsituationen werden von Feuerwehren gestellt. Diese erbringen 24 Stunden am Tag in notfallmedizinischen Einsätzen eine kompetente, schnelle und verlässliche Hilfe. Wenn heute die 112 gewählt wird, kann die Feuerwehr Leistungen der Brandbekämpfung, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes erfolgreich in einer Person bzw. mehreren Personen vereinen.
Übrigens ist der Rettungsdienst im Kreis Nordfriesland einer der letzten rein kommunal organisierten Rettungsdienste in Schleswig-Holstein. Der Kreis Nordfriesland betreibt einen Rettungsdienst mit insgesamt zehn Rettungswachen in Eigenregie, die zum Teil den Feuerwehrwachen angeschlossen sind. Der Rettungsdienst auf Sylt wird im Auftrag des Kreises durch das Deutsche Rote Kreuz in Westerland durchgeführt.
Der Rettungsdienst in Schleswig-Holstein umfasst die Notfallrettung, den Intensiv- und den Krankentransport. Dazu gehört auch die Bewältigung von rettungsdienstlichen Großschadensereignissen.
Die Rettungsleitstellen sind landesweit unter der europaweit einheitlichen Notrufnummer 112 zu erreichen. Die bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung im Land wird durch die Rettungswachen und Notarztstandorte gewährleistet. Die 112 ist nur für Notfälle da, beispielsweise bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen.
Die Feuerwehr im Allgemeinen gilt als einer der größten Gruppen in Deutschland, die sich für Mitbürger engagieren. Von den rund 1,1 Millionen aktiven Feuerwehrleuten zählen ca. 41.500 zur Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehr als solche wurde ursprünglich zur Brandbekämpfung gegründet. Innerhalb der letzten Jahrzehnte erweiterte sich das Einsatzspektrum jedoch, sodass der Fokus heute auch auf technische Hilfeleistungen (Umweltkatastrophen, Verkehrsunfälle usw.) liegt. Außerdem bilden rund 98 % der hauptberuflich organisierten Feuerwehren Rettungskräfte aus.
Über 100 Berufsfeuerwehren sowie auch zahlreiche Freiwillige Feuerwehren sind für die notfallmedizinische Rettung zuständig. Die Rettung kann von der Versorgung eines Knochenbruchs über Wiederbelebung, Geburtshilfe bis hin zur Hilfe bei Vergiftungen alles beinhalten, was raschen medizinischen Einsatz benötigt. Hierbei spielen viele Parteien eine wichtige Rolle, denn neben den Notärzten kommt vor allem auch nichtärztliches Personal, wie Rettungs- und Notfallsanitäter, zum Einsatz.
Die Organisationseinheit Rettungsdienst umfasst dabei grundsätzlich zwei verschiedene Einsatzarten. Unterschieden wird zwischen Notfallrettung (Primäreinsätze) und Intensiv- und Krankentransport (Sekundäreinsätze). Das Bundesland Bayern untergliedert die Sekundäreinsätze zusätzlich. Die verschiedenen Einsatzarten müssen sich nicht zwingend ausschließen. Sie können auch zusammen auftreten oder sich gegenseitig unterstützen. Das bedeutet, dass Intensiv- und Krankentransporte durchaus auch in der Notfallrettung eingesetzt werden können und umgekehrt.
Mit Notfallrettung ist der Fall der Fälle gemeint, zum Beispiel akute Atemnot, Schlaganfall, Herzinfarkt oder schwere Unfälle. In Situationen, in denen es auf die Zeit ankommt, ist die Notfallrettung innerhalb weniger Minuten vor Ort. Das Personal besteht aus Rettungsassistenten, Rettungs- und Notfallsanitätern sowie Notärzten. Die Transportmittel zur Notfallrettung umfassen neben Rettungswagen (RTW) auch Notarztwagen (NAW) und -einsatzfahrzeuge.
Quelle: eHEROES GmbH

Rettungsdienst bei der Feuerwehr –
Aufgaben, Einsatzfelder & Ausbildung

TestHelden.com I eHEROES GmbH
Rettungsdienst in Schleswig-Holstein
Landesportal Schleswig-Holstein
Feuerwehr & Rettungsdienst – Berufe & Ausbildung
Landeshauptstadt Kiel – Pressereferat - Online-Redaktion.
Moin Moin – Rettungsdienst Nordfriesland
Kreis Nordfriesland - Fachbereich 2 - Sicherheit, Gesundheit, Veterinärwesen Rettungswesen

Das Deutsche Rote Kreuz rettet Menschen, hilft in Notlagen, bietet eine Gemeinschaft, unterstützt bedürftige Menschen und setzt sich für das humanitäre Völkerrecht in Deutschland und weltweit ein.

Das DRK: Wie wir in Deutschland arbeiten
DRK e.V. - Generalsekretariat

Egal ob bei großen Naturkatastrophen, Schadenslagen oder bei Veranstaltungen – die ehrenamtlichen ASB-Freiwilligen sorgen für den Schutz und die Rettung der Bevölkerung und arbeiten eng mit anderen Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Behörden zusammen, um der Bevölkerung die bestmögliche Hilfe zukommen lassen zu können - und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Ehrenamt beim ASB – Gemeinsam mehr bewegen
ASB Deutschland e.V.

Rettungsdienst: Notfallrettung und Krankentransport
Malteser Hilfsdienst e.V.
Rettungsdienst der Johanniter
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Brandschutzforschung der Bundesländer - Berichte in gedruckter Form
KIT – Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft
Brandschutz
Rauchmelder
Brandmeldeanlagen

Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
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