Brandschott - Brandschutzriegel

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
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In Brandwänden bzw. –decken, die Brandabschnitte trennen, müssen Wand- oder Deckendurchbrüche für haustechnische Installationsleitungen (Rohrdurchführungen, -leitungen, Elektroinstallationen) durch Brandschotts (Brandabschottung) abgedichtet werden. Dadurch wird eine Ausbreitung eines Feuers in benachbarte Brandabschnitte verhindert. In Einfamilien- oder Reihenhäusern gibt es normalerweise keine diesbezügliche Vorschriften, da man hier davon ausgeht, dass im Brandfalle die kompletten Gebäude zerstört werden.
Es kommen folgende Systeme zum Einsatz:
      •  Brandschutzmanschetten
      •  Kabelboxen
      •  Plattenschott
      •  Multikombischott
      •  Kissenschott
      •  Mörtelschott
      •  Modulschott
      •  Schaumschott
      •  Brandschutzbeschichtungsmasse

Brandschotts - Schorisch Systems GmbH
Brandschotts - Adolf Würth GmbH & Co. KG

In Wohngebäude mit mehr als zwei Vollgeschossen, alle Sonderbauten (z. B. Hotels, Schulen) und Versammlungsstätten in denen Kabel- bzw. Rohrdurchführungen in Wänden oder Decken mit Brandschutzanforderung z.B. F 90 vorhanden sind, müssen mit Brandschutzmaßnahmen versehen werden. Hierzu werden, je nach dem vorhanden Installationszustand, u. a. die passenden Brandschotts eingesetzt. In Luftleitungen und Luftkanälen müssen in diesen Fällen mit Brandschutzklappen eingesetzt werden.


Brandschotts in der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF)
Brandschott in einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade
Quelle: IRRGEHER Dichtungstechnik & Brandschutz GmbH
Das Brandschott für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade besteht aus einem Brandschutzgitter mit Ausgleichblech und Klipphalterung.
Das Brandschutzgitter aus Aluminium ist auf der oberen Profilseite beidseitig mit einer Beschichtung versehen, die bei Überschreiten von ca. 150°C reagiert und den Lufteinlass bzw. Hinterlüftungsspalt mit einem nichtbrennbaren, luftundurchlässigen Schaum verschließt.
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Brandschutzriegel / Banderole in Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS)
Um eine Brandausbreitung oberhalb der Brandausbruchstelle zu verhindern und im Brandfall der zweite Rettungsweg der Einsatzkräfte zu sichern, wird die  Sturzausbildung an Fenstern und Türen in der Fassade durch Brandschutzriegel oder Banderolen in dem WDVS eingesetzt. Diese "Bauteile" bestehen aus nichtbrennbaren Dämmstoffen (Mineralfaser, Silikatschaum).
Brandschutzriegel / -Banderole in Wärmedämm-Verbundsystemen

 

 

Die Sturzkante eines WDVS über Fenstern und Türen unterliegt bei allen Gebäuden im Falle eines Flammenaustritts besonders hohen Beanspruchungen. Bei Verwendung des Dämmstoffes "expandiertes Polystyrol" (EPS) mit einer Dicke > 10 cm kann es zu einer Brandausweitung kommen. Daher ist in WDVS unter Verwendung des Dämmstoffes "expandiertes Polystyrol" (EPS) mit einer Dicke > 10 cm die Sturzausbildung mit dem Dämmstoff Mineralwolle, vollflächig verklebt, auszuführen.
Bei mauerwerksbündig ausgeführten Fenstern ist der Brandschutzriegel zusätzlich mit einer Gewebevorlage auszubilden. Anstelle der Ausbildung eines Brandschutzriegels je Fenster kann eine geschoßweise Abtrennung durch die Brandbanderole erfolgen. Der klassische Brandschutzriegel muss immer direkt über der Gebäudeöffnung liegen. Da sich dort jedoch häufig Verschattungseinrichtungen (z.B. Rolllädenkästen) befinden, sind stets neue brandschutztechnische Bewertungen und teilweise umfangreiche Detailanpassungen nötig. Beim durchlaufenden Brandschutzriegel/Banderole dagegen kann der Abstand zwischen Unterkante Sturz und Unterkante Brandriegel von 0 bis 50 cm variieren.

ABC der Brandschutztechnik - Adolf Würth GmbH & Co. KG
Brandschutz im Hochbau DIN 4102 - Fachdozent Dipl.-Ing. E. Kogler, FH Köln, Fakultät 06
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