Feuerlöschanlagen - Sprinkleranlagen

Victaulic Victaulic Victaulic
Victaulic Hydrant Victaulic
Wasserstandrohr WasserstandrohrWasserstandrohr
Storzkupplung Schlauchkupplung (Storzkupplung)Storzkupplung

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

In vielen gewerblichen Gebäuden (Lager, Werkstätten, Tiefgaragen, aber auch Büro- und Verkaufsräumen) sind Rauchmelder, Brandmelde-, Rauch- und Wärmeabzuganlagen nicht ausreichend. Hier wird eine aktive Brandlöschanlage vorgeschrieben. Am häufigsten werden Sprinkleranlagen mit den vorgenannten Anlagen kombiniert.
Quelle: Minimax GmbH & Co. KG
Eine Sprinkleranlage besteht aus einem Rohrnetz, dass in verschiedenen Gebäudeabschnitten (Brandabschnitte, Schutzbereiche) installiert ist. Die Rohrleitungen sind entweder trocken (Trockensystem) oder mit unter Druck stehendem Wasser (Nasssystem) ausgeführt. Diese Löschwasserleitungen enthalten Löschdüsen (Sprinkler), die im Normalzustand geschlossen sind.
Bei der Planung einer Sprinkleranlage sind verschiendene Punkte mit den örtlichen Brandschutzbehörden, der Bauaufsicht und den Wasserversorgungsunternehmen (WVU) abzustimmen. Die Planungsgrundlagen sind in der DIN 1988-600, DIN EN 1717, DIN 14462 und DIN EN 806 vorgegeben.
Sprinkler
Quelle: Minimax GmbH & Co. KG
Die Sprinkler gibt es entsprechend dem Einsatzgebiet in verschiedensten Ausführungen. Die Auslösetemperaturen der Sprinklerampullen gibt von 57 °C bis 141 °C.
Ein Dichtkegel, der von einer Glasampulle in seiner Position gehalten wird, verschließt die Austrittsöffnung des Sprinklers. Die Flüssigkeit in der Glasampulle dehnt sich bei Erwärmung aus. Steigt die unmittelbare Umgebungstemperatur eines Sprinklers durch eine Brandeinwirkung um etwa 30 °C über den zu erwartenden Höchstwert, zerspringt die Glasampulle. Das unter Druck stehende Löschwasser wird freigegeben, es prallt auf den Sprühteller und verteilt sich flächendeckend und gleichmäßig über den Brandherd.
Trockenanlage
In frostgefährdeten Bereichen (Garagen, Vordächer) und hochtemperierten Räumen (Trockner) werden Trockenanlagen installiert. In dem Rohrnetz vom Alarmventil bis zum Sprinkler befindet sich Druckluft. Öffnet ein Sprinkler durch Hitzeeinwirkung, wird das Alarmventil angesteuert und das Rohrnetz mit Wasser gefüllt.
Nassanlage
In Bereichen, in denen keine Frost- und überhitzungsgefahr besteht, werden Nassanlagen installiert. Das komplette Rohrsystem ist mit Wasser unter hohem Druck (10 bar) gefüllt. In diesen Anlagen steht das Wasser sofort an den Sprinklern an und bei dem Öffnen eines Sprinklers tritt sofort Wasser aus.
Trennstation
Quelle: Minimax GmbH & Co. KG

Die Trinkwasserverordnung (§17 Satz 2) und die DIN EN 1717 schreiben die physikalische Trennung von Trinkwasser (Leitungswasser) und Betriebswasser Kategorie 5 (Flüssigkeit, die eine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch die Anwesenheit von mikrobiellen oder viruellen Erregern übertragbarer Krankheiten darstellt) zwingend vor.
Wenn eine Nassanlage mit einer Trinkwasserinstallation verbunden ist, dann darf kein Stagnationswasser in die Trinkwasseranlage gelangen. Der Einbau eines Rückflussverhinders reicht in Altanlagen nicht aus. Es müssen System- oder Rohrtrenner nach DIN EN 1717 eingebaut werden. In Neuanlagen sind nach DIN 1988-600 (Trinkwasserinstallationen in Verbindung mit Feuerlösch- und Brandschutzanlagen) nur Systemtrenner BA zulässig.

Die Forderungen für Normung von Direktanschlussstationen (DAS - Trennstation) nach der DIN 1988-600 ist, dass das in Fließrichtung hinter der DAS in der Wasserlöschanlage sich befindende Wasser wie die Flüssigkeitskategorie 5 nach DIN EN 1717 zu betrachten ist. Danach sind für diesen Sonderfall unter Beachtung der hier getroffenen Festlegungen nur die DAS nach DIN 14464 mit DVGW-Prüfzeichen zulässig ist.
Damit es keine Probleme mit der Stagnation ud der entsprechenden Hygiene gibt werden größeren Anlagen Trennstationen installiert.
Diese Trennstation ist eine Sicherungsarmatur, mit der man eine Sprinkleranlage direkt an das Trinkwassernetz anzuschließen darf. Mit dem integrierten Alarmventil, der Überwachungs- und Steuerzentrale, stellt die Trennstation eine vollwertige Wasserversorgung ohne Behälter, Pumpe, Druckhaltung und Schaltschrank dar.
Quelle: Minimax GmbH & Co. KG

Genutetes Rohrleitungssystem
Quelle: Victaulic Europe
Bei dem genuteten Rohrleitungssystem von Victaulic werden die Rohre ohne Schweißen, Flanschen oder Gewindeschneiden verbunden. Das System ist für rollgenutete oder gefräste Standardrohre oder rollgenutete dünnwandige Rohre ausgelegt. Die Bearbeitung der Rohrenden kann entweder als Vorfertigung in der Werkstatt oder auf der Baustelle mit den entsprechenden Werkzeugen durchgeführt werden.
Das System ist für Brauch- bzw. Betriebswasser ausgelegt und eignet sich besonders in Sprinkleranlagen, die meistens große Nennweiten benötigen. Aber auch in der Heizungs- und Klimatechnik, für Versorgungsrohrleitungen, Prozessrohrleitungen und im Bergbau kann die Verbindungstechnik eingesetzt werden. Die Dichtungselemente gibt es von 34 °C bis +121°C und die selbstkraftschlüssigen Verbindungen sind je nach Ausführung für Betriebsdrücke bis 172 bar möglich.
Quelle: Victaulic Europe
Nur mit der richtigen Vorbereitung und den von Hersteller vorgegebenen Werkzeugen ist dieses Verfahren zum Verlegen von Rohrleitungen möglich. Dabei muss das Kupplungsgehäuse in die Nuten greifen. Die Nut dient als Aussparung im Rohr, die zum einen für genügend Tiefe zum sicheren Einrasten der Gehäusehälften und zum anderen für eine ausreichende Wandstärke für die angegebenen Nenndrücke sorgt.
Die Fräsnutwerkzeuge von Victaulic sind zum Einsatz an dickwandigen Standardrohren aus Metall, Grauguss, Kugelgraphit oder Kunststoff ausgelegt. Rollnutwerkzeuge sind für Rohre mit normaler Wandstärke, dünner Wandstärke und einige Typen von extrastarken Rohren geeignet.
Die starren Kupplungen und Übergangskupplungen ein patentiertes Design mit schrägen Passflächen, bei denen die Federn des Kupplungsgehäuses über den gesamten Rohrumfang in die Nut greifen und damit starr auf dem Rohr sitzen. Die Gehäusehälften gleiten auf den schrägen Passflächen. Durch diese Gleitanpassung werden die Federn in einen Gegenkontakt an der inneren und äußeren Kante der Nut gezwungen, wodurch die Verbindung bei der Montage auf den maximal zulässigen Rohrendabstand geschoben wird.
Flexible Kupplung
Quelle: Victaulic Europe
Eine starre Verbindung lässt keine Expansion/Kontraktion oder lineare Bewegung zu. Mit den Kupplungen werden die Rohrenden auf den maximal zulässigen Abstand gedrückt, dies muss bei der Montage entsprechend berücksichtigt werden.
Flexible Kupplungen für genutete Rohre lassen eine kontrollierte angulare und lineare Bewegung sowie Drehbarkeit an allen Verbindungen zu, mit denen Expansion, Kontraktion, Setzungen, Vibration, Geräusche und andere Bewegungen des Rohrleitungssystems aufgefangen werden können. Diese Merkmale bieten Vorteile bei der Planung von Rohrleitungssystemen, müssen aber bei der Ermittlung der Abstände und Positionierung von Aufhängung und Abstützung berücksichtigt werden.
Victaulic Kupplungen bieten bessere vibrationsdämpfende Eigenschaften als flexible Metallschläuche und Gummikompensatoren. Unabhängige Vibrationstests haben bestätigt, dass drei hintereinander angeordnete Victaulic Kupplungen, die sich in der Nähe einer Vibrationsquelle befinden (Pumpe, Kältemaschine) eine bessere Vibrationsdämpfung für Rohrleitungssysteme bietet.
Beide Arten von Kupplungen sind für roll- oder fräsgenutete Standardrohre geeignet und bieten Sicherheit durch volles Eingreifen des Kupplungsgehäuses in die Nut über den gesamten Rohrumfang, wodurch höhere Nenndrücke und Endbelastung gewährleistet sind.
Quelle: Victaulic Europe
Montagehandbuch - Victaulic®-System
Planungs- und Installationshandbuch für Löschwassereinrichtungen von Wandhydrantenanlagen sowie Unterflur- und Überflurhydranten
Trennstation - Sprinkleranlagen
Undercover-Sprinkler  - Minimax

Hydrant
Mit einem Hydrant wird Wasser aus einem Wasserverteilungssystem entnommen. Wasserversorger stellen Hydranten an festgelegten Stellen den Städten und Gemeinden zur Verfügung. Die Nutzer sind die Feuerwehr, öffentliche Betriebe (z. B. Stadtwerke, Straßenmeisterei) und Privatpersonen (z. B. Bauherren, Gartenbesitzer, Straßenreinigungsfirmen, Festveranstalter). Dadurch haben diese auch einen Zugang zum öffentlichen Wasserleitungsnetz (Sammelwasserversorgung).
Ein Überflurhydrant ist oberirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten Kupplungen (Nenngröße A, B oder C), deren Art von dem Durchmesser der Zuleitung abhängig sind. Die Fördermenge des Hydranten ist für die Feuerwehr von Bedeutung. Die Fördermenge in Liter/Minute ergibt sich aus dem 12- bis 15-fachen des Nenndurchmessers (z. B. H 100 > min. 1200 l/min bis max. 1500 l/min).
Zur Wasserentnahme wird mit dem Innendreikant am Hydrantenschlüssel ein Dreikant am Hydrantenkopf der gesamte Kopf gedreht und der Ventilkegel geöffnet und die in der Säule enthaltene Luft entweicht durch das einströmende Wasser über ein Entlüftungsventil (Merkbolzen).
Die Unterflurhydranten befinden sich unterhalb einer Hydrantenkappe, die in die Straße eingebaut wird. Der Deckel der Hydrantenkappe wird mit dem Schieberschlüssel ausgehoben und zur Seite geschwenkt, wodurch der Hydrantenfuß zugänglich wird.
An den Unterflurhydrant wird ein Standrohr angeschlossen. Der Nachteil eines Unterflurhydranten ist, dass sie von Kraftfahrzeugen zugeparkt werden können oder durch Schnee oder Eis festgefroren sind. Das Festfrieren des Deckels in der Hydrantenkappe kann durch Einfetten beider Teile oder durch Einfügen einer Plastikfolie vermieden werden.
Die Bezeichnung und des die genaue Lage des Unterflurhydranten wird durch spezielle Hinweisschilder angegeben. Sie geben die seitliche und die Entfernung nach vorne vom Schild in Metern an. Die Fördermenge in Litern/Minute) ergibt sich aus dem 7- bis 10-fachen des Nenndurchmessers (z. B. H 40 > min. 280 l/min bis max. 400 l/min).


Wasserstandrohre""/
Wasserstandrohre
Quelle: Wilhelm Ewe GmbH & Co. KG

Wasserstandrohr
Mit dem Standrohr wird Wasser aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz über Unterflurhydranten entnommen. Es besteht aus
- einem langen Standrohrunterteil mit einem Griffstück
- einer Klauenmutter am Fuß des Rohres mit einem Dichtring
- einem kurzen Standrohroberteil mit Stopfbuchse und Stopfbuchsbrille
- zwei Niederschraubventile mit ein bis zwei Festkupplungen

Zunehmend werden die Standrohre mit einem Rückflussverhinderer oder einem Rohrtrenner BA mit Belüfter ausgestattet, damit das Zurückfließen von Wasser aus dem angeschlossenen Schlauch verhindert wird.
Auf dem Hydrantensitz wird das Standrohr mit dem Griffstück durch Rechtsdrehen befestigt, wobei die Klauenmutter in der Klaue des Unterflurhydranten festgehalten und hochgeschraubt wird. Damit das Standrohroberteil in eine günstige Lage gedreht werden kann, wird die Stopfbuchsbrille ist durch zwei Schrauben mit dem Griffstück verbunden. Die Schlauchleitungen werden mit Festkupplungen an das Standrohr angeschlossen. Die Niederschraubventile müssen im geöffnetem Zustand den gesamten Durchflussquerschnitt freigeben.
Standrohre werden nicht nur für die Feuerwehr eingesetzt. Auch die Wasserversorger (z. B. SWN Stadtwerke Neumünster) stellen für die Trinkwasserversorgung bei Großveranstaltungen (z. B. Volksfeste, Messen), Baustellenwasser und Gärten zur Verfügung. In der Regel sind sie dann mit einem Wasserzähler, mit bis zu sieben Auslaufventilen aus Messing, einem Probeentnahmeventil, Rückflussverhinderer oder Systemtrenner BA mit Belüfter ausgestattet.
Um ein Standrohr verwenden zu können, wird ein Schieberschlüssel benötigt, mit dem der Hydrantenschacht und der Hydrant geöffnet werden.

Standrohre für die Feuerwehr sind mit zwei B-Festkupplungen nach DIN 14 375 genormt. Sie wiegen nicht mehr als 7,5 kg und sind bei 25 bar auf Dichtigkeit geprüft, die Absperrorgane jeweils auf 16 bar. Standrohre mit zwei C-Festkupplungen sind nicht genormt. Bevor die Schlauchleitung an den Hydranten angeschlossen wird, muss dieser über das Standrohr gespült werden, damit Steine und Verunreinigungen aus der Leitung die Pumpe nicht schädigen können. Außerdem muss das Standrohr gegen den Straßenverkehr gesichert werden.


Schlauchkupplung (Storzkupplung)
Die Schlauchkupplung (Storzkupplung) wird zum Verbinden von Feuerwehrschläuchen und Armaturen (Schlauchanschlußventile, Stützkrümmer, Standrohre, Verteiler, Saugkörbe) verwendet. Deswegen nennt man diese Verbindungsart auch Feuerwehrkupplung.
Schlauchkupplungssysteme

      • Druckkupplung
      • Saugkupplung
      • Festkupplung
      • Blindkupplung


STORZ-Kupplungssortiment
Quelle: ERIKS Holding Deutschland GmbH


Rauchmelder - Rauchwarnmelder
Brandmeldeanlagen
Rauch- und Wärmeabzuganlage
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