Dampfheizung
Geschichte
der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen
im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC
Allgemein wird Wasserdampf als sichtbare Dampfschwaden von
teilweise bereits kondensierendem Wasserdampf (Nassdampf), wie er als Nebel oder in Wolken vorkommt, wahrgenommen. Im technisch-
naturwissenschaftlichen Bereich ist Wasserdampf gasförmiges Wasser, das in diesem Aggregatzustand wie Luft unsichtbar ist.
ist auch ein Klimagas Wasserdampfs. 1 Sieden ist der
der Übergang einer Flüssigkeit (z. B. Wasser) in den gasförmigen Zustand (z. B. Wasserdampf), wenn der Dampfdruck der Flüssigkeit gleich dem Umgebungsdruck ist.
Reine Stoffe sieden isotherm am Siedepunkt, der auch der Kondensationspunkt ist, also die Temperatur, bei der sich ein Gas mit dem gleichen Druck in die Flüssigkeit
umwandelt. Den Phasenübergang von der flüssigen in die gasförmige Phase unterhalb des Siedepunktes nennt man Verdunstung. |
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>>>> hier ausführlicher - Wasserdampf <<<< |
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Dampfheizungen werden für Wohn- und Bürogebäude heutzutage kaum noch eingesetzt. Für kurzfristig oder periodisch
benutzte Räume, so z. B. Messehallen, Ausstellungsräume, besonders, wenn in den Betriebspausen Frostgefahr besteht, sowie für
Kochküchen, Wäschereien und für die Industrie, die Dampf für andere Zwecke
benötigen, wird weiterhin Dampf als Wärmeträger verwendet. |
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Der in
einem Kessel erzeugte Dampf wird durch Dampfleitungen zu den Heizkörpern oder Wärmeaustauschern
geleitet. Hier kondensiert der Dampf und das entstehende Kondensat fließt durch die Kondensatleitungen zum Kessel zurück. |
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| Heizungsanlagen unterscheidet man | ||||||
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| nach dem Druck: | ||||||
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| nach der Lage der Kondensleitung: | ||||||
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| nach der Lage der Hauptverteilleitung: | ||||||
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| nach dem Rohrsystem: | ||||||
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| nach der Art der Kondensatrücklauf: |
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| Der Betriebsüberdruck
einer NDDH hat höchstens 1 bar. Der Druck ist ist zur Überwindung
der Widerstände in der Anlage notwenig und beträgt für
Gebäude mit einer waagerechten Ausdehnung bis zu 200 m etwa 0,05
bis 0,1 bar, bis zu 300 m etwa 0,15 bar und bis zu 500 m etwa 0,2 bar.
Die Temperatur des Dampfes ist dann bis zu 105 °C. |
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| Für
Raumheizungen ist 0,1 bar Dampfdruck
(102 °C) fast immer ausreichend, bei Dampf für
gewerbliche Zwecke (Wäschereien, Küchen u.a.)
auch Drücke bis 0,5 bar (111 °C). |
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| Die Vorteile der Niederdruckdampfheizung gegenüber Warmwasserheizung sind | ||||||
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Die Nachteile
sind |
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Bei dem
Einrohrsystem strömt der Dampf und Kondensat in
derselben Leitung. Der vom Kessel gelieferte Dampf fließt zuerst
bei der unteren Verteilung an der Kellerdecke und bei der oberen Verteilung
im Dachboden liegt. Bei größerer Ausdehnung stufenförmige
Verlegung (sägeförmige Verlegung) mit Entwässerungsschleifen
oder Kondensatableiter an den Steigstellen. Die Heizkörper sind
an die Steig- bzw. Fallstränge nur mit einer Abzweigleitung angeschlossen.
Das Kondensat wird entweder oberhalb der Druckzone (trocken) oder unterhalb
(naß) zum Kessel mit natürlichem Gefälle zurückgeführt. Bei trockener Kondensleitung werden die Steig- und Fallstränge durch Wasserschleifen entwässert, die die dampfführenden Rohre von den kondensatführenden trennen. |
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Jeder Heizkörper
erhält ein automatisches Luftventil, das nur Luft,
aber keinen Dampf entweichen lässt. Außerdem sind an den
tiefsten Stellen der Dampfleitungen ebenfalls Luftventile vorhanden.
Die Ventile an den Heizkörpern dürfen nur auf „auf“
oder „zu“ gestellt werden, Zwischenstellungen sind nicht
zulässig, weil sonst der Kondensatabfluß behindert wird. |
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Die Kessel
sollten nur mit Gas oder Öl betrieben werden,
weil bei festen Brennstoffen die Regelung schwierig ist. Die Einrohrsysteme
werden in Deutschland selten ausgeführt, da eine gleichmäßige
Temperaturerhaltung bei höheren Außentemperaturen nicht möglich
ist. |
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Das Zweirohrsystem
wird am häufigsten eingesetzt. Hier strömt der Dampf
und das Kondensat in verschiedenen Leitungen. Die Verteilung des Dampfes
gleicht dem Einrohrsystem. Aber zur Trennung von Dampf und Kondensat
ist an jedem Heizkörper ein Kondensat-Ableiter angebracht. Das
Kondensat aus den Heizkörpern wird mit natürlichem Gefälle
zu dem Kessel zurückgeführt. Zwischen Kondensatrücklauf
und Heizkessel ist/kann ein Kondensatsammelbehälter – bei
Festbrennstoffkessel außerdem noch ein hochliegender Kondensathochbehälter
dazwischengeschaltet werden. |
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Die Luft
wird bei Dampffüllung der Anlage von dem leichteren Dampf durch
die Heizkörper in die Kondensatleitung gedrückt. Bei hochliegender
Kondensatleitung Abführung der Luft ins Freie an der tiefsten Stelle.
Bei tiefliegender Kondensatleitung sind die senkrechten Kondensatstränge
durch eine besondere Luftleitung zu entlüften. |
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| Sicherheitstechnischen Ausstattung eines Niederdruck-Dampfkessels Das Überschreiten des höchstzulässigen Betriebsüberdruckes wird durch ein bauteilgeprüften Sicherheitsventil bis max. 1,0 bar oder einem unabsperrbarem Standrohr bis zu einem höchstzulässigen Betriebsüberdruck von 0,5 bar verhindert, außerdem sind folgende Bauteile einzubauen:
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Eine Niederdruckdampfanlage (DIN 4750) wird bis 0,5 bar durch ein Standrohr und
bis 1 bar aufgrund der großen Abmessungen eines Standrohres durch
ein gewichtsbelastetes Sicherheitsventil gegen das
Überschreiten des zulässigen Betriebsüberdruckes
abgesichert. |
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Das Standrohr
funktioniert im Prinzip wie ein U-Rohr-Manometer.
Wenn der Dampfdruck im Kessel den Gegendruck der Wasservorlage (Sperrwasser)
überschreitet, wird das Wasser in den Überschütttopf
verdrängt und überschüssiger Dampf wird durch die Ausblasleitung
abgeleitet. Nachdem sich der Dampfdruck wieder absenkt, gelangt das
Wasser wieder aus dem Überschütttopf in das U-Rohr (Standrohrschenkel).
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Die notwendigen
Maße (Nennweiten, Standrohrschenkel, Überschütttopf,
Voraus- und Rückströmung) des Standrohres richten sich nach
dem gewünschten Dampfbetriebsdruck.Alle Leitungen (Kesselanschluss,
Ausblasleitung) müssen mit Gefälle verlegt und müssen
unabsperrbar, ohne Verengungen, ausgeführt werden. Die Ausblasleitung
wird so ausgeführt, dass Personen nicht gefährdet werden können.
Natürlich sind die Standrohre gegen Einfrieren zu schützen.
Der Dampf- und Kondensatkreislauf - Spirax Sarco GmbH |
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Hochdruckdampfheizungen arbeiten mit Überdrücken >1,0 bar (Sattdampf und Heißdampf [überhitzter Dampf - 300 bis 600 °C]). In der Praxis wird Hochdruckdampf in Heizungsanlagen nicht mehr eingesetzt. Aber in der Fernwärmeversorgung, in Fabriken (Luftheizgeräte) und bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird der Vorteil des hohen Dampfdruckes weiterhin angewendet., wobei Strömungsgeschwindigkeiten bei Sattdampf von 20 bis 30 m/s und bei Heißdampf von 30 bis 50 m/s gefahren werden. |
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Der Heizdampf ist entweder ein im Dampfkessel erzeugter Dampf, der direkt aus dem Kessel entnommen wird, oder Abdampf bzw. Entnahmedampf aus Kraftmaschinen. Die Wahl des Dampfdruckes (1- bis 10 bar) ist von der Art der Heizkraftkupplung und der Ausdehnung des Rohrnetzes abhängig. Zunehmend werden Fernwärmesysteme mit Sattdampf (bis 10 bar - 180 °C) auf Heißwasser umgestellt. Diese Systeme sind nicht so störungsanfällig und benötigen keinen hohen Wartungsaufwand.
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| Handbuch
für Dampf- und Kondensatanlagen -
© 2009 /05 Karsten Berlin |
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Bei einer
Vakuumdampfheizung bzw. Unterdruckdampfheizung wird
durch eine Vakuumpumpe (Luftpumpe) in den Kondensatleitungen
ein Unterdruck aufgebaut. Dabei ist der absolute Dampfdruck
je nach der Außentemperatur zwischen 0,2 bis
ca. 1,0 bar (60 bis 100 °C).
Der Atmosphärendruck wird nur bei sehr niedriger Außentemperatur
erreicht oder auch überstiegen. |
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Im Gegensatz zum Ausland werden in Deutschland die Vakuumdampfanlagen nicht oder nur sehr selten eingesetzt. Diese Anlagen können, besonders in großen Gebäuden und bei Fernheizungen, gegenüber dem Niederdruckdampf auch Vorteile haben, da sie auch über die Außentemperatur geregelt werden können. |
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Planungshandbuch -
Dampfheizung - Viessmann Werke GmbH & Co. KG |
| Dampfwissen - Spirax
Sarco GmbH |
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