LAS - Luft-Abgas-System

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
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Das Luft-Abgas-System - auch Luft-Abgas-Schornstein - (LAS) ist heutzutage Stand der Technik.
Ein Luft-Abgas-System ist ein Schornstein oder eine Abgasleitung mit zwei parallel verlaufenden Strömungskanälen. In voneinander getrennten Kammern wird das Abgas bzw. Rauchgas abgeleitet und gleichzeitig dem Wärmeerzeuger die benötigte Verbrennungsluft zugeführt. Das System kann als gemauerter LAS-Schornstein oder als Doppelrohr-Abgasleitung ausgeführt werden.

Durch Luft-Abgas-Systeme können Heizkessel, Gas-Wandgeräte und Kaminöfen raumluftunabhängig betrieben werden. Damit ist auch die Aufstellung von Heizgeräten in Gebäuden möglich, die durch ihre luftdichte Bauweise für raumluftabhängige Wärmeerzeuger keine ausreichende Verbrennungsluft bieten würden.

Um zu vermeiden, dass Abgase in den Verbrennungsluftschacht gesaugt oder Druckschwankungen durch Wind auftreten können, muss die Ausführung des Schornsteinkopfes besonders beachtet werden. Die Abgasschachtmündung soll oberhalb der Verbrennungslufteinmündung angeordnet und durch eine Scheibe von ihr getrennt sein.
Am Schornsteinfuß ist der Abgasschacht mit dem Verbrennungsluftschacht verbunden, damit ein Druckausgleich zwischen beiden Schächten stattfinden kann.
An einen Luft-Abgas-Schornstein können bis zu zehn Gasfeuerstätten angeschlossen werden, an herkömmliche Schornsteine nach DIN 18160 jedoch nur drei. Somit eignen sich LAS-Systeme besonders für Mehrfamilienhäuser mit bis zu zehn Geschossen.
Bei der Erstellung der Luft-Abgas-Systeme sind die Feuerungsverordnungen (FeuVO) der Bundesländer zu beachten.
Die Züge für die Luft- und Abgas- bzw. Rauchgasführung können in getrennten oder parallelgeführten Kanälen aufgeführt werden. Bei den parallelgeführten Zügen ist eine Vorwärmung der Verbrennungsluft möglich. Dadurch wird eine bessere Energienutzung erreicht. So ist z. B. bei dem PLEWA Universo KE kein zusätzlicher Nebenluftschacht notwendig, weil die Zuluft über den Ringspalt nachweislich gewährleistet ist.
getrennte Züge
parallele Züge
Animation
Quelle: PLEWA SchornsteinTechnik und Heizsysteme GmbH
Getrennte Luftführung
Quelle: Schiedel GmbH & Co. KG

Quelle: Poujoulat/Live

 

Wenn bei einer Sanierung in Mehrfamilienhäusern die Heizungsanlagen nicht auf eine zentrale Beheizung umgestellt werden sollen, dann werden die neuen raumluftunabhängigen Gasgeräte an eine gemeinsame Abgasanlage angeschlossen. Diese können auch mit dem Luft-Abgas-System ausgeführt werden. Dieses System gibt es als Innen- und Außensystem.
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Quelle: Poujoulat/Live

 

SKOBIFIX® WDVS XXs 30
Ein Luft-Abgas-System für den Einbau in die Außenwanddämmung.

Die nebenstehende Übersichtszeichnung zeigt den Aufbau des Leichtbauschachts. Das System besteht aus den folgenden Bauteilen:

1 Schachtelement 1.000 mm lang inkl. PPs-Abgasleitung D 80 und Abstandshalter

2 Bypass-Schachtelement 250 mm lang mit Lüftungs - gitter für Zuluft, inkl. PPs-Abgasleitung D 80 (erforderlich bei Schachtlängen über ca. 5 Meter)

3 Anschlusselement mit Bogen 87°, D 80/125, inkl. 2 Winkelkonsolen

4 Mündungspaket, bestehend aus Dachdurchführung, Schrägdachpfanne 25°–45°, 5°–25°, 35°–55° oder Flachdachkragen

5 SKOBIFIX-Spezialkleber, à 3 kg

6 Halterung

7 Halteschelle

Die Schachtelemente 1 sind 1,0 Meter lang. Das Bypass-Schachtelement 2 mit einem Lüftungsgitter für Zuluft ist 250 mm hoch. Es ist nur bei Schachtlängen über 5 Meter vorzusehen. Für den Schacht wird ein Anschlusselement 3 und ein Mündungspaket 4 benötigt. Hier kann zwischen Varianten für Schräg- und Flachdach, verschiedenen Höhen über Dach und Farben gewählt werden. Ein Eimer Spezialkleber 5 à 3 kg reicht für ca. 10 Verbindungen zwischen den Elementen. Jedes Schachtelement ist mit einer Halterung 6 an der Fassade zu befestigen, mit Ausnahme des obersten Schachtelements im Sparrenbereich. Dort empfehlen wir eine Halteschelle 7 .

Die raumluftabhängige Betriebsweise von Wärmeerzeugern sollte eigentlich der Vergangenheit angehören.  Wenn kein LAS (Luft-Abgas-System) möglich ist, dann sollte wenigstens die Verbrennungsluft von Außen direkt an den Brenner oder die Verbrennungsluftöffnung des Wärmeerzeugers durch einen Luftkanal zugeführt werden. Auch hier ist der Einsatz einer Verbrennungsluftklappe sinnvoll, damit keine Auskühlung während der Stillstandszeiten erfolgt. Diese Variante sollte besonders bei dem Einsatz von Kamin- oder Pelletöfen in Wohnräumen ausgeführt werden, weil es hier evtl. zu einem Kaltlufteinfall kommen kann.
Verbrennungsluftklappe
Schornsteinaufsätze
Schornsteine
Kaminöfen
Feuerstätten <> Lüftung
Schornsteinbrand - Rußbrand
TAF - Technische Angaben über Feuerungsanlagen
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