1. BImSchV
     

Kleinfeuerungsanlagen sind Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungsanlagen.
Heizungsanlagen dienen zur zentralen Wärme- und Warmwasserversorgung von Gebäuden oder Wohnungen.
Einzelraumfeuerungsanlagen werden zur Wärmeversorgung einzelner Räume eingesetzt. Zu den Einzelraumfeuerungsanlagen gehören Kaminöfen, Kachelöfen, Herde, Kachelofeneinsätze und Grundöfen, die als Wärmespeicheröfen aus mineralischen Speichermaterialien vor Ort handwerklich gesetzt werden.
Die 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) setzt die Regeln für kleine und mittlere Feuerungsanlagen zur Erzeugung von Wärme in privaten Haushalten und kleingewerblichen Betrieben fest. Deswegen spricht man auch von der "Kleinfeuerungsanlagenverordnung".

Kaminöfen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Sie bestehen aus Gusseisen oder Stahlblech mit Schamotteauskleidung, haben eine geschlossene Brennkammer (im Gegensatz zu dem offenen Kamin) und sind nur als Zeitbrandheizungen geeignet. Sie werden hauptsächlich mit Holz, einige auch mit Kohle, Briketts und Ethanol befeuert.
Die einfachen Ausführungen geben die Wärme hauptsächlich über Wärmestrahlung ab. Andere Öfen sind so konstruiert, dass sie ihre Wärme auch über Konvektion an die Raumluft abgeben. Sie heizen sich schnell auf, kühlen aber auch relativ schnell wieder ab. Kachel-, Grund- und Specksteinöfen haben ein sehr gutes Wärmespeichervermögen und gelten nicht als Kaminöfen.
Kanonenofen
Quelle: Ingenieurbüro für Technische Gebäudeausrüstung GmbH
Der Werkstattofen ist die einfachste Ausführung eines Kaminofens. Er besteht aus Gusseisen und hat in der Regel eine einfache Form und eine Wärmeplatte. Auch die Bedienung ist einfach. Wie es die Bezeichnung sagt, wurden diese Öfen hauptsächtlich in Werkstätten und auf Baustellen eingesetzt. Sie wurden als Allesbrenner verwendet. Heutzutage ist der Einsatz eher selten, weil sie oftmals nicht mehr den Bestimmungen der 1. BImSchV entsprechen.
Werkstattofen - Beispiel - Wamsler
 
Heylo-Baustellen-Öfen, diese wurden auch in den Gärtnereien oft eingesetzt. Alles was brannte, auch Altöl und die andern Gemische aus der Autowerkstatt usw. konnten diese Ungetüme sehr gut vertragen.... Quelle:Olaf T.
Werkstattofen
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH
Quelle: ENERGETEC Gesellschaft für Energietechnik mbH
Der "Bullerjan®" ist ein Warmluftofen, der durch seine Konstruktion eine hohe Wärmeleistung bringt. Die gebogenen Stahlrohren bilden eine zylindrische Brennkammer. Der größte Teil der Rohroberfläche liegt dabei innerhalb der Brennkammer, dadurch wird ein sehr guten Wärmeaustausch gewährleistet.
Während des Betriebs erhitzt sich die Luft in den Rohren sehr schnell. Durch das Konvektionsprinzip steigt sie nach oben und tritt als Warmluft aus den Rohren aus. Kalte Luft strömt von unten nach, wird erwärmt und folgt dem Schwerkraftkreislauf. Durch diese andauernde Umwälzung verteilt sich die Luft schnell und gleichmäßig im Raum.

Nachteilig wirkt sich die Staubversengung der Luft aus.

Bullerjan®  - ENERGETEC
Funktion
Quelle: ENERGETEC Gesellschaft für Energietechnik mbH


Holzbackofen HABO 4/6
Quelle: Karl-Heinz Häussler GmbH

Quelle: Blöchle Teigwarengeräte

 

 

Ein Holzbackofen wird in der Regel im Außenbereich oder in einem "Backhaus" aufgestellt.
Selbstgemauerte Holzbacköfen werden aus statischen Gründen mit einem Gewölbe gebaut. Durch die unterschiedlichen Höhen im Backraum verteilt sich die Hitze ungleichmäßig, was sich nachteilig auf das Backen auswirkt. Durch neue Techniken kann auf ein Gewölbe verzichtet werden. Hier werden die Schamotteplatten werden mit hohem Pressdruck hergestellt und ermöglichen große Spannweiten. Im gesamten Backraum ist der Deckenabstand exakt gleich. Die Strahlungswärme wirkt gleichmäßig auf das Backgut (Brotlaibe, Brötchen, Brezel, Pizzen, Spanferkel, Grillspezialitäten, Braten, Aufläufe). An jeder Stelle im Ofen wird ein identisches Backergebnis erzielt und das Backgut muss nicht während des Backvorgangs versetzt werden.
Der Holzbackofen kann mit allen unbehandelten Hölzern (wie in Kaminöfen) aufgeheizt werden. Empfehlenswert ist Fichten-, Tannen- und Kiefernholz, da durch das Harz ein besonderes Aroma und eine weiche Flamme entsteht. Es können aber auch Reisig, Reb- und Baumhölzer verwendet werden. So hat z. B. Buchenholz hat den Vorteil, dass es weniger raucht. Der Holzbedarf ist von der Ofengröße abhängig. Hier sollten immer die Angaben in den Bedienungsanleitungen beachtet werden. Für eine langanhaltende Hitze beträgt die Aufheizzeit ca. 2 bis 2,5 Stunden.
Die Verbrennung wird über einen Zugregler und die Backtemperatur (190 bis 370 °C) durch ein Bimetall-Zeigerthermometer überwacht. Die Asche bzw. die Glut wird vor dem Eingeben des Backgutes aus dem Backraum entnommen (bei Pizzen kann auch ein Teil der Glut im Backraum bleiben). Die dichtichtschließende Rauchgasklappe wird geschlossen, damit die Wärme länger gehalten werden kann.
Die Schornstein- bzw. Rauchrohrhöhe sollte mit dem Schornsteinfeger (und den Nachbarn) abgestimmt werden.

Holzbacköfen + Holzbackofen ohne Gewölbe - Karl-Heinz Häussler GmbH

drehbarer Kaminofen
Quelle: Erwin Koppe Keramische Heizgeräte GmbH

Der Kaminofen ist im Design ein wenig hochwertiger gegenüber dem Werkstattofen. Der Brennraum ist mit Schamottesteinen oder keramischem Kunststoff ausgekleidet. Die meisten Öfen haben eine doppelwandige Brennkammer (außen ein Stahlmantel oder Kachelflächen). Diese Öfen erzeugen auch Warmluft, die durch Konvektion über Öffnungen in den Wohnraum abgegeben wird.

Die Asche lässt sich durch ein Rüttelrost in eine Aschenlade entfernen. Eine große Tür aus feuerfestem Glas ist ein Merkmal dieser Öfen. So kann das Feuer beobachtet werden und verbessert die Wärmestrahlung nach außen.
Es sollten nur Kaminöfen verwendet werden, die die Verbrennungsluft kontrolliert zuführen. Dazu wird Raumluft an einem Regler angesaugt und in einem Kanal am Brennraum vorbeigeführt und dabei erhitzt (ca 300 Grad). Die heiße Luft (Sekundärluft) hinterspült die Türscheibe und entzündet die aus dem Holz austretenden brennbaren Gasen.
Kaminofen
Quelle: Kerma Tech
Pelletkorb
Der Pelletkorb kann in offenen Außen- und Innenkaminen und Kaminöfen eingesetzt werden. Er wird aus beschichtetem formstabilem Stahl hergestellt und ist auch bei hohen Temperaturen einsetzbar. Eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr durch den Kaminzug an das Verbrennungsgut ist über diverse Öffnungen im Pelletskorb gegeben. Mit dem Pelletskorb können Holzpellets oder Holzbriketts verfeuert werden.
Pelletkörbe
Quelle: Günter Weinert
Das Brenngut muss immer an der Oberfläche entzündet werden, damit eine gleichmäßige Wärmeabgabe gewährleistet ist. Nach dem sich die Holzpellets an der gesamten Oberfläche entzündet haben, kann in geschlossenen Kaminöfen die Luftzufuhr um 50 % reduziert werden. Nach ca. 1,5 Stunden entsteht ein gleichmäßiges Flammenbild und Glutbett. Durch den lang anhaltenden und gleichmäßigen Abbrand der Holzpellet ist eine Wärmeabgabe von mehreren Stunden (bis zu vier Stunden lang) gewährleistet. Nach ca 2.5 Stunden findet ein Entgasungsprozess der gesamten Brennstoffmenge mit einem starken Flammenbild statt. Die Holzpellets brennen über die ganze Oberfläche gleichmässig von oben nach unten ab. Dabei entsteht fast kein Ruß und es erfolgt ein sehr sauberer Abbrand der Holzpellets.
Es sollten nur Holzpellets verwendet werden, die der Norm EN-Plus (DIN EN 14961-2) entsprechen, also für Kleinfeuerungsanlagen gegeignet sind, da diese Norm sehr strenge Qualitätsparameter wie Größe, Heizwert, Asche- und Wassergehalt vorgibt.
Über den Einsatz in Kaminöfen streiten sich die Fachleute, weil es sich bei dem Einsatz um keinen bestimmungsgemäßen Gebrauch des Ofens handeln könnte.
Anheizen ohne Rauch

Bei einem Kaminofen muss in der Anheizphase ausreichend Verbrennungsluft vorhanden sein. Schon mit dem richtigen Anheizen werden die Weichen für eine emissionsarme rußfreie Verbrennung gestellt. Bei den Feuerstätten mit oberen Abbrand, also ohne Feuerungsrost (z. B. Grundofen), hat sich das Anheizen von oben bewährt. Nachdem der Holzaufbau brennt kann nachgelegt und die Verbrennungsluft einreguliert werden. Die Luftzufuhr ist richtig eingestellt, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt. Jede Bedienungsanleitung gibt das richtige Betreiben des jeweiligen Ofens vor, da es verschiedene Ofenarten gibt. Jeder Betreiber muss die richtige Betriebsweise für seinen Ofen selber finden.
Viele Kaminofenheizer, besonders in Ferienhäusern bzw. Ferienwohnungen, die zu Hause keinen Kaminofen haben, sollten vom Vermieter in das richtige "Anheizen ohne Rauch" eingewiesen werden, damit sie keine Grillanzünder, Papier und "Abfälle" zum Anheizen verwenden. Diese Sachen sind ein Tabu bei echten Holzheizern.

Mit dem richtigen rauchlosen Anheizen wird nicht nur der Ofen und die Umwelt geschont, sondern damit beginnt erst der Spaß am Heizen mit Holz.

 

Anheizen von unten
Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) einlagig über den Bodenrost legen, dazwischen den Anzünder (wachsge tränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
Eine weitere Schicht Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen.
Zwei bis drei nicht zu große Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach unten oder zur Seite nebeneinander auf den Anzündhölzern legen. Verbrennungsluftschieber öffnen. Diese Anheizmethode wird für Öfen mit Feuerungsrost (z. B. Specksteinofen) empfohlen.

 

Anheizen von oben
Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach oben oder zur Seite auf dem mit einer dünnen Ascheschicht bedeckten Feuerraumboden legen.
Die Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) quer über die Scheite legen. Dazwischen, auf einem der Scheite, den Anzünder (wachsgetränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
Weitere Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sehr wenig unverbrannte Brenngase den Feuerraum verlassen. Sie dauert etwas länger als das Anheizen von unten.
Diese Methode wird auch für Öfen mit stehenden Scheite verwendet.

Nachlegen auf ein Glutbett
Das Nachlegen findet am Ende der Abbrandphase statt. Dann hat sich eine Grundglut gebildet und es sind nur noch kleinere Flammen zu sehen. Die Feuerraumtür wird langsam geöfnet, um Rauchaustritt zu vermeiden. Die Glut wird zu einem kompakten Glutbett zusammengeschoben.

Zum Weiterheizen werden mindesten zwei Holzscheite vorsichtig mit den Spaltkanten nach unten auf die Glut gelegt. Es ist darauf zu achten, dass die Holzscheite nicht kreuz und quer oder hochkant in den Feuerraum eingebracht werden, sondern locker in einer Richtung nebeneinander im Feuerraum geschichtet werden.
Ein schnelles Überzünden der aufgelegten Holzscheite kann durch das weite Öffnen der Luftschieber erreicht werden. Wenn das Feuer die gesamte Holzmenge erreicht hat, wird die Luftzufuhr gedrosselt.
Damit eine Rauchbildung beim Nachlegen nicht stattfindet, muss der Schonstein einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe haben.
Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, entsteht im Türöffnungsbereich ein Unterdruck. Nun muss der Schornstein schlagartig bis zum Achtfachen der Luftmenge fördern. Wenn das nicht möglich ist, tritt Rauch aus der Öffnung aus.

Richtig Anfeuern mit Stückholz

Richtiges Heizen mit einem Kaminofen

Betrieb von Feuerstätten mit Scheitholz
Die Mehrfachbelegung eines Schornsteins, also wenn zwei oder gar noch mehr Feuerstätten (z. B. Kaminofen) angeschlossen werden, ist ein fauler Kompromiss, der umso fauler wird, je unterschiedlicher die Feuerstätten z. B. von der Art und Leistung her sind.
Es leuchtet ein, dass ein Schornstein hier einen wahren Spagat erfüllen muss, zwischen dem einen Extrem (nur ein Ofen brennt noch mit ganz kleiner Flamme) und dem anderen Extrem (beide Öfen laufen im Vollastbetrieb). Daß hier kein optimaler Querschnitt für jede einzelne der beiden Feuerstätten gefunden werden kann, liegt wohl auf der Hand.

Das eigentliche Problem liegt aber in der Art, wie man heizt, was man verheizt und worin man den Brennstoff verheizt.
Angeblich sollen die meisten Kaminöfen für den Brennstoff "Holz" ausgelegt und optimiert sein. Dem ist aber leider nicht so.

Im Gegenteil: Schaut man näher hin, dann sind, gerade bei den sehr günstigen Öfen, die Brennräume in konstruktiver Hinsicht eher für die Verbrennung von Kohle und nicht für die Verbrennung von Holz gebaut. Holz verbrennen diese Öfen mehr schlecht als recht.
Wenn mit Holz optimal geheizt werden soll, dann ist dafür ein geeigneter Ofen notwendig. Holz ist ein gasreicher Brennstoff und so paradox es klingt, die Holzverbrennung ist eigentlich eine Gasverbrennung. Die Holzgase treten an der Holzoberfläche aus, befinden sich also oberhalb des Glutbettes. Hier muß genügend Verbrennungsluft vorhanden sein. Diese sollte deshalb nicht von unten durch den Rost, sondern über dem Rost einströmen. Man spricht hier auch von einer horizontalen Verbrennungsluftzuführung.
Zur Holzverbrennung haben sich Feuerstätten ohne Rost bewährt, in denen das Feuer auf dem Schamotteboden, also auf dem Grund des Ofens (daher der Name Kachel-Grundofen) liegt.
Durch die heißen Schamotteflächen des Bodens, der Wände und der wärmedämmenden Eigenschaften der umgebenden Holzasche wird die Glut vor Abkühlung geschützt.
Gleichzeitig wird die bei der Brennstoffaufgabe einsetzende Entgasungsphase weniger heftig entfacht, als dies bei Rostfeuerung der Fall wäre. Dadurch werden Zeiten, während der die Verbrennung mit Luftmangel ablaufen würde, vermieden.

Um diese Thematik nachvollziehen zu können, muß man sich klar machen, dass die Holzverbennung im Wesentlichen in drei Phasen abläuft:
1. Trocknungsphase
In dieser Phase wird das im Holz enthaltene Wasser verdampft ( Temperatur bis 100° C). Durch die Trocknung schrumpfen die Holzstücke bis Risse entstehen, die die Trocknung beschleunigen.

2. Entgasungsphase
Nach der Trocknung setzt bei Temperaturen über 100 °C bis etwa 300 °C die Holzentgasung ein. Aus der Holzsubstanz werden energiereiche, brennbare Gase mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung (Kohlenwasserstoffe) ausgetrieben. Der Abbrand dieser flüchtigen Bestandteile, die etwa 80 % der Holzsubstanz ausmachen, ist an den langen, gelben Flammen, die aus dem Holz schlagen, erkennbar.

3. Ausbrandphase
Nach dem Abbrand der flüchtigen Bestandteile verbrennt die Holzkohle. Die Holzkohlenglut wird bei Temperaturen um 500 °C bis 800 °C vergast und ohne Rußbildung verbrannt. Dieser Vorgang ist an den kurzen, durchscheinenden Flämmchen zu erkennen.

Diese drei Phasen können übrigens gleichzeitig in einem einzigen Stück Holz von innen nach außen ablaufen.

Wie heizt man denn nun richtig und nutzt den Brennstoff Holz möglichst intensiv und umweltschonend aus?
Erste Voraussetzung für einen möglichst geringen Schadstoffauswurf und Erreichung hoher Energieausbeute ist die Verwendung von trockenem Holz.
Gutes getrocknetes Holz (ca. 10 % Restfeuchte) hat einen durchschnittlichen Heizwert von ca. 4,6 KWh/kg. Hat das Holz noch 50 % Restfeuchte, dann liegt der Heizwert nur noch bei der Hälfte.
Mein Großvater prüfte die Restfeuchte immer mit einem simplen Trick:
Er hielt ein Stück Holz senkrecht und gab ein wenig Spülmittel auf das obere Ende. Danach puste er durch das untere Ende. Wenn das Spülmittel Blasen warf, war das Holz trocken.
Zweite Voraussetzung für unser Projekt "Optimal Heizen mit Holz" ist, daß die Anheizphase, bei der in besonderem Maße Zersetzungsprodukte auftreten, durch die Verwendung von kleinstückigem Anfeuerholz möglichst schnell durchlaufen wird, um in den Hochtemperaturbereich zu kommen, in dem dann endlich die heizwertigen Gase austreten und verbrennen können.
Notwendig ist ferner eine ausreichende Luftzufuhr, damit die ausgetriebenen flüchtigen Bestandteile zu Kohlendioxid und Wasserdampf verbrennen können.
Besonders schädlich wirkt sich übrigens eine Drosselung der Luftzufuhr während der Entgasungsphase aus, denn die Holzentgasung geht auch ohne Flammenbildung weiter (Schwelbrand). Auf diese Weise können große Teile der Holzsubstanz ohne Wärmegewinn, und damit nutzlos, ausgetrieben werden und unverbrannt in die Umwelt entweichen bzw. sich als Teer und Ruß auf den Rauchgaswegen absetzen.
Auch in der Ausbrandphase darf die Luftzufuhr nicht völlig gedrosselt werden, da sonst die Gefahr der Kohlenmonoxidbildung besteht.

Beim Fortheizen soll nicht zu viel Holz aufgelegt werden. Die Holzmenge muss stets dem Wärmebedarf angepaßt sein. Lieber häufig kleinere Mengen aufgeben, als den Brennraum "vollknallen".

Werden all diese Punkte beherzigt, dann kann man von optimalen Bedingungen sprechen, unter denen sowohl der eigentliche Heizwert des Brennstoffs möglichst weit ausgenutzt, als auch die Umweltverträglichkeit des Heizens mit Holz gewahrt wird.
Da Holz chemisch gesehen fast nur aus den brennbaren Elementen (Kohlenstoff und Wasserstoff) besteht und im Gegensatz zum Heizöl umweltkritische Elemente (Schwefel, Chlor und Schwermetalle) praktisch fehlen, ist Holz eigentlich ein sehr umweltfreundlicher Brennstoff, bei dessen Verbrennung in erster Linie Wasser H20 (dampfförmig) und Kohlendioxid CO2 entstehen dürften.

Die Erfahrung bzw. Praxis lehrt jedoch, daß ein Holzfeuer unter Umständen auch andere Stoffe ausstoßen kann, erkennbar am Qualm und am Geruch.
Die Ursache ist stets eine nicht vollständige Verbrennung der Holzgase, wofür in erster Linie meistens eine zu niedrige Verbrennungstemperatur (zum Beispiel wegen zu feuchtem Holz) oder aber eine für die vollständige Verbrennung unzureichende Luftzufuhr, noch dazu in einem ungeeigneten Ofen verantwortlich sind.
Durch diesen falschen Umgang mit dem eigentlich recht umweltfreundlichen Brennstoff Holz entstehen bei der Verbrennung teilweise grausliche Substanzen, wie z. B. Kohlenmonoxid, Essigsäure, Phenolen, Methanol, Formaldehyd, aromatische Kohlenwasserstoffe bis hin zu Ruß und Teer.

Insbesondere Ruß und Teer (egal ob im Ofen oder im Schornstein) sind sichere Anzeichen dafür, daß die Verbennung nicht optimal ist, denn bei der optimalen Verbrennung von Holz bleibt nichts weiter als graue Asche übrig. Der Ruß entsteht aus dem ausgegasten Kohlenstoff, der nicht vollständig verbrannt wurde, weil er unter seine Verbrennungstemperatur abgekühlt wurde. Er setzt sich an den Scheiben des Ofens oder aber in einem "zu großen" Schornstein ab. Dies kann zu einem Schornsteinbrand führen.

Wie man also sieht, sollte man sich, bevor man detaillierte Betrachtungen über die Herstellerangaben zur Leistung eines Ofens oder Berechnungen über den Wirkungsgrad einer Festbrennstofffeuerstätte im allgemeinen anstellt, zunächst an das Wissen unser Vorfahren erinnern.
Heizen war früher kein "angenehmer Zeitvertreib" sondern harte Arbeit, die mit dem richtigen Bevorraten (Holzlagerung) des Brennstoffes anfing, mit dem ständigen Beobachten des Flammenbildes weitergeht und einer stetigen Anpassung und Korrektur der Luftzufuhr aufhört.
An der Faszination, die das Feuer auf den Menschen ausübt, hat sich in den Jahrhunderten bis heute nichts geändert. Die moderne Wissenschaft hat die Vorgänge, die bei einer Verbrennung ablaufen, zwar transparent und verständlich gemacht, aber die Anwender ziehen hieraus nur wenig Nutzen.
Anders als früher glauben die Menschen heute, die Holzheizöfen in ähnlicher Weise wie moderne Zentralheizungssysteme, nur einschalten zu müssen und sich selbst überlassen zu können. Nach dem Anheizen wird der Ofen mit Holz gefüllt und der Verbrennungsluftschieber geschlossen, mit der Absicht, einen stundenlang anhaltenden Dauerbrand zu erzielen. Man übersieht dabei, daß diese Handlungsweise nur zu einem Schwelbrand und damit zu einer Verrußung und Verteerung der Rauchgaswege und des Kamins führt und eine erhebliche Umweltbelastung verursacht.

Wir sollten lieber wieder lernen, wie unsere Vorfahren den Verbrennungsablauf zu beobachten und die richtige Anzahl von Holzscheiten zum richtigen Zeitpunkt aufzulegen und die richtige Luftmenge zu dosieren. Dann werden wir auch Öfen besitzen, die Wärme und Wohlbehagen spenden, ohne Unbehagen bei den Nachbarn und der Umwelt zu verbreiten.

Und der angenehmste Effekt dabei ist: Die optimale Brennstoffausnutzung kommt bei dieser Art zu heizen von ganz alleine. Quelle: Thomas Prell - Wadex-Abgastechnik

Scheibenspülung
Damit die Scheibe eines Kaminofens sauber und durchsichtig bleibt, haben gut konstruierte Öfen eine sog. Scheibenspülung. Dadurch wird eine Schwärzung der Scheibe verhindert. Hier wird vorgeheizte Verbrennungsluft von innen an der Scheibe entlanggeführt. Dieses „Einspülen“ der vorgewärmten Luft im oberen Teil der Scheibe sorgt dafür, dass der Sauerstoff optimal mit den Holzgasen oxidiert, gut verbrennt und gleichzeitig zieht die an der Scheibe entlanggeführte Luft Rußteilchen von der Scheibe weg, zurück in die Verbrennungszone.
Bei dem Anheizen, wenn die Scheibe eines Kaminofens noch kalt ist, können dort Abgase und Teer kondensieren und dadurch verschmutzen. Die Scheibenspülung tritt erst in Kraft, wenn der Ofen seine Betriebstemperatur erreicht hat. Eine anfängliche Trübungen der Scheibe ist also völlig normal. Auch bei zu wenig Brennmaterial kann die Vorerwärmung unzureichend sein und der Ofen kann dann den Ruß nicht verbrennen und dieser setzt sich an der Scheibe fest.
1 - 1. Umlenker Vermiculite
2 - 2. Umlenker Vermiculite
3 - 3. Umlenker Vermiculite
4 Verbrennungsluft Sekundär 1 - Scheibenspülung
5 Verbrennungsluft Sekundär 2 - Scheibenspülung unten
6 Verbrennungsluft Primär über AK - Feineinstellbar
7 Umluft kalt
8 Warmluft Prisma Rohr
9 Vermiculite oder Rippenguss
19 Boden-Schamotte
11 Warmluft
12 Sekundär Verbrennungsluft oben und unten
13 Primär Verbrennungsluft
14 Kaltluft

Die Geometrie der Scheiben hat einen sehr großen Einfluss auf die Sauberkeit des Glases. Hier sind gerade, ungebogene und kleine Scheiben länger und leichter sauber zu halten gegenüber gebogene und großflächige Scheiben. Besonders die Scheiben von mehrseitige Glaskonstruktionen ( Eckkamin, raumdurchsichtiger Kamin) sind aufgrund der turbulenten Strömungsverläufe in Eckbereichen rußanfällig.
Da auch die beste Scheibenspülung nicht verhindern kann, dass sich an der Scheibe Ruß ablagert, ist eine manuelle Reinigung notwendig. Hierzu benötigt man keine "Chemie" (Spezialreiniger, Haushaltsmittel, Backofenspay), denn mit ein wenig Wasser, Zeitungspapier, Asche und Küchenrollenpapier kann man die Scheibe problemlos reinigen. Hierzu wird zuerst wird ein Teil der Zeitung zum Auffangen des Schmutzes unter der Scheibe ausgebreitet. Dann werden weitere Zeitungsblätter (ohne Farbdruck) zu einem Knäuel geformt. Das Zeitungspapier wird ein wenig angefeuchtet und in die Asche eingetaucht und die Kaminofenscheibe wird mit etwas Wasser eingesprüht. Die Rußpartikel werden mit dem Zeitungspapier abgewischt und die Schlieren mit der Küchenpapier entfernt.

Kaminscheibe reinigen - Kaminglas in Sekunden vom Ruß befreien (100 % Chemiefrei) - Video

Zunehmend werden auch Pellet-Kaminöfen eingebaut. Diese Öfen gibt es als reine Warmluft-Zimmeröfen, die aber auch mit Wassertaschen ausgestattet werden können. Der Vorteil dieser Öfen ist, dass sie vollautomatisch betrieben werden können. Wobei evtl. die Pellets als Sackware nachgefüllt werden müssen, weil ein Fördersystem oft als zu laut empfunden wird.
Pellet-Kaminofen
Schnitt-Pellet-Kaminofen
Pellet-Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Vor der ersten Inbetriebnahme oder besser vor dem Schornsteinanschluss muss der zuständigen Schornsteinfegermeister informiert bzw. gefragt werden, weil die Feuerstätte genehmigungspflichtig ist.
Die Kaminöfen benötigen eine Zulassung für Feuerungsanlagen mit CE-Kennzeichnung und der Zulassung durch nationale Institute (z. B. DIBt-Zulassung). Auch sollten sie der 1. Stufe und möglichst auch schon der 2. Stufe der BImSchV entsprechen.


qualmender  Kaminofen

 

Die neue VDI 3670 2016-4 "Abgasreinigung  - Nachgeschaltete Staubminderungseinrichtungen für Kleinfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe" beschreibt den Stand der Technik von nachgeschalteten Staubminderungseinrichtungen (Partikelabscheider, Feinstaubfilter, Rauchgasfilter) für feste und/oder flüssige Partikel aus Kleinfeuerungsanlagen, die feste Brennstoffe im Geltungsbereichs der 1. BImSchV einsetzen.
Die Richtlinie unterscheidet zwischen Einzelraumfeuerung aller gemäß 1. BImSchV zulässigen Leistungsbereiche, die Festbrennstoffe einsetzen; Kessel mit einem Nennwärmeleistungsbereich von 4 kW bis zu 50 kW, die Holz oder Kohle als Brennstoff einsetzen; Kessel mit einem Nennwärmeleistungsbereich von mehr als 50 kW bis zu 500 kW, die Holz oder Kohle als Brennstoff einsetzen; Kessel mit einem Nennwärmeleistungsbereich von 4 kW bis zu 500 kW, die Agrarbrennstoffe der Nr. 8 und Nr. 13 nach 1. BImSchV einsetzen. Für Einzelraumfeuerungen, die Festbrennstoffe einsetzen, legt diese Richtlinie fest, welche Wirksamkeit (in diesem Fall insbesondere der Abscheidegrad) als der Stand der Technik von Abscheidern für diesen Typ von Feuerungsanlagen anzusehen ist.
Herausgeber der VDI 3670 ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN - Normenausschuss KRdL.

Ab 1. Januar 2015 neue Anforderungen an alte Öfen - UBA

Rocket Mass Stove - Raketenofen

Den Rocket Stove (Raketenofen) gibt es in verschiedenen Bezeichnungen (Füllofen, Hoboofen, Drachenofen) und Ausführungsarten. Das Funktionsprinzip eines Rocket Mass Stoves basiert auf einer Mischung von Hypokaustenheizung, Grundofen, Pelletofen und Holzvergaser.
Das Verbrennungsprinzip eines Rocket Stoves ist bei allen Varianten gleich.
Kein Rauch, kein Ruß, kein Geruch, fast keine Asche, sehr niedrige Rauchgastemperatur

Funktionsprinzip des Rocket Mass Stove

Quelle: Vorlage - minimalintentions.com


Schema - Rocket Mass Stove

Quelle: Permaculture - Paul Wheaton

 

Ein "Füllofen" zu Heizzwecken (Rocket Mass Stove) ist so gebaut, daß der Brennstoff (Holzscheite, Pellets, Kohle, Koks) in einen Füllschacht gefüllt bzw. gesteckt wird und die Brennstoffstücke allmählich in den Feuerraum rutschen. Die Verbrennungsluft kann über den Füllschacht (bei Holz möglich) oder/und extern zugeführt werden. Die notwendige Druckdifferenz (Zug) wird über die Rauchgasanlage bzw. den Schornstein aufgebaut. Aber auch der Einsatz eines Saugventilators ist möglich.
Nachdem ein Glutbett aufgebaut ist, werden die Holzscheite bzw. Äste in den Füllschacht gesteckt. Das Holz entwickelt am unteren Ende eine Flamme, vergast und die Rauchgase steigen in das Wärmesteigrohr. Hier werden die Rauchgase nachverbrannt. Dadurch wird ein guter Ausbrand und eine hohe Verbrennungsgüte erreicht.
Die einfachste Bauart ist der Einsatz als Kochstelle für den Außenbereich. Hier unterscheidet man nach der Art der Brennstoffzuführung   (L-Brenner, V-Brenner, U-Brenner).

Wenn der Ofen nicht zum Kochen, sondern zum Heizen mit U-Brenner (Rocket Stove Mass) gebaut wird, werden die Rauchgase durch Kanäle, die z. B. in einer Sitz- oder Liegebank oder in der Wand vorhanden sind, geleitet. Die hier vorhandene Masse wirkt als Wärmespeicher.

Vor dem Bau eines Rocket Mass Stoves muss unbedingt der Bezirksschornsteinfeger kontaktiert werden, um abzuklären, ob der Ofen genehmigt wird.
Juristischer Hinweis: Die Bauweise eines Rocket Stoves ist nicht dazu gedacht in üblichen Wohnhäusern eingesetzt zu werden. In einer Gesellschaft, in der der überwiegende Teil der Menschen den Bezug zu realen Feuer verloren hat, ist selbst die kinderleichte Bedienung eines Rocket Stoves ein Sicherheitsrisiko. Wer nur gewohnt ist am Thermostaten zu drehen sollte die Finger vom Selbstbau lassen!!!
Selbstbauöfen können gefährlich sein, wenn sie nicht fachgerecht erbaut wurden und nicht einwandfrei funktionieren (gasdicht, qualmdicht usw.).

Historie des Rocket Stoves bzw. des Raketenofens - Heiko Janczik

 

Gaskamin
Der Gaskamin bzw. Gaskaminofen bietet sich als Alternative zu den Kaminen mit festen Brennstoffen (Scheitholz, Pellets) an. Hier züngeln an hitzebeständigen Holzscheitimitaten und an Glutgranulat Gasflammen, die mit einer spezielldosierten Sauerstoffzufuhr ein gleiches Farbenbild einer Holzbrandflamme haben. Die Kamine werden normalerweise an das Erdgasnetz angeschlossen. Aber es gibt auch Kaminmodelle, die Flüssiggas (Propan) betrieben werden können. In Wohnräumen darf eine 11-Kilogramm-Gasflasche aufgestellt werden, deren Kapazität für ca. 25 Stunden Kaminbetrieb ausreicht.
Üblich ist der raumluftunabhängige Gaskamin, bei dem die Verbrennungsluftzufuhr und Rauchgasableitung über ein konzentrisches Edelstahl-Rohrsystem (LAS-System) gesteuert wird. Diese Geräte können auch in Häusern mit kontrollierter Wohnungslüftung problemlos betrieben werden. Diese Abgasableitung macht die Standortauswahl des Kamins von vorhandenen, gemauerten Schornsteinen unabhängig. In einigen Bundesländern ist auch unter bestimmten Voraussetzungen ein sogenannten Außenwandanschluss möglich.
Kamine, die ihre Verbrennungsluft aus dem Aufstellungsraum entnehmen, sollten nicht mehr eingebaut werden. So liegt z. B. bei einem offenen Gaskamin der Wirkungsgrad bei ca. 15 %. Aber auch bei einem geschlossenen, raumluftabhängigen Gaskamin, der zwar an einen vorhandenen Schornstein angeschlossen werden kann und einen guten Wirkungsgrad hat, wird die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum entnommen. Dies setzt aber voraus, dass genügend Luft nachströmen kann, was bei den heute üblichen dichten Fenstern schwierig ist. Außerdem ist dann der Betrieb einer kontrollierten Wohnungslüftung nicht oder nur mit hohen Auflagen möglich. Die beide Varianten brauchen keinen Stromanschluss.


Gaskaminofen 60-57 Main Panorama Gas

Quelle: ORANIER Heiztechnik GmbH

Bei den Gaskaminen sind über dem Erdgas-Flächenbrenner Keramik-Holzscheite und Glutgranulat angeordnet. Die Flamme bringt in kurzer Zeit das Granulat und das "Feuerholz" zum Glühen und gleichzeitig züngelt gelbes Feuer im Brennraum. Sie können mit einer Fernbedienung gestartet und die Größe des Feuers variieren. Die Kamine haben eine stufenlose thermostatische Regelung mit Piezo-Zündung.
Die Nennwärmeleistung beträgt bei Erdgas 5,0 kW und Propangas 4,2 kW. Eine Umstellung von Erdgas auf Flüssiggas oder umgekehrt ist nicht möglich.

Merkmale der Gaskaminöfen für den Schornsteinanschluss
• Gaskaminöfen mit besonders großem Sichtfenster und lebhaftem, überzeugendem Gaskaminfeuer.
• Alle Designs, von der einfachen Stahlverkleidung bis zur hochwertigen Kachel- oder Natursteinummantelung.
• Verkleidung zur Montage, Wartung oder Reinigung leicht abnehmbar.
• Gaskaminofen mit stufenloser, thermostatischer Wärmeregulierung mit Piezozündung.
• Hoher Wirkungsgrad mit umweltfreundlichen Abgaswerten.
• Kein elektrischer Anschluss.

• Abgasklappe zur Energieeinsparung nachrüstbar.

 

 

 

 

 

 

Einlegen des Keramik-Holzfeuers
Nach Aufstellung und Anschluss des Gaskaminofens werden die "Holzscheite" aus nicht brennbarer Keramik eingelegt.
Bild 3: Nachdem die Kohlestückimitate positioniert wurden, kann das Vermiculitgranulat eingestreut werden.
Bild 4: Anschließend werden die Holzscheit-Imitate in einer fest vorgegebenen Reihenfolge geschichtet.
Bild 5: Nur wenn die genaue Positionierung eingehalten wird, funktioniert das Gerät einwandfrei.

 

 

 


Quelle: DRU Verwarming B.V. (NL)

Mit diesem neuen System (DRU PowerVent®) können die Gaskamine beinahe überall aufgestellt werden. Die Abgase können horizontal, vertikal und über viele Richtungsänderungen bis max. 60 Meter ins Freie abgeführt werden. Der Kamin kann auch mitten im Zimmer stehen, wobei die Abgasabfuhr z. B. durch die Unterkellerung erfolgen kann. Die kompakte Powerbox wird an Außenmauer oder kurz unterm Dach angebracht.
Das PowerVent® System eignet sich nur für DRU Gaskamine mit Dualthermoschutz® und einer Prüfung für dieses System.

Neben der Raumbeheizung kann die neuen "Agua"-Serie auch Wärme an das Heizungswasser abgeben.
Ein Ventilator zieht die Abgase durch Leitungen nach unten. Die Leitungen funktionieren in diesem Fall als Wärmetauscher. Dadurch wird der Wirkungsgrad der Anlage erhöht.

Wohnwagenheizung

Wohnwagenheizungen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Komfortstufen. Die einfachste Ausführung sind elektrische Heizgeräte (Keramik-Heizlüfter, Ölradiator, Elektro-Infrarot-Heizstrahler) für geringe Heizlasten (bis 2 kW). Diese setzen aber einen Stromanschluss (12 V DC [Gleichstrom] oder 230 V) voraus. Das gilt auch für Gasgeräte (Propan, Butan) und Klimageräte, die es in verschiedenen Heizsystemen (Luft- und Wasser) und Kühlsystemen gibt.
Wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, dann können raumluftabhängige Gasgeräte (Katalyt-Heizofen) eingesetzt werden. Diese dürfen aber nicht geschlossenen Räumen eingesetzt werden und eignen sich nur im Vorzelt oder Pavillon und benötigen dann wichtige Sicherheitseinrichtungen (thermoelektrische Zündsicherung, Sauerstoff-Mangelsicherung).
Raumluftunabhängige Gasgeräte können auch für die geschlossenen Räume des Wohnwagens eingesetzt werden. Aber auch hier sind Sicherheitseinrichtungen (Thermoelektrische Zündsicherung, Sauerstoff-Mangelsicherung) und eine Verbrennungsluftzufuhr von Außen und eine Abgasanlage notwendig. Natürlich gibt es auch dieselbebtriebene Heizgeräte. Mit diesen Geräten ist auch eine Trinkwassererwärmung möglich.


S-Heizung
Quelle: Truma Gerätetechnik GmbH & Co. KG

S-Heizung
Dieses flüssiggasbefeuerte Heizungssystem (Propan, Butan) ist eigentlich für den Einbau in Wohnwagen und Wohnmobile vorgesehen. Das System kann aber auch in Häusern (Gartenhäuser, Wochendhäuser) mit einer geringen Heizlast (3,5 kW, 6 kW) und ohne Stromanschluss eingebaut werden.
Die Anlage arbeitet mit einem Luftverteilungssystem im Baukastenprinzip als Warmluftheizung mit Außenlufbeimischung. Dann sorgt ein 12 V - Ventilator mit Booster-Funktion für eine für schnelle Wärmeverteilung und Entfeuchtung des Raumes bzw. der Räume.
Die Verbrennung wird durch einen Piezo-Druckzünder oder einen Zündautomat inbetriebgenommen. Hier sind Sicherheitseinrichtungen (Thermoelektrische Zündsicherung, Sauerstoff-Mangelsicherung) und eine Verbrennungsluftzufuhr von Außen und eine Abgasanlage notwendig. Der Ventilator (12 V DC [Gleichstrom], 230 V) verfügt über eine stufenlose Regelung der Ventilatorleistung und Temperatur. Die Luft wird über Luftkanäle zu den Zu- und Abluftauslässen geführt. Der Gasflaschenanschluss muss nach den geltenden Regeln der Technik ausgeführt werden.
Eine Elektrozusatzheizung ist nachrüstbar.

Truma Heizsysteme

Mehr zur Wohnwagenheizung


Ethanol- und Gelkamine
Quelle: Ethanol Kamin 24

Ethanolkamin

Über den Einsatz eines mit Ethanol (Bioalkohol - leichtentzündliche und farblose Flüssigkeit) betriebenen Kaminofens (Ethanolkamin bzw. Bioethanolkamin, Gelkamin) mit echtem Feuer lässt sich streiten. Da diese Verbrennung keinen Rauch erzeugt, erfordert dieser Kamin keinen Schornstein. Es entsteht kein Geruch oder Ruß. Aber das Verbrennen von Ethanol verbraucht Sauerstoff, Außerdem entstehen Abgase, Dioxine und Wasserdampf. In geschlossenen Räumen erhöht sich unter Umständen auch der Kohlendioxid- und Kohlenmonoxidgehalt (CO2 und CO) (abhängig von der Brennbox des Kamins) in der Luft. Brenngel-Kamine sind in der Handhabung einfacher als Ethanol-Kamine. Das Flammenbild ist aber eingeschränkter und die Hitzeabgabe geringer.
Die Stiftung Warentest weist auf die Gefährlichkeit dieser Kamine hin und der TÜV Rheinland erklärt, dass Ethanolöfen nicht fürs Heizen geeignet sind.

Wer sich trotzdem für einen Ethanolkamin oder einen Gelkamin entscheidet, sollte bedenken, dass bei der Verbrennung auch Hitze entsteht. Deshalb sollten sich keine brennbaren Materialien (Polstermöbel, Kissen. Vorhänge) direkt neben oder über dem Gerät befinden. Außerdem dürfen Ethanolöfen nur in gut durchlüfteten Räumen zum Einsatz kommen.
Alle Geräte (Edelstahl, Glas, Stein) müssen fest stehen und fachgerecht montiert werden. Bei der Verwendung müssen die Herstellerhinweise beachtet werden, denn der unvorsichtige Umgang mit flüssigen Brennstoffen wie Ethanol birgt Risiken und kann zu schweren Unfällen und Verbrennungen führen. Wichtig ist, dass nur hochwertiger Brennstoff verwendet wird, denn oft wird dem Brennstoff Wasser und Gelbstoff beigemischt, was zu einer unsauberen Verbrennung und zu unangenehmen Geruch führen kann.

Sichere Geräte entsprechen den Anforderungen der DIN 4734 Teil 1 - 2011-01 und haben ein Prüfzeichen z. B. vom TÜV Rheinland. In der Zukunft besteht nach der DIN EN 16647 "Dekorative Feuerstellen für flüssige Brennstoffe - Dekorative Geräte, die unter Verwendung eines Alkohol basierten flüssigen oder gelförmigen Brennstoffes eine Flamme erzeugen - Teil 1: Nutzung im privaten Haushaltsbereich" für Ethanolöfen eine Prüfpflicht.

Alles rund um Bioethanol Kamine - Ethanol Kamin 24

 

Ethanol-Sicherheitshinweis

Allgemeine Sicherheitshinweise
Bei Beachtung der Sicherheitshinweise sowie der Montage- und Inbetriebnahmeanleitung ist der Betrieb der Ethanol- und Gel-Kamine sicherheitstechnisch unbedenklich. Die Geräte ist als Ersatz einer Raumheizung nicht geeignet. Es beinhaltet ein echtes Feuer.
Die Flamme bei diesen Kaminen bezieht den zur Verbrennung notwendigen Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Beim Betrieb ist daher immer auf ausreichende Frischluftzufuhr zu achten. Der Betrieb dieser Kamine darf in geschlossenen Räumen nur dann erfolgen, wenn diese ausreichend groß und gut zu belüften sind. Im Outdoor-Bereich ist der Betrieb unter dem Aspekt der Sauerstoffversorgung unbedenklich. Plötzliche Müdigkeit und Konzentrationsmängel können erste Anzeichen von Sauerstoffmangel sein. Die Kamine ohne Schornstein werden ausschließlich mit Brenngel oder Bioalkohol (Ethanol) betrieben. Es dürfen nur hochwertige Brennstoffe (>96 %) verwendetet werden. Minderwertige Brennstoffe führen zu einer unsauberen Verbrennung und zu unangenehmen Geruch.
Da die Kamine mit einer offenen Flamme betrieben werden, müssen Kinder und Haustiere von der Feuerstelle ferngehalten werden. In jedem Fall ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,5 m zur Flamme einzuhalten.

Warnungshinweise
• Die Kamine dürfen nie unbeaufsichtigt betrieben werden und im Umkreis von mindestens 1 m dürfen sich keine brennbaren Gegenstände befinden. Dies gilt insbesondere für den Brennstoff Bioalkohol (Ethanol).
• Keine brennbaren Gegenstände auf dem Kamin abstellen..
• Der Kamin ist fachgerecht an eine feste Wand zu montieren, um sie gegen Kippen zu sichern und die Standfestigkeit sicherzustellen.
• Die Brennkammer des Kamins muss waagerecht montiert sein (Wasserwage).
• Es darf niemals Bioalkohol (Ethanol) oder Brenngel in das noch brennende Feuer des Kamins gegossen werden.
• Zwischen dem Erlöschen des Feuers und dem erneuten Befüllen der Brenneinheit mit Brenngel oder Bioalkohol (Ethanol) ist eine Wartezeit von mindestens 15 Minuten einzuhalten, um eine Selbstentzündung des Brennstoffes durch Kontakt mit erhitzten Bauteilen auszuschließen.
• Während des Einfüllvorgangs darf nicht geraucht, gegessen oder getrunken werden.
• Beim Einfüllen der Brennstoffe darf nichts verschüttet werden. Sollte dies dennoch passieren, die Stellen gründlich trocken wischen und warten, bis die (nicht aufgewischten) Reste des verschütteten Brennstoffes verdunstet sind. Die Kamine nicht in Betrieb nehmen, solange der verschüttete Brennstoff nicht vollständig abgetrocknet ist.
• Das Feuer gemäß Anleitung durch die Verwendung der geeigneten Löschmittel (Flammenkiller/Regulierungsplatte) löschen.
• Auf keinen Fall darf das Feuer mit Wasser gelöscht werden.
• Die Brenneinheit darf nur im eingesetzten Zustand entzündet werden.
• Der Kamin darf niemals ohne die Sicherheitsbehälter betrieben werden.
• Es dürfen keine Veränderungen an dem Kamin, insbesondere an der Brennkammer vorgenommen werden.
• Zugluft, insbesondere im Bereich der Flammen, ssind zu vermeiden (Zugluft facht die Flammen an) und die Flammen dürfen auch nicht zusätzlich angefacht werden (z. B. durch Hineinblasen, Föhn).
• Bioalkohol (Ethanol) ist ausschließlich in einem verschlossenen und dafür geeigneten Behälter zu lagern. Der Lagerort muss kühl, abseits von offenem Feuer und starken Wärmequellen und geschützt vor direktem Sonnenlicht sein.

Gefahrenwinweise und Sicherheitsratschläge für Brennstoffe
R11 : Leichtentzündlich.
S2 : Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S7 : Behälter dicht geschlossen halten.
S16 : Von Zündquellen fernhalten - Nicht rauchen.
F: Leichtenzündlich
S46 - Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.

Dauerbrand - Zeitbrand
Bei den Feuerstätten mit festen Brennstoffen unterscheidet man zwischen „Dauerbrand – Zeitbrand“.
Der Begriff „Dauerbrand“ hat nichts mit dem Begriff „Dauerbetrieb“ zu tun. Die DIN EN 13240 bzw. DIN EN 13229 beschreiben damit die Fähigkeit, den Abbrand mit einer einmaligen Beschickung und einmaliger, extrem gedrosselter (Luft-)Einstellung je nach Brennstoffart bis zu 12 Stunden ausdehnen zu können. Ein Holzvergaserkessel ist eine typische derartige Feuerstätte.
Ein Grund- oder Specksteinofen sind „Zeitbrandfeuerstätten“. Hier wird eine relativ große Brennstoffmenge in kurzer Zeit mit hohem Luftüberschuss sehr schadstoffarm verbrannt. Die freigesetzte Energie wird in der Ofenmasse gespeichert und langsam an den Raum abgegeben.
Auch sagt die Einteilung als Zeitbrand- oder Dauerbrand-Feuerstätte nichts über die mögliche tägliche Betriebsdauer aus. Dauerbrand- und Zeitbrandfeuerstätten können ohne zeitliche Einschränkung ununterbrochen betrieben werden, wenn der Hersteller keine Einschränkung in den technischen Unterlagen angegeben hat.
"Feuerstätten für den gelegentlichen Betrieb" (baurechtliche Einteilung), z. B. der offene Kamin, der nicht die Mindestanforderung im Bezug auf den Wirkungsgrad erfüllt, dürfen nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung nur "gelegentlich" betrieben werden. Nach einem Urteil des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz darf ein offener Kamin nicht mehr als an 8 Tagen im Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden. In dem Urteil wird auch von einem "Lustfeuer" gesprochen.
Wassergeführter Kaminofen - Wassertasche
Doppelwandiger Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Wasseranschlüse am doppelwandigen Kaminofen
Quelle: Wodtke GmbH
Standregister
Tunnelofen
Quelle: Wertstein
Wassergeführte Kaminöfen gibt es in zwei unterschiedlichen Arten.
 
1. Ein aus doppelwandigem Stahl gebauter wassergeführter Kaminofen ist von vornherein für die Zwecke der Wärmeabgabe über Luft und Wasser konzipiert. Mit diesen wasserführenden Kaminöfen kann eine hohe Heizleistungen in die Heizungsanlage abgegeben werden.
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2. Kaminöfen mit nachgerüsteten Wärmetauschern (Wassertaschen) haben im Feuerungsraum keine doppelwandigen wasserführenden Wände und sind dort in der Regel mit Schamottsteinen ausgestattet. Diese Bauart hat je nach Einbindung in die Heizungsanlage eine geringere Heizleistung, weil nur die Wärme aus den Rauchgasen entnommen wird.
Wassertaschen gibt es in verschiedenen Ausführungen.

• Standregister
• Aufsteckregister
• Anhängewassertaschen

 
Standregister eignen sich zur Nachrüstung von Warmluft-Kachelöfen und können hinter einen freistehenden Kaminofen angeordnet werden.
 
Aufsteckregister sind einfacher zu installieren und besser zugänglich.
 

Anhängewassertaschen werden zur Reduzierung der Abstrahlung in den Raum angebracht. Außerdem kann dadurch die Heizleistung besser ausgenutzt und eine Erhöhung der Heizwasserleistung erzielt werden.

 
Ein wasserführender Kaminofen soll auf Grund seiner hohen Heizleistung grundsätzlich in einen Pufferspeicher hydraulisch eingebunden werden. Wassertaschen mit geringen Heizleistungen können auch in den Heizungsrücklauf zum Kessel eingeschleift werden. Aber auch hier ist der Anschluss an einen Speicher sinnvoller. kann bei Unter bestimmten Bedingungen auch mit einer spezielle Regelung ohne Pufferspeicher geplant werden.
Jeder wassergeführter Kaminofen und jede Wassertasche muss sinnvoll und fachlich richtig in die Heizungsanlage integriert werden. Wichtig ist auch die sicherheitstechnische Absicherung des Wärmetauschers. Das setzt eine Wasseranschluss- und Abflussmöglichkeit für die thermische Ablaufsicherung (TAS) voraus. Die Ausblasleitung des Sicherheitsventils benötigt einen Abwasseranschluss. Außerdem müssen alle Bauteile und die Reinigungsöffnungen der Rauchgaszüge gut zugänglich sein.
Der Einbau ist grundsätzlich vor Beginn der Aufstellung mit dem Schornsteinfeger und einem Heizungsfachbetrieb abzusprechen!

 

   
Aufsteckregister
Anhängewassertaschen
Quelle: Wertstein
Eigensichere Kaminöfen zur Wasserheizungsunterstützung

Kaminofen mit TwinFire®-Technik
1-Aluminium-Heizkörper 2-Kaltluftauslass aus Register 3-Heißluft in das Register 4-Unterbau mit Warmwasserregister, Gebläse und Pumpe 5-Verbrennungsluftzufuhr DN 100 mm 6-Abgasanschluss DN 150 mm (oben oder hinten) 7-Kaltwassereintritt (Rücklauf) 8-Warmwasseraustritt (Vorlauf) 9-230V Netzstecker 10-Regelung Wasserleistung

Quelle: Specht Modulare Ofensysteme GmbH & Co.KG / Design- und Produktentwicklung:
Im Gegensatz zu Kaminöfen mit einem Wärmetauscher (Wassertaschen) direkt im Rauchgasstrom gibt es Kaminöfen, die einem Wärmetauscher heiße Luft aus dem Ofenmantel über einen Ventilator zuführen. Diese Öfen benötigen keine thermische Ablaufsicherung, weil sie bei Stromausfall eigensicher sind.
Bei dem xeoos TwinFire®-Brennverfahren werden die Abgase, die beim Verbrennen des Holzes im oberen Brennraum entstehen, nochmals bei Temperaturen von 1000 - 1200 °C nachverbrannt und so in zusätzliche Wärme und Energie umgewandelt.
Quelle: HOPEALOIMU Kamine GmbH
Bei dem Luft-Wasser-Wärmetauscher-System (LWWS) wird die heiße Luft, die sich im Speicherofen ist zwischen Brennkammer und Außenhaut befindet, genutzt. Dabei wird über ein ausgeklügeltes Luftverteilsystem die Luft über eine Luftleitung an die Wärmetauscher-Box geleitet.
Bei diesem System gibt es keine wasserführenden Materialen im Speicherofen und hat dadurch eine konstruktionsbedingte Eigensicherheit auch bei Stromausfall. Außerdem sind keinen Kaltwasser- und Abflussanschlüsse notwendig.

1-Hopealoimu Speicherofen mit einer Wärmetauscherplatte im oberen Feuerraum.2-Wärmetauscher-Lüfter Einheit (Kühler und Ventilator) 3-Aus dem Speicherofen strömende heiße Luft 4-Abgekühlte Warmluft zurück in den Speicherofen 5-Heißes Wasser aus dem Wärmetauscher 6-Abgekühltes Wasser in den Wärmetauscher 7-Pumpe 8-Steuereinheit 9-Steckdose 10-Schalter
Die Funktion wird durch die Steuereinheit mit Hilfe der im Wärmetauscher befindlichen Sensoren gesteuert. Das Gerät ist sicher; wenn die Luftwärme in dem System 190 °C übersteigt oder die Wassertemperatur 90 °C erreicht, schaltet es sich automatisch aus.

Der wasserseitige Anschluss muss durch einen entsprechend qualifizierten Fachhandwerker erfolgen. Für die TAS ist eine ausreichende und fachgerechte Frischwasser-versorgung bauseits sicherzustellen. Hauswasserwerke sind nicht zulässig, da auch bei Stromausfall die Frischwasserversorgung der TAS mit ausreichend Druck zur Verfügung stehen muss.
Der Ausgang der TAS ist bauseits an einen frostsicheren und fachgerechten „freien Auslauf“ anzuschließen.
Achtung! Die Funktion der TAS muss bei Installation sowie turnusmäßig wiederkehrend mind. 1x jährlich auf seine Funktion geprüft werden. (Text aus einer Einbauanleitung von Kaminöfen)
Wasserführender Naturzug-Holzvergaserofen
Quelle: Wallnöfer H.F. GmbH
Im Gegensatz zu den Kaminöfen mit oberen Abbrand gibt es auch Naturzugvergaser mit unterem Abbrand (Sturzbrandofen). Diese Öfen arbeiten ohne Druckgebläse bzw. Saugzugventilator und somit auch ohne Elektroanschluss.
Der Ofen hat zwei Brennkammern. In der oberen Kammer wird das Holz angezündet und die dabei entstehenden heißen Gase werden in die untere Kammer geleitet, mit Sekundärluft angereichert und bei hohen Temperaturen nachverbrannt. Über die heißen Rauchgase wird das Heizungswasser aufgeheizt.
Prinzip des Naturzugvergaserofens
Quelle: Wallnöfer H.F. GmbH
Glutbettfeuerung
Rost- und Glutbettfeuerung
Die meisten Kaminöfen und der Specksteinofen arbeiten mit einer Rostfeuerung. Hier wird die Verbrennungsluft von unten durch einen Rost mit großen oder kleinen Öffnungen dem Feuer zugeführt.
Der Nachteil ist, dass die Verbrennung abkühlt und die Asche nach unten in die Aschenlade fällt. Auf dem Rost sollte immer eine Ascheschicht liegen, denn diese schützt das Rostmaterial vor zu schnellem Verschleiß. Außerdem brennt das Feuer im Aschebett besser.
Bei der Glutbettfeuerung eines Grundofens brennt das Feuer in der Aschenglut, was zu einer gleichmäßigeren Verbrennung führt. Auch das Anzünden eines neuen Feuers wird durch die Restglut einfacher. Die Ascheschicht auf dem Feuerraumboden sollte ca. 3 bis 5 cm betragen.
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Die Novelle der 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BImSchV) bedeutet für viele Betreiber von älteren Kachelöfen, dass sie den Heizeinsatz austauschen müssen. Bei der jährlichen Emissionsprüfung durch den Schornsteinfeger werden einige dieser Anlagen eine zeitlich begrenzte Betriebserlaubnis erhalten. Die Übergangsfristen sind unterschiedlich lang und meist abhängig vom Einbaujahr. Vier Termine wurden in der BImSchV festgelegt – je nach Gerät endet die Zulassung in den Jahren 2014, 2017, 2020 oder 2024.

RLU-Feuerstätte
Zunehmend wird bei einem parallelen Betrieb einer Feuerstätte, besonders bei Kaminöfen, mit einer kontrollierter Wohnungslüftung (KWL) oder/und einer Dunstabzugshaube mit Abluftbetrieb über die Sicherheit gesprochen.
Die Kaminöfen benötigen eine Zulassung für Feuerungsanlagen mit CE-Kennzeichnung und der Zulassung durch nationale Institute (z. B. DIBt-Zulassung). Auch sollten sie der 1. Stufe und möglichst auch schon der 2. Stufe der BImSchV entsprechen. Außerdem muss der Ofen eine Zertifizierung bezüglich der Dichtheit, z. B. von dem Deutschen Institut für Bautechnik (DiBT), haben. Heizkessel (Holzvergaserkessel, Pelletkessel) werden grundsätzlich mit Luft aus dem Freien über ein LAS betrieben.
Raumluftunabhängig geprüfte Kaminöfen haben eine Zulasstungs-Nummer des DiBT's und erfüllen folgende Kriterien:

• Sie sind aufgrund ihrer Bauart gegenüber dem Aufstellungsraum so dicht, dass bei einem statischen Überdruck in der Feuerstätte keine Abgase in gefährlicher Menge in den Aufstellungsraum gelangen können
• Sie werden über einen Luftkanal bzw. Luftleitung direkt aus dem Freien mit Verbrennungsluft versorgt. Hier sollte möglichst das LAS zur Anwendung kommen
• Sie sind mit einer selbstschließenden Feuerraumtür ausgestattet

Der raumluftunabhängige Betrieb (RLU) kann über ein Luft-Abgas-System oder über eine besondere Verbrennungsluftleitung aus dem Freien direkt zur Feuerstätte erreicht werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass keine Verbrennungluft aus der Wohnung bzw. dem Haus entnommen werden muss. Dies ist besonders wichtig, weil in Altbauten durch neue dichte Fenster und Türen oder in Neubauten durch die luftdichte Bauweise nicht genügend Verbrennungsluft zur Verfügung stehen.
Quelle: PLEWA SchornsteinTechnik und Heizsysteme GmbH
Quelle: Schiedel GmbH & Co. KG
Küchenherd
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH
Der holzbefeuerte Küchenherd bzw. Heizungsherd ist auch heutzutage in einigen Gegenden noch im Einsatz und wird sogar zunehmend wieder eingebaut. Eine besondere Bauart sind die Kachelherde, die als vorgefertigte Bausätze angeboten werden.
Die Zentralheizungsherde werden je nach Auslegung als vollwertige Hausheizung oder Zusatzkessel eingesetzt. Wichtig ist, dass alle sicherheitstechnischen Einrichtungen einer Warmwasserheizung vorhanden sind, so z. B. ein Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, thermische Ablaufsicherung.
Die Asche kann manuell entfernt oder über einen "Aschefall" im Untergeschoss gesammelt werden, damit im Aufstellungsraum kein Staubanfall auftreten kann.
 
Die hervorragende Eigenschaft dieser Herde ist, dass sie auf Koch- bzw. Heizbetrieb umstellbar sind. Damit im Kochbetrieb das Feuer möglichst dicht an der Herdplatte brennt, ist der Koch-Feuerraum niedrig (Flachfeuerung), da die Rosthöhe hoch eingestellt ist. Im Heizbetrieb wird der Rost heruntergeklappt, so dass der gesamte Füll- bzw. Feuerraum über dem darunter liegenden zweiten Rost genutzt werden kann und die Heizleistung sich etwa verdoppelt. Die die Umstellung kann bei einigen Modellen auch während des laufenden Betriebs erfolgen.
Umstellbarer Zentralheizungsherd
Quelle: WAMSLER Haus- und Küchentechnik GmbH
Abgas-/Rauchgasthermostat
Rauchgasthermostat zum Einbau in das Rauchrohr
Thermostat mit Anlegefühler an das Rauchrohr
Quelle: PROSAT - Heiztechnik

Der Rauchgasthermostat wird in das Rauchrohr eines Festbrennstoffkessels zur Überwachung bzw. Feststellung der Rauchgastemperatur eingebaut, wenn ein Öl- oder Gaskessel mit dem Festfoffkessel mit einem gemeinsamen Schornsteinzug betrieben werden. Sobald der der Feststoffkessel in Betrieb ist, schaltet der Öl- oder Gasbrenner ab. Der Einstellbereich liegt z. B. zwischen 40 - 215 °C. Derartige Installationen sind heutzutage nicht mehr üblich.

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Bei Holzvergaserkessel verhindert der auf ca. 65 °C eingestellte Rauchgasthermostat, dass das Verbrennungsluftgebläse bei abgebranntem Brennstoff unnötig in Betrieb verbleibt, das gilt auch für die Umwälzpumpen (Rücklaufanhebung - Ladepumpe).
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Eine andere Verwendung ist die Verriegelung einer unterdruckverursachenden Lüftungsanlage in Kombination mit Kamin- oder Kachelöfen.
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Auch zum Ein- und Ausschalten der Ladepumpe zwischen Kessel und Pufferspeicher in Verbindung mit dem Anschluss eines Laddomats kann ein Rauchgasthermostat eingesetzt werden. Hier kann ein Anlegefühler von außen an das Rauchrohr angebracht werden, da es sich um keine sicherheitsrelevante Einrichtung ist. Der Rauchrohrthermostat startet die Pumpe, sobald das Rauchrohr seine Betriebstemperatur erreicht hat. Der Einstellbereich liegt zwischen 50 - 120 °C. Die Pumpe wird wieder ausgeschaltet, wenn sich das Rauchrohr abgekühlt hat.

 

Mehrfachbelegung des Schornsteins

Luft-Abgas-System
Das Luft-Abgas-System - auch Luft-Abgas-Schornstein - (LAS) ist heutzutage Stand der Technik. Ein Luft-Abgas-System ist ein Schornstein oder eine Abgasleitung mit zwei parallel verlaufenden Strömungskanälen. In voneinander getrennten Kammern wird das Abgas bzw. Rauchgas abgeleitet und gleichzeitig dem Wärmeerzeuger die benötigte Verbrennungsluft zugeführt. Das System kann als gemauerter LAS-Schornstein oder als Doppelrohr-Abgasleitung ausgeführt werden.
Quelle: PLEWA SchornsteinTechnik und Heizsysteme GmbH
Quelle: Schiedel GmbH & Co. KG
Die Züge für die Luft- und Abgas- bzw. Rauchgasführung können in getrennten oder parallelgeführten Kanälen aufgeführt werden. Bei den parallelgeführten Zügen ist eine Vorwärmung der Verbrennungsluft möglich. Dadurch wird eine bessere Energienutzung erreicht. Für feste Brennstoffe (Rauchgase) eignet sich eher die getrennte Ausführung.
getrennte Züge
parallele Züge
Die raumluftabhängige Betriebsweise von Wärmeerzeugern sollte eigentlich der Vergangenheit angehören. Wenn kein LAS (Luft-Abgas-System) möglich ist, dann sollte wenigstens die Verbrennungsluft von Außen direkt an den Brenner oder die Verbrennungsluftöffnung des Wärmeerzeugers durch einen Luftkanal zugeführt werden. Auch hier ist der Einsatz einer Verbrennungsluftklappe sinnvoll, damit keine Auskühlung während der Stillstandszeiten erfolgt. Diese Variante sollte besonders bei dem Einsatz von Kamin- oder Pelletöfen in Wohnräumen ausgeführt werden, weil es hier evtl. zu einem Kaltlufteinfall kommen kann.
Anlaufstrecke
Atmosphärische und schlecht ziehende Feuerstätten für feste oder flüssige Brennstoffe sollten unmittelbar hinter dem Abgasstutzen eine senkrechte Anlaufstrecke von mindestens 1 m haben, damit die Ab- bzw. Rauchgase abziehen können.
Wenn eine natürliche Lüftung (freie Lüftung) nicht richtig funktioniert, kann man diese durch einen windangetriebenen Ventilator unterstützen.
 
windgetriebener Ventilator
Quelle: Madac GmbH
Diese Ventilatoren werden direkt vom Wind angetrieben. Durch die Rotation wird in dem System, auf dem der Ventilator montiert ist, ein Unterdruck erzeugt und die Luft bzw. das Abgas aktiv abgesaugt. Durch die spezielle Form wird das Eindringen von Regenwasser und Fremdkörpern (wie z.B. Laub, Vögel, Wespen etc.) verhindert. Sie arbeiten schon bei geringen Windgeschwindigkeiten und unabhängig von der Windrichtung.
Sie verhindern zuverlässig Abgasrückstau auf Schornsteinsystemen und halten den Schornsteinzug konstant. Durch die ständige Ventilation wird der Schornstein trocken gehalten und so der Versottung vorgebeugt. Diese Ventilatoren unterstützen vorhandene Lüftungssysteme und ermöglichen darüber hinaus eine stetige Entlüftung von Dachböden, Kellern, Ferienhäusern und -wohnungen, Garagen, Stallungen, Scheunen,Produktions- und Lagerhallen.
Windgetriebene Ventilatoren ohne "Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis" dürfen nicht auf Abgasanlagen montiert werden!
Es dürfen ausschließlich windgetriebene Ventilatoren mit Prüfzeugnis für den Schornstein eingesetzt werden. Aber auch hier sollte vorher der Schornsteifeger gefragt werden.
 
 
Wenn ein windangetriebener Ventilator zu ungleichmäßig ist oder der Schornstein ist zu kurz, dann kann ein Saugventilator eingesetzt werden.  
Rauchsauger
Quelle: Kutzner + Weber GmbH
Der Rauchsauger wird auf die Kaminmündung montiert und erzeugt durch sein elektrisches Gebläse einen sicheren Zug im Schornstein. Alle mechanischen Bauteile sind außerhalb des Kaminquerschnittes angeordnet.
Das Gebläse kann mit stufenloser Drehzahl betrieben werden. So kann man individuell den jeweilig nötigen Zug herstellen (z. B. beim Anheizen hoher Zug, bei Glut geringer Zug). Die Ansteuerung kann manuell oder automatisch erfolgen.
Das Bauteil ist für alle Brennstoffe geeignet.
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Bauteile - Rauchsauger
Quelle: Kutzner + Weber GmbH
 
Deckenventilator - Wärmerückführungssysteme
Auf Grund der offenen Bauweise kann sich die warme Luft einer Ofenheizung in sehr hohen Räumen unter der Decke "aufhängen". Nicht nur bei einfachen Kamin- oder Warmluftöfen, sondern auch bei Grund- oder Specksteinöfen (Strahlungswärme) erwärmt sich die Raumluft. Eine evtl. vorhandene kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) kann diese Wärme nicht nach unten abtransportiert werden.
Quelle: n o r d l u f t Wärme- und Lüftungstechnik GmbH & Co KG
Die gestaute warme Luft kann aufwendig durch eine lüftungstechnische Anlage zurück in das Gebäude transportiert werden. Aber aus Kostengründen kann der Einsatz von Deckenventilatoren sinnvoller sein.
Mit diesen Wärmerückführungssystem kann das Wärmepolster im Deckenbereich am effektivsten abtransportiert und über eine temperaturgesteuerte Drehzahlsteuerungen kommt die Wärme wieder in den Aufenthaltsbereich. Bei der Planung dieser Ventilatoren ist die Wurfweite (8 m bis 20 m) zu beachten. Die Luft muss zugfrei, aber gut durchmischt, in den Aufenthaltsraum gefördert werden.
Die Deckenventilatoren sorgen bis in die hintersten Winkel des Deckenbereiches für eine leichte Luftbewegung und unterdrücken die Kondensation von Feuchtigkeit. Dadurch wird eine Schimmel- und Rostbildung vermieden.
Wärmerückführung Energie - BSH Luft + Klima Geräte GmbH
Datenblatt zur Querschnittsberechnung nach DIN EN 13384 Teil 1 und 2 - Beispiel 1 + Beispiel 2
Heizen mit Holz - Umweltbundesamt
Handbuch - Bioenergie-Kleinanlagen - TFZ - Technologie- und Förderzentrum Bayern
Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V. (IFS)
Für die Vorauswahl > Beispiel 1 + Beispiel 2
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Pellet-Wandtherme - Guntamatic
Hersteller - Pelletanlagen
Pelletheizung - Michael Schreistetter
Kachelofenbau - Fritz Kruckemeyer
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