Dach- und Kellerdämmung
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Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

Die wärmeübertragenden Umfassungsflächen (Gebäudehülle) des beheizten Bereiches eines Gebäudes geben aufgrund der Temperaturdifferenz von Innnen- und Außentemperatur den größten Teil der Wärme ab. Bei der Dämmung eines Gebäudes werden die Flächen zu unbeheizten Räumen im Dach bzw. Keller, zum Erdreich (Bodenplatte, Kellerwände) und das Dach oft vernachlässigt. Der Wärmeverlust an diesen Flächen kann zwischen 10 bis 20 % betragen.
Dachdämmung
Ungedämmte Dächer können die Ursache für einen großen Wärmeverlust im Haus sein. Zudem beeinflusst ein schlecht gedämmtes Dach das Wohnklima negativ, denn im Sommer ist es zu heiß und im Winter in den Wohnräumen zu kalt. Dies verursacht langfristig unnötig hohe Heiz- und Kühlkosten, die jedoch durch die richtige Dämmung gespart werden können.
Welche herkömmlichen Dämmstoffe gibt es?
Der Klassiker der Dämmstoffe ist die Mineralwolle, wobei hier zwischen Glas- und Steinwolle unterschieden wird. Sie wird entweder als Matte oder Platte verkauft, wobei Platten den Vorteil haben, dass sie von einer reflektierenden Schicht umgeben sind, die Temperaturunterschiede von außen abblockt. Neben Mineralwolle wird auch Styropor, Filz oder expandierender Polystyrolschaum - kurz EPS - als Dämmmaterial verwendet. Styropor ist vor allem ein sehr günstiger Dämmstoff und hat hervorragende Dämmwerte. Sollte das Dach einmal undicht werden, hält Styropor der Witterung deutlich länger stand als viele andere Dämmstoffe.
Dämmen mit Naturstoffen
Neben herkömmlichen nicht natürlichen Dämmstoffen (Nachhaltige Dämmstoffe) werden natürliche Materialien immer beliebter als Dämmmaterial. Sie haben den Vorteil, dass beispielsweise in der Herstellung weniger die Umwelt belastet wird, ihre Entsorgung deutlich einfacher ist und sie das Wohnklima positiv beeinflussen. Allergie geplagte Mensch greifen zudem ebenfalls häufiger zu natürlichen Dämmstoffen, da sie gesundheitlich besser verträglich sind. Zur Dachdämmung kann beispielsweise Hanf verwendet werden. Die Fasern lassen sich flexibel verteilen, wodurch problemlos auch die Ecken ohne Materialverlust gedämmt werden können. Zudem ist das Naturmaterial nicht anfällig für Schädlinge und auch witterungsbeständig. Besonders gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften hat Schafwolle als Dämmstoff. Außerdem kann die Schafwolle besser die Feuchtigkeit ausgleichen, wodurch das Risiko einer Schimmelbildung verringert wird.


Untersparrendämmung

Quelle: Benz GmbH & Co. KG Baustoffe 

Schritt für Schritt zur Dachdämmung
Im ersten Schritt muss das Dämmmaterial vorbereitet werden, was besonders wichtig ist, wenn Platten verwendet werden. Dicke und Breite sind abhängig von den Sparren und müssen vorher ausgemessen werden, bevor der Dämmstoff zugeschnitten wird. Besitzt das Dach unterschiedliche Sparrenabstände, bietet sich der Einsatz von Klemmfilz an, der ebenfalls passend zugeschnitten wird. Ein wichtiger Punkt der Dachdämmung ist die sogenannte Dampfsperre. Sie muss mit Sorgfalt eingebaut werden und sollte mindestens zehn Zentimeter den Dämmstoff überlappen. Bei der Anbringung des Dämmstoffes muss zusätzlich darauf geachtet werden, dass die Dampfsperre nicht etwa durch einen Nagel etc. beschädigt wird. Bevor die zum Schluss eine Innenverkleidung angebracht wird, kann optional noch eine Untersparrendämmung angebracht werden, die als Tragekonstruktion etwa für Rohrleitungen wichtig ist.

 

 

Oberste Geschossdecke
Ein Dachboden ohne eine gute Dämmung des Dachbodens und der Treppenluke (Bodentreppe) kann zu einem richtigen Energiefresser werden, denn ohne solch eine Wärmedämmung wird der ungenutzte Dachraum ständig mitgeheizt. Das gilt eingeschränkt auch, wenn das Dach gedämmt ist. Die Dachbodendämmung ist eine der rentabelsten Sanierungsmaßnahmen überhaupt und kann leicht vom Hausbesitzer selbst eingebaut werden. Die Bodendämmung der obersten Geschoßdecke lässt sich als Geschoßdecken-, Aufdecken-, Zwischendecken- oder Unterdeckendämmung realisieren. Die Materialien der Bodendämmung sind Glas- oder Steinwolle und Gipsfaser.
Soll die Dachbodendämmung, begehbar sein, erfordert die Verlegung als Aufdeckendämmung druckbelastbarer Materialien. Dazu eignen sich Steinwolle-, Styropor- oder Hartschaum-Platten.

Wird der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt, so ist die Dämmung der obersten Geschoßdecke bei der Dachsanierung die kostengünstigste Variante. Mit der Dachbodendämmung, auch nicht belastbar, tragen Hausbesitzer der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) Rechnung, welche eine Wärmedämmung der obersten Geschoßdecke bzw. des Daches seit 2009 vorsieht. Bei nicht begehbaren aber zugänglichen obersten Geschossdecken beheizter Räume darf der U-Wert nach der Sanierung 0,24 W/(m2·K) nicht überschreiten. Das erreicht man in der Regel mit einer Dämmstoffdicke von 140 mm (WLG 035) oder 160 mm (WLG 040). Die Mindestanforderung bei KfW-Förderung > 180 mm WLG 035, 200 mm WLG 040 (Stand 10/09).
Die Nachrüstpflicht greift nicht, wenn die oberste Geschossdecke oder das darüber liegende Dach den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllen, oder wenn das Dach gedämmt ist. Der Mindestwärmeschutz ist in der Regel bei Holzbalkendecken aller Gebäudealtersklassen gegeben und auch Decken in Massivbauweise ab Baualtersklasse 1969 erfüllen diesen Wert. Ausgenommen von der Nachrüstverpflichtung sind auch selbst genutzte Häuser mit max. zwei Wohnungen, wenn der Eigentümer schon vor dem 1. Februar 2002 im Haus gewohnt hat. Hier greift die Dämmpflicht nur bei einem Eigentümerwechsel. Der neue Hauseigentümer hat dann zwei Jahre Zeit, die erforderlichen Dämmmaßnahmen durchzuführen.

Dachbodendämmung
Quelle: Benz GmbH & Co. KG Baustoffe

 

 

Begehbare Decken werden mit Deckendämmplatten aus Mineralwolle oder Hartschaum hergestellt. Der Vorteil bei zweilagiger Verlegung reduziert eventuelle Wärmebrücken erheblich. Auf diese Dämmung wird ein begehbarer Belage eingebracht. Dieser kann aus Holzspanplatten V100 oder Gipsfaserplatten (vorbeugender Brandschutz) bestehen. Die Dämmung der obersten Geschossdecke kann auch zweilagig mit Exporit EPS oder Styrodur® erfolgen.
Nicht begehbare Decken in selten begangenen Dachgeschossen werden einfach mit Deckenfilze dicht auf Stoß ausgerollt. Ein zusätzliches Vlies schützt den Filz vor Beschädigungen. Hier kann aber ein Gehstreifen notwendig werden, der dann so ausgeführt wird, wie es bei begehbaren Decken üblich ist.
Bei beiden Verlegearten ist auf einen ausreichenden Diffusionswiderstand der Deckenkonstruktion zu achten, um Tauwasser- bzw. Schimmelbildung zu vermeiden. Besonders bei Holzbalkendecken ist in der Regel der Einbau einer Dampfbremsfolie notwendig, bei massiven Betondecken ist eine zusätzliche Dampfbremse meistens nicht notwendig.

Bodentreppe Designo DD - der obere Deckel verhindert, dass feuchtwarme Luft in den Dachraum strömt
Quelle: Columbus Treppen GmbH

 

 

Nach dem Dämmen der obersten Geschossdecke ist die Dachbodentreppe (Bodentreppe) ein energetischer Schwachpunkt. Das Dämmen dieser Treppe sollte schon beim Einbauen berücksichtigt werden. Eine bereits montierte Scherentreppe oder Einschubtreppe kann ohne Demontage mit einer Wärmeschutzhaube versehen werden, die auf den Durchstieg aufgesetzt wird. Dabei entsteht aber eine zweite zu öffnende Klappe, um auf den Dachboden zu kommen. Hierbei ist aber die Dämmwirkung niedriger als bei einer Dämmung direkt an der Bodentreppe. Hierfür ist das Demontieren erforderlich, um eine Dämmplatte auf die nach oben gerichtete Fläche der Treppentrageplatte aufzubringen. Alternativ kann die komplette Klappe ausgetauscht und durch eine Dämmplatte ersetzt werden. Natürlich muss die Klappe in jedem Fall luftdicht sein.

      Die neueste Dachtreppengeneration

Bodentreppe Designo DD - gedämmt
Quelle: Columbus Treppen GmbH

 

 

 

Dampfbremse
Eine Dampfbremse (Dampfsperre*) verhindert, dass der Wasserdampf (Raumluftfeuchte) aus den Innenräumen des Gebäudes in die Dämmung gelangt (Diffusion des Wasserdampfes). Sie wird in der Regel an der warmen Innenseite eines Gebäudes angeordnet und ist besonders im Dach ein wichtiger Dämmungsbestandteil. Eine fachgerecht verbaute Dampfbremse gewährleistet unter anderem (Außenwände, Fenster, Türen) ein luftdichtes Gebäude.
* Der Begriff "Dampfsperre" ist eigentlich falsch, da eine Dampfbremse nie vollständig dampfdicht ist.
Die Dampfbremse ist eine dünne Schicht (Folie oder spezielle Pappe* [Kraftpapier]), die nahezu undurchlässig für Wasserdampf ist. Sie wird von innen an das Dach bzw. die Wand angebracht.
* In Verbindung mit einer diffusinsoffenen Dämmung (z. B. Mineralfaser) sollte keine Dampfsperre verwendet werden. PE-Folien sind für eine Zellulosedämmung ungeeignet.

Die beste Dampfbremse ist für die Dämmschicht wirkungslos, wenn sie nicht fachgerecht angebracht wird. Undichtigkeiten an Stößen, Überlappungen, Risse und Anschlüssen an der Dampfsperre kann im Laufe eines Winters das 100- bis 1.000fache an Wasserdampf aus den Innenräumen in die Konstruktion (Dämmung, Balken, Mauerwerk) eindringen lassen als über Diffusionswanderung. Dabei kann eine einzige solche Undichtigkeit den so einströmende Wasserdampf in der gesamten Konstruktion verteilen und kann bei Änderung der Feuchtesituation im Sommer nicht mehr über diesen Weg zurückfinden.


Dampfsperre
Quelle:


Richtiger Einsatz von Dampfbremsen bei der Altbausanierung - Hartwig M. Künzel
Langlebige Dächer mit feuchtevariablen Dampfbremsen - Dr. Jürgen Royar, Ladenburg

Wasserdampfdiffusions-Widerstand
In der Luft ist Feuchtigkeit enthalten. Kühlt sie ab, so scheidet sich Wasser aus (Taupunkt). Wird Luft unterschiedlicher Temperatur und Feuchte durch eine Dämmstoffschicht voneinander getrennt, so diffundiert so lange Feuchtigkeit hindurch, bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat (Wasserdampfdiffusion). Die Diffusionswiderstandszahl oder der Diffusionswiderstandsfaktor wird allgemein mit dem Buchstaben µ bezeichnet. Diese Größe gibt an, um wieviel mal größer der Diffusionswiderstand einer Stoffschicht ist als der einer gleich dicken Luftschicht unter denselben Bedingungen. Man vergleicht hier die Dampfdichtigkeit einer 1 m dicken Luftschicht mit der Dampfdichtigkeit einer 1 m dicken Materialschicht und erklärt so den Diffusionswiderstandsfaktor

µ = Dampfdichtigkeit Material / Dampfdichtigkeit Luft

Der Dämmstoff kann dabei auch selbst mehr oder weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Es ist wichtig, dass eindiffundierte Feuchtigkeit auch wieder ausdiffundieren kann. In Räumen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit bzw. Feuchtigkeit ist der Dämmstoff durch eine auf der "warmen" Seite anzuordnenden Dampfsperre (Dampfbremse) zu schützen. Die Wärmeleitfähigkeit eines Dämmstoffes kann sich u. a. durch Aufnahme von Wasser verändern. Dämmstoffe, die während des Transportes, der Lagerung und nach dem Einbau durchfeuchten, verlieren einen Teil ihrer Wärmedämmeigenschaft. Quelle: SHKwissen
Für den Wärme- und Feuchteschutz geben die Normen DIN 4108-4 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Wärme- und feuchteschutztechnische Bemessungswerte" und DIN EN ISO 10456 "Baustoffe und Bauprodukte - Wärme- und feuchtetechnische Eigenschaften - Tabellierte Bemessungswerte und Verfahren zur Bestimmung der wärmeschutztechnischen Nenn- und Bemessungswerte" zwei verschiedene µ-Werte für Baustoffe (für den feuchten und einer für den trockenen Zustand) (z. B. Mineralwolle 1/1, Porenbeton-Planbausteine 5/10, OSB-Platten 30/50, EPS 150/150, Kunststoffdachbahnen DIN  167729 50.000/75.000) vor. Der kleinere µ-Wert zeigt den feuchten Zustand und steht für einen geringeren Wasserdampfdiffusionswiderstand. Der höhere µ-Wert zeigt den trockenen Zustand und steht für den größeren Wasserdampfdiffusionswiderstand.

Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke
Im Gegensatz zur Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ  berücksichtigt die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Sd-Wert) auch die tatsächliche Stärke des Bauteils und nicht nur die Materialeigenschaft.
Der Sd-Wert (Einheit > m) ist für die Beurteilung der feuchtetechnischen Sicherheiten von Baukonstruktionen (Dämmstoffe, Dampfbremse bzw. Dampfsperre) eine wichtigere Kenngröße als der µ-Wert. Mit ihm wird ein Bezug zu der tatsächlichen Bauteilstärke hergestellt. Der Sd-Wert ist die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke und wird aus der Stärke des Bauteils (m) und der Stoffeigenschaft µ berechnet (Sd = m * µ) .
Der Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Baustoffes bzw. Bauteils steht in Beziehung zur Luft. Bei mehrschichtigen Bauteilen, wird der Sd-Wert schichtenweise ermittelt und addiert.
Die DIN 4108-3 2014-11 "Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Klimabedingter Feuchteschutz - Anforderungen, Berechnungsverfahren und Hinweise für Planung und Ausführung" unterscheidet zwischen diffusionsoffene Schicht (Sd ≤ 0,5 m), diffusionshemmende Schicht (Sd 0,5 bis 1500 m) und diffusionsdichte Schicht (Sd ≥ 1500 m).

Kellerdämmung
Der Keller wird in Bezug auf die Dämmung gerne vernachlässigt, was jedoch langfristig negative Folgen haben kann. Eine gute Dämmung des Kellers bringt eine erhebliche Energieersparnis, die oft bis zu zehn Prozent ausmachen kann, wodurch sich auch die Kosten für eine gute Dämmung rasch amortisieren. Welches Dämmmaterial für die Kellerabdichtung genutzt wird, ist abhängig ob innen oder außen gedämmt wird.


Keller-Innendämmung
Quelle: Benz GmbH & Co. KG Baustoffe

Innendämmung für den Keller
Für eine Innendämmung des Kellers sind Dämmplatten am geeignetsten, da ihre Verarbeitung sehr einfach ist. Für eine Sparrendämmung ist Mineralwolle wie Steinwolle sehr gut geeignet. Sie hat den Vorteil, dass sie schwer entflammbar ist und dadurch im Falle eines Feuers erst langsam vor sich hin glimmt. Außerdem ist Steinwolle ein sehr guter Lärmschutz, was besonders wichtig ist, wenn der Keller etwa als Hobby- oder Partyraum genutzt wird. Alternativ zur Mineralwolle können Polystyrol-Platten verwendet werden, die einfach auf die zu dämmenden Flächen wie der Decke aufgeklebt werden. Bevor die Dämmplatten aufgeklebt werden, muss allerdings der Untergrund gereinigt werden und muss falls notwendig mit einer Haftgrundierung versehen werden. Lose Bestandteile einer Grundierung werden noch abgebürstet und anschließend die Haftgrundierung aufgebracht auf die die Deckenplatten aufgeklebt werden.

 

Kosten für eine Innendämmung
Im Sanierungsfall ist eine Innendämmung günstiger als eine Außendämmung, da das Dämmen von außen viel aufwendiger ist. So muss z. B. bei einer Perimeterdämmung der gesamte Sockel des Gebäudes freigelegt und für die Fassaden- und Dachdämmung muss in der Regel ein Gerüst aufgestellt werden.

Kosten für Innendämmungen

Maßnahme
Preis/Kosten*
Außenwände von innen dämmen
60 - 100 €/m²
Oberste Geschossdecke dämmen/begehbarer Dachboden,
20 cm Dämmschicht
35 - 50 €/m²

Oberste Geschossdecke dämmen/nicht begehbarer Dachboden, 20 cm Dämmschicht

35 - 50 €/m²
Zwischensparren- und Untersparrendämmung
60 - 100 €/m²
Aufsparrendämmung
60 - 130 €/m²

Oberste Geschossdecke dämmen/
Einblasdämmung oder offene Aufblasdämmung

15 - 25  €/m²
Kellerdecke von innen/unten dämmen
15 - 70 €/m²

Unterste Geschossdecke (Kellerdecke) von innen/
oben dämmen inkl. neuem Fußboden

70 - 160  €/m²
*Die sehr großen Kostenspannen ergebeen sich aufgrund der enormen Preisunterschiede zwischen den einzelnen Dämmstoffen. Quelle: energie-experten.org
 
Rundumschutz mit einer Außendämmung
Für eine Außendämmung des Kellers muss entlang des Fundaments ein Graben freigelegt werden, falls nachträglich gedämmt wird. Unebenheiten oder Beschädigungen wie loser Putz werden abgetragen bzw. mit neuem Verputz ausgebessert. Als Nächstes muss die Außenwand völlig trocken, bevor Dichtschlämme aufgetragen werden kann. Übergänge von Mauer zu Fundament werden etwa mit Gummimörtel verfugt, damit kein Wasser eindringen kann. Bevor ein Dämmstoff aufgebracht wird, muss die Wand noch mit einer Bitumenschicht grundiert werden, damit keine Bodenfeuchte eindringen kann. Im nächsten Schritt wird geeignetes Dämmmaterial aufgebracht. Dabei muss es sich um geeignetes Dämmmaterial (Perimeterdämmung) für den Außenbereich handeln wie etwa extrudiertem Polystyrol. Das in Platten verfügbare Material wird auf die Außenmauer aufgeklebt und hat zudem den Vorteil, dass sie die Mauer beispielsweise vor spitzen Steinen schützt. Alternativ kann als mechanischer Schutz eine Kunststoffnoppenbahn verwendet werden, wobei jedoch auf eine entsprechend gute Innendämmung geachtet werden sollte. Als Naturmaterial für die Außendämmung können Bitumenwellpappen verwendet werden, die mit Latten fixiert werden müssen.
 

Perimeterdämmung
Kellerräume und Räume, die an das Erdreich grenzen (Hanglage), die für Wohn- oder Arbeitszwecke genutzt und entsprechend beheizt werden, also zur beheizten Gebäudehülle (Thermische Hülle, Gebäudehülle) gehören, müssen gedämmt werden. Das gilt auch für die sog. "Schwedenplatte / Thermobodenplatte".


Perimeterdämmung mit Styrodur®
Quelle: BASF SE

Die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV) stellt Anforderungen an den energiesparenden Wärmeschutz und die energiesparende Anlagentechnik. Bei einem geplanten Neubau wird der zulässige Primärenergiebedarf mit den Vorgaben des EnEV-Referenzgebäudes verglichen. Bei Änderungen von Außenbauteilen an bestehenden Gebäuden sind die maximal zulässigen U-Werte einzuhalten. Ab 01.01.2016 werden die Anforderungen bei Neubauten erhöht.
Bei einem Neubau sind die Referenz-U-Werte für Wohngebäude (WG) und Nichtwohngebäude (NWG) für die Außenwand gegen Erdreich bis 31.12.2015 bei Innentemperaturen größer als 19 °C 0,35 W/(m² · K) und bei Innentemperaturen kleiner als 19 °C (12 °C) 0,35 W/(m² · K), ab 01.01.2016 bei Innentemperaturen größer als 19 °C 0,25 – 0,30 W/(m² · K) 0,30 – 0,35 W/(m² · K).
Bei einen Altbau bei dem Änderungen von Außenbauteilen von mehr als 10 % der gesamten, jeweiligen Bauteilfläche des Gebäudes – Wohn- und Nichtwohngebäude (Ausnahmen EnEV, Anlage 3) muss der U-Wert für die Außenwand gegen Erdreich bei Innentemperaturen größer als 19 °C max. 0,30 W/(m² · K) betragen.
Die außenseitige Perimeterdämmung führt außerdem zur Erhöhung der raumseitigen Oberflächentemperaturen dieser Bauteile und vermeidet Bauschäden (z.B. Schimmelbildung).
Grundlage für eine Perimeterdämmung sind Produkte aus Extruderschaum (XPS [z. B.Styrodur®, URSA XPS N ]). Auch Recycling-Materialien (Blähglas, Schaumglas-Granulat, Schaumglasplatten) können als lastabtragende Perimeterdämmung eingesetzt werden. Das Dämmmaterial muss wasser- und druckbeständig sein.
Bei der Ausführung der Perimeterdämmung unterscheidet man folgende Einsatzgebiete:

  • Perimeterdämmung unter Kellerfußböden (statisch nicht tragend)
  • Perimeterdämmung von Fundamenten und unter Gründungsplatten (statisch tragend)
  • Perimeterdämmung in Bereichen mit drückendem Wasser und aufstauendem Sickerwasser (im Grundwasser)
  • Perimeterdämmung unter Kellerfußböden (statisch nicht tragend)
  • Perimeterdämmung unter Fundamenten und Gründungsplatten (statisch tragend)
  • Dämmung von Streifenfundamenten
  • Sockeldämmung
  • Perimeterdämmung von Passivhäusern

Dränmaßnahmen zur Ableitung von Oberflächen- und Sickerwasser sind bei besonderer Bodenbeschaffenheit (z. B. wasserundurchlässiger Bodenhorizont) oder besonderer Lage des Gebäudes (z. B. Hanglage) vorzusehen. Sie besteht aus der Flächendränung der Wand, Dränrohren, einer Kiespackung, Filtervlies, Revisionsschächten und einem Anschluss an die Kanalisation oder einen Vorfluter. Eine Verlegung von Dämm-Dränplatten allein reicht nicht aus.
Zum Schutz der Perimeterdämmung ist im Normalfall eine Dränung nicht erforderlich.


Lastabtragende Dämmung unter Bodenplatte
Quelle: Steinbach Schaumglas GmbH & Co. KG

Schaumglasschotter

Quelle: Steinbach Schaumglas GmbH & Co. KG

Schotter aus Schaumglas vereint Wärmedämmung, Tragschicht und Drainage in einem Produkt und kann dabei Aufbauhöhe einsparen.
Schaumglas (Glasschaum) hat eine hohe Druckfestigkeit, nimmt kein Wasser auf (kapillarbrechend), ist formstabil, unverrottbar, schädlingssicher und frostbeständig. Außerdem ist es wärmedämmend, schalldämpfend und gleichzeitig für Lasteintragung geeignet.
Mit dem Schaumglasschotter kann nicht nur auf die Flächendrainage aus Schotter oder Kies, sondern auch auf die Sauberkeitsschicht aus Magerbeton und auf die Herstellung einer frostfreien Gründung bei Schichtstärken ab 20 cm verzichtet werden (statischer Nachweis erforderlich). Der Einbau des Schaumglasschotters erfolgt ca. 50 cm breiter als die Bodenplatte und übernimmt die Funktion der herkömmlichen Frostschürze.

Die ökologische Zukunft des Dämmens

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