Rohrverschraubungsarten

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

Wasserpumpenzange + Zangenschlüssel

Klemmverschraubung

 

 

 

 

 

 

Klemmverschraubung

Die Klemmverschraubung wurde als Alternative zu den flach- oder konischdichtenden Verschraubungen auf den Markt gebracht und besteht in der Regel aus drei Bestandteilen:
  • Überwurfmutter
  • Körper
  • Dichtungs- bzw. Klemmring
Diese Art von Verbindung (z. B. metallisch dichtende Verbindung zwischen Kupferrohr und Fitting).hat den Nachteil, dass sie nur minimalem Druck standhalten kann und dass eine Wiederverwendung aufgrund der Konstruktion des Dichtungsringes schwierig ist, weil sich der Klemmring verformt. Diese Verbindung sollte grundsätzlich mit einem offenen Ringschlüssel verarbeitet werden.
Bei weichen und halbharten Kupferrohren müssen Stützhülsen verwendet werden.
Die Einsatzgebiete sind
  •   Heizung
  •  Solartechnik
  •  Trinkwasser kalt und warm
  •  Gas- und Flüssiggasinstallation
  •  Heizölinstallation
  •  Regenwassernutzungsanlagen
  •  Druckluft
Für Trinkwasser- und Gasinstallationen müssen Klemmringverbindungen das DVGW- Prüfzeichen tragen!
 

Klemmringverschraubungen
(Greif-Typ-Rohrverschraubung mit Scharniereffekt)

Klemmringverschraubungen (Greif-Typ-Rohrverschraubung mit Scharniereffekt)
Eine verbesserte Art der Klemmringverschraubung nennt man Greif-Typ-Rohrverschraubung. Diese hat zwei Klemmringe, wobei durch das Festziehen der Verschraubung der vordere Klemmring gespannt wird und die Dichtwirkung entsteht. Die Oberfläche des Rohres und der Verschraubungskörper werden gegeneinander gepresst.
Am hinteren Klemmring wird das Rohr in einem Bereich knapp außerhalb der Stelle, an der das Rohr von das Klemmringnase gehalten und umspannt wird, wodurch ein radialer Scharnier- oder Halteeffekt eine bessere Vibrationsbeständigkeit gewährleistet.
Durch diese Konstruktion ist im Vergleich zur Schneidringverschraubung eine De- und Wiedermontage der Rohrverschraubung nach der Montage ohne Beschädigung möglich.

Bördelverschraubung

Bördelverschraubung
Die Bördelverschraubung war die nächste Variation von Rohrverschraubungsdesigns. Diese Verschrau- bung besteht in der Regel aus einer Überwurfmutter, einer Hülse und einem Körper mit einem kegelförmigen Ende.

Um das Rohr für die Montage vorzubereiten, sind in der Regel spezielle Bördelwerkzeuge erforderlich. Außerdem kann das Bördeln des Rohrs zu Belastungskerben am Ansatz der Bördelung führen oder Längsrisse an dünnen oder brüchigen Rohren verursachen.

 

Schneidringverschraubungen: ein Schneidring

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Schneidringverschraubungen: zwei Schneidringe

Schneidringverschraubungen
Die Schneidringverschraubungen werden für Präzisionsstahlrohre, Stahlrohrstutzen, Kupferrohre, Messingrohre, Messing-Lötstutzen, Aluminiumrohre und Edelstahlrohre mit den dazu passenden Verschraubungen eingesetzt. Aufgrund der Dichtungsart werden sie für auch für hohe Anlagendrücke (z. B. Hydraulikanlagen bis ca. 600 bar) verwendet.
Im Gegensatz zu den originalen Klemmverschraubungen können Schneidringverschraubungen bei Anwendungen mit höherem Druck eingesetzt werden. Diese Verschraubungen bestehen aus einer Überwurfmutter, einem Körper und einen Schneidring mit einer scharfen Kante, die in die Oberfläche des Rohres eingreift und dadurch einen festen Halt und Dichtheit erzeugen.

Bei Schneidringverschraubungen in Einstrangsystemen von Heizölanlagen mit dünnen weichen Kupferrohren (6 mm, 8 mm) müssen unbedingt Stützrohre verwendet werden. Aufgrund des weichen Materials können die Schneidringe nicht ausreichend in das Material schneiden, wodurch keine ausreichende Dichtwirkung entsteht und aufgrund des Unterdruckes in die Leitung Luft eingesaugt werden kann, was zur Brennerstörung führt.

Schneidringverschraubungen können auch zwei Schneidringe haben. Diese erfüllen zwei Funktionen. Das Eingreifen in das Rohr und als Dichtungselement für den Körper. Bei Schneidringverschraubungen mit zwei Schneidringen wird der Griff vom hinteren Schneidring und die Dichtung vom vorderen Schneidring erzeugt. Die Einordnung, ob es sich bei dieser Verbindungart um eine lösbare oder unlösbare Verbindung hanelt, ist schwierig und hängt u. a. von Art der Verschraung und von der fachgerechten Verarbeitung ab.

Nach jedem Lösen des Rohranschlusses einer Schneidringverschraubung ist die Überwurfmutter wieder fest anzuziehen (gleicher Kraftaufwand) wie bei Fertig- bzw. Erstmontage, hierbei muss der Verschraubungsstutzen, wie bei der Erstmontage, mit einem Gabelschlüssel bzw. besser mit einem offenen Ringschlüssel gegengehalten werden.
Die Demontage und/oder das Nachziehen von dieser Verschraubungen und Verschraubungsteilen ist nur in vollständig drucklosem Zustand zulässig.

Montageanleitung – Schneidringverschraubungen

offene Ringschlüssel
Quelle: Beta Werkzeuge
Klemmring-, Schneidring- und Bördel-Verschraubungen sollten nur mit einem offenen Ringschlüssel bearbeitet werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Überwurfmutter sich nicht verzieht bzw. oval wird und die Verbindung nicht undicht wird.
Hydraulikschrauber
Quelle: TorcUP Schraubtechnik Deutschland GmbH
Für spezielle Anwendungen gibt es auch spezielle Werkzeuge. Wobei es sich bei diesen Anwendungen sicherlich nicht um einfache Verschraubungen handelt.
Dieses offene Maul-Einsteckwerkzeug oder Ringschlüssel wird eingesetzt, wenn das Eckmaß der Schrauben ganz wenig Spielraum bietet. Bei der Druckbeaufschlagung fährt der Hydraulikkolben im Zylindergehäuse des TX-Schraubers aus und führt eine Schraubbewegung um die eigene Achse aus.
Quelle: SERTO GmbH
 

Isolierverschraubung (galvanisches Trennstück)
Der Einbau einer Buntmetallarmatur (Rotguss, Messing) soll nach der DIN 1988-7 angeblich ausreichen, um  Rohrwerkstoffe unterschiedlicher Potenziale, z.B. verzinkter Stahl und Edelstahl, vor elektrochemischer Korrosion zu schützen. Aber schon bei Flüssigkeiten mit hoher elektrischer Leitfähigkeit (Elektrolyt) und bei Trinkwasser mit Härtegraden >15 °dH, die eine vermehrte Inkrustation erzeugen, ergibt sich ein Korrosionsrisiko. Durch den Einsatz einer Isolierverschraubung kann die Korrosion nicht stattfinden, da die metallischen Kontaktflächen gegenseitig isoliert sind, weil sie aus gleichartigem Material bestehen.
Kyburz ® Isolierverschraubung
Quelle: INRAG AG
 
Bauteile einer Isolierverschraubung
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Wenn der Speicher oder Wärmetauscher und die Rohrleitungen aus verschiedene Werkstoffen bestehen und sich berühren, kann es  zu Kontaktkorrosion kommen. Durch die Verwendung eines Isolierschraubteiles wird die Kontaktkorrosion durch die isolierende Kunststoffschicht und die Anschlüsse aus zu Rohrleitung und Speicher passenden Werkstoffen verhindert. Außerdem wird z. B. der TW-Speicher vor vagabundierenden Strömen geschützt und ein vorzeitigem Abbau der Opferanode wird verhindert. Das Isolierschraubteil trennt die Leitung elektrisch auf und verhindert auf diese Weise einen schädlichen Stromfluss. In diesen Fällen darf der TW- Erwärmer selbst nicht in den Potenzialausgleich mit einbezogen werden.
Die Isolierverschraubung besteht aus einem Gehäuse und einer Hülse. Die Hülse ist durch eine isolierende Kunststoffschicht stabil und unlösbar mit dem Gehäuse verbunden und mit Ihrem Innengewinde an den Speicher oder Wärmetauscher montiert. Die Rohrleitung wird dann mittels Einlegeteil und Überwurfmutter an das Aussengewinde des Isolierschraubteils geschraubt.
Durch eine unzulässige Mischinstallation (Galvanische Spannungsreihe) bzw. durch Fehlströme (nicht geerdete Anschlussleitungen, kein Potentialausgleich) treten bei einer Kontaktkorrosion treten bei den Anschlüssen starke Korrosionsschäden auf.
Ist eine Mischinstallation nicht zu vermeiden, so sind in jedem Fall, in Fließrichtung gesehen, das edlere nach unedleren Werkstoffen einzusetzen. Welches Metall edler ist, ergibt sich aus der elektrochemischen Spannungsreihe. eingesetzt. Bei den  wichtigsten Metalle ergibt sich folgender Verlauf:
Magnesium (Mg) – Aluminium (Al) – Zink (Zn) – Chrom (Cr) – Eisen (Fe) – Zinn (Sn) – Blei (Pb) – Kupfer (Cu) – Gold (Au)
Je weiter zwei Elemente in der Spannungsreihe auseinander sind, umso schneller wird das undedlere Material verbraucht. Durch Isolierverschraubungen ist eine elektrische Trennung herzustellen.
Korrosion an Speicheranschlüssen
Quelle: Austria Email AG
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Wenn bei einer Reparatur ein Teilstück einer Rohrleitung mit anderem Material mit Isolierverschraubungen ausgetauscht wird, dann müssen die Teile, die untereinander elektrisch leitfähig verbunden waren,  nach VDE 0100 mit einem Potenzialausgleich mit einem Erdungsleiter NYM-J 1 x 6 mm2 zu verbinden.
Isolierverschraubung für Heizöl - doppelt und einfach isoliert
Quelle: INRAG AG
Die Isolierverschraubung trennt Kupferleitungen in Heizölleitungen elektrisch auf. Sie unterbindet Ströme und daraus resultierende Magnetfelder. Sie wird bei Tankanschlüssen für Heizöl eingesetzt und trennt Spannungen bis 1500 Volt (VSM) respektive 3000 Volt (VDS).

Steckfittingsysteme
Rohrverbindungen mit Steckfittings werden ohne Werkzeuge (keine Pressgerät, Zangenschlüssel, Maul- oder offene Ringschlüssel) montiert. Nur für das Entgraten und Kalibrieren der Rohre werden bei einigen Herstellern systemspezifische Werkzeuge benötigt. In der Regel sind diese Verbindung unlösbar. Nur bei wenigen Herstellern (z. B. Tectite®) kann die Verbindung wieder gelöst und der Fitting anschließend wieder verwendet werden.
Auch wenn sich bei den gestandenen Heizungsbauern und Gas- und Wasseristallateuren immer wieder die Fußnägel aufrollen, setzt sich neben der Press- und Klemm- bzw. Schneidringtechnik auch die Stecktechnik immer mehr durch. Und hier besonders bei Reparaturarbeiten in Bestandsanlagen.
Ablängen, anfasen, (entgraten), stecken, dicht
Grundsätzlich sind die Vorgaben der Hersteller genau einzuhalten. Diese sagen aus, für welche Anlagen (Trinkwasser, Heizungsanbindung und Fußbodenheizung) und Rohrarten (Mehrschichtverbundrohre, PB-Rohr [Polybuten], Metallrohre [Kupfer, Edelstahl]) das jeweilige System geeignet bzw. zugelassen ist. In der Prasxis werden hauptsächlich Steckfittings in den Dimensionen 16, 20, 25 und 32 mm, selten bis 54 mm, eingesetzt.
Die Arbeitsschritte zur Herstellung der Steckfittingverbindung ist bei fast allen Systemen gleich. Die Rohrleitung wird mit der Rohrschere oder einem Rollenrohrabschneider rechtwinklig abgelängt. Je nach System muss das Rohr mit einem systemspezifischen Werkzeug vorbereitet (kalibriert, entgratet und angefast) werden. Danach wird das Rohr wird in den Fitting gesteckt und die druckdichte Verbindung ist hergestellt. Die Überprüfung des Steckvorgangs erfolgt entweder optisch durch mehrere Sichtfenster im Steckfitting, durch farbige Signalringe, einen Steckindikator und/oder akustisch durch ein lautes Klick-Geräusch.
Tectite® Steckfittingsystem aus Messing für Kupferrohr
PushFit-Stecksystem für Mehrschichtverbundrohr und PB-Rohr
Quelle: Seppelfricke Armaturen GmbH
Quelle: Geberit Vertriebs GmbH
Quelle: Pipetec GmbH

Technische Informationen zum Tectite®-Programm - Seppelfricke Armaturen GmbH

Steckfitting
Schnitt - Fitting mit Legende
Quelle: Zewotherm

Das abgebildete Zewo-Stecktechnik basiert auf einem metallischen Pressring (Halterungshülse), der sich im Inneren der Steckfittinge befindet. Dieser Pressring wird aus einem besonderen Stahl gefertigt, der durch eine Spezialwärmebehandlung eine enorme Presskraft erreicht. So springt beim Einschieben des Rohres in den Steckfitting eine Sperre heraus und der Pressring verpresst mit absoluter Sicherheit das Rohr auf dem Stützkörper des Fittings. Dabei nimmt der Pressring perfekt die dimensionalen Veränderungen auf, die sich im Rohr ergeben können.

Die absolut dichte, nicht lösbare Verbindung garantiert eine hohe Sicherheit. Die Verbindungen sind absolut sicher gegen Zugbewegungen, aber auch gegen Temperaturwechsel und Druckbelastungen.
Nachteilig wirken sich die oft sehr geringen Querschnitte in den Fittings negativ auf den Durchfluss aus.
Leider wird bei diesen Systemen der Hinweis, dass nur eingetragene Installateurbetriebe an Trinkwasserleitungen arbeiten dürfen, nicht angegeben.
RTMTM Technologie - Uponor GmbH
Die beiden genannten Systeme werden von den Herstellern nicht mehr angeboten.

Konisch- oder flachdichtende Verschraubungen gibt es für alle möglichen Verbindungestechniken, so z. B. Gewinde-, Löt-, Klebe- und Pressverbindungen und in allen Materialarten, so z. B. Messing, Rotguss, Edelstahl, Kunststoff.
Flachdichtende Verschraubung
Quelle: Georg Fischer GmbH
Quelle: heco GmbH
Temperguss-Fittings sind in den DIN 2950, die Stahlfittings in den DIN 2606 bis 2619 und 2980 bis 2993 genormt. Abgedichtet werden sie durch Werg (Hanf) und Mennige oder Mangankitt (Manganesit, Fermit u.a.) oder Gewindeband aus Kunststoff.
Flachdichtende Verschraubungen mit Dichtung werden dort eingebaut, wo Bauteile in eine Rohrleitung passgenau eingebaut (dazwischen- gesetzt) werden, so z. B. Pumpen oder die Bauteile zu schwer sind bzw. sich beide Seiten nicht bewegen lassen. Eigentlich sind es "Ersatzflanschen" für kleinere Nennweiten. Bauteile mit einseitigem Anschluss haben in der Regel konischdichtende Verschraubungen, weil das Bauteil einseitig bewegt werden kann.
Die Baulängen und z-Masse der Temperguss-Verschraubungen beziehen sich auf die fertig montierte Verschraubung mit einem Dichtring von 2 mm bzw. 3 mm Dicke. Die Wahl des geeigneten Dichtrings richtet sich nach den Betriebsanforderungen. Die flachdichtende Verschraubung kann radial demontiert und wieder montiert werden
Bei kegelig (metallisch [konisch]) dichtenden Verschraubungen sind die Dichtflächen vor dem Zusammenbau zu reinigen und mit einem Schmierstoff (bei Trinkwasser ausschließlich nach DIN 30660 geprüft z.B.: Gewindedichtpaste [z. B. Fermit]) zu behandeln.
Bei einer Wiederverwendung von kegelig dichtenden Verschraubungen übernehmen die Hersteller keine Gewähr für Dichtheit .
Auch Verschraubungen müssen, wie auch Flanschverbindungen, grundsätzlich spannungsfrei eingebaut werden. Da lösbare Verbindungen durch Verwindungen und thermischen Beanspruchungen undicht werden können, dürfen sie nicht verdeckt bzw. "unter Putz" verlegt werden. Sie müssen mit dem jeweilig notwendigen Werkzeug zugänglich sein.
Auch heutzutage werden immer noch Gewindefittings verwendet. Die Gewinde für Rohre, Armaturen, Fittings und sonstige Rohrleitungsteile sind international und national genormt. Die Größenangaben der Fittings (z. B. R 1/2) verhält sich parallel mit den Nennweitenangaben der Rohre (z. B. DN 15)
Bei den Gewindearten unterscheidet man zwischen
  •  Anschlussgewinden: Diese Rohrgewinde dichten im Gewinde gemäss ISO 7-1 bzw. prEN 10226-1 (die in der jeweils gültigen nationalen Ausgabe, DIN 2999, BS 21)
  •  Befestigungsgewinde: Diese Gewinde dichten nicht im Gewinde gemäss ISO 228-1
Daraus ergibt sich der Unterschied, dass das Rohrgewinde nach ISO 7-1 im Gewinde gedichtet wird, und zwar überwiegend durch metallische Pressung (kegelig/zylindrisch) der im dichtenden Bereich gänzlich formschlüssigen Gewindeflächen, wobei durch Dichtmittel (Hanf/Fermit, Teflonband) die Dichtwirkung verbessert und die Hohlräume luft- und wasserdicht werden.
Das Rohrgewinde nach ISO 228-1 ist ein rein mechanisches Befestigungsgewinde. Die Abdichtung, der damit zu verbindenden Teile, erfolgt über Weichdichtungen (Flach-, Quetschdichtungen) oder über metallische Passflächen.
Das Material der Temperguss-Fittings ist eine Eisen-Kohlenstoff-Legierung, die die Eigenschaften von Gusseisen (Vergiessbarkeit) und Stahl (Festigkeits- und Zähigkeitseigenschaften) in sich vereint. Durch die chemische Zusammensetzung der Schmelze wird eine ausgezeichnete Vergiessbarkeit erreicht und somit besonders für die Herstellung komplizierter Formen und für die Fertigung von Teilen mit sehr geringen Wanddicken geeignet ist.
Da Temperguss im gegossenen Zustand hart, spröde und nicht bearbeitbar ist, wird das Gefüge erst durch eine anschliessende Wärmebehandlung gebrauchsfähig. Eine Langzeit-Glühbehandlung (Tempern) sorgt für eine sehr gute Bearbeitbarkeit und sehr gute Zähigkeitseigenschaften bei gleichzeitig ausreichend hoher Festigkeit. Dabei wird zwischen zwei Temperguss-Sorten unterschieden
  •  Schwarzer Temperguss wird in einer inerten Atmosphäre (Schutzgas oder Vakuum) geglüht und hat ein gleichmässiges Gefüge mit höherem Kohlenstoffgehalt
  •  Weisser Temperguss wird in einer oxidierenden Atmosphäre geglüht und der Kohlenstoffgehalt der Randzone stark reduziert und das Gefüges entkohlt, was ausschlaggebend für eine bessere Verzinkbarkeit bzw. einer Legierungsbildung der Zinkschicht ist,  für eine höhere Festigkeit bei gleicher Dehnung sorgt und durch zusätzliche Wärmebehandlung zu einer bedingten Schweiss- und Lötbarkeit führt.
Zum Korrosionsschutz werden die Temperguss-Fittings verzinkt. Wobei entweder die Schmelztauchverzinkung oder die galvanische Verzinkung angewendet wird. Das Schmelztauchverfahren wird bevorzugt verwendet, weil sich dabei eine gute Oberflächenlegierung mit einer gleichmässige Schichtdicken (mindestens 500 g/m2 bzw. 70 µm) ergibt. Bei der galvanischen Verzinkung bildet sich nur eine Deckschicht (maximal 25 µm) und keine Legierungsbildung mit dem Werkstoff, was in der Praxis zum Abplatzen bei Ausdehnungsvorgängen führen kann.

Da lösbare Verbindungen (Verschraubungen, Langewinde) durch Verwindungen und thermischen Beanspruchungen undicht werden können, dürfen sie nicht verdeckt bzw. "unter Putz" und nicht für die Erdverlegung verwendet werden, ggf. sind Revisionsöffnungen vorzusehen (nach DIN 18380 [VOB Teil C] müssen alle unter Putz liegenden lösbaren Verbindungen zugänglich bleiben - Neu - "Lösbare Verbindungen, deren Dichtheit nicht dauerhaft sichergestellt ist, müssen zugänglich sein"). Sie müssen mit dem jeweilig notwendigen Werkzeug zugänglich sein. Ob eine Verbindung(z. B. Verschraubung, Steckverbindung) als "unlösbare" Verbindung eingestuft ist, muss aus den jeweiligen Herstellerangaben entnommen werden. Gegebenenfalls ist eine Revisionsöffnung zu setzen, damit man mit dem geeigneten Werkzeug (teilweise Spezialwerkzeuge) arbeiten kann.
Ein wenig Fermit auf die Gewindegänge der Überwurfmutter und auf den Konus führen dazu, dass man diese Verbindung auch Jahre später problemlos wieder lösen kann. Alte Verschraubungen lassen sich durch das Erwärmen mit Heißluft, oder besser mit einer Flamme, auch ohne Gewaltanwendung wieder lösen.

Rohrgewindeverbindung

KNIPEX Cobra® Hightech-Wasserpumpenzange
Quelle: KNIPEX-Werk · C. Gustav Putsch KG

Wasserpumpenzange
Die Wasserpumpenzange ist ein Werkzeug, das in jeder Tasche bzw. Werkzeugkasten eines Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (Heizungs- und Lüftungsbauer, Gas- und Wasserinstallateut) vorhanden ist. Da die Zange, fachgerecht eingesetzt, für viele verschiedende Arbeiten eingesetzt werden kann, ist sie der verbreitetste Zangentyp, die in verschiedenen Größen (100, 125, 180, 250 und 300 mm) angeboten wird. Die Greifzange mit einem verstellbarem Gleitgelenk hat unterschiedlich große Öffnungsweiten des Mauls zum Greifen und Festhalten unterschiedlich großer Werkstücke (Rohre, Muffen, Flachmaterial) und Bearbeiten von Schrauben/Muttern verschiedener Arten sowie mit Schutzeinlagen auch Armaturen.
Auch wenn die Greifbacken der Wasserpumpenzange in der Regel verzahnt sind, ist sie keine Rohrzange, weil sie sich von dieser bauartbedingt eindeutig unterscheidet. Wenn die zu bearbeitenden Teile nicht beschädigt werden sollen, besonders bei Armaturen, Fittings und Schrauben, dann ist der Einsatz von Zangenschlüssel sinnvoll.

KNIPEX Cobra®, Hightech-Wasserpumpenzangen - KNIPEX-Werk · C. Gustav Putsch KG

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Zangenschlüssel
Quelle: KNIPEX-Werk · C. Gustav Putsch KG

Zangenschlüssel
Der Zangenschlüssel ist für bestimmte Arbeiten eine fachlich richtige Alternative zur Wasserpumpenzange. Er ist eine Kombination aus Verstellschlüssel und Greifzange mit verstellbarer Maulweite und glatten Greifbacken. Die Greifbacken des Zangenschlüssels sind in jeder Zangenstellung annähernd parallel geführt. Die abgebildete Zangen erreichen durch eine Linearführung der Backen in jeder Stellung eine gute Parallelität und können über eine entsprechend angepasste Verstellmöglichkeit die Backen bei den notwenigen Maulweiten ebenfalls parallel an den Kanten des Werkstücks anlegen und eignen sich besonders als Armaturenzange.
Je nach Größe des Zangenschlüssels (125, 150, 180, 200, 250, 300 mm) können Muttern, Schraubenköpfe, Armaturen- und Verschraubungssechskant mit größeren Durchmessern gegriffen werden und ersetzen dadurch eine größere Anzahl von Schraubenschlüssel mit unterschiedlichen Maulweite. Der aufzubringende Drehmoment wird durch die Länge der Griffe der Zange erreicht bzw. begrenzt. Mit den glatten und parallel geführten Greifbacken lassen sich Werkstücke mit parallelen Kanten wie die verchromten Überwurfmuttern von Armaturen schonend greifen. Zusätzlich können noch Schonbacken aufgesetzt werden.

Zangenschlüssel, Zange und Schraubenschlüssel in einem Werkzeug - KNIPEX-Werk · C. Gustav Putsch KG.

Mit den Werkzeugen kann man einen Großteil einer Anlage bauen, wenn man es kann ;>))
Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Veränderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.
Genutetes Rohrleitungssystem
Genutetes Rohrleitungssystem
Quelle: Victaulic Europe
Bei dem genuteten Rohrleitungssystem von Victaulic werden die Rohre ohne Schweißen, Flanschen oder Gewindeschneiden verbunden. Das System ist für rollgenutete oder gefräste Standardrohre oder rollgenutete dünnwandige Rohre ausgelegt. Die Bearbeitung der Rohrenden kann entweder als Vorfertigung in der Werkstatt oder auf der Baustelle mit den entsprechenden Werkzeugen durchgeführt werden. > mehr
Rohrkupplungen
Rohrkupplung - DVGW zugelassen
Eine Alternative zu konventionellen Rohrverbindungstechniken für Kunststoff- und Metallrohre ist die Rohrkupplung. Alle glattendigen Rohre können mit wenigen Handgriffen verbunden werden. Die montagefertig angelieferte Kupplung wird über die Rohrenden geschoben, ausgerichtet und in eine beliebige radiale Montageposition gedreht. Ein wechselseitiger Anzug der beiden Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel gewährleistet eine sichere Montage. Die Dichtzuverlässigkeit ist auch bei leichten Achsversätzen, Auswinkelungen und sogar bei Rohrabständen bis zu 35 mm gewährleistet. Auftretende Druckschläge, Vibrationen und Körperschall werden deutlich gedämpft.
 
Rohrkupplung als Steckmuffe
Quelle: Dr. Werner Röhrs KG

 

 

Neue Rohrkupplung
Die Röhrs-Rohrkupplung ist ein Kupplungselement für steckbare Rohre, die überall dort besondere Vorteile aufweist, wo besonders hohe Drücke auftreten. Sie besteht im Wesentlichen aus verschiedenen Federkegelscheiben, deren Anzahl vom Rohrleitungsdruck abhängt und deren Wirkungsweise ebenfalls vom Rohrleitungsdruck abhängt.
Vorteile:
  • Einfache Montage, da die Rohrenden nur zusammengesteckt werden müssen.
  • Die Rohrenden brauchen nicht mehr bearbeitet werden.
  • Durchmessertoleranzen der Rohre werden aufgenommen.
  • Leichte kostensparende Montage möglich, da nur Steckverbindung.Einteiliges Bauelement.
  • Hohe Betriebssicherheit, da die Federkegelscheiben eine hohe Spreizwirkung gewährleisten. Ohne Werkzeug montierbar, da einfache Steckverbindung.
Rohrkupplungen (Verbindungs- und Reparaturschellen)
Quelle: Straub Armaturen Service GmbH
Rohrkupplungen können als Verbindungschellen oder Dichtschellen (Reparaturschellen) verwendet werden. Hierzu gibt es in verschiedenen Versionen (mit einem Gelenk, einteilig oder zweiteilig, offen) für Heizungs-, Wasser- und Abwasseranlagen.
Mit diesen Kupplungen können Rohrleitungen aus gleichem Material oder verschiedener Materialien verbunden werden. Offene Kupplungen können auch auf bestehenden Rohrleitungen ohne Aus- und Einbau der Rohre als Reparaturschellen montiert werden. Wichtig ist in allen Fällen, dass die passenden Kupplung inpunkto nicht zugfest, zugfest und Temperaturbeständigkeit ausgewählt werden. Je nach Ausführung ist der Temperaturbereich von -20 °C bis +100 °C (je nach Dichtungsmaterial [EPDM, NBR]) und die Drücke können bis 16 bar gewählt werden.
Edelstahldichtbänder
Quelle: Gebo Armaturen GmbH
Edelstahldichtbänder werden zum Abdichten von Löchern, Rissen und porösen Stellen in wasser- und gasführenden Leitungen eingesetzt. Sie sind geeignet für
  • Stahlrohr (Gewinde-, Siederohr)
  • Kupferrohr
  • Edelstahlrohr
  • Gussrohr
  • duktiles Gussrohr
  • Faserzementrohr
  • kurzfristige Reparatur von PVC-Rohr und PE-Rohr
Druckstufen: Wasser PN 16, Gas PN 4; Temperaturen: Wasser bis 90 °C, Gas –5 bis +50 °C. Die Dichtmanschette aus EPDM ist für Wasser (KTW) oder NBR für Gas (DIN DVGW) zugelassen
Quelle: Funke Kunststoffe GmbH

Die grau-rot-graue Funke FHS-Kupplung® ist eine neu entwickelte Verbindung von Abwasserrohren aus unterschiedlichen Werkstoffen (Guss, Stahl, PP, PE, PVC, Steinzeug) und mit unterschiedlichen Außendurchmessern (DN/OD 40 bis DN/OD 110) und Oberflächenstrukturen (glatte oder gewellte Rohre). Sie kann sowohl waagerecht als auch senkrecht eingebaut werden und ist im Erdreich sowie unter Putz einsetzbar. Die dreiteilige Drehgelenkkupplung, die aus außenliegenden Profilen und einem verbindenden Element besteht, ist bauartbedingt äußerst flexibel und lässt sich bei der Fixierung an den zu verbindenden Rohren in einem Höchstmaß reduzieren. Das sorgt für einen perfekten Sitz und eine optimale Anpassung des Bauteils an die vorhandenen Rohrgeometrien. Die möglichen Spannbereiche in den oben genannten Nennweiten betragen 40 bis 65 mm (FHS40), 50 bis 80 mm (FHS50) sowie 75 bis 110 mm (FHS75).

 

Rohrverbindungen - Funke Kunststoffe GmbH

Rohrverbindungen - Funke Info

Edelstahldichtbänder - Gebo Armaturen GmbH
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