Durchfluss-
messgeräte

Lüftungstechnik
Heizungstechnik
Heizungstechnik
Sanitärtechnik
Lüftungstechnik
Sanitärtechnik
einfache Messgeräte
einfache Messgeräte

Lüftungstechnik

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das Flügelradanemometer ist ein mobiles, batteriebetriebenes Gerät zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit, Temperatur und der relativen Luftfeuchte. Es eignet sich zur Bestimmung der Strömungsgeschwindigkeit und des Volumenstroms an Luftdurchlässen von RLT-Anlagen. Das großflächige Flügelrad sorgt hierbei für eine gute Mittelwertmessung. Es gibt verschiedene Messprogramme, so z. B. die Schleifenmessung.
Anwendungen
  • Messung der Luftgeschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte am Luftauslass
  • Detektion von größeren Leckstellen in der Gebäudehülle, z.B. an Fenstern, Steckdosen etc. in Verbindung mit Gebäudedichtheitsmessungen

Vorteile

  • parallele Messung von Geschwindigkeit, Temperatur und Luftfeuchte ermöglicht umfassende Beurteilung des Luftstroms
  • Messungen an großen Luftauslässen möglich - integrierte Mittelwertbildungüber acht Messpunkte
  • automatische Berechnung des Luftvolumenstroms
  • Hold-Funktion
  • verschiedene Maßeinheiten wählbar (°C, °F, %RH, m/s,Ft/m, M³/m, cfm, cm, inch)
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Eingabe der Kanalfläche (Höhe x Breite, Durchmesser oder Fläche)
  • MIN/MAX
  • Stativanschluss (Flügelrad und Gerät)

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das Lüftungsmessgerät dient der rückwirkungsarmen Überprüfung der Ab- und Zuluftauslässe an Lüftungsanlagen.

Der Luftvolumenstrommesstrichter verfügt über ein Hitzdrahtsensorelement, das den gesamten Querschnitt bedeckt . Ein durch den Querschnitt tretender Luftstrom kühlt den vorgeheizten Heizdraht und bewirkt eine Änderung des Stromflusses durch den temperaturabhängigen Widerstandsdraht. Der Luftstrom wird ausgewertet; dies ermöglicht eine reaktionsschnelle, präzise Messung und die Erkennung von Schwankungen im Luftvolumenstrom. Durch den geringen Strömungswiderstand des Messtrichters ist eine Rückwirkung auf den zu messenden Luftvolumenstrom im Gegensatz zu Trichtermessungen mit Punktsonden vernachlässigbar: (2,5 Pa bei 100 m3/h). Die Beurteilung punktförmiger Lecks bei der Gebäudedichtheitsmessung ist ebenso möglich.

Anwendungen
  • schnelle und präzise Messung an Zu- und Abluftelementen
  • äußerst rückwirkungsarme Überprüfung der Ab- und Zuluftventile (mit Messtrichter 340 x 340 mm) an Lüftungsanlagen

Vorteile

  • der Einfluss des Messtrichters auf den einzustellenden Lüftungsstrang ist im Vergleich zu gebräuchlichen Messtrichtern vernachlässigbar gering
  • reaktionsschnelle Messung
  • Erkennung von Schwankungen im Luftvolumenstrom
  • Erfassung des gesamten Strömungsprofils durch flächig angeordneten Hitzedraht, physikalische Mittelwertbildung - in der Regel erheblich genauere Messung gegenüber Messtrichtern mit Punktsonden

Luftstrommessung - Strömungsvisualisierung
Strömungsprüfer für Luft, mit Gebläseball, Röhrchen und Gummikappen
Strömungsprüfer Dräger Flow-Check
Strömungsprüfer Dräger Flow-Check-Set
Quelle: Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck
Rauchpatronen eignen sich besonders gut, um Luftströmungen im nicht mehr messbaren Bereich (< 0,05 m/s) darzustellen. Diese werden in der Klima-, Lüftungs- und Schornsteintechnik eingesetzt. Besonders bei dem Nachweis eines Kaltlufteinfalls von kalten Außen- und Fensterflächen, der oft als störend bei Fußbodenheizungen empfunden wird.
Smokedec-Rauchpatronen erzeugensind einen wirbelnden Rauch, der bei der Überprüfung von Klima- und Lüftungsanlagen und bei der Suche nach Leckstellen in Kanalsystemen eingesetzt wird.
Der Rauch ist völlig ungiftig, enthält kein Oel und hat die gleiche Dichte wie die umgebende Luft. Dadurch kann das natürliche Steigen und Fallen von Luftströmungen beobachtet werden. Die Patronen ergeben eine ausreichende Menge Rauch, der kontinuierlich an die Luft abgegeben wird. So lassen sich auch Luftbewegungen bei kleinsten Geschwindigkeiten sicher verfolgen.

Die Röhrchen in dem Dräger-Strömungsprüfer enthalten ein mit Schwefelsäure imprägniertes poröses Trägermaterial. Nach Öffnen der Glasspitzen wird mit Hilfe eines kleinen Gebläseballs Luft durch das Röhrchen gedrückt. Mit dem Wasserdampfgehalt der Luft bildet sich dabei ein stark verdünntes Schwefelsäureaerosol, das als weißer Rauch an der Austrittsöffnung des Röhrchens deutlich sichtbar wird. Dieser Rauch wird von der Luftströmung getragen, da sich dessen spezifisches Gewicht nur unwesentlich von dem der Luft unterscheidet. Der Strömungsprüfer kann mehrfach verwendet werden und wird bis zum nächsten Einsatz mit den mitgelieferten Gummikappen verschlossen.
Mit der Nebelwolke, die mit dem Strömungsprüfer Dräger Flow-Check erzeugt wird, werden auch die kleinsten Luftströmungen sichtbar gemacht.
Ein kleines Heizelement im Kopf des Gerätes erhitzt ein speziell entwickeltes, höher-molekulares Alkoholgemisch, das sich in einer Patrone befindet. Beim Austritt kondensiert das entstehende Gas zu einem Nebel. Nach dem jeweiligem Einsatzfall werden per Knopfdruck einzelne, kleine Nebelwolken oder durch das permanente drücken oder feststellen des Knopfes ein kontinuierlicher Nebel erzeugt. Die Flüssigkeitsmenge einer Patrone reicht, um etwa drei Minuten lang kontinuierlich Nebel zu erzeugen. Quelle: Drägerwerk AG & Co. KGaA
.
Wandströmungen lassen sich auch mittels aufgeklebter Wollfäden relativ einfach sichtbar machen. Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
Woll- und Garnfäden:
Je nach Strömungsgeschwindigkeit werden Fäden aus Nähgarn oder Wolle auf die Oberfläche des Messbereiches geklebt. Die Fäden können sehr einfach und schnell an jeder beliebigen Stelle angebracht werden und ermöglichen eine Strömungsvisualisierung auch über größere Gebiete.
Fluoreszierende dünne Fäden:
Dünne Nylonfasern werden mit einem UV-Farbstoff getränken und auf die Messoberfläche geklebt. Während sich die einzelnen Fasern in Strömungsrichtung ausrichten, werden sie mit einem UV-Stroboskop zum Fluoreszieren gebracht, wodurch die Strömung sehr gut sichtbar wird. Das Anbringen der sehr filigranen Fasern ist jedoch deutlich aufwendiger als bei Woll- oder Garnfäden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich die Nylonfasern nicht statisch aufladen.

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das digitale Schallpegelmessgerät erlaubt eine automatische oder manuelle Messung in sechs Messbereichen von 30 bis 130 dB. Hintergrundgeräusche werden unterdrückt, so dass selbst in lauter Umgebung eine genaue Messung des Schallpegels möglich ist. Das Gerät verfügt über eine PC-Schnittstelle zur kontinuierlichen Datenübertragung.
Vorteile
  • Genauigkeitsklasse 3 L
  • verschiedene Messbereiche und Abtastraten
  • Hold-Funktion zum Einfrieren des Messwerts
  • PC-Schnittstelle (seriell RS 232) für kontinuierliche Datenübertragung
  • Stativanschluss

Anwendungen

  • Schallentwicklung an Abgasanlagen
  • Lärmmessung an Arbeitsplätzen
  • Beurteilung des Schallpegels in Büro- und Wohnräumen


Druckmessgerät
DC 410 - 4 Pa

Quelle: Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH

Druckmessgerät
MRU DM 9504

Quelle: MRU · Messgeräte für Rauchgase und Umweltschutz GmbH

Ein Druckcomputer (Druckmessgerät) ermöglicht die Messung kleinster Druckunterschiede. Mit der Verwendung von Staurohren an den entsprechenden Messpunkten können damit Strömungsgeschwindigkeiten von 0,1 bis 120 m/s gemessen werden.
Durch die Benutzung von
Schlauchkapillare ist eine Messung der Druckdifferenz DeltaP zweier benachbarter Räume oder eines geschlossenen Luftverbunds und Außenluft möglich (Kontrolle des Unterdrucks). Dies ist bei einem gleichzeitigen Betrieb von raumluftabhängiger Feuerstätte (z. B. Kaminofen im Wohnzimmer) und einer Abluft- bzw. Lüftungseinrichtung (z. B. Dunstabzugshaube in der Küche, Kontrollierte Wohnungslüftung) in einem geschlossenen Luftverbund
Entsprechende Druckverläufe können mit dem integrierten Datenlogger aufgezeichnet und am PC ausgewertet werden.

Vorteile:

  • 4 Pa-Test ([4/8 Pa-Test] Feststellen und Nachweis der ausreichenden Verbrennungsluftversorgung)
  • Datenübertragung
  • Messwertauflösung 0,01 Pa
  • Druckmessungen bis zu ±100 hPa mit internem Sensor
  • Druckmessungen bis 25 bar (auch andere Druckbereiche konfigurierbar) mit externem Sensor (Option)
  • Langzeitdruckmessungen bis 8 h
  • bis zu 5 Minuten je Messung
  • speichern der Messungen und Übertragung von Messungen auf den PC über RS 232-Schnittstelle
  • Automatische Temperaturkompensation über Mikroprozessor, gleichzeitige
  • Anzeige von Druck und Messzeit während der Messung

Der 4/8 Pa-Test wird inzwischen als Option in allen wichtigen Abgasmessgeräten angeboten. Deshalb ist ein separates Gerät dafür nicht mehr gefragt.

Druckmessgerät DC 410 - 4 Pa - Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH
Druckmessgerät - MRU DM 9504 - MRU · Messgeräte für Rauchgase und Umweltschutz GmbH

Das Staurohr hat den Vorteil, dass eine relativ kleine Durchgangsbohrung in der Kanalwand ausreicht, um jederzeit eine Messung durchzuführen. Im Vergleich zu anderen Methoden der Geschwindigkeitsmessung hat die Methode Staurohr/Mikromanometer (oder Schrägrohrmanometer) den Vorteil, dass es keinen Durchfluß des Messmediums durch das Messgerät gibt. Das schließt Druckverluste im Messsystem aus. In der Praxis bedeutet das, dass es keine Begrenzung der Entfernung gibt, so z. B. zwischen Staurohr und Mikromanometer.

 


Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das CO2 Messgerät misst auch die Lufttemperatur, den Taupunkt, die Luftfeuchte, und die Feuchtekugeltemperatur und ist somit das ideale Gerät zur umfassenden Beurteilung der Raumluftqualität.
Vorteile
  • misst den CO2-Gehalt, die Lufttemperatur, den Taupunkt, die Feuchtekugeltemperatur und die Luftfeuchte und ist somit das ideale Gerät zur umfassenden Beurteilung der Raumluftqualität
  • CO2-Messung erfolgt nach dem NDIR-Verfahren (nichtdispersive Infrarot-Absorption)
  • eignet sich besonders zur Überprüfung der Wirkung von Klima- und Belüftungsanlagen in Besprechungs- und Tagungsräumen, Schule, Kindergärten

Anwendungen

  • umfassende Beurteilung der Raumluftqualität durch kombinierte Messung und Bestimmung
    -des CO2-Gehalts
    -der Lufttemperatur
    -des Taupunkts
    -der Feuchtkugeltemperatur
  • Bestimmung des natürlichen Luftwechsels durch CO2-Injektion als Tracergas
Luftqualitätsmonitor

Um die Qualität der Luft in Innenräumen zu messen und darzustellen können Monitore eingesetzt werden. Für die Gesundheit und Arbeitseffizienz sind die Temperatur, die CO2-Konzentration und die relative Luftfeuchte wichtige Faktoren. Besonders in Räumen, in denen sich viele Menschen (Schul-, Seminar-, Büroräume) aufhalten, ist der Einsatz von Messgeräten sinnvoll. Wenn diese Geräte die Luftqualität deutlich anzeigen, kann das nur von Vorteil sein. Außerdem kann über diese Anzeige auch die Verstellung einer Lüftung oder das Öffnen der Fenster veranlasst werden.

Aber auch in privaten Wohnräumen sind diese Messgeräte vorteilhaft, damit das Lüften nicht vergessen wird.
Lüftungsampel - IBO Innenraumanalytik OG
Quelle: ZyAura

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

CO-Messung der Raumluftkonzentration in der Umgebungsluft sowie Kontrolle von Abgasaustritt an Feuerstätten -auch zur MAK-Wert-Messung geeignet.
 Vorteile
  • elektrochemischer CO-Sensor
  • hohe Unempfindlichkeit gegenüber Störgrößen
  • akustischer Alarmwert (frei einstellbar)
  • mit Temperaturanzeige
  • Displaybeleuchtung
  • sehr klein und leicht
Anwendungen
  • im häuslichen Bereich zur Überprüfung von Gasöfen, Heizgeräten, Zentralheizungen, Wasserboilern
  • zur Kontrolle der Luftqualität (z.B. in Tiefgaragen)

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das Vielfachmessgerät zur Bestimmung von Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Oberflächentemperatur. Gleichzeitig berechnet es den Taupunkt, die Temperaturdifferenz zwischen Taupunkt und Oberflächentemperatur (Taupunktabstandsmessung) und die Feuchtkugeltemperatur. Die Beurteilung des Raumklimas sowie des Schimmelbildungspotenzials ist nunmehr mit nur einem Gerät möglich.
Es werden jeweils drei Einzelwerte auf dem Display gleichzeitig angezeigt. Erschweren ungünstige Lichtverhältnisse das Arbeiten, kann zusätzlich eine Display-Hintergrundbeleuchtung eingestellt werden. Mit Hilfe des zuschaltbaren Laserstrahls wird der Messfleck für die Oberflächentemperaturmessung bestimmt. Über eine RS 232-Schnittstelle lassen sich die Daten zum PC übertragen und dort bequem auswerten.
Anwendungen
  • Bauschadensanalyse
  • Beurteilung des Schimmelbildungspotenzials
  • Raumklimamessungen
  • Behaglichkeitsmessungen
Vorteile
  • multifunktionales Messgerät für die Beurteilung des Raumklimas
  • Bestimmung von Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Oberflächentemperatur durch Infrarotmessung
  • Bestimmung von:
    -Feuchtkugeltemperatur
    -Taupunkttemperatur
    -Taupunktabstands
  • Abstand / Messfleck 8:1 für IR-Oberflächentemperatur einstellbarer Emissionsfaktor 0,30...0,99
  • PC-Schnittstelle (RS232) zur Datenübertragung und bequemen Auswertung

Multimessgerät BAPPU evo
Mit dem Multimessgerät können alle gesundheitsrelevanten Parameter an den Arbeitsplätzen erfasst und vor Ort mit den definierten Sollwerten verglichen und bewertet werden. Es werden alle Faktoren der Behaglichkeit erfasst. Über eine USB-Schnittstelle besteht die Möglichkeit zur integrierten Daueraufzeichnung und die Berechnung der Behaglichkeitsindizes (Klimasummenmaß) PMV1 und PPD2.

Messbereiche
• Lufttemperatur
• Globetemperatur
• Relative Luftfeuchtigkeit
• Luftgeschwindigkeit
• Berechnung der PMV1/PPD2-Indizes (Klimasummenmaße)
und der mittleren Strahlungstemperatur
• CO2 (Kohlendioxyd)
• Lärmpegel (Klasse 2)
• Beleuchtungsstärke (Klasse C)
• Bildschirmhelligkeit (Leuchtdichte)
• Leuchtdichtekontraste
• Flimmerfrequenz

Multimessgerät BAPPU evo
Quelle: ELK-Gesellschaft für Erstellung, Layout und Konzeption elektronischer Systeme mbH

Die mittlere Temperatur der Umschließungsflächen kann mit Hilfe eines Globethermometers ermittelt werden. Bei diesem Gerät handelt es sich um eine geschwärzte Kupferkugel (ca. 15 cm Durchmesser) in die durch einen Gummistopfen hindurch ein Quecksilberthermometer eingeführt ist. In Abhängigkeit von Lufttemperatur, Luftgeschwindigkeit und Wärmestrahlung stellt sich das Globethermometer nach einer Einstellzeit von ca. 20 bis 30 Minuten auf seine Endtemperatur (Globetemperatur) ein, die zwischen der Lufttemperatur und der mittleren Strahlungstemperatur liegt.
Die operative Temperatur ist nicht identisch mit der Raumlufttemperatur, die üblicherweise mit einem wärmestrahlungsgeschützten Thermometer in Raummitte in einer Höhe von 0,6 m (sitzende Tätigkeit) oder 1,1 m (bei stehender Tätigkeit) über dem Fußboden ermittelt wird.

Multimessgerät BAPPU evo zur Analyse von Arbeitsplätzen + Kompaktanleitung BAPPU evo  - ELK-Gesellschaft für Erstellung, Layout und Konzeption elektronischer Systeme mbH

1 PMV > PMV-Index (predicted mean vote - persönliches Wohlbefinden)

2 PPD > PPD-Index (projected percentage of dissatified - Unzufriedenheitsprozentsatz)


Feuchtigkeitsmessgeräte

In den kalten Jahreszeiten ist es sinnvoll, ein Hygrometer oder Hygrotemperaturmessgerät einzusetzen, um die jeweilige relative Luftfeuchtigkeit feststellen zu können und entsprechend zu reagieren. Ein Beispiel ist ein zu hoher Luftwechsel durch eine kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) bei niedrigen Außentemperaturen.
Eine zu niedrige relative Feuchte ist die Grundlage für Konzentrationsmangel, Atemwegsreizungen, Atemwegsinfekte.und Kopfschmerzen. Auch die Staubbelastung der Raumluft nimmt bei zu niedrigen Feuchten zu, und dieser Staub verstärkt das Trockenheitsgefühl auf den Schleimhäuten. Bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 20 – 35 % steigt das Risiko sich mit einem Influenza-A-Virus anzustecken, denn die Viren haben in zu trockener Luft eine längere Lebensdauer.
Eine zu hohe relative Feuchte ist die Grundlage für Schimmelpilzbildung (besonders in nichtbeheizten Räumen mit offenen Türen zu beheizten Räumen) und den dadurch entstehenden Bauschäden. Außerdem fühlen sich Viren, Bakterien und Milben in einer feuchten Umgebung wohl.
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Für gewerbliche Zwecke und "Bastler" (der Trend geht immer mehr in diese Richtung) ist der Einsatz eines Datenloggers zu empfehlen, um die relative Feuchte, Raumtemperatur, Wandtemperatur und Druck über längere Zeit zu dokumentieren.

Hygrometer
Hygrometer für relative Luftfeuchtigkeit oder kombinierte Thermohygrometer (Temperaturmessung und Feuchtemessung in einem Gerät) gibt es zur Messung verschiedener Feuchtebereiche. Die relative Luftfeuchte wird in vielen Sektoren ermittelt: Industrie, Transport, Gartenbau. Hygrometer helfen bei der Feststellung von Luftfeuchtigkeit und können daher eingesetzt werden, um zu garantieren, dass zum Beispiel Lebensmittel genießbar bleiben oder dass Schimmelbildung im Voraus verhindert werden kann.

Hygrometer
Quelle: PCE Deutschland GmbH

Die Hygrometer zur Messung der Feuchte decken das volle Spektrum ab: Einfache Messung und Anzeige, Registrierung und Sammlung der Messwerte oder auch Übertragung der mit dem Hygrometer gewonnenen Daten zum PC und folgende Analyse. Hygrometer können auch eingesetzt werden um optimalen Komfort in privaten Haushalten zu garantieren. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch oder zu niedrig ist, fühlt sich der Mensch nicht wohl. Da Schimmel schon ab 70 % Luftfeuchtigkeit entstehen kann, die optimale Luftfeuchtigkeit für den Menschen hingegen 50 - 65 % beträgt, sind optimale Bedingungen nur schwer zu garantieren. Dank unseren Hygrometern kann die Luftfeuchtigkeit angezeigt und dementsprechend optimiert werden. Unsere Hygrometer sind in verschiedenen Ausführungen verfügbar. Sei es zur kontaktlosen Bestimmung von Feuchte oder zur Speicherung von bis zu 2.000.000 Messwerten. Einige Modelle sind wasserdicht verfügbar, wieder andere besitzen Taupunktscanner oder Alarmfunktionen. Zur Verfügung stehen auch die benötigten Kalibrierlösungen, Kalibriersets und weiteres Zubehör. Für viele Hygrometer sind ISO Kalibrierzertifikate erhältlich - einige Modelle sind extra validiert (diese Messwerte sind gerichtsverwendbar). Besonders bei Schadensfällen in z.B. Lagerhäusern sind die Hygrometer sehr wertvoll, weil mit ihrer Hilfe die Ursache der Schäden genau und effizient ermittelt werden kann. Quelle: PCE Deutschland GmbH




Feuchtemessgerät Protimeter MMS 2
Quelle: HEYLO GmbH

Mit dem Protimeter Feuchtigkeitsmesser MMS-2 können die Feuchtebedingungen in einem Gebäude unter verschiedenen Aspekten analysiert werden. Durch die Messung der Materialfeuchte und der relativen Luftfeuchte kann die Feuchtigkeit in Bauteilen und auf ihrer Oberfläche, das Holzfeuchteäquivalent von Materialien, die relative Luftfeuchte und die Umgebungstemperatur (Messung mit Infrarot-Thermometer) und das Vorhandensein von Kondensfeuchte festgestellt werden. Die Messdaten werden auf einem großen LCD Display verständlich dargestellt werden.

Messfunktionen:
Widerstandsmessverfahren für Holz- oder Baufeuchte
Zwei Messnadeln des Feuchtigkeitsmessgerätes werden in das zu prüfende Material gedrückt, und der Feuchtigkeitsgehalt wird punktgenau bestimmt. Der prozentuale Feuchtegehalt von Holz und das Holzfeuchteäquivalent (% HFÄ, d. h. ein in seiner Bedeutung der Holzfeuchtigkeit entsprechender Feuchtigkeitswert) für Mauerwerk werden festgestellt. Dadurch kann beurteilt werden, ob das Material trocken ist, die Feuchte im Grenzbereich liegt, oder ob es feucht ist. Bei zu hohen Feuchtigkeitswerten sollten für eine weitergehende Untersuchung Tiefenmesssonden verwendet werden. Damit kann ein Feuchtigkeitsprofil über verschiedene Messtiefen erstellt werden.
Mit den Tiefenmesssonden kann das Messgerät als Salzdetektor (Filterpapier und destilliertem Wasser) verwendet werden. Das Filterpapier wird mit dem Wasser angefeuchtet und mit dem Feuchtefühler wird ein Referenzwert bestimmt. Dann wird das Filterpapier gegen die zu untersuchende Fläche gedrückt. Nach 30 Sekunden wird das Papier entfernt und mit dem Messfühler das Papier erneut gemessen. Der erhaltene Messwert wird mit dem Referenzwert verglichen. Beträgt der Unterschied mehr als 20 Punkte, liegt eine erhebliche Verunreinigung durch Salze vor und es sollte eine weitere Untersuchung vorgenommen werden.
nicht-invasive Hochfrequenzmessung für Holz- oder Baufeuchte
Das Feuchtigkeitsmessgerät wird einfach gegen die Oberfläche gehalten und die relative Feuchtigkeit in dem Material gemessen.
Messung relativer Luftfeuchte und Temperatur mit kurzer Reaktionszeit
Mit einem Hygrostick an dem Feuchtigkeitsmessgerät kann die relative Luftfeuchte, die Umgebungstemperatur und der Taupunkt ermittelt werden. Der Hygrostick kann mit entsprechenden Messhülsen in Fußböden oder Wänden installiert werden, um die relative Ausgleichsfeuchte des Bauteils zu messen.
berührungslose IR-Temperaturmessung mit Abgleich der Taupunkttemperatur
Mit dieser Sonderfunktion lässt sich Kondensat an Oberflächen schnell und sicher feststellen. Dadurch ist eine Bewertung der Oberflächentemperatur, des Taupunktes bezogen auf die Oberfläche und des Unterschied zwischen Oberflächentemperatur und dem Taupunkt möglich.

Protimeter MMS2 Bedienungsanleitung - General Electric Company
Protimeter - Prenotec AG
Holzfeuchte-Äquivalent - GE Measurement & Control

 

Die Materialfeuchte wird bezogen auf Holzfeuchte-Äquivalent (HFÄ). Das HFÄ wird mit dem Feuchtegehalt verschiedener Baustoffe in Beziehung gesetzt. Das Holzfeuchte-Äquivalent gibt den Messwert an, der in einem Stück Holz gemessen werden würde, das sich in Kontakt und in völligem Feuchteausgleich mit dem gemessenen Baustoff befindet.


Quelle: General Electric Company

Der Protimeter WME (Wood Moisture Equivalent) - Holzfeuchte-Äquivalent (HFÄ) ist der prozentuale %mc-Wert, den ein Stück Holz in engem Kontakt und im Feuchtegleichgewicht mit dem getesteten Material aufweisen würde. WME-Angaben können direkt zur Feststellung dienen, ob nichtleitendes Material in einem trockenen, grenzwertigen oder nassen Zustand ist, denn die entsprechenden Grenzwerte von Holz sind bekannt.

Haar-Synthetik-Thermo-/Hygrometer

Quelle: TFA Dostmann GmbH & Co. KG

Das Hygrometer   ist ein einfaches mechanisches Gerät, das für die Messung der relative Luftfeuchtigkeit eines Raumes oder Bereiches eingesetzt wird. Hier ist ein Thermohygrometer (Temperaturmessung und Feuchtemessung in einem Gerät) sinnvoll.
Mit einem handelsüblichen Hygrometer kann auf Dauer nur eine halbwegs präzise gemessen werden. Die einfache Bauart, fehlende Kalibrierungen und schwankende Temperaturen führen zu ungenauen Messwerten.
Das Messverfahren nutzt die Ausdehnung und das Zusammenziehen von verschiedenen Messelementen (Haare, Durometer, Darmsaiten). Am häufigsten werden Haarelemente oder Durotherme (künstliches, feuchteempfindliches Messelement) eingesetzt. Über ein Werk wird die Längenänderung des Messelementes auf den Zeiger übertragen.
Das Haarhygrometer muss regelmässig gewartet werden. Damit es nicht austrocknet und dadurch eine Drift entsteht, muss es regelmässig regeneriert werden. Hierzu wird die Haarharfe mit einem, mit destilliertem Wasser befeuchteten Tuch umhüllt oder mit destilliertem Wasser besprüht, so dass eine Sättigung eintritt. Nach etwa einer Stunde stellt sich ein Messwert von ca. 98 % relativer Feuchte ein. An den meisten Geräten kann über eine Stellschraube eine Einpunkt-Justierung durchgeführt werden.

Hochpräzise Messungen können nur mit einem elektronsichen Präzisions-Hygrometer mit kapazitivem Sensor oder mit einem Taupunktspiegel durchgeführt werden.

 

Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Das Hygrotemperaturmessgerät ist ein mobiles, batteriebetriebenes Gerät zur schnellen Bestimmung der Raumluftfeuchte in Wohnräumen und an Arbeitsstätten. Es dient zur Kontrolle von Klimasteuerungen, zur Bauschadenanalyse, zur Erkennung möglicher Schimmelpilzpotenziale. Es misst die aktuelle Luftfeuchte und Temperatur und ermittelt daraus die Taupunkt- und Feuchtkugeltemperatur.
Anwendungen
  • schnelle Bestimmung der Raumluftfeuchte in Wohnräumen und Arbeitsstätten
  • Kontrolle von Klimasteuerungen
  • Messung der Materialausgleichsfeuchte
  • Bauschadensanalyse, Schimmelpilzproblematik
  • misst die aktuelle Luftfeuchte und Temperatur und errechnet daraus die Taupunkt- und Feuchtkugeltemperatur
Vorteile
  • Bestimmung von Taupunkt- und Feuchtkugeltemperatur
  • externer Fühler mit Spiralkabel
  • Hold Funktion
  • MIN, MAX und AVG
  • Hintergrundbeleuchtung
  • Stativanschluss
Funk-Thermo-/Hygrometer mit Datenlogger-Funktion und PC-Interface

Quelle: TFA Dostmann GmbH & Co. KG

Thermo-Hygrometer-Datenlogger
Ein Funk-Thermo-/Hygrometer mit Datenlogger-Funktion und PC-Interface erfasst die Innen- und bis zu fünf externe Temperaturen (Außen- bzw. Innentemperatuen) sowie die zugehörigen Luftfeuchten und speichert die Werte in einstellbaren Intervallen. Diese Daten sind entweder über das Gerät selbst oder auf einem PC auswertbar. Das Gerät verfügt über eine Kalibrierfunktion, damit ist es auch für genau reproduzierbare Messbedingungen im professionellen Bereich geeignet.
Weiteren Funktionen:
-
Kalenderanzeige
- Taupunktanzeige
- Durchschnittswerte
- Min.- und Max.-Wert-Speicher
- Zeitzonenoption (+/- 12 Stunden)
- 12/24 Stunden-Zeitanzeigeformat
- DCF-Zeitempfang Ein/Aus wählbar
- Alarm bei Über- oder Unterschreiten von frei einstellbaren Temperatur- und Feuchtewerten
- Raum- und Außenluftfeuchtigkeitsanzeige in % RH mit Speicherung der MIN- und MAX-Werte
- Anschließbar an den COM-Port eines PC-Datenübertragung zum PC mithilfe der mitgelieferten Software
- Datenerfassungsfunktion - mit einstellbaren Erfassungsintervallen, kann bis zu 3000 Sätze von Temperatur - und Luftfeuchtigekeitsdaten speichern.
- bis zu fünf Funk-Außensensoren erfassbarbar. Außensensoren mit eigenem Display für Temperatur/Luftfeuchte
Integrierter Datenlogger
Über die Datenloggerfunktion sind bis zu 3000 Datensätze (Temperatur/Luftfeuchte, Datum/Zeit) speicherbar. Das Aufzeichnungsintervall ist zwischen 1 Minute und 24 Stunden einstellbar (1-2-5-10-15-30 Min. – 1-2-3...24 Std.). Die aufgezeichneten Daten werden durch die mitgelieferte Software in übersichtlich in Tabellenform dargestellt. Die integrierte Exportfunktion ermöglicht eine grafische Auswertung mittels gängiger Tabellenkalkulationssoftware.


Klimadatenlogger
Quelle: Wöhler GmbH

Der Klimadatenlogger bietet in Verbindung mit einem externen Temperaturfühler die ideale Lösung für die Langzeitdatenaufnahme der Kennwerte Feuchte, Raumtemperatur, Wandtemperatur und Druck. Durch den äußerst geringen Energieverbrauch können die Messwerte über zwei Jahre kontinuierlich aufgezeichnet werden. Mit der dazugehörigen PC-Software (Excel-Makro) können standardmäßig Auswertungen wie z.B. die Taupunkt-Abstandsbestimmung durchgeführt werden.
Benutzererweiterungen der Software sind nahezu beliebig möglich.
Anwendungen
Klimadatenlogger zur Analyse bei Feuchteproblemen in Gebäuden
Vorteile

  • Abtastrate einstellbar: 30 s bis 4 h für Aufzeichnungsintervalle von 2 Tagen bis zu 3 Jahren
  • Multifunktional: 2 x Temperatur, Luftfeuchte, Druck
  • Sehr reaktionsschnell
  • PC- / Druckerschnittstellle

Beschreibung

Quelle: Luftdicht.de

Lüftungslogger-Stift
Der Lüftungslogger-Stift ist ein kleines Gerät in der Größe und Form eines USB-Speicherstifts zur kontinuierlichen Aufzeichnung von relativer Luftfeuchte und Temperatur. Er zeichnet die Raumklimadaten für eine anschließende Analyse auf.
Durch diese Daten kann beurteilt werden, ob richtig und ausreichend gelüftet wurde.

Eigenschaften
-
Darstellung der Messwerte über den ganzen Zeitraum und abschnitsweise, z.B. tageweise
- Vollautomatische Erzeugung der Diagramme.
- Automatische und manuelle Wahl der Werteachsen
- Die Angaben auf den Auswertungsblättern können mittels zentraler Vorgaben individuell angepasst werden.
- Personalisierungsdaten können von extern geladen werden.
- Analyse auf Anzahl Lüftungsvorgänge über dem Aufzeichnungszeitraum
- Berechnung der mittleren Lüftungsrate (mittlere Anzahl von Lüftungen pro Tag)
- Automatischer Ausdruck der gefüllten Diagramme mit einem Klick
Weitere Analysen sind auf Anfrage möglich.

Feuchtigkeitsmesser
Quelle: Wetekom
Um die Feuchtigkeit in Flächen zu überprüfen, wird in der Praxis häufig die Leitfähigkeitsmessung (Elektrische Widerstandmessung) eingesetzt.

Dabei werden zwei Elektroden in den Baustoff eingelassen. Der vom Gerät erzeugte Messstrom fließt durch die Elektrode in den Baustoff und über die zweite Elektrode wieder zurück zum Gerät.

Je leitfähiger der Baustoff (Feuchtigkeit, Salze usw.) umso mehr Strom fließt zurück. Es wird ein digitaler Wert ausgegeben.

 

Feuchtigkeitsmessgerät mit Sucher- und Nadelmodus für die Messung von Feuchte in Holz und Baustoffen.

Baustoffe und Holz mit glatter Oberfläche werden im  Suchermodus (kapazitive Messung). Holz mit rauer Oberfläche im Nadelmodus (Leitfähigkeitsmessung) evtl. auch mit Einschlag-Elektroden für Tiefenmessungen in Hölzern.

Das Messgerät ist auch für geeignet, um Feuchtigkeitsdifferenzen im Estrich zu erkennen. Dabei erfolgt die Messung zerstörungsfrei und schnell. Bei zu hohen Feuchtewerten erübrigt sich eine zerstörende Messung im Trockenschrankverfahren oder mit der CM-Methode. Innerhalb eines Raumes können große Feuchtedifferenzen vorhanden sein, deshalb ist eine zerstörungsfreie Messung vorteilhaft um die kritischen Stellen für eine genauere Untersuchung zu ermitteln. Die Zahl der notwendigen, aber zeitaufwendigen, Messungen wird reduziert.

 

 


Bedienungsanleitung

Quelle: Wöhler GmbH

Ein Infrarot-Thermometer (Pyrometer) misst berührungslos eine Oberflächentemperatur. Die meisten Infrarot-Thermometer haben einen zusätzlichen Laser-Spot, mit dem durch eine 2-Punkt-Lasermarkierung der Durchmesser des Messkreises exakt angezeigt wird.
Ein Infrarotthermometers erfasst mit einem Sensor emittierende, reflektierte und durchgelassene Wärmestrahlung einer Fläche und wandelt diese Information in einen Temperaturwert um. Dabei muss der Emissionsfaktor des Materials bekannt sein und eingestellt werden.
Der Emissionsfaktor beschreibt die von einer Fläche ausgehende infrarote Wärmestrahlung, die von der Eigentemperatur des Materials bestimmt ist. Die (typische Anwendung) und angemalte oder oxidierte Oberflächen haben Die meisten Geräte haben einen fest eingestellten Emissionsfaktor von 0,95. Da aber die meisten organischen Materialien einen Faktor von 0,90 haben, muss der passende Wert eingestellt werden. Auch die Reflexionen von benachbarten Körpern oder durch Transmission (Durchlässigkeit des Objektes) beeinflussen das Messergebnis.
Bei hochglänzenden Metalloberflächen kann nur ein Temperaturtrend gemessen werden. Eine genaue Messung auf polierten Flächen ist nicht möglich. Um ein einigermaßen genaues Messergebnis zu erreichen, kann man die zu messende Fläche mit schwarzem Klebeband abkleben oder die Oberfläche wird schwarz angestrichen.

Bedienungsanleitung - Lokator L 24

Bedienungsanleitung - VIS 2xx/3xx

Quelle: Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH

Die Inspektionskamera mit ihrem kleinen beweglichen Farbkamerakopf ermöglicht eine Videoanalyse von engen Rohren, Schächten und Spalten. Darüber hinaus eignet sie sich auch hervorragend zur Kanalinspektion. Die Linse schaut genau hin, wenn es um das Aufspüren von Rissen oder defekten Schweißnähten oder Dichtungen geht und liefert dem Monitor ein glasklares Bild.
Mit nur 40 mm Ø ist der Kamerakopf so klein, dass er überall hineinpasst. Darüber hinaus ist er von links nach rechts um 180° schwenk- und sogar um 360° drehbar. Diese Beweglichkeit ermöglicht Ihnen ganz neue Einblicke in defekte Abwasserrohre, Luftleitungen, enge Zwischendecken oder Schornsteine. Hinzu kommt: Die Innovation aus dem Hause Wöhler ist lichtstark, wasserdicht und einfach zu bedienen: Ein Knopfdruck und das Gerät ist einsatzbereit.
Die Übertragung erfolgt auf einen Farbmonitor, der brillante Bilder liefert. So können Schwachstellen sofort erkannt und beurteilt werden. Ein integrierter Videoausgang zur Dokumentation der Bilder ist ebenfalls vorhanden. Die Stromversorgung des Videoinspektionssystems geschieht mit Akkus oder wahlweise auch im Netzbetrieb. Immer mit von der Partie: Der handliche Hartschalenkoffer, in dem Kamera, Monitor und Zubehör untergebracht sind.
Vorteile
  • Flexibel: Erstmals ist die Optik drehbar um 360°, schwenkbar um 180° und ermöglicht so eine maximale Bewegungsfreiheit der Linse: Selbst kleinste Mängel bleiben nicht mehr verborgen
  • Kleinbauend: Der Kopf misst 60 mm in der Länge, 40 mm im Durchmesser
  • Wasserdicht: Eine Klarsichtkuppel schützt die Linse vor Spritzwasser und ermöglicht den Einsatz in Abwasser- und Fallrohren
  • Bogengängig: 87°-Bögen werden von der Kamera, die in Rohren und Kanälen bis zu 180 mm Durchmesser verwendbar ist, spielend gemeistert
  • Lichtstark: Die Kamera liefert selbst im Dunklen gestochen scharfe Bilder aus dem Inspektionsbereich
  • Genau lokalisierbar: Bei der VIS 320 ist die Längenmarkierung auf der Schubstange ablesbar, bei der VIS 330 erfolgt die Metrierung elektronisch mit einer Auflösung von 0,04 Meter und wird auf dem Monitor eingeblendet
  • Vielseitig einsetzbar: Die Kamera ist ein unerlässliches Hilfsmittel in verschiedenen Bereichen der Schadstellenanalyse, Gebäudediagnostik und Überprüfung industrieller Anlagen
Anwendungen
Überprüfung und Schadstellenanalyse von:
  • Abwasser- und Fallrohren
  • Lüftungs- und Abgasleitungen
  • Schornsteinen
  • Zwischendecken
  • Schächten
  • Vorwandinstallationen
  • Industriellen Anlagen

Quelle: Testo
Wärmebildkamera
In der Bauwerksdiagnostik und bei der vorbeugenden Instandhaltung ist die Thermografie ein wichtiges Verfahren, Bauwerke z. B. hinsichtlich ihrer Wärmedämmung individuell untersucht zu können. Auch Wärmebrücken, Mängel in der Hüllenkonstruktion, Feuchtenester, aber auch Leckagen an Wasser-, Heizungs- und Lüftungsrohrsystemen können zuverlässig aufgespürt werden.
Mit der Wärmebildkamera wird thermische Energie an Objekten gemessen und bildlich dargestelt. Diese thermische oder infrarote Energie wird durch Lichtwellen übertragen. Dieses elektromagnetische Spektrums nimmt man als Wärme wahr.
Jedes Objekt, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt, strahlt thermische Energie (messbare Wärme) ab. Aus diesem Grunde können auch sehr kalte Objekte, so z. B. Eiszapfen, thermografisch erfasst werden, wenn die Kamera innerhalb dieses Temperaturbereiches thermische Energie erfasst.
Wärmebildkameras erfassen die infrarote Strahlung präzise und berührungslos und erzeugen aus den erfassten Daten bildliche Darstellungen als Wärmebilder (Thermogramme). Mit dieser Technik können Baukonstruktionen zuverlässig auf ihre Dämmeigenschaften und Dichtigkeit untersucht werden.
Quelle: Mair Heiztechnik
Thermobild einer FBH
Quelle: Munters Euroform GmbH
Thermofolie/Wärmebildfolie
Um wärmeführende Rohrleitungen im Fußboden- und Wandbereich sichtbar zu machen, können Folien mit einer Spezialbeschichtung eingesetzt werden. Diese Wärmebildfolie zeigt innerhalb von Sekunden einfache Bildkontraste (Verfärbung). Das Temperaturfenster liegt zwischen 22 und 30 °C.
Die Thermofolie (Wärmebildfolie) kann eingesetzt werden, um die richtige Stelle für Bohrungen im Estrich oder der Wand zu finden, Rohrabstände zu ermitteln oder Rohrundichtigkeiten zu orten.
Beim CM-Messverfahren (Feuchtemessung) bietet diese Folie zusätzlichen Schutz, da die verlegte Fußbodenheizung sichtbar gemacht werden kann und somit kann eine Probeentnahme des Estrich völlig gefahrlos entnommen werden.
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Infrarot-Thermografie
Mittels Erfassung der ermittierten Strahlungsenergie entsteht eine bildhafte Darstellung des Leitungsverlaufs. Die Thermografie liefert absolut zuverlässige Messdaten für die Leckortung, Gebäudethermografie und Zustandsanalyse.

Quelle: Cosmos Data
Quelle: Brennenstuhl
Metall- und Stromsuchgerät
Bei vielen Arbeiten auf der Baustelle ist es wichtig, Kabel und Leitungen, die "unter Putz" oder im Erdreich verlegt sind, zu erkennen bzw. zu wissen, wo Leitungen liegen, bevor man den Bohrer oder das Kernlochbohrgerät ansetzt.
Universalgeräte sind zum Lokalisieren und Auffinden von Kabel und Leitungen in Wänden und in der Erde, sowie zum Auffinden und Zuordnen von Sicherungen und Sicherungsautomaten geeignet. Auch Unterbrechungen und Kurzschlüsse in Leitungen und Bodenheizungen lassen sich einfach Lokalisieren. Metallische Wasser und Heizungsrohre können ebenfalls aufgespürt werden. Die meisten Geräte bestehen aus einem Sender und Empfänger.
Diese Geräte werden in je nach Einsatz in verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals reicht schon ein einfaches Messgerät, um Schäden auszuschließen und hohe Schadensersatzkosten zu vermieden.
 
 

 


Heizungstechnik
Refraktometer
Quelle: Wagner & Co
Glykomat

Quelle: Georg Pforr GmbH & Co. KG

Aräometer

Quelle: Leo Kübler GmbH

Wasserhärte-Teststreifen
Quelle: Honeywell GmbH
Wasserhärte-Photometer
Quelle: PCE Deutschland GmbH

Quelle: GAWU Gesellschaft für Anlagenbau, Wasser- und Umwelttechnik mbH

Quelle: Wacon GmbH
Digital-PH-Wert-Messer
Quelle: WUEKRO GmbH

 

 

 

 

 

 

 

Messung pH-abhängiger, elektrochemischer Potentiale mit Hilfe von pH-Metern

 

 

Quelle: Macherey-Nagel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Infrarot-Thermometer

Quelle: Wöhler GmbH

 

 

Quelle: ROBUSTUS - Bodenlegerwerkzeuge

 

 

 

 

 

 

Quelle: Wöhler GmbH

 

 

 

Luftdruckprüfer

Quelle: INOCAL Wärmetechnik GmbH

 

Duspol

Quelle: Benning

 

Kompass
Quelle: Heinz Zölzer GmbH

Quelle: Wagner & Co.

Diese Messinstrumente gehören zur Grundausstattung für die Wartung thermischer Solaranlagen.
Handrefraktometer

Das Handrefraktometer bestimmt die Frostsicherheit von Wasser-Propylen-glykol-, Wasser-Ethylenglykolgemischen und die Dichte von Wasser- Batterie-säuregemischen.

 Messbereiche:
  • Propylenglykol 0° bis -50°C
  • Ethylenglykol 0° bis -50°C
  • Batteriesäure 1,15-1,30 g/cm³
Die Messung ist zwar weitgehend temperaturunabhängig, jedoch erzielen Sie den exaktesten Wert bei einer Mediumtemperatur von 20°C.
Zur Schnellmessung kann auch ein "Glycomat" oder ein Aräometer eingesetzt werden.

Härtegrad
Die Härte einer Flüssigkeit (Trink- und Regenwasser, Heizungswasser, Solar- und Kühlflüssigkeit) kann mit verschiedenen Methoden gemessen werden. Außerdem sollte man wissen, welche Härte erfasst werden soll.
Am einfachsten kann die Messung des Härtegrades mit Messstäbchen durchgeführt werden. Da diese Messmethode ungenau ist,  sollte eine genauere Methode eingesetzt werden. Hier werden elektronische Messgeräte (Photometer) verwendet. Der Härtegrad kann auch über chemische Messsubstanzen (titrimetrische Messverahren), die dem Wasser zugefügt werden, ermittelt werden. Durch die Verfärbung wird der Härtegrad angezeigt.
Zur groben Abschätzung der Wasserhärte gehören zu jedem Wasserenthärtungsgerät entsprechende Teststreifen. Mit dem Teststreifen kann der Betreiber schnell und einfach selbst die Wasserhärte bestimmen. Um die Wasserhärte abzulesen, muss der Teststreifen mit allen Testzonen für zwei bis drei Sekunden in kaltes, stehendes Wasser gehalten werden. Die Anzahl der nach einer Minute rot eingefärbten Felder gibt den Härtegrad an. Sind zwei oder mehr Testzonen rot, enthält das Wasser zu viel Kalk.
Die Wasserhärte kann mit 3 Photometer (Magnesium-Wasserhärte, Calcium-Wasserhärte oder Gesamthärte) gemessen werden. Die beiden Messgeräte für Ca- u. Mg- Wasserhärte geben die Messergebnisse in mg/l aus, während das Gerät für die Gesamthärte das Messergebnis in 4 verschiedenen Einheiten angibt (ppm (oder mg/l), deutsche °dH [Grad deutscher Härte], französische °fH, englische °e). Für die Bewertung der Wasserhärte wird der Summenparameter "Gesamthärte" (Summe der beiden Ionenarten Mg und Ca) herangezogen. Dies ist z.B. zur Vermeidung von Korrosionsschäden an Rohrleitungen und Kühlanlagen erforderlich.
Bei Titriermessbestecken werden die Messergebnisse durch das Zählen der Tropfen bis Farbumschlag ermittelt. Da der Farbumschlag deutlich sichtbar ist, ist der Wert im Vergleich zu den colorimetrischen Messmethoden recht einfach zu bestimmen, da hierbei keine Probleme bei der Farbzuordnung auftreten können.

Ein Wasserüberwachungssystem wird eingesetzt, um die Wasserhärte vollautomatisch zu messen und überwachen. Die Einsatzbereiche sind die Regenerationsauslösung von Basenaustauschern, zur Überwachung von Verschneideeinrichtungen, von Kreislaufwässern und in Kesselhäusern zur Überwachung des Speisewassers und des Kondensatwassers.
Die Messung erfolgt mit Hilfe einer Einkomponenten-Reagenz nach der Titrationsmethode. Eine schrittmotorgesteuerte Schlauchpumpe in Verbindung mit einer intelligenten Software ermöglichen eine genaue Dosierung und Messung der Farbveränderungen in der Messkammer.

Umrechnung der Wasserhärte - PCE Deutschland GmbH
pH-Wert
Der pH-Wert beeinflusst viele Vorgänge in Flüssigkeitssystemen (Korrosion, Schutzschichtbildung) und im täglichen Leben (z. B. Nährstoffhaushalt der Pflanzen im Boden, Aufnahmevermögen von Sauerstoff im Blut eines menschlichen Körpers, Verdauung von Speisen im Magen, Säureschutzmantel der Hautoberfläche, Wäschewaschen).

Der pH-Wert kann mit einem Digital-PH-Wert-Messgerät, der Messung pH-abhängiger, elektrochemischer Potentiale und/oder einem pH-Teststreifen (Lackmuspapier - pH-Fix-Indikatorstäbchen) ermittelt werden.
Bei dem pH-Teststreifen handelt es sich um ein auf einem Papierstreifen (Universalindikatorpapier) aufgetragenen Indikator, der sich um so mehr nach Rot verfärbt, je mehr Säure im Wasser enthalten ist. Bei Laugen verfärbt sich das Papier blau. Bei der Abstufung der Färbung spricht man von der pH-Skala.
Auf der pH-Wert-Skala ist neutrales Wasser der Ausgangspunkt (bei 25°C > pH 7). Unterhalb von pH 7 ist das Wasser eine Säure, oberhalb von pH 7 eine Lauge bzw. Alkalie. Die Skala mit dem Faktor 10 aufgebaut, d. h. eine Säure bzw. eine Lauge ist mit jedem Wert zehnmal so stark bzw. schwach.


Für den Betrieb von Heizkesseln und anderen wasserberührten Teilen ist es wichtig zu wissen, dass die tatsächliche Korrosionstätigkeit zu einem großen Teil vom pH-Wert abhängt. Da es auch einen alkalischen Angriff auf den Stahl gibt, existiert ein optimaler pH-Wertbereich, bei dem die Korrosionstätigkeit fast nicht mehr messbar ist. Dieser pH-Wert liegt zwischen ca. 8,5 und 10,5. Diese Angabe gilt für salzhaltiges Wasser (elektrische Leitfähigkeiten 100 - 1500 Mikrosiemens/cm) und Temperaturen unter 100°C. Bei Aluminium ist der "optimale" pH-Wertbereich wesentlich schmaler und liegt bei etwa 6,5 - 7,5. Bei entsprechenden Legierungen lässt sich dieser Bereich auf ca. 9,5 erweitern.
Immer wieder kommt es in Trinkwasseranlagen mit Kupferrohrinstallationen, die jahrzehntelang problemlos funktionierten, zu erheblichen Korrosionsschäden an den Rohrleitungen und dadurch zu Wasserschäden. Der Grund liegt in der Änderung der Wasserqualität, die in einem Wassereinzugsgebiet geliefert wird. Nach der DIN 50930 Teil 6 dürfen keine Kupferrohre installiert werden, wenn der pH–Wert unter 7,0 und bei einem pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 darf der TOC-Wert 1,5 mg/l nicht überschreiten. In Bestandsanlagen wird in solchen Fällen eine Totalsanierung empfohlen, wenn die Wasserqualität durch Mischung mit anderen Wässern nicht verbessert werden kann.

Der pH-Wert ist eine Maßzahl, die die Höhe der Konzentration an H3O+-Ionen in einer wässrigen Lösung angibt. Sie wird durch den negativ dekadischen Logarithmus der H3O+-Ionen-Konzentration ausgedrückt:
                     pH = - log [H3O+]


Digitaler pH-Wertmesser
Durch das Entfernen der Schutzkappe wird das Gerät eingeschaltet und die Elektrode in die Probelösung eingetaucht. Nachdem die Elektrode einige Sekunden bewegt wurde, zeigt das Gerät einen stabilen Wert. Nach dem Gebrauch muss die Elektrode in destilliertes- oder entionisiertes Wasser getaucht werden und nach kurzem Rühren wird das Wasser vollständig von der Glühlampe mit einem Stofftuch entfernt.
Kalibrieren: Die Elektrode wird mit destilliertem- oder entionisiertem Wasser gereinigt und danach in eine 6.86 pH-Pufferlösung getaucht. Wenn die Anzeige nicht zwischen 6.80 – 7.00 pH liegt, wird an der kleinen Schraube auf der Rückseite die Anzeige auf 6.90 pH gebracht.
Wiederum reinigen und die Elektrode in eine 4.01 pH-Pufferlösung tauchen. Wenn die Anzeige nicht zwischen 3.90 – 4.10 pH liegt, an der kleinen Schraube auf der Rückseite drehen bis die Anzeige auf 4.00 pH steht.
Wiederum reinigen und die Elektrode erneut in die 6.86 pH-Pufferlösung tauchen. Wenn die Anzeige korrekt ist, ist die Kalibrierung abgeschlossen. Wenn sie nicht korrekt ist, muss das Ganze wiederholt werden.

pH-Fix-Indikatorstäbchen
Am einfachsten kann der pH-Wert mit Lackmuspapier oder pH-Fix-Indikatorstäbchen in einer Probe direkt vor Ort schnell und einfach bestimmt werden. Sie sind jederzeit sofort einsetzbar und benötigen keine Kalibrierung.
Farbfixierte Indikatoren: Im Gegensatz zu herkömmlichen Indikatorpapieren sind die Indikatorfarbstoffe bei pH-Fix Stäbchen chemisch an die Cellulosefaser gebunden. Durch dieses patentierte Verfahren wird das Ausbluten der Farbstoffe selbst in stark alkalischen Lösungen sicher verhindert. Die Probe wird nicht verunreinigt und lässt sich für weitere Untersuchungen verwenden.

Infrarot-Thermometer
Ein Infrarot-Thermometer (Pyrometer) misst berührungslos eine Oberflächentemperatur. Die meisten Infrarot-Thermometer haben einen zusätzlichen Laser-Spot, mit dem durch eine 2-Punkt-Lasermarkierung der Durchmesser des Messkreises exakt angezeigt wird.
Ein Infrarotthermometers erfasst mit einem Sensor emittierende, reflektierte und durchgelassene Wärmestrahlung einer Fläche und wandelt diese Information in einen Temperaturwert um. Dabei muss der Emissionsfaktor des Materials bekannt sein und eingestellt werden.
Der Emissionsfaktor beschreibt die von einer Fläche ausgehende infrarote Wärmestrahlung, die von der Eigentemperatur des Materials bestimmt ist. Die (typische Anwendung) und angemalte oder oxidierte Oberflächen haben Die meisten Geräte haben einen fest eingestellten Emissionsfaktor von 0,95. Da aber die meisten organischen Materialien einen Faktor von 0,90 haben, muss der passende Wert eingestellt werden. Auch die Reflexionen von benachbarten Körpern oder durch Transmission (Durchlässigkeit des Objektes) beeinflussen das Messergebnis.
Bei hochglänzenden Metalloberflächen kann nur ein Temperaturtrend gemessen werden. Eine genaue Messung auf polierten Flächen ist nicht möglich. Um ein einigermaßen genaues Messergebnis zu erreichen, kann man die zu messende Fläche mit schwarzem Klebeband abkleben oder die Oberfläche wird schwarz angestrichen.

Thermofolie/Wärmebildfolie
Um wärmeführende Rohrleitungen im Fußboden- und Wandbereich sichtbar zu machen, können Folien mit einer Spezialbeschichtung eingesetzt werden. Diese Wärmebildfolie zeigt innerhalb von Sekunden einfache Bildkontraste (Verfärbung). Das Temperaturfenster liegt zwischen 22 und 30 °C.
Die Thermofolie (Wärmebildfolie) kann eingesetzt werden, um die richtige Stelle für Bohrungen im Estrich oder der Wand zu finden, Rohrabstände zu ermitteln oder Rohrundichtigkeiten zu orten.
Beim CM-Messverfahren (Feuchtemessung) bietet diese Folie zusätzlichen Schutz, da die verlegte Fußbodenheizung sichtbar gemacht werden kann und somit kann eine Probeentnahme des Estrich völlig gefahrlos entnommen werden.

Vielfachmessgerät 
Das Vielfachmessgerät zur Bestimmung von Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Oberflächentemperatur. Gleichzeitig berechnet es den Taupunkt, die Temperaturdifferenz zwischen Taupunkt und Oberflächentemperatur (Taupunktabstandsmessung) und die Feuchtkugeltemperatur. Die Beurteilung des Raumklimas sowie des Schimmelbildungspotenzials ist nunmehr mit nur einem Gerät möglich.
Es werden jeweils drei Einzelwerte auf dem Display gleichzeitig angezeigt. Erschweren ungünstige Lichtverhältnisse das Arbeiten, kann zusätzlich eine Display-Hintergrundbeleuchtung eingestellt werden. Mit Hilfe des zuschaltbaren Laserstrahls wird der Messfleck für die Oberflächentemperaturmessung bestimmt. Über eine RS 232-Schnittstelle lassen sich die Daten zum PC übertragen und dort bequem auswerten.
Anwendungen
  • Bauschadensanalyse
  • Beurteilung des Schimmelbildungspotenzials
  • Raumklimamessungen
  • Behaglichkeitsmessungen
Vorteile
  • multifunktionales Messgerät für die Beurteilung des Raumklimas
  • Bestimmung von Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Oberflächentemperatur durch Infrarotmessung
  • Bestimmung von:
    -Feuchtkugeltemperatur
    -Taupunkttemperatur
    -Taupunktabstands
  • Abstand / Messfleck 8:1 für IR-Oberflächentemperatur einstellbarer Emissionsfaktor 0,30...0,99
  • PC-Schnittstelle (RS232) zur Datenübertragung und bequemen Auswertung

Luftdruckprüfer
Eine Kontrolle des Vordruckes des Ausdehnungsgefäßes kann mit diesem Luftdruckprüfer durchgeführt werden. Der Messbereich liegt zwischen 0 – 4,5 bar. Üblicherweise beträgt der Vordruck werkseitig bei Gefäßen im Heizungsbereich 1,5 bar und bei Solaranlagen zwischen 2,5 bis 3 bar. Eine exakte Einstellung auf Grund der Anlagenauslegung ist auf alle Fälle erforderlich. Achten Sie vor Inbetriebnahme, dass der Zeiger auf der „0,5 bar“Position ist. Ist dies nicht der Fall, so drücken Sie einfach den Metallknopf links oberhalb des Gerätes. Hiermit wird die Anzeige auf den Ausgangspunkt gebracht. Nun können Sie die Messung durchführen. Nach der Messung wieder Metallknopf angeführt betätigen.

Zweipoliger Spannungsprüfer (Duspol)

Der zweipolige Spannungsprüfer hat gegenüber dem einpoligen Phasenprüfer oder Prüfschraubendreher den Vorteil, dass man festestellen kann, wie hoch die Spannung ist (das ist beispielsweise wichtig zum Unterscheiden von 230 V und 400 V) ob tatsächlich Spannung anliegt (die Glimmlampe des Phasenprüfers leuchtet auch bei Aufladung der Leitung oder einer Blindspannung) ob Null- und Schutzleiter angeschlossen sind, wobei man die beiden Leitungsarten allerdings nicht unterscheiden kann.

Zum Messen werden die beiden Prüfspitzen vom Duspol angelegt, z.B. an den beiden Kontakten einer Steckdose. Wenn die Glimmlampe vom Duspol leuchtet, liegt Spannung an. Zudem zeigt das Meßwerk an der Skala die Spannungshöhe an, beispielsweise 230 V oder 400 V. Bei anderen Fabrikaten wird möglicher-weise anders gearbeitet, z.B. zeigen einige Prüfer die Spannung erst an, wenn man vorher einen Knopf am Prüfer gedrückt hat. Die genaue Anleitung ist deshalb der beiligenden Gebrauchsanleitung zu entnehmen. Auf keinen Fall dürfen die Prüfspitzen während der Messung berührt werden, da sie unter Spannung stehen können. Aus Sicherheitsgründen darf der Duspol nur so verwendet werden, dass man mit jeder Hand einen der beiden Handgriffe anfasst.

Für die Montage
Kompass
Bevor der Standort der Sonnenkollektoren fixiert wird, sollte man einen Kompass einsetzen. Der Spiegel am Kompass bietet den Vorteil eines genauen und übersichtlichen Peilens der Richtung und die gleichzeitige Beobachtung der Kompasskapsel. Durch das Drehen um die eigene Achse muss sich die rote N-spitze der Nadel zwischen den Südmarken der Kapsel einpendeln.

Sonnenbahnindikator
Der Sonnenbahnindikator ist ein einfaches Gerät, um an einem Standort für Solarkollektoren oder -module die mögliche Beschattung zu erkennen. Durch ein Okular kann der Bereich des Sonnenlaufs vom Morgen bis zum Abend im Lauf der Jahreszeiten auf eine Sonnenbahnfolie projiziert werden. So kann man die Beschattungen durch Gebäude oder Landschaft genau beurteilen. Anhand des integrierten Kompasses wird der Sonnenbahn-Indikator präzise ausgerichtet.
 

Messgerät - pH, Leitfähigkeit, gelöste Stoffe, Salzgehalt und Temperatur
Quelle: elector GmbH

Messgerät für pH, Leitfähigkeit, gelöste Stoffe, Salzgehalt und Temperatur

Für die Messung des Heizungs, Solar- und Kühlwassers hinsichtlich der elektrische Leitfähigkeit und den pH-Wert sind passende Messgeräte eine Voraussetzung. Die VDI 2035 fordert VE-Wasser (Härte ~0° dH, Leitfähigkeit <10 µS/cm) und nur über die Bestimmung dieser Werte kann entschieden werden, ob Korrosionsschutzmaßnahmen getroffen werden müssen und/oder wie sich eine laufende Wasserbehandlung auf die Wasserhärte, elektrische Leitfähigkeit und den pH-Wert auswirken.

Kombimessgerät MP-7 - elector GmbH

 

 

Kombimessgerät MP-7
Quelle: elector GmbH

Druckmessung

 

 

 

 

 

 

Zur Druckmessung in Flüssigkeiten werden Manometer oder Hydrometer verwendet. Nur der Druck in der Erdatmosphäre wird mit einem Barometer durchgeführt. Die Wirkprinzipien der Manometer sind unterschiedlich. Diese sind u. a. folgende

• Formänderung von Röhren- oder Plattenfedern (Bourdon-Rohr)
• Messung der Länge einer Flüssigkeitssäule im Schwerefeld (U-Rohr- und Schrägrohrmanometer)
• Verschiebung, Durchbiegung und Dehnung einer Membran bzw. eines Zylinders (induktive, kapazitive oder piezoelektrische Druckaufnehmer)

Je nach Bauform können Absolut- oder Differenzdrücke gemessen werden.
Der Druck einer ruhenden Flüssigkeit konstanter Dichte im Schwerefeld nimmt linear mit der Tiefe zu

(delta)p = p1 - p2 = g ·p· h

In der Formel sind p die Dichte der Flüssigkeit in kg/m3 und g die örtliche Fallbeschleunigung in m/s2. Also ist die Höhe h einer Flüssigkeitssäule die Grundlage der Druckmessung.
Druckmessung - BOKU - Universität für Bodenkultur
Ruhedruck (Statischer Druck)
Der Lehrsatz lautet > Der Ruhedruck ist der statische Überdruck einer ruhenden Flüssigkeit, der sich aus der Dichte des Mediums und der Höhendifferenz ergibt.
So ist z. B. der Wasserstand in einer offenen Wasserheizung der statische Druck bzw. hydrostatische Druck, der mit einem Hydrometer (mWS) am Wärmeerzeuger gemessen wird. In geschlossenen Anlagen wird dem statischen Druck zusätzlich der notwendige Überdruck hinzugerechnet. Dieser Anlagendruck wird mit einem Manometer (bar) gemessen. Der Druckabfall bzw. Druckanstieg durch eine Umwälzpumpe wird in der Regel vernachlassigt.

In Trinkwasseranlagen ist der Versorgungsdruck oder der an einem Druckminderer eingestellte Druck der Ruhedruck oder auch statische Überdruck, dabei steht das Wasser still. Der Ruhedruck in diesen Systemen muss so hoch sein, dass an allen Zapfstellen über den Fließdruck die geforderte Wassermenge entnommen werden kann. Dabei muss beachtet werden, dass der Ruhedruck bei jedem Höhenmeter um 0,1 bar geringer wird. Wenn also z. B. eine Auslaufarmatur einen Fließdruck von 1,0 bar benötigt, so muss vor der Armatur dieser Druck mindestens vorhanden sein. Die Höhe des Ruhedrucks am Hauswasseranschluss ergibt sich dann aus dem Mindestfließdruck plus der Widerstände (Rohrreibungsverluste und Einzelwiderstände in den Fittings) im Rohrsystem bis zu dieser Armatur.

Fließdruck

Den Überdruck eines fließenden Mediums nennt man Fließdruck. Dieser Begriff wird hauptsächlich in der Trinkwassertechnik verwendet. Der Fließdruck ist der erforderliche statische Überdruck, der an der ungünstigsten Entnahmestelle bei einem Zapfvorgang vorhanden sein muss, damit die geforderte Wassermenge ausfließen kann. Der notwendige Fließdruck ergibt sich aus den Rohrreibungsverlusten und der Summe der Einzelwiderstände bis zur Auslaufarmatur. Damit die Funktion von Armaturen und Geräten gewährleistet ist, sind Mindestfließdrücke einzuhalten. Diese Drücke müssen als Ruhedruck vor der Zapfstelle vorhanden sein.

Beispiele für Mindestfließdrücke > Mischarmatur 1,0 bar; Auslaufarmatur mit Perlator 1,0 bar; Spülkasten 0,5 bar; Brausekopf 1,0 bar; Druckspüler je nach DN 0,4 bis 1,2 bar; Waschmaschine 1,0 bar.

Barogeber
Mit dem Barogeber wird der absolute Luftdruck der Atmosphäre am jeweiligen Standort gemessen.   Das Gerät ist für den Außen- und Inneneinsatz geeignet. Dabei wird ein temperierter, piezokeramischer Absolutdrucksensor eingesetzt, der sich durch thermische und mechanische Stabilität auszeichnet. Der elektrische Anschluss erfolgt über eine 8-polige Klemmleiste und einer Spezial-Kabelverschraubung mit Luftdruck-Ausgleichsfunktion.
Barogeber im Umweltmessbereich
Quelle: Adolf Thies GmbH & Co. KG
Der Barogeber ist für den Einsatz im Umweltmessbereich konzipiert, weil es hier auf eine hohe Genauigkeit, ein schnelles Ansprechverhalten, eine Langzeitstabilität und Zuverlässigkeit ankommt.
Die Messwerte weden als elektrische Spannungswerte ausgegeben.
Ein digitaler Barogeber hat einen Analogausgang zur Ermittlung des atmosphärischen Luftdruckes. Als Sensor dient eine Aneroiddose mit induktivem Wegaufnehmer. Das Sensorsignal wird elektronisch verstärkt und an einer LED- Anzeige digital angezeigt. Zum Anschluss an elektronische Registrier- und Regelgeräte ist ein Stromausgang vorhanden.
Barogeber für Dataloggersysteme
Quelle: Adolf Thies GmbH & Co. KG
Barometer
Mit einem Barometer wird der Luftdruck in der Atmosphäre gemessen. Heutzutage wird er in HektoPascal (hPa) angegeben. Aber auf vielen Skalen findet man noch die Angaben in Millimeter Quecksilbersäule ( mm Hg) oder Millibar (mbar). Damit man die Luftdruckwerte vergleichen kann, wird an unterschiedlichen Orten der Anzeigewert immer bezogen auf Meereshöhe genannt. Es wird hierbei also nicht der tatsächliche Luftdruck gemessen, sonderen korrigiert um die Differenz von Meereshöhe zum Meßort. Dabei nimmt der Luftdruck je 8 Meter um ca. 1 hPa ab.
Barometerarten
  • Flüssigkeitsbarometer (Quecksilber- und Wetterglas [Goethe-Barometer])
  • Dosenbarometer und Röhrenbarometer
  • Sturmglasbarometer
Mit der Erfindung des Quecksilberbarometers im Jahre 1643 von Evangelista Torricelli begann die Luftdruckmessung. Dabei handelt es sich um ein senkrechten Rohr, das mit Quecksilber gefüllt und am oberen Ende luftdicht verschlossen ist. Das untere Ende ist in ein Vorratsgefäß getaucht, das auch Quecksilber enthält. Die Flüssigkeit fließt aufgrund des Eigengewichts nach unten. Dabei bildet sich am oberen Ende ein Unterdruck. Die Flüssigkeitssäule bleibt bei einer bestimmten Höhe stehen, weil der Luftdruck der Flüssigkeitssäule entgegenwirkt. Quecksilber erreicht unter Normalbedingungen eine Höhe von 760 mm. Nach dem Erfinder wurde die Einheit Torr genannt > 1 Torr = 1 mm Hg - ca. 133,32 Pa.

 

Quelle: D. Tusche Glashütte Görlitz

Ein Wetterglas (Goethe-Barometer) wird schon seit Jahrhunderten als Messgerät für Luftdruckschwankungen verwendet. Das Goethebarometer ist das älteste Barometer der Welt. Als die Mauren in Spanien 711 Cordoba gründeten, führten sie solche Barometer mit sich. Sie waren damals die führenden Wissenschaftler der Welt. Erst 1643 erfand Toricelli, ein Schüler Galileo Galileis, das genauere Quecksilberbarometer, welches nach dem gleichen Prinzip der Druckeinwirkung auf eine Flüssigkeit arbeitet.
Es besteht aus einem mit destilliertem Wasser, das mit Lebensmittelfarbe eingefärbt wird, gefülltem nach oben geschlossenem Glasbehälter von dem ein von unten ein dünnes Rohr (Schnabel) seitlich nach oben abgeht. Man vergleicht den auf die dünne Öffnung des Schnabels wirkenden Luftdruck mit dem im Inneren der geschlossenen Flasche befindlichen Luftdruck. Wenn der äußere Luftdruck sinkt, kommt ein Tiefdruckgebiet (schlechtes Wetter), so überwiegt der innere Druck den äußeren und die Flüssigkeit steigt im dünnen Schnabel. Steigt der äußere Luftdruck kommt ein Hochdruckgebiet (Schönwetter), dann sinkt das Wasser im Schnabel.
Diese Anzeige kann aber ungenau sein, weil die Wasserstandsveränderungen auch von der Umgebungstemperatur beeinflusst wird. Deswegen sollte ein Aufstellungs- bzw. Aufhängungsort gewählt werden, der sicn nicht in der Nähe von Heizkörpern, Öfen, kalten Flächen und direkter Sonneneinstrahlung befindet.
Heutzutage ist das Wetterglas "nur" noch ein Modegegenstand.

Wetterlagen
Quelle: D. Tusche Glashütte Görlitz
Quelle: TFA Dostmann GmbH & Co. KG

 

 

 

 

Dosen- und Röhrenbarometer bestehen aus einem evakuierten oder mit Gas gefüllte Blechbehälter bzw. Röhre. Der Zeigerausschlag wird durch das Ausbeulungs- bzw. Krümmungsverhalten umgesetzt.

Das Dosenbarometer besteht aus einer luftleer gepumpten Dose, die mit einer Schraube auf dem Boden eines Gehäuses befestigt ist. Der Luftdruck bewegt einen gewellten Deckel auf und ab. Dabei wird bei steigendem Luftdruck der Deckel zusammengedrückt und bei fallendem Luftdruck dehnt er sich wieder aus. Diese Bewegung wird von einem in der Mitte der Oberseite angebrachten kleinen Stift auf eine gebogene Feder übertragen.

Das Röhrenbarometer wurde 1849 von Eugène Bourdon (Bourdonfeder) patentiert. Das Wirkprinzip basiert auf der Tatsache, dass eine gebogene Röhre auf ihrer Außenseite eine größere Fläche besitzt als auf der Innenseite. Dadurch besteht auf der Außenseite in Abhängikeit vom Luftdruck eine stärkere Kraftwirkung. Die Röhre krümmt sich immer mehr, wenn der Luftdruck steigt. Die Bewegung der beiden Röhrenenden dreht einen gezahnten Sektor, der seine Drehbewegung auf einen Zeiger überträgt.
Barometer - Freunde alter Wetterinstrumente

 

 

 

 

Röhrenbarometer
Quelle: Freunde alter Wetterinstrumente
Sturmglas(-Barometer)
Das Sturmglas(-Barometer) eigentlich kein "richtiges" Barometer, weil die Flüssigkeit (Kupfersulfat- oder Campher-Alkohol-Lösung) nicht direkt auf den Luftdruck reagiert. Das Sturmglas wird seit 1750 auf Segelschiffen für die Sturmwarnung verwendet. Bis heute gibt es keine genaue Erklärung für die Funktionsweise.
Dänisches Sturmglas
Quelle: E. S. Soerensen/Stig Larsen
Das Sturmglas besteht aus einer hermetisch abgeschlossenen Glasröhre mit einer gesättigten, farblosen Kupfersulfat- oder Campher-Alkohol-Lösung. Bei Wetteränderungen wachsen in dieser Lösung Kristalle, in der Größe und Form auf das Wetter schließen lassen.

Für die Funktionsweise gibt es verschiedene Erklärungen.

  • Bei einem offenen Glas kann das Kristallwachstum durch einen sinkenden Luftdruck entstehen, der eine Sturmfront ankündigt. Je geringer der Luftdruck ist, desto geringer ist die Menge an Fremdstoffen, die in einer Flüssigkeit gelöst sein können, ohne dass diese übersättigt. Der verminderte Luftdruck führt somit zu einer vorübergehenden Übersättigung der Lösung, und es bilden sich temporär Kristalle.
  • Da das Sturmglas aber hauptsächlich mit einer hermetisch abgeschlossenen Glasröhre verwendet wird, kann der Luftdruck keinen Einfluss auf die Kristallbildung bzw. Veränderung oder Auflösung der Kristalle haben. Man geht davon aus, das die Größe der Kristalle in dem Glas von dem Auftreten elektromagnetischer Längstwellen (Sferics - kleine elektromagnetische Impulse, die bei Gewittern entstehen) beeinflusst werden. Das Sturmglas zeigt also Sferics und somit den Aufzug eines Tiefdruckgebietes (Schlechtwetter), an.
Das Sturmglas soll eine Wettervorhersage über einen Zeitraum von ca. 24 bis 36 Stunden erlauben.
Quelle: E. S. Soerensen/Stig Larsen
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Farn-ähnliche Kristalle bilden sich
Farn-ähnliche Kristalle verschwinden
Sternkristalle schweben nach unten
Kristalle überall in der Flüssigkeit
Klare Flüssigkeit
Kalt und stürmisch
Wärmer
Frost
Gewitter/Regen
Heiter und trocken
Die Farn-ähnlichen Kristalle sind auf der Windseite (Luv-Seite) am höchsten.
Quelle: E. S. Soerensen
Manometer
Heizungsmanometer
Solar-Manometer
Quelle: CALEFFI Armaturen GmbH
Das "normale" Heizungsmanometer hat eine Skala bis 4 bar. Ein roter Zeiger muss auf den Mindestdruck der Anlage eingestellt werden. Die 3 bar-Markierung entspricht dem Ansprechdruck der Sicherheitsventils. In alten Anlagen können auch noch 2,5 bar-Ventile vorhanden sein. In diesem Fall muss der Ansprechdruck (2,5 bar) mit einem wasserfesten Rotstift markiert werden.
Das Solarmanometer sollte mindestens 6 bar (Heizung 4 bar) anzeigen können und einen einstellbaren roten Zeiger haben, damit der maximal zulässige Druck der Anlage eingestellt werden kann. Aber auch der Mindestdruck sollte mit einem wasserfesten Stift markiert werden.

Der Druckknopfhahn ist eine Absperrung von Hydro- und Manometern in Heiz-, Solar- und Kühlwassersystemen.. Eine Druckmessung erfolgt nur bei gedrücktem Kolben, ansonsten ist das Hydro- oder Manometer drucklos. Dieser Betriebszustand schützt das Messgerät vor Verschmutzungen und hohen Systemtemperaturen.

 

 

 

Druckknopfhahn
Quelle: Pneumatex AG
Wassersackrohr
Wassersackrohre (DIN 16 282) werden eingebaut, um Druckmessgeräte vor Druckschläge der Anlage und vor zu starker Erwärmung zu schützen. Das Wassersackrohr (U-Rohr, Trompetenrohr) wird am Anschlusszapfen des Druckschalters (Druckbegrenzer) oder an dem darunter vorgeschalteten Absperrventils (Wartungsventil) am Manometer montiert.
Diese Bauteile sind für Temperaturen bis 400 °C und Nenndrücke bis 160 bar zulässig. Das Rohr ist eine Kühlstrecke für Flüssigkeiten, Gase und Dämpfe bei der Druckmessung. Im gebogenen Teil des Wassersackrohres bildet sich ein Kondensat, das ein Eindringen der heißen Anlagenflüssigkeit in das Druckmessgerät verhindert.

Das Trompetenrohr ist für die senkrechte und das U-Rohr für die waagerechte Druckentnahme vorgesehen.

Vor Inbetriebnahme der Druckleitung muss eine Sperrflüssigkeit eingefüllt werden.
Hydrometer
Hydrometer

In offenen Wasser-Heizungsanlagen oder anderen offenen Anlagen (z. B. Speicher) werden Hydrometer (Wasserstandsanzeiger) eingesetzt. Das Ziffernblatt hat eine Meter-Skala und der maximale Wasserstand sollte mit einer roten Marke gekennzeichnet sein.

Mit einem Prüfhahn können die Druckmessgeräte (Hydro- und Manometer) auf Funktion geprüft werden. Dieser 3-Wege-Hahn macht das Messgerät drucklos, ohne die Anlage zu entleeren, um so die Nullstellung zu überprüfen.

 

Es ist auch möglich einen Absperrhahn / Entlüftungshahn in die Druckleitung zum Mano- und Hydrometer einzubauen. Durch Freigabe des Hubes wird die Zuleitung geschlossen und das Manometer entlüftet. Ein Feststellriegel bewirkt eine Dauerfreigabe der Mano- bzw. Hydrometer-Druckleitung.
Prüfhähne
Entlüftungshahn
Quelle: Parker Hannifin Europe SALR
U-Rohr- und Schrägrohrmanometer
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das U-Rohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. Gasdruckeinstellung an Gasheizgeräten oder Differenzdrücke an Ventilatoren oder Filter.

Dieses einfache Druckmessgerätes besteht aus zwei senkrecht stehenden und zu einer U-Form verbundenen Rohre. In diesem U-Rohr befindet sich eine Sperrflüssigkeit (gefärbtes Wasser). Wenn an den beiden Rohren verschieden große Drücke (p1 und p2) anliegen, so verschiebt sich die Sperrflüssigkeit aus der Nulllage, so dass in den beiden senkrechten Schenkeln eine Höhendifferenz ?h entsteht. Mit der Dichte rs der Sperrflüssigkeit und unter der Annahme, dass in den beiden Zuleitungen zum U-Rohr-Manometer das gleiche inkompressible Fluid mit gleicher Dichte vorliegt.

U-Rohr-Manometer
Quelle: der Brunnen de
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das Schrägrohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. zur Messung der Druckdifferenz im Abgas- oder Rauchrohr eines Heizkessels.
Bei dem Schrägrohrmanometer ist ein Schenkel schwach steigend angeordnet. Eine kleine Höhendifferenz ändert daher die Länge der Flüssigkeitssäule stark. Bei der Kalibrierung und Messung muss die Neigung des Messschenkels gleich sein. Um dieses zu erreichen, sind die Geräte mit Justierschrauben und Libellen ausgerüstet. Das Messgerät kann auf den Kessel oder auch mit Magneten an der Heizkesselverkleidung angebracht werden.

 

Quelle: Dräger MSI GmbH

Für die Druck-, Dichtheits- und Leckmengenmessungen wird z. b. das Dräger P7-Messgerät eingesetzt.

Bodenthermometer
Dieses Messgerät wird als Auflege-Thermometer für Boden-Luft-Messungen eingesetzt. Es findet in der Betonverarbeitung zur Ermittlung der Abbindetemperatur bzw. der Abbindegeschwindigkeit und in der Fußbodenverlegetechnik Verwendung.
Bodenthermometer
Quelle: Bitherma - Franz Wagner & Sohn GmbH
Das Gehäuse beinhaltet ein Zweikammermesssystem, sodass hier unabhängig voneinander die Bodentemperatur und die Lufttemperatur gemessen werden. Der temperaturempfindliche Boden überträgt den Wärmewert auf die Messspirale und wird durch einen roten Instrumentenzeiger dargestellt. In der oberen Messkammer (perforierten Belüftungslöcher) befindet sich das Messelement zur Erfassung der Lufttemperatur. Diese wird durch einen blauen Instrumentenzeiger angezeigt.

Um zeitunabhängig die höchste Boden- und die niedrigste Lufttemperatur zu ermitteln, kann das Thermometer zusätzlich mit einem Minimum- und Maximum-Schleppzeiger ausgerüstet werden. An jedem Istwertanzeiger befindet sich eine Mitnehmerfahne, welche den farblich zugeordneten, am Deckglas montierten Schleppzeiger bei Temperaturveränderungen auf den höchsten bzw. niedrigsten Temperaturwert mitzieht.


Differenzdruckmessgerät
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Das Einregulieren und der damit verbundene hydraulische Abgleich von Heizungs- und Kühlanlagen gehört zum Umfang einer Erstellung oder Sanierung dieser Anlagen. Das neue "OV-DMPC"-Messsystem vereinfacht die Einregulierung Vorort.
Der Differenzdruckmesscomputer " OV-DMC 2" mit USB-Schnittstelle ist zur Durchflussmessung von Oventrop Regulierventilen konzipiert. Das Gerät hat eine wasser- und staubgeschützten Tastatur und einen für den Praxiseinsatz netzunabhängigen, aufladbaren Akkusatz. Außerdem sind alle zur Durchflussmessung erforderlichen Zusatzelemente (z. B. Bedienschlüssel, Messadapter)   in einem Servicekoffer vorhanden.

In dem Gerät sind alle Kennlinien aller Oventrop Einregulierventile gespeichert. Dadurch wird z. B. nach Eingabe der Ventilnennweite und der Voreinstellung der Durchfluss angezeigt. Zur besseren Handhabung ist der Nullabgleich automatisiert. Wenn kein Voreinstellwert des Strangregulierventils errechnet ist, kann der Computer diesen ermitteln. Über die Eingabe der Ventilnennweite und des gewünschten Durchflusses wird der Differenzdruck ermittelt, vergleicht die Soll- und Istwerte und zeigt im Display die erforderlichen Voreinstellungen an.

Alle bei der Messung ermittelten Daten werden gespeichert und können über einen PC mit Betriebssystem Windows verarbeitet werden. Der Oventrop-Software-Ausdruck "Messprotokoll" dokumentiert z. B. die bei der Einregulierung nach VOB C - DIN 18380 gewonnenen Daten.
Der Differenzdruckmessbereich liegt zwischen –0,05 bis 200 kPa.
Luft / Flüssigkeits - Druckmessgerät
Quelle: PCE Deutschland GmbH
Das digitale Druckmessgerät eignet sich besonders zur Messung an Hydraulik- oder Pneumatikanlagen. Das Hochleistungsinstrument mit Mikroprozessor-Kontrolle garantiert äußerste Genauigkeit und hohe Zuverlässigkeit. Mit kurzer Ansprechzeit, sowie staub- und spritzwassergeschütztem Gehäuse ist das Druckmessgerät besonders in der vorbeugenden Instandhaltung einsetzbar. Alle Modelle besitzen eine Silikoneinlage, die das Druckmessgerät bzw. dessen Sensorik vor dem Eindringen von Flüssigkeiten schützt. Das Messgerät wird werkskalibriert ausgeliefert, kann aber laborkalibriert und mit einem ISO-9000-Zertifikat ausgestattet werden. Die Kalibrierung beinhaltet ein Prüfprotokoll. So kann es Druckmessgerät in Ihren betriebsinternen Prüfmittelpool nach ISO aufnehmen.

Eigenschaften

  • verschiedene Einheiten wählbar
  • Anzeige von Unter-, Über- und Differenzdruck
  • Min-, Max-, und Data-Hold-Funktion
  • RS-232 Schnittstelle für Luft und alle nicht aggressiven / explosiven Gase und Flüssigkeiten
  • 15 mm LCD-Display
  • Edelstahl-Schlauchadapter und Schläuche
Hydraulischer Abgleich - einfach gemacht  - Wilhelm Schauerte GmbH & Co. KG

Messung mit Sensoren, montiert mit Anklemmschuhen und Messumformer, befestigt mit einer QuickFix-Rohrbefestigung

Immer öfter wird eine Durchluss- oder/und Wärmemengenmessung in vorhandenen Anlagen (Heizung, Solar, Kühlung) gewünscht. Wenn kein Einbau eines Messgerätes machbar bzw. gewünscht wird oder nur eine vorübergehende Messung, z. B. für den hydraulischen Abgleich, notwendig wird, dann bietet sich ein mobiles Ultraschall Energie-Messgerät zum Aufschnallen an.

 

 

Laufzeit
Bei dem HybridTrek-Verfahren wird der Volumenstrom des Mediums wird mit dem Laufzeitdifferenzverfahren gemessen. Wenn der Gas- oder Feststoffanteil während der Messung zeitweise ansteigt, ist eine Messung mit diesem Verfahren nicht mehr möglich.
Ein Durchflussmessumformer schaltet während der Messung automatisch zwischen Laufzeitdifferenz-verfahren und NoiseTrek um, ohne dass der Messaufbau geändert werden muss.
 
 
Laufzeitdifferenzverfahren
Bei dem Laufzeitdifferenzverfahren werden Ultraschallsignale verwendet, um mit Hilfe des Laufzeitdifferenzverfahrens den Durchfluss eines Mediums durch ein Rohr zu messen. Ultraschallsignale werden von einem Sensor ausgesendet, der auf der Rohrleitung installiert ist, auf der gegenüber-liegenden Seite des Rohres reflektiert und von einem zweiten Sensor empfangen. Die Signale werden abwechselnd in und entgegen der Flussrichtung gesendet.
Da das Medium, in dem sich der Ultraschall ausbreitet, fließt, ist die Laufzeit der Ultraschallsignale in Flussrichtung kürzer als entgegen der Flussrichtung.
Die Laufzeitdifferenz wird gemessen und erlaubt die Bestimmung der mittleren Strömungsgeschwindigkeit auf dem von Ultraschallsignalen durchlaufenen Pfad. Durch eine Profilkorrektur kann das Flächenmittel der
Strömungsgeschwindigkeit errechnet werden, das proportional zum Volumenstrom ist.
Die empfangenen Ultraschallsignale werden auf Verwendbarkeit für die Messung geprüft und ihre Verlässlichkeit bewertet. Der gesamte Messzyklus wird durch die integrierten Mikroprozessoren gesteuert. Störsignale werden eliminiert. Quelle: H. Hermann Ehlers GmbH
 
Wasser hat eine kinematische Viskosität (Zähigkeit) von  1 mm² /s bei 20 °C. Den meisten Kühl- und Solaranlagen werden dem Wasser Inhibitoren beigemischt. Diese Frost- bzw. Korrosionsschutzmittel, meistens Propylenglykol, sollen die Korrosion und/oder das Einfrieren dieser  Anlagen verhindern. Auch in behandelten Heizungsanlagen befinden sich zunehmend Inhibitoren, um eine Korrosion und Verschlammung zu verhindern.
Durch diesen Beimischungen ergeben sich, je nach dem prozentualem Mischungsverhältnis, andere physikalische Stoffwerte gebenüber dem reinem Wasser.
Die geänderten Stoffwerte führen dazu, dass die angezeigte Durchflussmenge in einem Volumstrommessgerät, z. B. bei taconova-Setter, von der tatsächlichen Durchflussmenge abweicht.  Hier müssen Korrekturwerte für die kinematische Viskosität des Wasser/Frostschutz-Gemisches für die Bestimmung des tatsächlichen Durchflusses verwendet werden. Diese Werte sind aus den Produktunterlagen und Diagrammen der Hersteller von Inhibitoren zu entnehmen. >>> mehr

Feuchtigkeitsmesser
Quelle: Wetekom
Um die Feuchtigkeit in Flächen zu überprüfen, wird in der Praxis häufig die Leitfähigkeitsmessung (Elektrische Widerstandmessung) eingesetzt.

Dabei werden zwei Elektroden in den Baustoff eingelassen. Der vom Gerät erzeugte Messstrom fließt durch die Elektrode in den Baustoff und über die zweite Elektrode wieder zurück zum Gerät.

Je leitfähiger der Baustoff (Feuchtigkeit, Salze usw.) umso mehr Strom fließt zurück. Es wird ein Wert in Digis ausgegeben.
Feuchtigkeitsmessgerät mit Sucher- und Nadelmodus für die Messung von Feuchte in Holz und Baustoffen.

Baustoffe und Holz mit glatter Oberfläche werden im  Suchermodus (kapazitive Messung). Holz mit rauer Oberfläche im Nadelmodus (Leitfähigkeitsmessung) evtl. auch mit Einschlag-Elektroden für Tiefenmessungen in Hölzern.

Das Messgerät ist auch für geeignet, um Feuchtigkeitsdifferenzen im Estrich zu erkennen. Dabei erfolgt die Messung zerstörungsfrei und schnell. Bei zu hohen Feuchtewerten erübrigt sich eine zerstörende Messung im Trockenschrankverfahren
oder mit der CM-Methode. Innerhalb eines Raumes können große Feuchtedifferenzen vorhanden sein, deshalb ist eine zerstörungsfreie Messung vorteilhaft um die kritischen Stellen für eine genauere Untersuchung zu ermitteln. Die Zahl der notwendigen, aber zeitaufwendigen, Messungen wird reduziert.

 

CM-Messgerät
Mit diesem Messgerät kann schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit in Baustoffen bestimmut werden.

Während und nach dem Funktionsheizen von Fußbodenheizungen kann die Restfeuchtigkeit von Unterlagsböden nach der Carbid-Methode (CM) festgestellt werden. Die Feuchtigkeit kann auf dem Manometer ohne Umrechnungstabelle direkt abgelesen werden. Das Manometer hat eine Drosselschraube, wodurch die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Die robuste mechanische Federwaage ist mit einer Ablesehilfe aller gängigen Einwaagen versehen.

 
Quelle: DS Messwerkzeuge
Quelle: Trotec GmbH & Co. KG
Bei dem Mikrowellen-Messverfahren wird der Unterschied der Dielektrizitätskonstante (DK) von Wasser und des Baustoffes ermittelt. Wegen des großen Unterschiedes zwischen diesen beiden Werten lassen sich bereits kleine Wassermengen sehr gut detektieren.
Das Anwendungsspektrum reicht dabei von Präzisionsmessungen an Materialien mit geringen Feuchtegehalten bis in die Bauwerksdiagnostik im mittleren Feuchtebereich bis in den Hochfeuchtebereich, z. B. für Messungen in organischen Materialien. Die materialspezifische Kalibrierung macht eine reproduzierbare Feuchtemessung in Masse-% möglich.
 

Metall- und Stromsuchgerät
Bei vielen Arbeiten auf der Baustelle ist es wichtig, Kabel und Leitungen, die "unter Putz" oder im Erdreich verlegt sind, zu erkennen bzw. zu wissen, wo Leitungen liegen, bevor man den Bohrer oder das Kernlochbohrgerät ansetzt.
Universalgeräte sind zum Lokalisieren und Auffinden von Kabel und Leitungen in Wänden und in der Erde, sowie zum Auffinden und Zuordnen von Sicherungen und Sicherungsautomaten geeignet. Auch Unterbrechungen und Kurzschlüsse in Leitungen und Bodenheizungen lassen sich einfach Lokalisieren. Metallische Wasser und Heizungsrohre können ebenfalls aufgespürt werden. Die meisten Geräte bestehen aus einem Sender und Empfänger.
Diese Geräte werden in je nach Einsatz in verschiedenen Preisklassen angeboten. Oftmals reicht schon ein einfaches Messgerät, um Schäden auszuschließen und hohe Schadensersatzkosten zu vermieden.
Quelle: Cosmos Data

Solartechnik

Die richtige (optimale) Ausrichtung der Solarkollektoren (thermische Solaranlage, Photovoltaikanlage) ist entscheidend für die Energieerträge. Deshalb müssen (sollten) die bestmöglichen Neigungswinkel (Elevationswinkel) und Azimutwinkel (Abweichung zur Südrichtung) für die Anlage gefunden werden. Natürlich können diese Winkel aus der Fachliteratur entnommen werden, aber mit einem Messgerät sind die Winkel am besten zu finden.
Ideal ist eine automatische Nachführung der Kollektoren, was aber nur für Photovoltaikanlagen sinnvoll sein kann. Das Heliotrop-Haus ist ein Beispiel dieser Technik.

Solar - Messgerät MacSolar
Quelle: PCE Deutschland GmbH

Mit dem Solarmessgerät MacSolar mit integriertem Sensor kann die Lichtintensität und Temperatur ermittelt werden. Daraus wird mit einer sehr hohen Genauigkeit den Energieertrag und andere Nenndaten (Strom, Spannung, Leistung im Arbeitspunkt) berechnet. Dadurch ist eine Aussage über die Zusammenstellung und Auslegung einer Photovoltaikanlage oder thermischen Solaranlage möglich.
Die Messung der Lichtintensität erfolgt über monokristalline Silizium-Solarzellen, welche zusätzlich die Energieversorgung des Gerätes übernehmen. Der in das Solarmessgerät integrierte Prozessor sorgt für eine automatische Korrektur zum Erhalt der Grundgenauigkeit nach der Kalibrierung jedes Gerätes im Solar-Simulator.
In allen Messmodi werden wahlweise die Messgrößen Ptot (W/m²), Pn, Un, In (%) oder T (°C) am Messgerät dargestellt. Die im internen Speicher enthaltenen Datenwerte können mit Hilfe der Software an die serielle RS232-Schnittstelle eines PC übertragen werden.

Kompass
Quelle: Heinz Zölzer GmbH

Kompass
Der Kompass ist das einfachste Messgerät, um den Standort der Sonnenkollektoren festzulegen. Der Spiegel am Kompass bietet den Vorteil eines genauen und übersichtlichen Peilens der Richtung und die gleichzeitige Beobachtung der Kompasskapsel. Durch das Drehen um die eigene Achse muss sich die rote N-spitze der Nadel zwischen den Südmarken der Kapsel einpendeln.
Da die magnetische Nadel nach allen Richtungen frei beweglich ist, richtet sie sich tangential zu den Feldlinien des Magnetfelds der Erde aus. Diese verlaufen vom magnetischen Südpol zum magnetischen Nordpol. Deshalb zeigt die Spitze der Magnetnadel auf der Nordhalbkugel nach Norden.

Quelle: Wagner & Co.

Sonnenbahnindikator
Der Sonnenbahnindikator ist ein einfaches Gerät, um an einem Standort für Solarkollektoren oder -module die mögliche Beschattung zu erkennen. Durch ein Okular kann der Bereich des Sonnenlaufs vom Morgen bis zum Abend im Lauf der Jahreszeiten auf eine Sonnenbahnfolie projiziert werden. So kann man die Beschattungen durch Gebäude oder Landschaft genau beurteilen. Anhand des integrierten Kompasses wird der Sonnenbahn-Indikator präzise ausgerichtet.
Eine Verschattung durch Bäume und Gebäude könnte die Leistungsminderung einer Solaranlage zur Folge haben. Eine Sonnenbahnfolie zeigt die relevanten Jahres-Einstrahlungskurven unterteilt in die sonnenaktiven Tageszeiten. Schaut man durch das mittels Kompass nach Süden ausgerichtete Gerät, so erkennt man ob Objekte für eine bestimmte Zeit die Sonnenbahn unterbrechen.
Eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung sollte besonders in den Übergangszeiten nicht verschattet werden.

 

 

 

Solar - Energie - Messgerät PCE-SPM 1
Quelle: PCE Deutschland GmbH

Solar - Energie - Messgerät
Das Prüfgerät mit integriertem Sensor dient zur Findung des optimalen Solar-Standortes für Neuanlagen und ermittelt deren Energieausbeute.
Mit diesem Messgerät wird die Solar-Leistung ermittelt. Andere Nenndaten (Strom, Spannung, ...) können parallel mit einem separaten Prüfgerät ermittelt werden (Datenlogger-Multimeter). Damit wird eine Aussage über die Zusammenstellung und Auslegung einer Photovoltaikanlage möglich. Die Messung der Lichtintensität erfolgt über eine monokristalline Silizium-Solarzelle. Der in das solare Energie-Messgerät integrierte Prozessor sorgt für eine automatische Korrektur zum Erhalt der Grundgenauigkeit nach der Kalibrierung jedes Gerätes im Solar-Simulator. Die wichtigste Kenngröße Ptot (W/m²) ist direkt am Display ablesbar.
Die im internen Speicher (32.000 Messwerte) enthaltenen Daten können mit Hilfe der Software an die serielle RS232-Schnittstelle eines PC übertragen werden.

Kollektor-Ausrichtung
Kollektor-Neigung
Einstahlwinkel der Sonne (Östereich)

Sanitärtechnik
U-Rohr- und Schrägrohrmanometer
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das U-Rohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. Gasdruckeinstellung an Gasheizgeräten oder Differenzdrücke an Ventilatoren oder Filter.

Dieses einfache Druckmessgerätes besteht aus zwei senkrecht stehenden und zu einer U-Form verbundenen Rohre. In diesem U-Rohr befindet sich eine Sperrflüssigkeit (gefärbtes Wasser). Wenn an den beiden Rohren verschieden große Drücke (p1 und p2) anliegen, so verschiebt sich die Sperrflüssigkeit aus der Nulllage, so dass in den beiden senkrechten Schenkeln eine Höhendifferenz ?h entsteht. Mit der Dichte rs der Sperrflüssigkeit und unter der Annahme, dass in den beiden Zuleitungen zum U-Rohr-Manometer das gleiche inkompressible Fluid mit gleicher Dichte vorliegt.

U-Rohr-Manometer
Quelle: der Brunnen de
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das Schrägrohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. zur Messung der Druckdifferenz im Abgas- oder Rauchrohr eines Heizkessels.
Bei dem Schrägrohrmanometer ist ein Schenkel schwach steigend angeordnet. Eine kleine Höhendifferenz ändert daher die Länge der Flüssigkeitssäule stark. Bei der Kalibrierung und Messung muss die Neigung des Messschenkels gleich sein. Um dieses zu erreichen, sind die Geräte mit Justierschrauben und Libellen ausgerüstet. Das Messgerät kann auf den Kessel oder auch mit Magneten an der Heizkesselverkleidung angebracht werden.

 



Anodentester AT1
Quelle: AFRISO-EURO-INDEX GmbH

Anodentester
Das Testgerät AT1 wird zur Verbrauchskontrolle von Anoden mit Massekabel (Anode I), herkömmlichen Opferanoden und Kettenanode, die isoliert eingebaut sind, eingesetzt.
Mit dem Handmessgerät mit 4-stufiger LED-Anzeige ist eine einfache und schnelle Anzeige des aktuellen Verbrauchszustandes der Anode möglich. Dadurch eine vorausschauende Wartung wird die Funktionssicherheit des Trinkwassererwärmers gewährleistet und die verbrauchte Anode kann zum richtigen Zeitpunkt ausgetauscht werden.

Die Lebensdauer der Magnesium-Schutzanode beträgt ca. fünf Jahre (aber auch erheblich länger). Sie sollte jedoch möglichst einmal im Jahr überprüft werden. Der Zustand der Magnesium-Schutzanode kann bei eingebauter Anode durch das Messen des Schutzstromes bestimmt werden. Dabei wird z. B. das Erdungskabel am Speicher gelöst und der Schutzstrom kann auch mit einem Anodentester bzw. Amperemeter gemessen. Bei einem Schutzstrom von weniger als 0,3 mA muss die Anode herausgenommen und auf Abtragung überprüft werden.

Betriebsanleitung - Anodentester AT1


Durchflussmengenmessung


Messbecher
Quelle: NEOPERL GmbH


Durchflussmengen Messbecher

Durchflussmengen Messschlauch
Quelle: Oras Ltd.

Messbecher
Mit einem Durchflussmengen-Messbecher kann ganz einfach der Wasserdurchfluss an den verschiedenen Sanitärarmaturen gemessen werden. Die Anzeige zeigt den Durchfluss in Liter pro Minute an.

Die Auslaufarmatur wird normal geöffnet und das Wasser läuft in den Becher. Die Größe der Öffnung am Becherboden wird so lange verstellt, bis sich die Höhe des Wasserstandes am oberen Becherrand nicht mehr verändert. Die Ausflussleistung (Durchfluss) kann nun direkt in Litern pro Minute am Becher abgelesen werden.
Wasserdurchflussmengen

Die maximale Durchflussmenge bei Armaturen mit und ohne Laufzeitbegrenzung darf bei einer Küchen- und einer Waschtischarmatur darf nicht mehr als 6 Liter Wasser pro Minute, unabhängig vom Wasserdruck, betragen, aber nicht weniger als 4 Liter pro Minute.
Bei einer Küchenarmatur mit einer Zusatzfunktion für erhöhten Durchfluss (z. B. "Boost-Funktion") kann die maximale Durchflussmenge dieser Funktion bis zu 8 Liter Wasser pro Minute, unabhängig vom Wasserdruck, betragen. Das bedeutet, dass die reguläre Wasserdurchflussmenge bei 6 Litern pro Minute liegt und im Bedarfsfall (z. B. zum Befüllen eines Gefäßes oder des Spülbeckens) auf 8 Liter erhöht werden kann. Anschließend fällt die Wasserdurchflussmenge automatisch wieder auf 6 Liter pro Minute zurück.

Für Armaturen mit Laufzeitbegrenzung gelten zusätzlich die folgenden Anforderungen: Die Voreinstellung ist so definiert, dass eine automatische Abschaltung des Wasserdurchflusses bei Sanitärarmaturen nach maximal 12 Sekunden erfolgt. Eine manuelle Veränderung der Laufzeit durch Fachpersonal ist möglich. Sensorarmaturen müssen so eingestellt sein, dass das Wasser nur so lange fließt, wie der Sensor aktiviert ist. Anschließend erfolgt eine automatische Abschaltung nach einer maximalen Nachlaufzeit von 1 Sekunde.

Durchflussmengen (Richtwerte)
• Waschtische mit Drehgriffarmaturen - 3,5 bis 6 l/min
• Waschtische mit Selbstschlussarmaturen - 10 bis 15 s
• Duschen - 9 l/min
• WC mit Druckspüler - 9 s Laufzeit
• WC mit Spülkasten (Neuanlagen) - 6 l / 3 l
• WC mit Spülkasten (Altanlagen) - 9 l / 3 l
• Urinale - 3 s Laufzeit

Diese Durchflussmengenmessung kann auch mit einem Wassereimer mit Skala und einer Stoppuhr durchgeführt werden. Das bietet sich besonders an, um die Durchflussleistung von Duscharmturen zu messen. Hierbei wird z. B. über einen Zeitraum von 15 Sekunden die Duscharmatur normal geöffnet und das Wasser im Eimer aufgefangen. Die aufgefangene Wassermenge (z. B. 3 Liter) wird mit 4 multipliziert und ergibt dann einen Durchfluss von 12 Liter pro Minute.

Wasserleitfaden - Hamburg

 


Sanitär-Heizungs-SET Universal Prüfkoffer PR/4000

Stau- und Fließdruckmesser PF/16
Quelle: Matzner Messgeräte

In Trinkwasseranlagen ist der Versorgungsdruck oder der an einem Druckminderer eingestellte Druck der Ruhedruck oder auch statische Überdruck, dabei steht das Wasser still. Der Ruhedruck in diesen Systemen muss so hoch sein, dass an allen Zapfstellen über den Fließdruck die geforderte Wassermenge entnommen werden kann. Dabei muss beachtet werden, dass der Ruhedruck bei jedem Höhenmeter um 0,1 bar geringer wird. Wenn also z. B. eine Auslaufarmatur einen Fließdruck von 1,0 bar benötigt, so muss vor der Armatur dieser Druck mindestens vorhanden sein. Die Höhe des Ruhedrucks am Hauswasseranschluss ergibt sich dann aus dem Mindestfließdruck plus der Widerstände (Rohrreibungsverluste und Einzelwiderstände in den Fittings) im Rohrsystem bis zu dieser Armatur.

Den Überdruck eines fließenden Mediums nennt man Fließdruck. Dieser Begriff wird hauptsächlich in der Trinkwassertechnik verwendet. Der Fließdruck ist der erforderliche statische Überdruck, der an der ungünstigsten Entnahmestelle bei einem Zapfvorgang vorhanden sein muss, damit die geforderte Wassermenge ausfließen kann. Der notwendige Fließdruck ergibt sich aus den Rohrreibungsverlusten und der Summe der Einzelwiderstände bis zur Auslaufarmatur. Damit die Funktion von Armaturen und Geräten gewährleistet ist, sind Mindestfließdrücke einzuhalten. Diese Drücke müssen als Ruhedruck vor der Zapfstelle vorhanden sein.

Beispiele für Mindestfließdrücke > Mischarmatur 1,0 bar; Auslaufarmatur mit Perlator 1,0 bar; Spülkasten 0,5 bar; Brausekopf 1,0 bar; Druckspüler je nach DN 0,4 bis 1,2 bar; Waschmaschine 1,0 bar.

Spezialmessgeräte - Matzner Messgeräte

DIN 1988-300: Grundlagen zur Ermittlung der Rohrdurchmesser von Trinkwasserinstallationen - Peter Reichert Geberit
Vertriebs GmbH

Richtwerte für Mindestfließdrücke und Berechnungsdurchflüsse gebräuchlicher Trinkwasserentnahmestellen (Auszug DIN 1988-300 Tabelle 2)

Mindest-fließdruck
P min Fl

bar

Art der Trinkwasser-Entnahmestelle

Nennweite

Berechnungsdurchfluss bei der Entnahme von

Mischwasser
VRkalt      
  VRwarm
l/s

nur kaltem
oder erwärmtem
Trinkwasser

VR
l/s

0,5
Auslaufventil ohne Luftsprudler
(Ausguß, Zapfventil)
DN 15
-
-
0,30
0,5
DN 20
-
-
0,50
0,5
DN 25
-
-
1,0
1,0
Auslaufventil mit Luftsprudler
DN 15
-
-
0,15
1,0
DN 20
-
-
0,15
1,0
Brauseköpfe für Reinigungsbrausen
DN 15
0,10
0,10
0,20
1,2
Druckspüler nach DIN 3255 Teil 1
DN 15
-
-
0,70
1.2
DN 20
-
-
1,00
0,4
DN 25
-
-
1,00
1,0
Druckspüler für Urinalbecken
DN 15
-
-
0,30
1.2
Druckspüler für WC
DN 20
-
-
0,3
0,5
Füllventil für Spülkasten
DN 15
-
-
0,13
0,5
Haushaltsgeschirrspülmaschine
DN 15
-
-
0,07
0,5
Haushaltswaschmaschine
DN 15
-
-
0,15
1,0
Mischbatterie für Brausewannen
DN 15
0,15
0,15
-
1,0
Mischbatterie für Badewannen
DN 15
0,15
0,15
-
1,0
Mischbatterie für Küchenspülen
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie für Waschtische
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie für Sitzwaschbecken
DN 15
0,07
0,07
-
1,0
Mischbatterie
DN 20
-
-
0,30
0,5
Spülkasten nach DIN 19542
DN 15
-
-
0,13
1,0
Elektro-Kochendwassergerät
DN 15
-
-
0,10

Die Hersteller müssen den Mindestfließdruck und die Berechnungsdurchflüsse auf der Kalt- und Warmwasserseite (bei Mischarmaturen) angeben. Grundsätzlich sind bei der Bemessung der Rohrdurchmesser die Angaben der Hersteller zu berücksichtigen, die zum Teil erheblich von den in der Tabelle angegebenen Werte abweichen können. Dabei ist wie folgt vorzugehen:
Liegen die Herstellerangaben für den Mindestfließdruck und den Berechnungsdurchfluss unter den in der Tabelle genannten Werten, gibt es zwei Optionen:
Ist die Trinkwasser-Installation aus hygienischen und wirtschaftlichen Gründen für die geringeren Werte zu bemessen, muss dieses Vorgehen mit dem Bauherrn vereinbart und die Auslegungsvoraussetzungen für die Entnahmestellen (Mindestfließdruck, Berechnungsdurchfluss) in die Bemesung aufgenommen werden.
Wird die Trinkwasser-Installation nicht für die geringeren Werte bemessen, sind die Tabellenwerte zu berücksichtigen.
Liegen die Herstellerangaben über den in der Tabelle genannten Werte, muss die Trinkwasser-Installation mit den Herstellerwerten bemessen werden.

Durchflussmessgeräte

In vielen praktischen Anwendungen ist es notwendig und wichtig, den genauen Volumenstrom in Heizungs-, Kühl- und Solaranlagen zu kennen. Dies kann z. B. mit einem Wasserzähler, Rotameter, Taco-Setter, Flowmeter und TopMeter durchgeführt werden. Für größere Anlagen gibt es spezielle Messgeräte. Wenn aber in Bestandanlagen (Sanierung großer Anlagen) kein Zähler vorhanden ist, dann besteht die Möglichkeit, dies mit einem Ultraschallmessgerät von außen durchzuführen. > mehr


einfache Messgeräte / Messwerkzeuge
Einfache Messgeräte bzw. Messwerkzeuge lassen sich ohne viel Aufwand herstellen und arbeiten nicht automatisch und haben keine digitalen Anzeigen.

Den Zollstock (richtiger Gliedermaßstab oder Meterstab) gibt es schon seit Jahrhunderten. Am Anfang hatten die Zollstöcke die Maßskalen mit den jeweils länderüblichen Maßen (Elle, Fuß, Klafter). Bis zur Einführung der SI-Einheiten war auf einer Seite eine Zollmaßskala und auf der anderen Seite eine Skala mit den metrischen Maßen (mm, cm). Außerdem ist eine zusätzliche Einteilungen zur einfachen Winkelmessung möglich. Im Heizungsbau gab es auch Zollstöcke mit den Skalen der Radiatoren-Gliederbaulängenmaßen (Stahl- [5 cm] und Guss [6 cm]), Zollstöcke gibt es aus Holz, Kunststoff und Metall und sind 200 cm (10 Glieder á 20 cm), seltener 300 cm, lang und in 3 Genauigkeitsklassen (von 0,1 bis 0,6 mm/100 cm).
Zur genauen Messung sollte der Zollstock  der Genauigkeitsklasse 1 entsprechen und nicht vom Grabbeltisch aus dem Baumarkt sein. Zur millimetergenauen Messung sollte ein Maßband aus Metall verwendet werden. Außerdem sollte an einem Werkstück nie mit zwei verschiedenen Messwerkzeugen gearbeitet werden. So sollten z. B. bei der Bewertung von Prüfungsstücken die Zollstücke gegengemessen werden, um evtl. Fehler zu erkennen.

Das Maßband (Bandmaß) im Vermessungswesen und auf der Baustelle ist in der Regel ein Rollbandmaß (Rollmeter). Es wird zum Messen kurzer Distanzen mit mm-Genauigkeit und bei größeren Längen ab 10 m bis 100 m mit cm-Genauigkeit eingesetzt. Auf der Baustelle werden hauptsächlich Rollmaßbänder aus dünnem Bandstahl mit Lack, Kunststoff- oder Glasfaserüberzug und in schmutziger nasser Umgebung glasfaserverstärktem Kunststoff eingesetzt.
Die Maßbänder gibt es in Längen von 3 m, 5 m, 20 m, 30 m und 50 m und in zwei verschiedenen Ausführungen, bei denen entweder der Nullpunkt direkt am Haltering oder etwa 10 cm vom Haltering entfernt ist. Rollbandmaße bis 10 m Länge sind mit einem Federmechanismus in einer Kapsel untergebracht, wodurch sich das Maßband automatisch wieder einrollt. Am Anfang dieser Taschenbandmaße ist ein kleiner Metallwinkel angebracht, der das Ablesen von Außenmaßen erleichtert.
Die Maßbänder werden zunehmend durch Laser-Distanzmessgeräte ersetzt.

Mit einem Senklot (Senkblei, Richtblei, Schnurlot, Schlagschnur) werden größere bzw. höhere senkrechte Bauteile (Mauern, Rohrleitungen, Stützen, Tapetenbahnen), die Setzwaage und hochwertige Messgeräte (z. B. Theodolit) lotrecht aus- oder eingerichtet. Hier sind z. B. die Wasserwaagen zu ungenau. Heutzutage wird das Senklot immer mehr durch digitale Messgeräte (optische Lot, Laserlot) ersetzt.
Ein rundes oder spitzes schweres Metallstück (Blei, Messing, Stahl) ist ist an einer Schnur befestigt. Die Spitze dient als Zeiger unter dem Befestigungspunkt. Die vom Metallstück stramm gezogene Schnur verläuft nach dem Auspendeln exakt entlang der Senkrechten.
Senklote der Welt - Wolfgang Ruecker
Eine Setzwaage kann mit einfachen Mittteln schnell hergestellt werden. Mit Hilfe eines gleichschenkligen Dreiecks und einem Lot können waagerechte Flächen problemlos ausgerichtet werden. Die Fläche ist waagerecht, wenn sich die Lotspitze auf die in der Mitte befindliche Markierung einpendelt. Dieses Messgerät ist der Vorläufer einer Wasserwaage.
Statt eines Dreiecks kann auch ein umgedrehtes "T" verwendet werden. In dieser Form ist es schon im vorletzten Jahrhundert als Messwerkzeug verwendet worden.
Aus der Forschung ist bekannt, dass auch die Pyramiden mit dieser Setzwaage (und einem umlaufenden Wassergraben) ausgerichtet wurden.

 

Prinzip einer Schlauchwaage
Quelle: Position-Control GmbH
Schlauchwaage
Quelle: STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH
Eine Schlauchwaage ist ein einfaches Messgerät, das aus einem durchsichtigen Schlauch besteht, der mit einer gefärbten Flüssigkeit gefüllt ist. Dieses Messgerät wird überall dort eingesetzt, wo eine Wasserwaage nicht ausreichend lang oder ein Laser-Gerät nicht einsetzbar ist, so z. B. für das Ausjustieren und Anzeichnen gleicher Höhen in Neubauten (Meterriss).

Die Schlauchwaage arbeitet nach dem Prinzip der komunizierenden Röhren. Die Oberfläche einer ruhenden Flüssigkeit stellt sich als waagrechte Ebene ein und hat somit an beiden Schlauchenden die gleiche Flüssigkeitshöhe.

Mit einer elektronischen Schlauchwasserwaage kann ein Mann eine ganze Etage vermessen. Wenn der Wasserstand die Messmarke erreicht hat, wird das über ein Signal angezeigt.
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Quelle: HEDÜ GmbH
 
Kommunizierende Röhren (Gefäße) zeigen das "hydrostatische Paradoxon". Dabei steht eine Flüssigkeit in oben offenen und unten miteinander verbundenen Röhren oder/und Gefäße in gleicher Höhe, weil die Schwerkraft und der Luftdruck konstant sind. Dabei spielt die Röhren- oder Gefäßform keine Rolle, denn der Schweredruck (hydrostatische Druck) ist überall gleich.
Das Prinzip des Schwerdruckes findet man in der Haustechnik z. B. bei einem Siphon (Geruchsverschluss), dem Wasserstandsglas an Ausdehnungsgefäßen oder ND-Dampfkesseln oder bei dem Ausgleich des Flüssigkeitsstandes in Öllagerbehälter, in der Messtechnik z. B. bei einer Schlauchwaage, bei der Trinkwasserverorgung z. B. bei der Druckhaltung durch Wassertürme oder Hochbehälter und auch in Kanalschleusen.
Wasserwaagen (Richtwaagen) werden zur horizontalen oder vertikalen Ausrichtung eines Gegenstandes (Kessel, Heizkörper, Rohrleitungen, Regale, Mauern) verwendet. Sie haben eine oder mehrere eingefasste Libellen, die zu den Messflächen ausgerichtet sind.



Wasserwaage (Libelleneinbau und Temperaturbeständigkeit)
Quelle: STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH

Auch eine "einfache" Wasserwaage ist ein brauchbares Messgerät für die härtesten Baustellenbedingungen (kälte- und hitzefest [-20 °C bis +50 °C]), wenn die Libelle wie festgeschweißt im Wasserwaagenprofil sitzt. Ausschlaggebend ist ein spezielles Einbauverfahren (Eingießverfahren), das für eine Langzeitpräzision sorgt. Dabei muss die Libelle mit dem Libellenblockhalter und dem Wasserwaagenprofil verbunden werden und die Horizontal-Libelle in einem Blickwinkel von bis zu 300° ablesbar sein.
Damit die Libellenblase besser abzulesen ist, wird die Libellenflüssigkeit (fluoreszierend) eingefärbt. Ein spezieller UV-Schutz verhindert ein Verblassen der Flüssigkeit. Außerdem sollte sich die Libelle und die Flüssigkeit beim Reinigen oder beim Kontakt mit Stoff nicht elektrostatisch aufladen, damit es keine Messabweichungen gibt.

Verschiedene Wasserwaagen

Diese Prüf- bzw. Messgeräte gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Materialien.
  •  Holz- oder Aluminiumwasserwaage ohne oder mit Magneten
  •  digitale Wasserwaage
  •  elektronische Wasserwaage
  •  Laser-Wasserwaage
digitale Wasserwaage
Quelle: HEDÜ GmbH
Quelle: STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH
Aluminiumwasserwaage mit Magneten
Quelle: HEDÜ GmbH
Pocket-Wasserwaage
Schnurwasserwaage
Kreuzwasserwaage
Laser-Wasserwaage
Quelle: STABILA Messgeräte Gustav Ullrich GmbH
Quelle: BRÜDER MANNESMANN WERKZEUGE GmbH
Die Laser-Wasserwaage ist zum Ausnivellieren von Linien und Punkten in einem Messbereich von 30 m geeignet. Das Gerät besteht aus einem Teleskopstativ mit Nivellierteller und einem  Umlenk- und Linienvorsatz.
Der Laserstrahl ist quasi eine Verlängerung der Wasserwaage. Das Gerät wird auf Baustellen, bei der Montage oder im unwegsamen Außenbereich eingesetzt. Mit dem Gerät können Linien für das Anreißen von Befestigungspunkten oder Sanitäranschlüsse erstellt oder der Meterriss ausnivelliert werden. Außerdem lassen sich rechte Winkel und Linien, z. B. für eine fliesengerechte Installation, erstellen.
Wasserwaagen und Wasserwaagenlibellen  - Dieter Schmid Feine Werkzeuge

Luftstrommessung - Strömungsvisualisierung
Wandströmungen lassen sich auch mittels aufgeklebter Wollfäden relativ einfach sichtbar machen. Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten:
Woll- und Garnfäden:
Je nach Strömungsgeschwindigkeit werden Fäden aus Nähgarn oder Wolle auf die Oberfläche des Messbereiches geklebt. Die Fäden können sehr einfach und schnell an jeder beliebigen Stelle angebracht werden und ermöglichen eine Strömungsvisualisierung auch über größere Gebiete.
Fluoreszierende dünne Fäden:
Dünne Nylonfasern werden mit einem UV-Farbstoff getränken und auf die Messoberfläche geklebt. Während sich die einzelnen Fasern in Strömungsrichtung ausrichten, werden sie mit einem UV-Stroboskop zum Fluoreszieren gebracht, wodurch die Strömung sehr gut sichtbar wird. Das Anbringen der sehr filigranen Fasern ist jedoch deutlich aufwendiger als bei Woll- oder Garnfäden. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass sich die Nylonfasern nicht statisch aufladen.
 
 
U-Rohr- und Schrägrohrmanometer
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das U-Rohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. Gasdruckeinstellung an Gasheizgeräten oder Differenzdrücke an Ventilatoren oder Filter.

Dieses einfache Druckmessgerätes besteht aus zwei senkrecht stehenden und zu einer U-Form verbundenen Rohre. In diesem U-Rohr befindet sich eine Sperrflüssigkeit (gefärbtes Wasser). Wenn an den beiden Rohren verschieden große Drücke (p1 und p2) anliegen, so verschiebt sich die Sperrflüssigkeit aus der Nulllage, so dass in den beiden senkrechten Schenkeln eine Höhendifferenz ?h entsteht. Mit der Dichte rs der Sperrflüssigkeit und unter der Annahme, dass in den beiden Zuleitungen zum U-Rohr-Manometer das gleiche inkompressible Fluid mit gleicher Dichte vorliegt.

U-Rohr-Manometer
Quelle: der Brunnen de
Quelle: ELECTRO-MATION GMBH
Das Schrägrohrmanometer wird zur Messung kleiner Drücke oder kleiner Druckdifferenzen eingesetzt, so z. B. zur Messung der Druckdifferenz im Abgas- oder Rauchrohr eines Heizkessels.
Bei dem Schrägrohrmanometer ist ein Schenkel schwach steigend angeordnet. Eine kleine Höhendifferenz ändert daher die Länge der Flüssigkeitssäule stark. Bei der Kalibrierung und Messung muss die Neigung des Messschenkels gleich sein. Um dieses zu erreichen, sind die Geräte mit Justierschrauben und Libellen ausgerüstet. Das Messgerät kann auf den Kessel oder auch mit Magneten an der Heizkesselverkleidung angebracht werden.

 

 
 

SI-Einheiten
Das Internationale Einheitensystem - SI-Einheiten (Système international d’unités) ist in Deutschland seit 1978 gesetzlich eingeführt. Die seit 1970 geltenden Übergangsregelungen betreffend Nicht-SI-Einheiten sind abgeschlossen. Alle technischen Unterlagen, Messeinrichtungen und Lehrbücher müssen auf die auf SI-Einheiten umgestellt werden.

Die SI-Einheiten sind zu einem metrischen, dezimalen und zusammenhängenden Einheitensystem zusammengefasst. Die Verwendung von Einheiten in der Europäischen Union (EU) sind u. a. durch die EG-Richtlinie 80/181/EWG weitgehend vereinheitlicht worden. In den meisten Staaten ist die Benutzung des SI-Systems im amtlichen oder geschäftlichen Verkehr gesetzlich vorgeschrieben. Die Verwendung von zusätzlichen Angaben sind durch die Richtlinie 2009/3/EG in der EU unbefristet erlaubt. Das SI-System wurde nur in den den USA, Myanmar und Liberia nie offiziell eingeführt.

Durch die Vereinheitlichung der Einheiten soll die technische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit weltweit erleichert werden.
Mit den SI-Einheiten sind physikalische Einheiten zu ausgewählten Größen festgelegt. Die Auswahl erfolgte nach praktischen Gesichtspunkten, wobei die geltenden wissenschaftlichen Theorien berücksichtigt wurden. Wirtschaftliche oder sozialwissenschaftliche Größen werden im SI-System nicht definiert.
SI-Basiseinheiten und eine Auswahl von abgeleiteten SI-Einheiten:

Länge > Meter: m *
Masse > Kilogramm: kg *
Zeit  > Sekunde: s
*
thermodynamische Temperatur > Kelvin: K * (alt Celsius: °C; 0°C = 273,15 K)
Substanzmenge (Stoffmenge) > Mol: mol
*
Leistung > Watt: W Kraft > Newton: N *
Druck > Pascal: Pa; (auch bar)
Arbeit, Energie, Wärmemenge > Joule: J
elektrische Stromstärke > Ampère: A *
Lichtstärke > Candela: cd *
Frequenz > Hertz:: Hz
elektrische Spannung (elektrische Potentialdifferenz) > Volt: V
elektrische Kapazität > Farad: F
elektrischer Widerstand > Ohm: O
elektrischer Leitwert > Siemens: S
Lichtstrom > Lumen: lm
Beleuchtungsstärke > Lux: lx
* SI-Basiseinheiten

 
 

Kelvin
Das Si-Einheitenzeichen K (Kelvin*) ist die gesetzliche Einheit für die thermodynamischen Temperatur. Es wird auch zur Angabe von Temperaturdifferenzen in der Thermodynamik, Wärmeübertragung, Naturwissenschaft und Technik verwendet. In Deutschland, Österreich, Schweiz und anderen europäischen Ländern gilt auch das Einheitenzeichen °C (Grad Celsius) als gesetzliche Einheit für die Angabe von Celsius-Temperaturen und deren Differenzen. Das Formelzeichen der Größe für Kelvinangaben ist T, für die Dimension ist es Theta, für die Temperaturdifferenz sind es Delta T oder Delta Theta.
* Die Einheit Kelvin wurde aufgrund der thermodynamische Temperaturskala von William Thomson (Lord Kelvin) eingeführt.
                                                   0 °C entsprechen 273,15 K.
Der absoluten Nullpunkt der Kelvinskala liegt bei -273,15 °C. Diese Temperatur ist jedoch nach dem Nernstschen Wärmesatz (der absolute Nullpunkt der Temperatur kann nicht erreicht werden) nicht messbar und nicht erreichbar.

 
 
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