Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
 
Radiator
Zusammenbau eines Radiators
Radiator
Strahlungsschirm
Rippenrohrheizkörper
Plattenheizkörper
Konvektor
Konvektor
Gebläsekonvektor/Ventilatorkonvektor
Fußbodenheizung       Fußbodenheizung
Fußbodentemperierung
Fußbodentemperierung
Wandflächenheizung
Vinyl
Funktionsheizen
Wandflächenheizung
Wandflächenheizung
Deckenheizung
TBA
Heatball
Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
Glühbirne
Die Räume können von den verschiedensten Heizflächen beheizt werden. Für die Auslegung der Heizfläche eines Raumes muss vorher die Raum-Heizlast nach DIN EN 12831 berechnet werden.
Die Heizflächen können in drei Gruppen eingeteilt werden:
  •  Radiatoren, Rohrheizkörper, Plattenheizkörper (Wärmeabgabe durch Konvektion und Strahlung)
  •  Konvektoren, Ventilatorkonvektoren, Rippenrohre (Wärmeabgabe hauptsächlich durch Konvektion)
  •  Fußboden- und Wandflächenheizungen, Deckenheizungen (Wärmeabgabe hauptsächlich durch Wärmestrahlung)

Systemtemperatur
Die Systemtemperatur ist eine Auslegungsgröße für das Berechnen von Heiz- und Kühlflächen bzw. Wärmetauscher. Sie gibt die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf- und Rücklauf an. Diese festgelegten Temperaturen gelten bei kleineren Anlagen für das gesamte Heiz- und Kühlsystem bzw. in Großanlagen für das jeweile Regelsystem (Zonenregelung). Alle zugehörigen Heizflächen bzw. Wärmetauscher werden für diese Temperaturen ausgelegt. Eine bestimmte Systemtemperatur ist nicht vorgeschrieben und sollte deshalb immer mit dem Auftraggeber schriftlich vereinbahrt werden.
Wenn die Systemtemperaturen von der Normtemperatur abweichen, sind die Wärmeleistungen der Heizflächen (Normheizkörperleistung nach EN 442 bei 75/65/20 °C) neu zu bestimmen. Diese Umrechnung erfolgt nach dem in der DIN 4703 Teil 3 aufgeführten Berechnungsverfahren. Hierbei wird das Verhältnis der mittleren Übertemperatur zur Norm-Temperatur gebildet und mit dem entsprechenden Heizflächenexponenten n (Fußbodenheizung 1,0 bis Konvektoren 1,45) ein Umrechnungsfaktor ermittelt.
In sanierten Altbauten kann in vielen Fällen durch die Ansenkung der Systemtemperatur eine Leistungsanpassung der Heizflächen an die neue Heizlast erfolgen. Hier ist aber eine zusätzliche Massenstromveränderung durch einen nachträglichen hydraulischen Abgleich notwendig.
Für die Auslegung der Heiz- und Kühlflächen wird mit folgenden Systemtemperaturen (Vorlauf-/Rücklauftemperatur) gerechnet:

Heizung

  •  alte Norm: 90/70 °C (Auslegung in Altbauten von 1930 bis in die Mitte der 1970er Jahre)
  •  neue Norm DIN EN 442: 75/65 °C
  •  Niedertemperatur: 70/50 °C ÷ 70/55 °C (alt)
  •  Brennwert: 60/45 °C + 55/45 °C (alt > neu möglichst niedriger)
  •  Heizkörper: 45/35 °C + 35/30 °C (neu)
  •  Fußbodenheizung.: 35/28 °C + 32/28 °C (alt: 45/35 °C)

Kühlung

  •  je nach der zu kühlenden Fläche liegen die Temperaturen zwischen 4 bis 20 °C
  •  z. B. Wärmetauscher - Kaltwasser 12/6 °C
  •  z. B. Bauteilaktivierung - Kaltwasser 20/16 °C
Systemtemperaturen in Heizungsanlagen

Technische Einrichtung - Randbedingungen

Voraussetzung

Begründung
Konstanttemperaturkessel
hohe Systemtemperatur bzw. Vorlauftemperatur
Vermeidung von Kondensation an den Kesselflächen
Niedertemperaturkessel
Stütztemperatur (z. B. Öl 40 °C Rücklauftemperatur) - niedrige Systemtemperatur und geringe Temperaturdifferenz
Vermeidung von Kondensation an den Kesselflächen und von Spannungsrissen
Brennwertkessel
niedrige Systemtemperatur
hohe Brennwertnutzung
Fernwärme - Nahwärme

niedrige Rücklauftemperatur
große Temperaturdifferenz

Vorgabe des Versorgers - Transport großer Wärmemengen
Wärmepumpe
niedrige Systemtemperatur
bzw. Vorlauftemperatur
gute Arbeitszahl
Flächenheizung (Fußbodenheizung, Wandheizung, Deckenheizung)

niedrige Systemtemperatur
geringe Temperaturdifferenz

Nutzung des Selbstregeleffekts
Verteilverluste
niedrige Systemtemperatur
Verminderung der Wärmeverluste
Hilfsenergie
große Temperaturdifferenz
Verminderung der Pumpenstromkosten
Der Betreiber wünscht eine schnelle Wiederaufheizung
hohe Systemtemperatur bzw. Vorlauftemperatur
Energetischer Unsinn, aber es gibt keinen Ärger in Mietgebäuden
 
 

Wärmetransport

In der Wärmelehre unterscheidet man drei voneinander verschiedene Wärmetransportarten. Diese treten z. B. bei Heizflächen gleichzeitig auf.

  • Wärmeleitung durch einen Feststoff
  • Wärmestrahlung (die Intensität steigt mit zunehmender Temperatur eines Körpers)
  • Konvektion (Wärmeströmung) bei Flüssigkeiten und Gasen

Die Grundlage für den Wärmetransport ist der Temperaturunterschied zwischen zwei Bereichen. Der Wärmestrom erfolgt immer von der höheren zur niedrigeren Temperatur. In einem Gebäude treten die Wärmeströme von den Heizflächen an die Räume und von beheizten zu unbeheizten Innenräumen bzw. zur Außenluft auf.

Wärmetransport - (ein wenig ausführlicher) -  FH-Dortmund, Prof. Dr. Ulrich Hahn

Wärmeleitung

 

 
 

Wärmestrahlung

 

 
 

Wärmekonvektion

 

 
 
Radiatoren
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Radiatoren (Gliederheizkörper) bestehen aus einzelnen Guss- oder Stahlgliedern gleicher Größe, die entsprechend der Heizflächen-auslegung aneinandergereiht angeordnet sind. Die Verbindung der einzelnen Glieder eines Gussradiators erfolgt durch Nippel mit Rechts- und Linksgewinde. Die Stahlradiatoren werden in zusammengeschweißten Blöcken, aber auch zusätzlich durch Einzelglieder ergänzt, eingesetzt.
Die Gliederheizkörper gibt es in verschiedenen Ausführungen.
  •  Gussradiator
  •  Stahlradiator
  •  Stahlröhrenradiator
Radiator-Standardtypen sind so genannten DIN-Radiatoren, deren Glieder-Abmessungen und Wärmeleistungen in der DIN 4703 "Raumheizkörper", Teil 1 "Maße von Gliederheizkörpern" genormt sind.
Alle Heizkörper-Hersteller haben aber auch modernere Formen dieser Heizkörpertypen. Außerdem gibt es Radiatoren aus Aluminium.

Radiatoren geben einen großen Teil der Wärme durch Wärmestrahlung ab. Der Strahlungsanteil nimmt ab, je größer die Bautiefe ist. Daher sollten diese Heizkörper möglichst „flächig“ gewählt werden, denn je größer die sichtbare Fläche ist, desto größer ist auch die effektive Wärmeabgabe durch Wärmestrahlung. Wenn die Radiatoren in Niedertemperatur-Systemen eingesetzt werden, dann müssen sie entsprechend groß ausgelegt werden.

In Wasserheizungen werden Gussradiatoren bis max. 120 °C und einem Betriebsüberdruck von 6 bar (PN 6) und in Dampfanlagen bis max. 133 °C und 2 bar (PN 2) eingesetzt. Stahlradiatoren werden nur in Wasserheizungen bis max. 110 °C und 4 bar (PN 4) und bei 6 bar (PN 6) mit max. 120°C betrieben.
Stahlröhrenradiatoren bestehen aus senkrechten Rohren und können mit 10 bis 12 bar betrieben werden. Diese Radiatoren gibt es auch in waagerechter Ausführung (Fensterbankradiatoren), mit liegend angeordnete Rohrreihen mit einer Sitzfläche oder senkrecht einreihig als Raumteiler. Neben den Rohrheizkörpern werden sie auch als Handtuchradiatoren genutzt.
Die Radiatoren sollten nach den Normeinbaumaßen eingebaut und möglichst nicht verkleidet werden. Ansonsten sind die entsprechenden Leistungsminderungen bei der Heizflächenauslegung zu berücksichtigen.
Nostalgie-Gussradiator
Quelle: HG-TEC GmbH
Die ersten Gussradiatoren wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA gefertigt. Diese wurden liegend angeordnet in den ersten Dampfheizungungen verwendet.
1898 werden von der Main-Weser-Hütte die erste Gussradiatoren in Europa hergestellt. Sie werden mit Dampf oder Wasser betrieben. Heutzutage werden hauptsächlich Stahlradiatoren verwendet. Diese sind leichter, preisgünstiger, bruchsicher, aber weniger korrosionsbeständig.
Aber auch heutzutage werden die "Nostalgie"-Gussradiatoren noch für die Renovierung von Altbauten eingesetzt.

 

Zusammenbau (Nippeln) von Radiatoren (Gliederheizkörper)
Die Maße der Radiatoren (Guss-, Stahl- und Stahlröhrenradiator) sind in der DIN 4703-1 festgelegt. Die notwendigen Heizköpergröße wird durch passende Blöcke oder das Zusammenbauen von Einzelgliedern hergestellt. Dabei ist je nach Material eine nahezu beliebige Länge machbar. Die lieferbaren Blockgrößen können bei den verschiedenen Herstellern variieren. Natürlich können nur Glieder gleicher Bauart zusammengenippelt werden. Da diese Technik immer mehr in Vergessenheit gerät, im folgenden eine Arbeitsanleitung.
Werkzeuge
Material
  •  Nippelstange(n)
  •  Wendeeisen oder Drehmomentschlüssel
  •  Schmirgelpapier
  •  flache Eck-Rohrzange 1 1/2 " (schwedisches oder amerikanisches Modell)
  •  Nippel R 1 1/4 Rechts-/Linksgewinde
  •  Dichtungen
  •  2 Anschlussstopfen R 1 1/4 Rechtsgewinde
  •  Luftventilstopfen R 1 1/4 Linksgewinde
  •  Blindstopfen R 1 1/4 Linksgewinde
  •  Schalbrett oder 2 Rohre DN 40
Arbeitsschritte
    1. Die Radiatorenblöcke werden auf eine ebene Auflagefläche (Schalbrett, 2 Rohre) gelegt, dabei müssen sich die Links- und  Rechtsgewinde gegenüberliegen.
    2. Die Dichtflächen mit einem feinen Schmirgelpapier (oder einem Kalksandstein) von Lack- und Rostresten bzw. Baustellenschmutz reinigen. Das Metall von den Dichtflächen soll nicht geschmirgelt werden.
    3. Die Nippel (R 1 1/4) auf einer Seite etwa einen Gewindegang in die Gewinde des ersten Block einschrauben und je eine Radiatorendichtung raufschieben. Die Dichtungen dürfen nicht zusätzlich eingefettet (Fermit). Die Linksgewinde sind mit Kerben auf den Nippeln gekennzeichnet.
    4. Nun wird der zweite Block an die Nippel herangezogen und die Nippelstange in den Heizkörper eingeführt, bis der Steg der Stange in die Noppen im Nippel fasst. Deshalb wird vorher die Einstecktiefe am Radiator abmessen und markiert, wenn die Stange keine Skala für die Gliederzahl hat.
    5. Der Gegenblock wird herangezogen und gleichzeitig die Nippelstange von Hand ohne Wendeeisen gedreht bis die Nippel in die ersten Gewindegänge des Gegenblocks gedreht sind. Dabei dürfen die Nippel nicht verkannten (also mit Gefühl arbeiten). Der Einsatz von zwei Nippelstangen erleichtert das Zusammenschrauben.
    6. Nun werden die die Blöcke durch wechselseitiges Drehen zusammenfügt und am Schluss mit dem Wendeeisen oder Drehmomentschlüssel (Anzugsmoment 22 bis 24 Nm) angezogen. (Ungleichmäßiges Einschrauben führt zu Undichtigkeiten und zu starkes Anziehen, besonders bei Gussradiatoren, zu Schäden).
    7. Nun werden die Nabenstirnflächen gereinigt und die Anschlußstopfen mit aufgeschobenen Dichtungen.eingeschraubt. Vor dem Festziehen sind die Dichtungen radial auszurichten, damit der gesamte Dichtungsquerschnitt beim Endanzug wirken kann. Zum Schluss die Stopfen mit "Gefühl" anziehen. Bei "antiken" Gussheizkörpern werden die Anschlussstopfen auch mit Hanf und Fermit eingedichtet.
 
 
Strahlungsschirm
Bei einer Heizfläche, die vor einer bodengleichen  Fensterfläche angeordnet ist, muss mit einem zusätzlichen Strahlungsschirm versehen werden. Dieser Strahlungsschirm darf nicht demontierbar sein und darf einen äquivalenten U-Wert von 0,9 W/m² K nicht überschreiten.
Da diese Forderung in der alten Wärmeschutzverordnung (WSV) vorgeschrieben war, aber nicht in die EnEV  übernommen wurde, besteht hier immer wieder ein Streitfall. Letztendlich entspricht diese Forderung dem Stand der Technik bzw. allgemeine anerkannte Regeln der Technik (aRdT) und ist weiterhin gültig. Natürlich sagt das auch der gesunde Menschenverstand.
Strahlungsschirm für Radiatoren
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Strahlungsschirm für Radiatoren
Der Strahlungsschirm besteht aus einem Gehäuse aus lackiertem Stahlblech und eingebauter Styropor-Dämmung. Er wird auf die Standkonsolen aufgehängt. Die Befestigung erfolgt über die Laschen des Strahlungsschirms und mit  Klemmteilen an die Radiatoren. Bei Radiatoren bis zu 3 Säulen ist ein vorgeschriebener Abstand einzuhalten.
Nach Aussage der Hersteller ergeben die richtig angebrachten Strahlungsschirme keine Leistungsminderung, wenn die Abdeckung (Fensterbank) > 10 cm ist.
Quelle: Buderus
Strahlungschirm für Plattenheizkörper
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Strahlungsschirm für Plattenheizkörper
Die Strahlungsschirme werden aus Stahlblech mit innen liegender Reflexionsfolie gefertigt. Zur Versteifung sind die Strahlungsschirme mit einer umlaufenden Abkantung versehen (Tiefe 20 mm).
Zur Befestigung bei allen mehrreihigen Heizkörpern werden zur Aufhängung Adapter verwendet, wobei die Schirme direkt am Heizkörper angebracht werden.
Ein Strahlungschirm kann bis zu 5 % Leistungsminderung je nach der Heizkörperbauart verursachen. Hier muss in den technischen Daten der Hersteller nachgesehen werden.

 

Für jede Radiatorenart gibt es, je nach dem Einsatzort, die passenden Konsolen bzw. Halter (Beispiele). Diese sind bei dem jeweiligen Heizkörperhersteller als Zubehör in den technischen Unterlagen beschrieben. Die urigen alten Konsolen und Halter, die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts eingesetzt wurden und meistens nicht passten, gehören längst der Vergangenheit an.
 
 
Heizkörpernischen - Dämmen


Diese Aufnahme zeigt hohe Wärmeverluste im Bereich der Heizkörpernischen und besonders stark im Bereich der Heizkörper. Aber auch die Fensterstürze, Fensterbänke und Fenster zeigen erhöhte Verluste.

Bei der Sanierung von Altbauten aus den 50er, 60ger, 70ger und 80ger-Jahren besteht die Frage, wie die zu der Zeit üblichen Heizkörpernischen behandelt werden können. Hier handelt es sich um sehr dünnes Außenmauerwerk, das einen erheblichen Wärmeverlust verursacht. Diese Wärmebrücken kann ein Energieberater mit einer Wärmebildkamera am besten durch eine Thermographieaufnahme (IR-Photo - Wärmebild) aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang können auch andere Schwachstellen (z. B. Wärmebrücken an Fensterstürzen, Geschossdecken, Rollladenkästen, Fenster, Fensterbänke) ermittelt und in die Beratung einbezogen werden.
Welche Sanierungsmaßnahme angewendet werden kann, hängt davon ab, ob eine Wärmedämmung auf der Außenwand oder an der Innenwand angebracht werden soll.
Bei einer Vollsanierung eines Altbaus wird in der Regel eine Außendämmung (WDVS - Wärmedämmverbundsystem) aufgebracht und eine Erneuerung der Innenräume, Fenster und Heizkörper bzw, Heizsystems vorgenommen. Hier werden die Heizkörpernischen zugemauert bzw. der vorhandenen Außenwand angeglichen.


Strahlungschirm für Plattenheizkörper
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH


Heizkörpernischen-Innendämmung
Quelle: Saint-Gobain Weber GmbH


Problemfall Innendämmung: Weil die Temperatur (schwarze Linie) innerhalb der Dämmung abfällt und Feuchtigkeit nicht problemlos nach außen entweichen kann, nimmt der Feuchtigkeitsgehalt (rot) innerhalb des Bauteils zu und erreicht an der Innenseite der Außenwand 100%: Tauwasserausfall!
Quelle: u-wert.net UG (haftungsbeschränkt)

Wenn nur die Wärmeverluste über die Heizkörpernische verringert werden sollen, dann bieten sich folgende Möglichkeiten an:
· Strahlungsschirm
· Dämmplatte/Dämmfolie
· Innendämmung
· Nische zumauern

· Mit einem Strahlungsschirm hinter dem Heizkörper wird nur die Wärmeabstrahlung zur Außenwand aufgehalten. Ein Wärmestau in der Nische und unter einer Fensterbank fintet weiterhin statt.
· Aluminiumkaschierte Dämmplatten, Dämmtapeten und Dämmfolien (teilweise nur 4 mm "dick") werden zunehmend in Baumärkten, Internetshops und Heimwerkerforen empfohlen. Diese dünnen "Dämmstoffe" bieten sich zwar an, wenn hinter den Heizkörpern nur wenig Platz vorhanden ist, aber bevor sie angebracht werden, sollte ein Fachmann beurteilen, ob eine Tauwasserbildung (Schimmelpilzbildung) in der Wand ausgeschlossen werden kann. Außerdem muss bei dieser Maßnahme auf eine luftdichte Anbringung geachtet werden. Die Wärmebrücken "Fensterbank", "Heizkörperbefestigungen" und "Heizkörperanschlüsse" werden mit dieser Dämmungsart nicht erfassst und sind weiterhin Schwachstellen (Energieverlust, Schimmelbildung).
· Wenn eine Heizkörpernische nicht zugemauert werden soll, dann muss bei einer Beratung die Schimmelpilzproblematik und die Sinnhaftigkeit der einzelnen Dämmversuche und Dämmsysteme für eine Innendämmung ein Thema sein.
Außerdem muss bedacht werden, dass durch die angebrachte Dämmschicht der Abstand zwischen Heizkörper und Außenwand in den meisten Fällen zu gering wird, was zu einer Minderung der Wärmeabgabe führt. Um weiterhin einen Abstand von  ca. 5 cm einzuhalten, müssen die Heizkörperbefestigungen erneuert oder verlängert werden. Wenn kein Austauschheizkörper (Radiator gegen Flachheizkörper) mit weniger Bautiefe vorgesehen wird, müssen zusätzlich die Heizkörperanschlüsse geändert werden.
Diese Durchdringungen (Anschlüsse, Halter, Konsolen) müssen mit einer dampfdiffusionsdichten Schicht versehen werden. Und hier sind die Grenzen dieser Heizkörpernischendämmungsart erreicht.
· Die sinnvollste Sanierungsmaßnahme ist das Zumauern der Heizkörpernischen (anpassen an die vorhandene Außenwand). Vor allen Dingen dann, wenn auch die Heizungsanlage erneuert wird. Sollen die vorhandenen Heizkörper-Anschlüsse verwendet werden, dann können die Rohre in der Außenwand an den Heizkörper herangeführt werden.

Innendämmung, aber richtig! - Saint-Gobain Weber GmbH
Was Sie über Innendämmungen wissen sollten - Ralf Plag

 
 
Rohrheizkörper
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Rohrheizkörper sind die einfachste Art von Heizflächen. In früheren Zeiten wurden diese Heizkörper handwerklich angefertigt. Heutzutage werden sie in allen möglichen Formen als Bad-Heizkörper (Handtuchtrockner) oder als Raumteiler angeboten.
Die Wärmeleistungen der Bad-Heizkörper sind den Herstellerunterlagen zu entnehmen.
Bei den Bad-Heizkörpern, die zum Trocknen von Handtüchern genutzt werden, ist  mit einer erheblichen Leistungsminderung zu rechnen. Je nach dem Überdeckungsgrad ist mit Leistungsverlusten von 10 % bis 40 % zu rechnen.
Diese Heizkörper können in das Warmwasserheizungs-system eingebunden werden, was bei Fußboden-heizungen nicht zu empfehlen ist, da auf Grund der niedrigen Temperaturen nur eine sehr geringe Heizleistung erreichbar ist. Sinnvoll kann der Einsatz einer elektrischen Heizpatrone sein, die höhere Temperaturen erreichen und auch außerhalb der Heizperiode das Bad kurzzeitig erwärmen kann.
Auch in Trinkwasser- und Pufferspeichern werden Glattrohr-Wärmetauscher eingesetzt.
Bad-Heizkörper
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH
Rippenrohrheizkörper
Rippenrohr
Rippenrohrheizkörper bestehen aus berippten Rohren, die früher aus Gusseisen und heutzutage aus Stahl ausgeführt sind. Diese einfachen Heizkörper geben auf kleinerem Raum eine größere Wärmemenge ab als glatte Rohre (Rohrheizkörper).
Es wird zwischen folgenden Bauarten unterschieden:
  •  Bei den Bandrippenrohren sind die Rippen schraubenförmig mit oder ohne Wellung auf das Rohr aufgewickelt
  •   Bei den Scheibenrippenrohren sind einzelne Scheiben auf dem Rohr befestigt. Hierzu gehören auch die gusseisernen Rippenrohre
Rippenrohre werden in untergeordneten Räumen als Heizkörper und in Fußleistenheizungen, aber auch als Rippenrohr-Wärmetauscher, meistens aus Kupfer oder Edelstahl, in TW- und Pufferspeichern eingesetzt.
"Antiker" Rippenrohrheizkörper (Guss)
 
 
Plattenheizkörper (Flachheizkörper)

Flachheizkörper - plan (glatt)

 

Flachheizkörper - profiliert

Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH

 

Anschluss in der Mitte
Plattenheizkörper (Flachheizkörper) bestehen aus glattem oder profiliertem Stahlblech. Auf der Rückseite der einzelnen Platten können zur Erhöhung der Wärmeabgabe Konvektions-bleche oder Konvektionslamellen angebracht werden. Zwei oder mehr Platten können hintereinander angeordnet und zu einem Heizkörper verbunden werden. Man spricht dann von zwei- oder dreilagigen Plattenheizkörper. Andere Bezeichnungen dieser Heizkörperart können auch Flach- oder Flächenheizkörper, Kompaktheizkörper, Heizwand oder Wärmeplatte sein.
Einfache Plattenheizkörper geben den größten Teil (bis ca. 90 %) der Wärme durch Wärmestrahlung ab. Der Strahlungsanteil nimmt ab, je mehr Platten hintereinander angeordnet sind. Daher sollten diese Heizkörper möglichst „flächig“ gewählt werden, denn je größer die sichtbare Fläche ist, desto größer ist auch die Wärmeabgabe durch Wärmestrahlung. Bei den Heizplatten mit Lamellen ist der Konvektionsanteil über 50 %. Diese Tatsache ich bei der Planung zu beachten.
Plattenheizkörper können für Niedertemperatur-Heizungen eingesetzt werden. Die Heizkörper müssen dann aber entsprechend der gewählten Vorlauftemperatur ausgelegt werden und vergrößern sich erheblich.
Da die Wärmeleistung einer Einzelplatte relativ gering ist, gibt es verschiedene Ausführungen. Die Anordnung von mehrlagigen Platten ergeben eine Leistungssteigerung und durch das Anbringen von Konvektionsblechen bzw. Lamellen) auf der Rückseite der Platten wird die Leistung nochmals erheblich gesteigert. So ergeben sich viele Variationsmöglichkeiten und in Verbindung mit den verschiedenen Bauhöhen und Baulängen sind sie immer passend für die Fensterbreiten einplanen.
Inzwischen gibt es Montagesets mit PC-Lüfter für zwei- oder dreilagige Platten, die die Wärmeleistung auch im Niedrigsttemperatur-bereich (Wärmepumpenbetrieb) erheblich anheben.

Die Kurzbezeichnungen geben das Schema der Platten- und Konvektionsschachtanordnungen (von vorn nach hinten) an.

 

 
 
Wärmepumpenheizkörper
Um Heizungsanlagen mit Heizkörper auch für die Zukuftstechniken (Wärmepumpe, Brennwert) nutzen zu können, sollten die Systemtemperaturen möglichst niedrig gewählt werden. Ideal sind hier Systemtemperaturen (z. B. 35/30, 35/28 °C oder 32/26 °C), die auch in Flächenheizungssystemen (Fußboden- und Wandheizungen) eingesetzt werden.
Bisher wurden "flinke" Heizflächen nur über Ventilatorkonvenktoren eingesetzt, wenn die Flächenheizungssysteme sehr träge waren. Da die Ventilatorkonvektoren doch erhebliche störende Ventilatorgeräusche in Wohn- und Schlafräumen haben, wurden die sog. "Wärmepumpenheizkörper" entwickelt. Diese arbeiten mit leiseren Ventilatoren, die aber auch bei empfindlichen Betreibern immer noch als gewöhnungsbedürftig angesehen werden.
Vor allen Dingen in sanierten Altbauten (Fassaden- und Dachdämmung, dichte Fenster) müssen die vorhandene Heizflächen  für die jetzt neuen niedrigeren Systemtemperaturen angepasst werden. Da bei den niedrigen Temperaturen die Wärmeabgabe erheblich sinkt, müssen entweder Ventilatorkonvektoren oder neue Tiefst- oder Niedertemperatur-Heizkörper (Vorlauftemperaturen < 35 °C) eingesetzt werden. Diese können dann mit Systemtemperaturen auf Fußbodenheizungsniveau arbeiten. Besonders sinnvoll ist der Einsatz in Wärmepumpenanlagen, weil dadurch eine höhere Leistungszahl der Wärmepumpe erreicht wird,
Damit die Wärmeabgabe bei den niedrigen Vorlauftemperaturen ausreichend ist, werden Ventilatoren zur Leistungsteigerung eingesetzt. Diese sollten eine geringe Stromaufnahme (z. B. 2,2 W bei 12 Volt/DC) und einen niedrigen Geräuschpegel (26 dBA bis 28 dBA) haben. Gute Heizkörper haben bedarfsgesteuerte Ventilatoren, die nur bei Bedarf über Sensoren aktiviert werden.
So kann z. B. ein Heizkörper mit einer statischen Heizleistung von 456 W (ohne Ventilatoren) je nach Drehzahl der Ventilatoren eine dynamische Heizleistung von 1.029 W bis 1.149 W erreichen.
Kampmann PowerKon NT, Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilatorunterstützung
Quelle: Kampmann GmbH
Der Niedertemperatur-Konvektor mit Ventilatorunterstützung ist speziell für den Einsatz in Nieder- und Tieftemperatur-Heizsystemen, z. B. bei Wärmepumpen, konzipiert.
Er hat einen Wärmetauscher aus Kupfer/Aluminium mit gewellten Lamellen. Ein Ventilator mit einem energiesparender, geräuscharmer EC-Motor mit Stufenschaltung zur Schnellaufheizung unterstützt die Wärmeabgabe bei den niedrigen Temperaturen. Das Gerät kann auch für einen kondensatfreien Kühlbetrieb eingesetzt werden.
.

 

Quelle: Jaga Deuschland GmbH
Quelle: COSMO GmbH

Durch die heizwasserbeaufschlagte Platten hat der COSMO E2 Tieftemperaturheizkörper einen hohen Strahlungswärmeanteil. Eine intelligente Steuerung zwischen statischem und dynamischem Betrieb gewährleistet eine schnelle Wärmeabgabe bei Vorlauftemperaturen < 40 °C. Durch diese Technik erspart man sich die großdimensionierten Standardheizkörper.

Im Winter ist er ein Tieftemperatur-Heizkörper und stellt mit dem Summerbreeze-Effekt an heißen Tagen durch eine leichte Luftbewegung eine angenehm kühle Raumtemperatur (die Temperatur sinkt zwischen 2 und 4 °C) her. Durch einige Adaptionen in der Heizungsregelung ist eine trockene Komfortkühlung möglich.

 

Natürlich können auch vorhandene Plattenheizkörper auf den Niedertemperturbetrieb nachgerüstet werden. Hier werden die Ventilatoren unter oder auf den Heizkörpern angebracht. Inzwischen gibt es fertige Bausätze mit PC-Lüftern. Auch Konvektoren-Anlagen können so umgerüstet werden.
Außer der Nachrüstung für den NT-Betrieb können Plattenheizkörper und Konvektoren auch für das schnelle Aufheizen der Räume eingesetzt werden. Der Ventilator wird nur während der Aufheizphase gebraucht. Im normalen Heizbetrieb ist der Raum es genauso lautlos und zugluftfrei wie üblich.
Vorteile bei Heizkörper mit Ventilatoren:
  • Die vom Heizkörper abgegebene Leistung kann durch die Erhöhung der Konvektion verdreifacht werden. Dadurch sind tiefere Absenktemperaturen möglich, weil sich durch das Einschalten eines stärkeren Wärmestroms ein schnelles Aufheizen des Raumes erreicht wird. Durch die tiefere Absenktemperatur während der Absenkphasen ergibt sich eine Energieeinsparung.
  • Wenn der warme Luftstrom von der Wand abgeleitet und statt dessen direkt in den Raum geblasen wird, kann die Aufheizphase von mehr als 1 Stunde auf wenige Minuten verkürzt werden. Hierbei wird die Raumluft 9x schneller und die Wände 3x schneller aufgeheizt.
  • Wände und Luft werden gleichmäßig erwärmt und ein unnötiger Energieverlust durch übermäßige Erwärmung der Heizkörperumgebung (Außenwand) wird vermieden.

 

Konvektionsverstärker

Quelle: Alarm4u.de GmbH / ekospal.de
Quelle: M.a.n.z. GmbH
Wärmepumpen-Heizkörper - Jaga Deuschland GmbH
Warmwasser-Systemkonvektor - Möhlenhoff Wärmetechnik GmbH
 
 
 
 
Konvektor
Konvektoren bestehen aus waagerecht liegende Heizrohren, auf denen Lamellen zur Vergrößerung der wärmeabgebenden Fläche aufgezogen sind. In der Praxis haben sich aufgrund des besseren Strömungsverhalten des Wassers und der Luft ovale Rohre durchgesetzt.
Die Heizrohre mit den Lamellen befinden sich in einem Schacht. Je höher der Schacht ist, desto stärker ist die Kaminwirkung und somit die Wärmeabgabe. Der Schacht ist bei Fertigkonvektoren aus Blech und fest mit den Heizrohren verbunden. Der Schacht kann aber auch durch eine Nische mit einer vorgehängten Verkleidung gebildet werden. In Räumen mit Fußbodenheizung und bodentiefen Fenstern werden hauptsächlich Unterflurkonvektoren eingesetzt. Konvektoren geben die Wärme fast ausschließlich als Warmluft (Konvektion) ab.
Der Unterflureinbau von Konvektoren mit natürlicher Konvektion sind mit Roll-Rosten abgedeckt und eignen sich als alleinige Raumbeheizung oder nur als Kaltluftabschirmung vor kalten Außenflächen (Außenwand + Fenster, bodengleiche Fenster). Diese Heizkörper sind auch im Niedertemperaturbereich einzusetzen.
 
 
Gebläse-/Ventilator-Konvektor
Der Gebläsekonvektor (Ventilatorkonvektor) ist wie ein Konvektor aufgebaut. Aber um eine Leistungssteigerung und eine gezielte Wärmeabgabe zu ermöglichen, wird die Luftumwälzung durch einen oder mehreren Ventilatoren unterstützt. Diese Heizgeräte sind nicht nur für den Umluftbetrieb einzusetzen, sondern auch mit entsprechenden Zusatzteilen als dezentrale Lüftung (Mischluft- oder Außenluftbetrieb) einsetzbar. Somit sind die besonders gut in Niedertemperatursystemen (Brennwert, Wärmepumpe) geeignet.
Niedertemperatur-Konvektor
Quelle: Kampmann GmbH
Der Niedertemperatur-Konvektor ist ein Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilatorunterstützung und speziell für den Einsatz in Nieder- und Tieftemperatur-Heizsystemen, z. B. bei Wärmepumpen, konzipiert.
Er hat einen Wärmetauscher aus Kupfer/Aluminium mit gewellten Lamellen. Ein energiesparender, geräuscharmer EC-Motor mit Stufenschaltung zur Schnellaufheizung unterstützt die Wärmeabgabe bei den niedrigen Temperaturen. Das Gerät kann auch für einen kondensatfreien Kühlbetrieb eingesetzt werden.

 

 
 
Heizkörperauslegung
Die mittleren Übertemperatur beeinflusst die Leistung eines Heizkörpers. Diese ergibt sich aus der Heizkörper-Vor- und Rücklauftemperatur und der Raumtemperatur (Norm-Raumtemperatur). Da die Betriebsbedingungen in der Praxis nicht immer mit der Heizkörper-Normheizleistung (DIN EN 442 - 75/65/20) übereinstimmen, muss die Heizkörperleistung umgerechnet (Niedertemperaturfaktor) werden, um die Norm-Raumheizlast zu erreichen. > hier ausführlicher
.
Heizflächen für Niedertemperaturheizungen
Niedrige Systemtemperaturen sind besonders für den Einsatz von Brennwertgeräten und Wärmepumpen geeignet. Die Heizflächen müssen aber auf diese Niedertemperaturheizung abgestimmt sein. Wenn, besonders in Bestandanlagen, keine Flächenheizung (Fußboden- und Wandflächenheizung) möglich ist, dann bieten sich weiterhin Heizkörper (Radiatoren, Plattenheizkörper) an. Hier sollten Systemtemperaturen von 55/45 oder 45/35 für die Auslegung der Heizflächen verwendet werden. Dabei spricht man von mittleren Heizwassertemperaturen von 50 °C bzw. 40 °C. Diese Systeme geben auch aufgrund der niedrigen Temperaturen weniger Wärme über das Rohrverteilungssystem an die Umgebung ab.
Ältere Heizungsanlagen sind in den häufigsten Fällen mit einer 90/70-Auslegung (90 °C Vorlauftemperatur und 70 °C Rücklauftemperatur, mittlere Heizwassertemperatur 80 °C) gebaut worden. Da diese Heizflächen häufig überdimensioniert wurden, können sie, richtig abgeglichen, problemlos mit einer Systemtemperatur von 70/60 betrieben werden. Bei einer Renovierung müssen die Heizflächen auf eine neue niedrigere Auslegungstemperatur umgerechnet und vergrößert oder erneuert werden. Dabei werden die Heizflächen erheblich größer.
Die in der Tabelle angegebenen Werte gelten nur, wenn die Heizflächen nach einer gerechneten Heizlastberechnung (früher > Wärmebedarfsberechnung) ausgelegt wurden und am Gebäude keine zusätzlichen Dämmmaßnahmen bzw. keine Fenstererneuerung durchgeführt wurden. In diesem Fall muss die neue Raumheizlast gerechnet und die Heizflächen danach ausgelegt werden.
Vergrößerung der Heizflächen bei veränderter Auslegungstemperatur
mittlere Heizwasser-temperatur
Wärmeleitung bei 90/70-Auslegung
Vergrößerungsfaktor bei gleicher Heizleistung
40 °C
24 %
4,0
45 °C
32 %
3,0
50 °C
40 %
2,5
55 °C
49 %
2,0
60 °C
59 %
1,7
65 °C
69 %
1,5
70 °C
78 %
1,3
75 °C
89 %
1,1
80 °C
100 %
1,0
Konvektoren und die kleinen Konvektoren der Fußleistenheizungen sind bei Vorlauftemperaturen unter 70 °C in der Regel für ein Niedertemperatursystem nicht geeignet. Wenn aufgrund von Platzmangel große Heizkörper nicht einsetzbar sind, dann bieten sich hier sog. "Wärmpepumpenheizkörper" oder Ventilatorkonvektoren an.
Heizflächenauslegung - Ing. Dipl.-Päd. Markus Schöpf
 
 
Strahlungsheizung


Gedanken zu
Strahlungsheizungen

Eine Strahlungsheizung (ca. 90 % und mehr Strahlungsanteil) gibt die Wärmeenergie im Gegensatz zur Konvektionsheizung (ca. 60 % und mehr Konvektionsanteil) überwiegend durch Wärmestrahlung direkt in den Raum und an dessen Umfassungswände ab. Der Übergang der beiden Heizsysteme ist in der Regel fließend, weil eine Strahlungsheizung über die warmen Bauteile auch die Luft erwärmt (wodurch auch eine Konvektion entsteht) und eine Konvektionsheizung auch Strahlungswärme abgibt.
Eine reine Strahlungsheizung ist die elektrische Infrarotheizung (Strahlungs- bzw. Wärmewellenheizungen), da durch die hohen Temperaturen (rot bis gelb glühende Heizelemente) der Strahlungsanteil sehr groß ist. Außerdem lässt sich durch optische Reflektoren die Strahlungswärme richten und bündeln. Ein Vorteil dieser Heizung ist, dass die Wärme sofort nach dem Einschalten zur Verfügung steht. So brauchen Räume, die selten, nur kurz benutzt oder kurzeitig eine höhere Raumtemperatur benötigen (z. B. Badezimmer, Gäste-WC), wenig oder gar nicht beheizt werden müssen.
Die abgestrahlte Leistung ist von der Strahlungsflächentemperatur abhängig.
Die Vorteile einer Strahlungsheizung mit niedrigen Temperaturen (Fußboden-, Wand- und Deckenheizung, Thermische Bauteilaktivierung) in Wohnungen sind die geringere Raumlufttemperatur (bei gleichem subjektiven Wärmeempfinden der Bewohner (Empfindungstemperatur [Operative Raumtemperatur]) > Thermische Behaglichkeit) und die geringe Luftumwälzung (Konvektion), wodurch in der Regel ein angenehmes Raumklima (weniger trockene Luft) und eine geringere Staubbelastung entsteht. Besonders in hohen Räumen und stark frequentierte Durchgangsbereichen bietet sich die Strahlungsheizung an.

 
 
Fußbodenheizung
Der Einbau einer Fußbodenheizungsanlage muss bereits bei der Planung des Hauses Berücksichtigung finden. Leider gibt es immer wieder Situationen, dass sich der Bauherr erst in einem fortgeschrittenen Baustadium für die Fußbodenheizung entscheidet.

Beim Einbau des Rohrsystems für die Fußbodenheizung unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenverlegung. Bei der Trockenverlegung sind die Rohre in Vertiefungen der Hartschaumplatten verlegt. Die Rohre sind vom darüber gegossenen Estrich meistens durch eine Folie getrennt. Bei einigen Systemen sorgen Wärmeleitbleche, die um die Rohre gelegt werden, für eine gleichmäßigere Wärmeabgabe. Einige dieser Systeme sind auch für Trockenestriche geeignet.
Bei der Nassverlegung werden die Rohre oberhalb der Trittschall- und Wärmedämmung verlegt und vom Estrich rundherum umschlossen. Die meisten Fußbodenheizungen sind Systeme in Nassverlegung.
Als Material für die Rohre wird aus Kostengründen überwiegend Kunststoff verwendet. Die anfänglichen Probleme mit der Sauerstoffdiffusion scheinen überwunden zu sein.
Wenn man bei älteren Fußbodenheizungen mit Kunststoffrohren nicht sicher ist, ob die Kunststoffrohre ausreichend dicht gegen Sauerstoffdiffusion sind, sollte man die Heizkreise für Fußbodenheizung und für Heizkörper trennen . Der Heizkreis für die Fußbodenheizung wird über einen Wärmetauscher (Systemtrennung) angeschlossen, sodass das Wasser aus der Fußbodenheizung nicht in die Heizkörper gelangt.

Bei modernen Rohren für eine Fußbodenheizung ist eine solche Trennung nicht erforderlich. Bei kleinen Flächen von Fußbodenheizungen in Kombination mit Heizkörpern ist es am einfachsten, Metallrohre (Kupfer oder Weichstahl) oder Verbundrohre zu verwenden. Voraussetzung ist ein richtiges Heizungsfüllwasser.
Fußbodenheizungen haben den Vorteil, dass sie die Gestaltung und die Möblierung der Räume nicht beeinträchtigen. Fußbodenheizungen geben die Wärme zum überwiegenden Teil als Wärmestrahlung ab. Wegen der großen aufgeheizten Masse (Wasser in den Rohren, Estrich, Fußbodenbelag) sind Fußbodenheizungen im Allgemeinen träge und schwer zu regeln, vor allem wenn sie mit einer relativ hohen Vorlauftemperatur betrieben werden müssen, um die erforderliche Wärmeabgabe zu erreichen. Hier wird zunehmend über "Einzelraumregelung - ERR - Ja oder Nein?" diskutierte und der Trend geht immer mehr zu "Nein", weil die praktische Erfahrung der Anlagenbetreiber zeigt, dass der Selbstregeleffekt eine ERR überflüssig macht. In Neubauten muss aber eine Befreiung von der EnEV bei der unteren Baubehörde eingehollt werden.

Bei guter Wärmedämmung des Gebäudes kann die Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung entsprechend niedrig (z. B. 32/28) sein. Dadurch ist die im Estrich gespeicherte Wärmemenge kleiner und die Trägheit der Fußbodenheizung geringer.
Im Vergleich zu Heizkörpern werden Fußbodenheizungen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben, noch etwas niedriger als bei Niedertemperaturheizkörpern. Niedrigere Vorlauftemperaturen sind anzustreben, da hohe Oberflächentemperaturen des Fußbodens als unangenehm empfunden werden.
Werden Fußbodenheizungen oberhalb unbeheizter Räume oder in nicht unterkellerte Räume eingebaut, ist besonders auf eine gute Wärmedämmung nach unten und die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu achten.
Für Fußbodenheizungen eignen sich besonders Beläge mit einer guten Wärmeleitfähigkeit, z. B. Fliesen und Naturstein. Diese Beläge wirken aber besonders in der Übergangszeit fußkalt, sodass etwas geheizt werden muss. Inzwischren hat sich auch rumgesprochen, dass jeder Bodenbelag für Fußbodenheizungen geeignet ist.
Vor dem Verlegen des Fußbodenbelags muss der Estrich getrocknet werden.
Wenn nach dem Funktionsheizen die notwendige Restfeuchte des Estrichs noch nicht erreicht ist, kann ein Belegreifheizen durchgeführt werden. In täglichen Schritten von 10 °C wird das Belegreifheizen, beginnend bei einer Vorlauftemperatur von ca. 25 °C, bis zur maximalen Vorlauftemperatur von 55 °C durchgeführt. Die maximale Vorlauftemperatur wird solange gehalten, bis die geforderte Restfeuchte erreicht ist. Im Anschluss wird die Vorlauftemperatur wieder in Schritten von 10 °C gesenkt bis auf ca. 25 °C. Das Belegreifheizen ist eine besondere Leistung nach VOB Teil C ATV DIN 18380 und muss gesondert zu beauftragt werden.
- DIN EN 1264-1:1997-11 "Fußboden-Heizung – Systeme und Komponenten – Teil 1: Definitionen und Symbole; Deutsche Fassung DIN EN 1264-1:1997"
- DIN EN 1264-2:1997-11 "Fußboden-Heizung – Systeme und Komponenten – Teil 2: Bestimmung der Wärmeleistung;  Deutsche Fassung DIN EN 1264-2:1997 DIN EN 1264-3:1997-11",
- DIN EN 1264-3:1997-11 "Fußboden-Heizung – Systeme und Komponenten – Teil 3: Auslegung; Deutsche Fassung  DIN EN 1264-3:1997",
- DIN EN 1264-4:2001-12 "Fußboden-Heizung – Systeme und Komponenten – Teil 4: Installation; Deutsche Fassung DIN EN 1264-4:2001" 2

Brennwert- und Fußbodenheizung in Eigentumswohnungen
Die richtige Einstellung und Handhabung einer Fußbodenheizung (Niedertemperaturheizung) ist immer wieder ein Streitthema in Eigentümerversammlungen, besonders dann, wenn einige Eigentümer ihre Wohnung ständig bewohnen und andere nur am Wochenende oder in den Ferien ihre Wohnung nutzen. Als Grundlage für dieses Thema habe ich diese kurze Zusammenfassung erstellt. Leider wurde das Thema zerredet, weil einige Eigentümer wohl bemerkt haben, dass der Kauf ihrer Wohnung ein Fehlkauf war.
Eine Niedertemperaturheizung ist nun einmal nicht für Ferienwohnungen und Wochenendhäuser geeignet!

Bei der Sanierung der Heizung wurde ein Konstanttemperaturkessel ohne Regelung der Vorlauftemperatur (Nachrüstpflicht nach EnEV 2009 § 14) gegen ein Brennwertgerät mit einer integrierten außentemperaturgesteuerten Zentralregelung eingebaut. Um den Sinn dieser Anschaffung zu nutzen, muss die Anlage mit einer möglichst niedrigen Systemtemperatur1 betrieben werden.
Das vorhandene Heizungssystem ist besonders geeignet, den Brennwertnutzen2 voll auszuschöpfen, da es mit einer niedrigen Temperatur (z. B. 35 °C Vorlauf und 28 °C Rücklauf) betrieben werden kann und auch sollte. Nur so kann Energie gespart werden. Außerdem gewährleistet eine niedrige Systemtemperatur mit einer geringen Temperaturdifferenz (max. 6 K) eine gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Fußbodenfläche (keine kalten Zonen im Raum), die Raumtemperatur kann besser eingestellt3 werden und der sog. Selbstregeleffekt4 ist voll nutzbar.
Wichtig ist, dass die eingestellte Vorlauftemperatur (an der Regelung im Heizraum) nicht verändert wird, weil sonst die am Wohnungsverteiler eingestellten Werte zu einer Überhitzung bzw. Abkühlung der Räume führt und eine Nachregulierung an den Wohnungsverteilern erst mit einer Verzögerung von ca. 24 Stunden wirksam bzw. spürbar wird.
1 Die üblichen Heizwassertemperaturen (Systemtemperaturen) bei Fußbodenheizungen liegen bei einer Vorlauftemperatur zwischen 32 bis 35 °Cund einer Rücklauftemperatur zwischen 26 bis 28 °C. Nur so lassen sich gesunde und angenehme Fußbodentemperaturen (21 bis max. 26 °C) erreichen. Die angegebenen Temperaturen gelten bei einer Außentemperatur von z. B. -10 °C (Schleswig-Holstein). Die vorhandene zentrale Regelung (Heizkurve5) stellt die Heizwassertemperatur in Abhängigkeit zur Außentemperatur automatisch ein.
2 Ein Brennwertgerät kann bei einer richtigen niedrigen Einstellung die Energie ( Kondensationswärme) aus dem Abgas nutzen. Im Gerät kondensiert der Wasserdampf und wird abgeleitet. Bei der Verbrennung von 1 m³ Erdgas entsteht ca. 1 l Wasser (Kondensat). Anhand dieses Wertes kann auch die Effizienz der Anlage gemessen werden.
3 Da die Anlage keine Einzelraumregelung hat (die bei Fußbodenheizungen auch nicht notwendig ist), müssen die Durchflussmengen (und damit indirekt die Raumtemperaturen) am Verteiler per Hand eingestellt werden. Das kann aber nur funktionieren, wenn alle Wohnungen gleichmäßig beheizt oder wenigstens auf 15 °C temperiert werden. Ansonsten heizt eine durchgehend beheizte Wohnung die anderen Wohnungen mit, was zu erheblich höheren Heizkosten gegenüber den anderen Wohnungen führt. Auch eine Änderung der Vorlauftemperatur, z. B. um schnell aufzuheizen, führt nicht nur zu höheren Heizkosten, sondern verändert die Temperaturen in den anderen Wohnungen.
4 Durch die Einwirkung von Fremdwärme (z.B. Sonneneinstrahlung, elektrische Geräte, Personen) heizt sich ein Raum auf. Je kleiner die Temperaturdifferenz zwischen der Fußbodentemperatur und der Raumlufttemperatur wird, desto geringer ist die Wärmeabgabe der Fußbodenheizung. Bei gleichen Temperaturen oder umgekehrten Temperaturen gibt der Fußboden keine Wärme mehr ab bzw. nimmt sogar Wärme (z. B. bei direkter Sonnenbestrahlung) auf. Diesen Vorgang bezeichnet man als Selbstregelungseffekt.
5 Eine außentemperatur- oder witterungsgeführte Heizungsregelung ist eine Kombination aus Steuerung und Regelung. Hier wird die Außentemperatur (Führungsgröße) gemessen und über ein Berechnungsprogramm der Sollwert der Regelgröße (Vorlauftemperatur) berechnet. Dieser Vorgang ist eine Steuerung.Dann wird der Sollwer der Regelgröße an die Vorlauftemperaturregelung (Mischventil) bzw. bei modulierenden Wärmeerzeugern an die Brennerregelung weitergegeben, die dann versucht, die Regelgröße entsprechend zu erreichen. Diese Regelung muss über die Heizkurve (Heizkennlinie) an die entsprechende Flächenheizung]) Anlage (Art der Heizflächen [Radiatoren- oder Plattenheizkörper, Konvektoren bzw. das Gebäude (Bauart, Dämmung, Luftdichte) angepasst werden.

 
 
Frästechnik
Die Frästechnik wurde entwickelt, um nachträglich in Ein- und Mehrfamilienhäusern eine wasserführende Fußbodenheizung zu installieren. Diese Technik bietet sich besonders bei der Altbausanierung an. Hier werden in vorhandenen Estrichen Nuten für die Verlegung des Heizungsrohrsystems gefräst.


Eingefräste Fußbodenheizung
Zent-Frenger Energy Solutions
Quelle: Uponor GmbH

 

 

Die Nuten werden nahezu staubfrei passgenau für PE-Xa Heizungsrohre in den vorhandenen Zement-, Anhydrid oder Trockenestrich gefräst. Dabei wird der anfallende Staub durch einen in der Fräsmaschine eingebauten Industriestaubsaugers direkt abgesaugt.
Bei der Altbausanierung müssen die alten Bodenbeläge rückstandlos entfernt werden. Die Eignung des bestehenden Estrichs muss vorab mit dem Oberbelagsleger (Estrichleger, Fliesenleger, Tischler) besprochen werden. Dieser muss im Rahmen der Prüfpflichten (z. B. nach DIN 18352 [Fliesen- und Plattenarbeiten] oder DIN 18365 [Bodenbelagsarbeiten]) eine Prüfung des bestehenden Estrichs vornehmen.
Vor dem Fräsen muss man sicher sein, dass bei vorhanden Leitungen im Estrich eine Überdeckung von mindestens 40 mm erforderlich ist, ansonsten ist eine Estrichdicke von 40 mm ausreichend.
Nach der Verlegung muss eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1264-4 (Fußbodenheizung, Systeme und Komponenten - Installation) mit Wasser oder Druckluft durchgeführt werden. Am Tag der Übergabe muss der Kunde anwesend sein, um die Installation abzunehmen.

Wichtige Voraussetzungen für die nachträglich eingefräste Fußbodenheizung
Frästechnik-Video - Uponor GmbH

Fräsen oder doch lieber neu verlegen - HaustechnikForum

 
 
Dünnbett-Fußbodenheizung

Im Rahmen einer Altbausanierung wird statt der alten Heizkörperheizung eine Fußbodenheizung gewünscht. Hier bieten sich die verschiedenen Dünnbett-Fußbodenheizungsysteme (Wasserheizung oder Elektroheizung) an. Bei dem Einsatz dieser Systeme muss der vorhandene Estrich nicht entfernt werden, da die Aufbauhöhe nur bis ca. 25 mm (Trockenbausystem bis ca. 60 mm) beträgt. Sollte diese Aufbauhöhe noch zu hoch sein, so kann man auch die Frästechnik einsetzen.
In allen Fällen sind nur geringe Veränderungen an der Bausubstanz notwendig. Oft können mehrere Heizkreise an die alten Heizkörperanschlüsse angeschlossen werden. Hierzu gibt es Systeme, die mit einer Übergabestation incl. Pumpe, Mischeinrichtung und Regelung ausgestattet sind. Auch ein Systemtrennungswärmetauscher ist möglich. Wenn die Heizleistung der Fußbodenheizung die Raumheizlast nicht abdecken kann, dann können einige Systeme auch als zusätzliche Wandheizung eingesetzt werden.


Fußbodenheizung mit BEKA Heiz- und Kühlmatten

FLEXIRO Fußbodenheizung
Quelle: BEKA Heiz- und Kühlmatten GmbH

 

 

Vor dem Einbau eines Dünnbett-Fußbodenheizungs-Systems muss der Untergrund (lastabtragende Boden) auf die  Tragfähigkeit, Oberflächenfestigkeit, Wärme- und Trittschalldämmung, Ebenheits- und Winkeltoleranzen, Nutz- und Einzellasten, Durchbiegung/Schwingung, Fugen, Feuchtigkeitssperre/Taupunktverschiebung und verfügbaren Aufbauhöhen überprüft werden.
Grundsätzlich wird diese Heizungsart als System angeboten, damit alle Teile (Verteiler, Rohre, Armaturen) zusammenpassen.
Mit sog. Kapillarrohrmatten ist ein besonders geringer Bodenaufbau und eine gleichmäßige Bodentemperatur zu erreichen. Diese Matten bestehen aus Polypropylen Random-Copolymerisat Typ 3 und haben einen Kapillarrohrabstand (Kapillarrohr [3,35 x 0,5 mm]) von 15 mm. Das Sammlerrohr (20 x 2 mm) wird über ein thermisches Kunststoffschweißen angeschlossen.
Da die Aufbauhöhe nicht zu groß wird, haben die wasserführenden Rohre einen kleinen Durchmesser (6. 8 10, 12, 14, 16 mm), die aus Kunststoff (PE-RT, PE-Xc) bzw. Verbundrohr (PE-RT/AL/PE-RT, PE-RT/AL/PE-HD) bestehen. Die Rohre können auf Klippschienen, Noppenplatten, Rollmatten bzw. selbstklebende Matten und in Trockenbauelemente verlegt werden.
Aufgrund der dünnen Rohre sollten die einzelnen Heizkreise klein gehalten (Herstellerunterlagen beachten) und in besonders in Altanlagen über eine Systemtrennung eingebunden werden. In Neuanlagen sollte das Heizungswasser entsprechend behandelt sein. In der Regel werden diese Systeme auch zur Fußbodenkühlung und als Wandheizung bzw. Wandkühlung eingesetzt. Der Einsatz als Kühlfläche setzt eine fachliche Planung aufgrund der Kondenswasserbildung voraus.

Dünnbett-Fußbodenheizung und Wandheizung - BEKA Heiz- und Kühlmatten GmbH
Fußbodenheizung mit BEKA Heizmatten
Fußbodenheizungen - Fußbodenheizung im Dünnbettsystem- Höhne Wärme- und Energiesysteme GmbH & Co. KG


Mini-Trennstation KOMPAKTO 5000
Quelle: BEKA Heiz- und Kühlmatten GmbH

Eine Trennstation (Wohnungsstation) ist für Flächenheizungen (z.B. Dünnbett-Fußbodenheizung und/oder Wandheizung) bis einer Heizlast 5 kW entwickelt. Durch die Systemtrennung ist der Einsatz bei der Sanierung in Altanlagen und hier besonders für die einzelnen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geeignet. So kann jeder Mieter seine "Wohlfühltemperatur" einstellen.
Die Station kann in einem Verteilerschrank (400/360/170 mm [z. B. in einer alten Heizkörpernische]) oder direkt an der Wand montiert werden (Auffangbehälter für Tropfwasser aus dem Sicherheitsventil vorsehen). Bei der Einbindung in Altanlagen sollte im primär Anschluss (Vorlauf) wenigstens ein Schmutzfänger eingebaut werden.
Die geregelte Mini-Energie-Heizungspumpe ist für die notwendige Förderleistung ausgelegt. Hier muss aber immer eine Rohrnetzberechnung durchgeführt werden, weil die Rohre in den Dünnbett-Systemen sehr kleine Durchmesser haben können.
Während des Füllens, Spülens und der Dichtheitsprüfung der Flächenheizung muss die Station hydraulisch von dieser getrennt werden.

Die Anlage sollte immer mit dem geeigneten Heizungsfüllwasser betrieben werden.

Verteiler-Regelstation RS
Quelle: Eisenwerk Wittigsthal GmbH

Regelstation RSS mit Systemtrennung

 
 
Flächentemperierung

Auch wenn in einem Haus oder einer Wohnung nur eine Heizkörperheizung vorhanden ist, können kleine Flächen (z. B. Badezimmer) mit einem warmem Fußboden ausgestattet werden. Jeder Armaturenhersteller bietet verschiedene Systeme zur Fußbodentemperierung an. Diese Systeme werden in der Regel in den Heizkörperkreis eingebunden.
Bei Flächen- bzw. Fußbodentemperierungssystemen sollte man darauf achten, dass das Heizungswasser richtig behandelt ist. Magnetitschlamm aus den Heizkörpern könnte (wird) schon nach kurzer Zeit zu Problemen an den Armaturen und Pumpen führen.

Bei allen Systemen muss die von der Anlage gefahrene Vorlauftemperatur für den Fußbodenaufbau und dem Rohrmaterial der Fußbodenheizung geeignet sein. Alle Multibox-Ausführungen sind im Rücklauf am Ende des Fußboden-Heizkreises anzuschließen. Dabei ist die Flussrichtung zu beachten. Je nach dem Rohrleitungsdruckverlust können Heizflächen bis ca. 20 m2 bzw. eine Rohrlänge von 100 m bei 12 mm Innendurchmesser angeschlossen werden. Bei Heizflächen >20 m2 bzw. Rohrlängen >100 m sollten zwei gleich lange Heizkreise mit z. B. einem T-Stück an die Multibox angeschlossen werden. Ein geräuscharmer Betrieb wird gewährleistet, wenn  der Differenzdruck über dem Ventil den Wert von 0,2 bar nicht überschreitet.
Multibox K-RTL
Quelle: TA Heimeier
Multibox K wird für die Einzelraumtemperaturregelung von z. B. Fußbodenheizungen und Wandheizungen in Verbindung mit Niedertemperaturheizungsanlagen eingesetzt
Multibox RTL wird für die Maximalbegrenzung der Rücklauftemperatur bei z. B. Radiatorheizungsanlagen zur Temperierung von Fußbodenflächen eingesetzt. Hier wird ausschließlich die Rücklauftemperatur geregelt.
Multibox K-RTL wird für die Einzelraumtemperatur-regelung und Maximalbegrenzung der Rücklauftemperatur bei z. B. Radiatorheizungsanlagen eingesetzt. Die Box kann auch in Wandheizungen eingesetzt werden.
Mit der Absperr-/Regulierspindel kann ein hydraulischer Abgleich vorgenommen werden.

Verschiedene Arten der Fußbodentemperierung
Quelle: TA Heimeier
Das integrierte Thermostatventil, in Verbindung mit dem Thermostat-Kopf, ist ein stetiger Proportionalregler (P-Regler) ohne Hilfsenergie. Es benötigt keinen elektrischen Anschluss oder sonstige Fremdenergie. Die Änderung der Raumlufttemperatur (Regelgröße) ist proportional zur Änderung des Ventilhubes (Stellgröße). Steigt die Raumlufttemperatur z. B. durch Sonneneinstrahlung an, so dehnt sich die Flüssigkeit im Temperaturfühler aus und wirkt über das Kapillarrohr auf das Wellrohr im Ventil-Anschlussstück. Dieses drosselt über die Ventilspindel die Wasserzufuhr im Fußboden-Heizkreis. Bei sinkender Raumlufttemperatur verläuft der Vorgang umgekehrt. In Verbindung mit thermischen oder motorischen Stellantrieben erfolgt die Einzelraumtemperaturregelung über entsprechende Raumthermostate.
Der integrierte Rücklauftemperaturbegrenzer ein stetiger Proportionalregler (P-Regler) ohne Hilfsenergie.  Die Änderung der Temperatur des durchfließenden Mediums (Regelgröße) ist proportional zur Änderung des Ventilhubes (Stellgröße) und wird durch Wärmeleitung auf den Fühler übertragen. Steigt die Rücklauftemperatur z. B. auf Grund reduzierter Heizleistung der Fußbodenheizung durch Fremdwärmeeinflüsse an, so dehnt sich der Dehnstoff im Temperaturfühler aus und wirkt auf den Membrankolben. Dieser drosselt über die Ventilspindel die Wasserzufuhr im Fußboden-Heizkreis. Bei sinkender Mediumtemperatur verläuft der Vorgang umgekehrt. Das Ventil öffnet, wenn der eingestellte Begrenzungswert unterschritten wird.
 
 


Funktions- und Belegreifheizen
Quelle: Hamberger Flooring GmbH & Co. KG

Belegreifheizen
1. Der Estrich muss fachgerecht nach DIN EN 13183 hergestellt werden. Zu beachten ist hierzu auch das Merkblatt für beheizte Fußbodenkonstruktionen vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Die Liegezeit für das Belegreifheizen eines Zementestriches liegt in der Regel bei mindestens 28 Tagen, bei Calciumsulfatestrichen (Anhydrit) mindestens 14 Tagen. Die Belegreife ist erreicht, wenn bei der durchzuführenden CM-Messung die Estrichfeuchtewerte bei Zementestrich von 1,8 CM %, bei Calciumsulfatestrich (Anhydrit) von 0,3 CM % gemessen wurden. Scheinfugen und Risse im Estrich müssen bei vollflächiger Verklebung und auch bei schwimmender Verlegung unbedingt kraftschlüssig verbunden werden. Dies erfolgt durch Ausgießen mit Zwei-Komponenten-Kunstharz. Bewegungsfugen, die vom Heizungshersteller zwingend eingebracht wurden, müssen in die Bodenbelagsfläche übernommen werden.

Vor dem Belegreifheizen ist ein Funktionsheizen durchzuführen.

2. Beim Belegreifheizen ist die Vorlauftemperatur täglich, von 25 °C beginnend, um 10 °C zu erhöhen bis zur Erreichung von 55 °C bzw. der vorgesehenen max. Vorlauftemperatur (Nachtabsenkung außer Betrieb).
3. 11 Tage lang wird bei 55 °C bzw. mit der vorgesehenen max. Vorlauftemperatur ohne Nachtabsenkung geheizt.
4. Täglich um 10 °C abheizen, bis 25 °C erreicht werden (Nachtabsenkung außer Betrieb).
5. Nun muss die Estrichfläche mit einem CM-Gerät auf Feuchtigkeit überprüft werden. Dieses muss an den ausgewiesenen Messstellen erfolgen. Falls die Belegreife nicht erreicht wurde, muss mit ca. 40 °C Vorlauftemperatur bis zur Belegreife weitergeheizt werden.
6. Nun kann verlegt werden: Beachten Sie die entsprechende Verlegeanleitung. Bei der Verlegung muss die Oberflächentemperatur des Estrichs mind. 18 °C und die relative Luftfeuchtigkeit max. 65 % betragen.
7. Nach der Verlegung der Böden muss das oben genannte Klima mindestens 5 Tage lang gewährleistet sein.
8. Der Fußboden kann nun aufgeheizt werden.
Während der Heizperiode ist aufgrund der raumklimatischen Verhältnisse nicht auszuschließen, dass zwischen den Elementen geringfügige Fugen entstehen. Dies ist jedoch kein Qualitätsmangel. Minimiert bzw. verhindert werden kann diese Erscheinung durch ein nahezu konstantes Klima im Raum von ca. 20 °C und 50 % rel. Luftfeuchtigkeit. Der Einsatz eines elektrischen Luftbefeuchters auf Verdunstungsbasis, der zusätzlich die Behaglichkeit der Bewohner fördert, ist hier von Vorteil.

Funktionsheizen
Durch das Funktionsheizen (erste Aufheizen bis zur höchst zulässigen Vorlauftemperatur) des Estrichs aus Zement und Calciumsulfat/Anhydrit wird ein Teil des überschüssigen Wassers aus dem Estrich entfernt. Dieser Aufheizvorgang hat nichts mit dem Erreichen der Belegreife zur nachfolgenden Verlegung des Oberbodenbelages zu tun. Mit dem Funktionsheizen nach DIN EN 1264 Teil 4 kann der ausführende Heizungsfachbetrieb im Rahmen der Funktionskontrolle nach VOB DIN 18380 und DIN EN 1264-4 die Erstellung eines mangelfreien Gewerks nachweisen.
Früher (z. B. 1960) sprach man vom Probeheizen, wobei auch der Volumenstrom eingestellt und der Hydraulische Abgleich durchgeführt werden musste.
Vor dem Aufheizen muß sowohl die Druckpüfung (Dichtheitsprüfung) und die Einregulierung (Hydraulischer Abgleich) erfolgt sein. Das Funktionsheizen wird nach der spezifischen Liegezeit (Zementestrichen 21 Tage und Calciumsulfat-/Anhydritestrichen 7 Tage [bzw. nach Herstellervorgaben]) des Estrichs durchgeführt. Das Funktionsheizen gewährleistet nicht, dass dadurch die notwendige Ausgleichsfeuchte zur Verlegung des Oberbodenbelags erreicht wird. Hier wird ein Belegreifheizen und eine CM-Messung notwendig!
Bei der Einbringung des Estrichs müssen die Heizrohre der Fußbodenheizung mit Wasser gefüllt und die Fußbodenheizung darf aber nicht in Betrieb sein. Nur im Winter darf die Warmwasser-Fußbodenheizung bei der Estricheinbringung nur mit einer max. Vorlauftemperatur von 15 - 20 °C beheizt werden. Das eigentliche Aufheizen (Steigerung der Vorlauftemperatur) darf bei Zementestrichen erst 21 Tage nach Estrichherstellung, bei Calciumsulfatestrichen frühestens 7 Tage (bzw. nach Herstellervorgaben) nach Estrichherstellung erfolgen.
Beim Aufheizen nach der spezifischen Liegezeit ist die Vorlauftemperatur auf ca. 20° C einzustellen und ist beim frischen Estrich dann täglich um ca. 5 °C bis zu der max. Vorlauftemperatur zu erhöhen und mindestens 2 Tage zu halten. Danach ist die Heizleistung der Fußbodenheizung zu überprüfen.

Nach dem Abschalten der Fußbodenheizung ist der Estrich vor Zugluft und zu schnellem Austrocknen zu schützen.

Aufheizung von Estrichen - Funktionsheizen nach DIN EN 1264 Teil 4
Uponor Heizen/Kühlen – Beschreibungen und Formblätter zur Dichtheitsprüfung und zum Funktionsheizen, Normen und Vorschriften
Kombiniertes Funktions- und Belegreifheizen für
Fußbodenheizungen mit Calciumsulfat- und Zementestrichen

CM-Messung
Die Estrichfeuchte kann direkt oder indirekt gemessen werden. Mit den direkten Methoden (CM-Methode, Darr-Messung) wird die genaue Menge an Wasser im Estrich bestimmt. Bei den indirekten Feuchtemessmethoden wird z. B. die elektrische Leitfähigkeit mit einem elektronischen Messgerät gemessen. Ein "normales° Feuchtigkeitsmessgerät ist für die Restfeuchtemessung der verschiedenen Estricharten für die Belegreife nicht geeignet.
Da es verschiedene Estricharten (Zementestrich, Zementheizestich, Anhydritestrich, Anhydritheizestrich) gibt, sollte man die genaue Zusammensetzung kennen. Jeder mineralische Baustoff nimmt unterschiedlich viel Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie, in Abhängigkeit von der relativen Feuchte der umgebenden Raumluft, wieder ab. Außerdem trocknet jeder neu eingebrachte Estrich anders und unterschiedlich schnell.

Die CM-Messung ist die älteste und bewährteste Methode für die Bestimmung der Restfeuchte im Estrich. Die Belegreife muss vor den Bodenbelag- und Parkettarbeiten bekannt sein. In der Praxis werden keine Unterschiede bei den verschieden Bodenbelagsarten (Teppichboden, Fliesen, Laminat, Parkett, Kork) gemacht. Bei den Heizestrichen wird die Restfeuchtemessung nach dem Funktionsheizen vorgenommen. Evtl. ist auch noch ein Belegreifheizen erforderlich.

Restfeuchte für die Belegreife
               - Zementestrich < 2,0 CM%
               - Zementheizestich < 1,8 CM%
               - Anhydritestrich < 0,5 CM%
               - Anhydritheizestrich < 0,3 CM%

Der genaue Punkt (möglichst feuchte Stelle) der Probennahme des Stemmgutmaterials in den Räumen wird mit einem elektronischen Messgerät an der Estrichfläche gesucht. Bei einem Heizestrich (Fußbodenheizung) legt Heizungsplaner nach DIN EN 1264 Teil 4 in der Installationszeichnung eine Messstelle pro Raum fest, der 10 cm Abstand zu Heizungsrohren haben muss. Hier müssen natürlich die Anordnung bzw. das Verlegen der Rohrleitungen nach der Planungsvorgabe ausgeführt werden.
Die Probenentnahme für die CM-Messung wird aus dem unteren Estrichdrittel entnommen. Der CM-Gerätekoffer hat alle erforderlichen Messgeräte und Werkzeuge zur Stemmgut-Probenentnahme.
Die Ergebnisse der Messungen sind in einem Protokoll (Beipiel 1, Beispiel 2) einzutragen.

Kurze Erläuterung der CM-Messung nach DIN 18560-4

  • CM-Gerät, geprüfte Druckflasche nach Richtlinie 97/23/EG mit Manometer, montiert nach EN 837-2 (max. absoluter Fehler 25 mbar), Waage, Fehlergrenze ± 2 g, Beutel, aus Polyethylen (PE)
  • Durchschnittsprobe über den ganzen Querschnitt des Estrichs entnehmen und in einen PE-Beutel einfüllen, Probe im PE-Beutel in der Schale zerkleinern, Homogenisieren der Probe durch Umfüllen in einen weiteren PE-Beutel
  • Aus dem vorbereiteten Prüfgut eine Materialprobe abwiegen: Calciumsulfatestrich 100 g, Magnesiaestrich 50 g, Zementestrich 50 g
  • Prüfgut und Stahlkugeln und im Anschluss Glasampulle mit Calciumcarbid vorsichtig in das CM-Gerät einfüllen. Nach dem Verschließen des CM-Gerätes 2 Minuten kräftig schütteln, 5 Minuten später nochmals eine Minute schütteln, sowie 10 Minuten später nochmals kurz (~ 10 s) aufschütteln und Wert ablesen
  • Prüfgutkontrolle durchführen: wenn das Prüfgut nicht vollständig zerkleinert ist, Prüfergebnis verwerfen und Messung wiederholen
CM-Messung ist das Maß aller Dinge - Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF)
CM-Messgerät
Mit diesem Messgerät kann schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit in Baustoffen bestimmt werden.

Während und nach dem Funktionsheizen von Fußbodenheizungen und dem Belegreifheizen kann die Restfeuchtigkeit von Unterlagsböden nach der Carbid-Methode (CM) festgestellt werden. Die Feuchtigkeit kann auf dem Manometer ohne Umrechnungstabelle direkt abgelesen werden. Das Manometer hat eine Drosselschraube, wodurch die Lebensdauer wesentlich verlängert wird. Die robuste mechanische Federwaage ist mit einer Ablesehilfe aller gängigen Einwaagen versehen.

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Quelle: DS Messwerkzeuge
 
 


Wandflächentemperierung mit Minitec Anschlussbox


Minitec-Nassputzsystem für Wände und Decken
Quelle: Uponor GmbH/

Kleinflächentemperierung
Bei der Altbausanierung, aber auch in Neubauten, werden zunehmend Niedertemperaturheizkreise gewünscht, die nicht nur heizen sondern auch kühlen können. Die nachrägliche Einbindung in bestehende Ein- oder Zweirohr-Heizungsanlagen, die in der Regel mit höheren Temperaturen gefahren werden, ist in vielen Fällen schwierig.
Hier bietet sich z. B. das Flächentemperiersystem Uponor Minitec für die Temperierung von Fußböden, Wände und Decken an. In der Minitec Anschlussbox können auf engstem Raum bis zu drei gleich lange Heizkreise angeschlossen werden. Über den bereits vormontierten Uponor Thermoantrieb TA 230 und in Verbindung mit dem Uponor Raumfühler RF 230 lässt sich die Wärmeabgabe der Minitec-Heizkreise raumtemperaturabhängig regeln. Auch die Uponor Fluvia T Vorlauftemperatur-Regelstationen Push-12 sind für dieses System geeignet. Beide Anschlussboxen sind besonders für die Renovierung geeignet.
Dass Minitec-Nassputzsystem kann zum Heizen sowie Kühlen an Wänden und Decken eingesetzt werden, was besonders bei vorwiegendem Kühlbedarf interessant ist. Steht der Heizungsbetrieb im Vordergrund, so sind die Wandflächen zur Raumtemperierung hervorragend geeignet. Durch die geringe Putzüberdeckung ist das Nassputzsystem zudem sehr schnell regelbar. Decken- und Wandanwendungen lassen sich zudem beliebig miteinander kombinieren.

Flächenheizung und -kühlung für Neubau und Renovierung - Uponor Minitec
Flächentemperiersysteme für Boden, Wand und Decke - Uponor/Knauf


Uponor Fluvia T Push-12 WL-X mit komfortabler Funk-Raumregelung Uponor Radio
Quelle: Uponor GmbH

Die Uponor Fluvia T Vorlauftemperatur-Regelstationen Push-12 mit integrierter Einzelraumregelung eignet sich zur Anbindung kleinerer Flächenheizungen (Fußboden, Wand, Decke) bis 30 m2 an ein Heizkörpernetz. Die Pumpenstationen regeln wahlweise über einen Thermostatkopf mit Kapillar-Raumtemperatursensor oder einen Raumfühler (drahtgebunden oder Funk) mit Thermoantrieb die Raumtemperatur. Ein Hosenstück ermöglicht die sekundäre Erweiterung auf zwei Heizkreise.
Die Regelstationen eignen sich besonders für den nachträglichen Einbau in vorhandene Heizkörperanlagen, die mit höheren Systemtemperaturen gefahren werden. Die integrierte Umwälzpumpe sorgt für die ausreichende Förderhöhe bzw. Volumenstrom und beeinflusst nicht die Hydraulik der bestehenden Anlage.

Regelungskomfort für Kleinflächenheizungen - Uponor GmbH


Kleinflächenheizungen Uponor Fluvia T Pumpengruppe Push-12

 
 
Fußbodenkühlung
Bei geringen Kühllasten reicht die Leistung einer Fußbodenkühlung zur Raumkühlung aus   Für höhere Kühllasten bietet sich die Deckenkühlung an. Bei der Fußbodenkühlung kann die Fußbodenheizung auch als Kühlfläche eingesetzt werden. Hierzu sind nur wenige Zusatzkomponenten notwendig. Bei der Flächenkühlung unterscheidet man bei der Kaltwassererzeugung zwischen aktiver und passiver Kühlung. Auch der parallele Einsatz von Ventilatorkonvektoren (Fan Coil Units) ist möglich.
Hydraulischen Schaltung für Heizung, passive Kühlung
und parallele Trinkwassererwärmung

Quelle: Uponor GmbH
Animation - passive Kühlung - Glen Dimplex Deutschland
Bei der passive Kühlung werden Wasser/Wasser- oder Sole/Wasser-Wärmepumpenanlagen eingesetzt, wobei in der Regel das Erdreich oder Grundwasser als regenerative Kühlquelle genutzt wird. Das vorhandene niedrige Temperaturniveau wird über einen Wärmetauscher auf das Flächensystem übertragen. Der Verdichter der Wärmepumpe wird dabei im Gegensatz zur aktiven Kühlung nicht genutzt. Bei dieser Betriebsart sind nur die Umwälzpumpen in Betrieb.
Die erreichbare Kühlleistung richtet sich nach der Kaltwassertemperatur, der effektiven Übertragerfläche und der Belag der Kühlfläche im Raum und wird von der Taupunkttemperatur begrenzt. Wenn die geplante Raumtemperatur nicht erreicht werden kann, so lassen sich die Raumtemperaturen um einige Grad senken, was im Vergleich zu nicht gekühlten Räumen als angegenehmer wahrgenommen wird. Das System ist nicht geeignet, wenn in den genutzten Räumen festgelegt Temperaturen gewährleistet werden müssen, wie es z. B. in gewerblich genutzten Gebäuden gegeben ist.

Bei der aktive Kühlung wird für den Betrieb einer Kältemaschine (Kaltwassersatz) oder Wärmepumpe Energie benötigt. Dabei entzieht ein umlaufendes Kältemittel dem zu kühlenden Anlagenwasser über einen Verdampfer die aufgenommene Wärme. Diese Wärmemenge wird über einen Verflüssiger nach außen abgegeben. Ein Kompressor im Kältekreis hält den Kreislauf aufrecht. Ob die anfallende Wärme auch zur Trinkwassererwärmung genutzt werden kann, muss von Fall zu Fall abgeklärt werden.
Ob eine  Kombination von aktiver und passiver Kühlung sinnvoll ist, hängt von den Gegebenheiten ab. Sinnvoll kann es dann sein, wenn über das gesamte Jahr Kühllasten vorhanden sind. Dann arbeitet die passive Kühlung bis zu einer bestimmten Außentemperatur und wenn die Temperaturdifferenz zwischen dem zu kühlenden Gebäude und Umgebung nicht mehr ausreicht, schaltet die Kältemaschine selbsttätig auf den aktiven Kühlbetrieb um. Dadurch wird eine kostensparende Betriebsweise erreicht.

Kühlleistungsdichten (Uponor-Klettsystem)
Quelle: Uponor GmbH

Die Regelung der Kühlflächen erfolgt über Einzelraumtemperaturregelungen ("Heizen" und "Kühlen") Raumthermostate, die eine Wirkrichtungsumkehr haben, und elektrothermische Stellantriebe. Mit einem Raumtemperaturreglerprogramm können alle Anforderungen erreicht werden. Dabei werden die Raumtemperaturen, die Bodentemperaturen und die Taupunkte überwacht.

Aber auch eine witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung kann eine automatische Heiz- und Kühlungsumschaltung, Taupunktüberwachung und die Ansteuerung eines Kaltwassersatzes, einer Pumpe oder Mischventils übernehmen.
In einfachen Anlagen kann auch ein Taupunktkonverter eingesetzt werden. Dieser misst mit einem Feuchtefühler die relative Feuchte am Heizkreisverteiler. Bei einer relativen Feuchte über 85 % werden die elektrothermischen Stellantriebe der Einzelraumregelung geschlossen und somit verhindert das sich Feuchtigkeit in der bzw. an der Bodenoberfläche bildet.
Hydraulische und regeltechnische Konzeption für das Zusammenwirken einer erdgekoppelten Wärmepumpe mit der Fußbodenheizung und -kühlung
Quelle: Uponor GmbH
Wandflächenheizsysteme können auch in das Fußbodenkühlungsystem integriert werden. Dadurch kann die Behaglichkeit im Raum zusätzlich gefödert und höhere Kühllasten abtransportiert werden.
 ich arbeite dran
Fußbodenheizung und -kühlung - ROTEX Heating Systems GmbH
 
 
Wandflächenheizung
Wandheizungen gab es schon vor Jahrhunderten, allerdings waren sie anders aufgebaut. Man baute eine Wand zweischalig auf und leitete die Rauchgase einer Feuerstätte hindurch (Hypokaustenheizung). Auch Fußböden wurden und werden zum Teil heute noch in Fernost auf diese Art beheizt.
Ein beträchtlicher Teil der Raumumfassungsflächen besteht aus Wänden. Können diese Flächen für eine Beheizung eingesetzt werden, so steigt die Behaglichkeit und die Betriebstemperatur kann erheblich gesenkt werden. Das fördert den Einsatz alternativer Energien und der Brennwerttechnik. mehr >
Wandflächenheizsysteme können auch in das Fußbodenkühlungsystem integriert werden. Dadurch kann die Behaglichkeit im Raum zusätzlich gefödert und höhere Kühllasten abtransportiert werden.
 
 

Dünnbett - Fliesenheizung ThermoVlies Twin
Quelle: Halmburger GmbH

Elektrische Fußbodenheizung

Über den Einsatz einer elektrischen Fußbodenheizung (Dünnbett- und Estrichheizung) wird aus ökonomischer und ökologischer Sicht immer wieder gestritten. Es gibt aber Anwendungsfälle, bei denen dieser Einsatz sinnvoll sein kann. Also sind auch fachliche Informationen zu diesem Heizungssystem angebracht.
Argumente für den Einsatz einer elektrischen Flächenheizung (Fußboden-, Wand-, Decken- und Dachflächenheizung) sind die einfache Umsetzung, die geringen Investitionskosten, keine Nebenkosten (z.B. Schornsteinfeger), die Wartungsfreiheit und die Einbindung alternativer (regenerativer) Energie (Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft). Nachteilig werden noch die höheren Verbrauchskosten gegenüber den üblichen Brennstoffen (Heizöl, Erdgas, feste Brennstoffe) und Wärmepumpenanlagen.
Eine elektrische Fußbodenheizung eignet sich besonders bei der Altbausanierung, wenn noch keine Wasserheizung vorhanden ist und/oder der Fußbodenaufbau nicht entfernt werden soll. Das Heizsystem kann als Vollheizung (Direkt- oder Teilspeicherheizung) oder zur Bodentemperierung eingesetzt werden. Aber auch als Zusatzheizung auf dem Fußboden oder an Wänden (z. B. in Duschräumen und Bädern) oder in bestimmten Raumzonen (z. B. in Wintergärten) bietet sich eine elektrische Flächenheizung an. > mehr

 

 
 

Infrarotheizung
Die Infrarotheizung zählt zu den Strahlungs- bzw. Wärmewellenheizungen, die mittels Spezialreflektoren diverse Flächenelemente aufheizt und auf diese Art Wärme produziert. Die Energie der unsichtbaren Infrarotstrahlung (elektromagnetische Wellen in einem bestimmten Bereich des Lichtspektrums) bewirkt, dass sich die im Raum befindlichen festen Gegenstände erwärmen und nicht die Luft, wie es bei anderen üblichen Heizungssystemen der Fall ist. Somit entsteht auch kein Luftzug, der unter Umständen als unangenehm empfunden oder sich auf sensible Lebewesen wie Pflanzen negativ auswirken kann. Ebenso wird kein Staub aufgewirbelt, was zur Entlastung von Allergikern beiträgt.
Früher nur in großen Hallen verwendet, werden Geräte mit Infrarotstrahlung zu Heizzwecken in zunehmendem Maße auch für den Wohnbereich genutzt, da sie etliche Vorzüge gegenüber anderen Wärmesystemen aufweisen. Die Heizsysteme bieten eine Kombination aus Wärme und sogar Licht und sind in sehr unterschiedlichen Modellen verfügbar - die Heimanlagen werden in verschiedensten Varianten produziert, etwa als Dekorkugeln, Bilder oder Spiegel (es ist beinahe jede Oberflächengestaltung mit passenden Farben und Materialien möglich), transportabel sowie an bestimmte Standorte fixiert. Hierbei muss eine Schutzschicht vor der Infrarotheizung aufgezogen werden, da es aufgrund von Temperaturen bis zu hundert Grad (bei Flächenstrahlern) bereits bei kurzzeitiger Berührung zu Verbrennungen kommen kann. > mehr

 
 
"Heizende"Fensterscheibe


"Heizende" Fensterscheiben

Quelle: Helmut Hachtel GmbH

Diese Spezialscheiben sind besonders für den Einsatz in Wintergärten und Badezimmerfenster geeignet. Sie können die Heizlast, die eine Fußbodenheizung nicht in die Räume bringen kann, durch Infrarotstrahlung ergänzen.
  • Die raumseitige Scheibe besteht aus Einscheiben-Sicherheitsglas und ist auf der zum Scheibenzwischenraum zugewandten Seite mit einer speziellen Beschichtung ohne Heizdrähte versehen.
  • Die Außenscheibe kann aus Floatglas, Einscheiben-Sicherheitsglas oder Verbund-sicherheitsglas bestehen. Sie wird im Regelfall mit einer Wärmedämmbeschichtung versehen.
  • Der Abstandhalter wird als sog. "Warm-Edge-System" aus Kunststoff geliefert und ist in den gängigen Breiten von 8 bis 27 mm lieferbar: Beachtliche Reduktion der Heizwärmeverluste im Randbereich der Isolierglasscheibe gegenüber "normalem" Isolierglas durch Beseitigung der Wärmebrücken.
  • Die Gasfüllung im Scheibenzwischenraum besteht je nach Kundenwunsch aus Argon oder Krypton.
  • Der Ug-Wert nach DIN EN 673 beträgt 1,2 W/m2K.
  • Der Kabelanschluss wird aus dem Randverbund herausgeführt.
  • Das Isolierglas ist elektrisch berührungssicher und entspricht der Schutzklasse 2.

Arbeiten an und in elektrotechnischen Anlagen dürfen nur von Installateurverzeichnis durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines Energieversorgersunternehmens (EVU) bzw. Verteilungsnetzbetreibers (VNB) eingetragen sind. Eine Elektrofachkraft (EFK) darf im eingeschränktem fachbezogenen Bereich Bauteile anschließen.

 
 
Quelle: römischen Thermen von Weißenburg
Der Begriff "Hypokaustenheizung" wird von dem griechischem Begriff "Hypokaustum" abgeleitet und bedeutet "von unten beheizt" (hypo = von unten, kaustum = brennen) und meint eine schon 2000 Jahre vor Chr. im griechisch-hellenistischem Raum eingeführte und durch die Römer weiterentwickelte Warmluftbeheizung. Hier ist eigentlich der Ausdruck "Warmluftheizung" nicht richtig, weil in den Räumen keine warme Luft zirkuliert, sondern die Strahlungswärme des Fußbodens und der Wände genutzt wird.
Am Anfang dieser Heizungsart wurden die Baderäume öffentlicher Thermen (Pompei, Stabianer Thermen) beheizt, indem Wasserbassins, Fußböden und Wänden mit Heißluft bzw. Rauchgase erwärmt wurden. Später wurden auch Privathäusern und militärischen Anlagen in dieser Art beheizt.
In den meisten Fällen wurde nur ein Raum eines Hauses mit Hypokausten ausgestattet. Von einem Heizraum (praefurnium) wurden heiße Rauchgase eines Holz- oder Holzkohlenfeuers durch Hohlräume im Fußboden in die Wänden geleitet. Von dort gelangten die Rauchgase über einen Schornstein nach außen. Diese Heizungsart ist die Grundlage unserer heutigen Fußboden- und Wandflächenheizung (Fußleistenheizung), die auch über die Strahlungswärme die Räume beheizen. mehr >
 
 
Deckenheizung - Deckenkühlung
Grundsätzlich können Kühldecken auch als Heizflächen betrieben werden. Sie werden in Strahlungs- und Konvektionsdecken unterteilt. Wobei es auch Systeme gibt, die einen fließenden Übergang von der reinen Strahlungsdecke zur reinen Konvektionsdecke darstellen.

Kühldeckenelement
Quelle: Stulz
Für alle Deckenkonstruktionen gibt es passende Kühlsysteme aus den Werkstoffen Stahl, Kupfer, Aluminium oder Kunststoff. Deckenkühlung kann direkt mit dem Deckenputz an der Rohbetondecke, in Verbindung mit einer abgehängten Gipskartondecke, als abgehängte Metallpaneeldecke oder einer offenen Rasterdecke realisiert werden. Eine verputzte glatte Deckenuntersicht ist ebenso möglich wie beliebig geometrische Formen bei Metalldecken. Beleuchtung, Luftdurchlässe usw. lassen sich problemlos in die Decke integrieren.
 
 
 
Thermische Bauteilaktivierung / - Betonkernaktivierung
Beispiele für oberflächennahe Bauteilaktivierung

Quelle: Uponor GmbH

Die thermische Betonkernaktivierung, (thermische Bauteilaktivierung), bezeichnet Systeme, die Gebäudemassen zur Temperaturregulierung nutzen. Diese Systeme werden zur Heizung und Kühlung verwendet, indem Rohrleitungen (Kunststoffrohre) in Massivdecken oder auch in Massivwänden verlegt werden, durch die Wasser als Heiz- bzw. Kühlmedium fließt. Die gesamte durchflossene Massivdecke bzw. -wand wird dabei als Übertragungs- und Speichermasse thermisch aktiviert. Das System kann als Grundlast oder zur vollen Beheizung und Külung eingesetzt werden.
Die aktivierten Bauteile nehmen über ihre gesamte Fläche je nach Heiz- oder Kühlfall Wärme auf oder geben sie wieder ab. Durch die vergleichsweise großen Übertragungsflächen können die Systemtemperaturdifferenzen niedrig gefahren werden, sodass das Medium nicht so stark erwärmt werden muss, wie z. B. das Wasser einer herkömmlichen Zentralheizung mit Heizkörpern. Aufgrund dieser geringeren Vorlauftemperaturen können zum Heizen z. B. Wärmepumpen besonders effizient eingesetzt werden. Zum Kühlen eignen sich alternative Energien, wie z. B. die freie Rückkühlung über Erdwärmetauscher, Grundwasserkühlung oder Kaltwassersätze.
Die massiven Bauteile nehmen aber auch die Wärme vom Medium oder von den Räumen auf, diese wird gespeichert und gibt sie zeitversetzt an den Raum oder das Medium weiter. Dadurch kommt es zu einer Phasenverschiebung zwischen der Energieerzeugung und -abgabe. Die Tagesleistungsspitzen werden dadurch abgeflcht, d.h. diese Lastspitzen werden abgesenkt und teilweise verschoben, zu Zeiten, in denen keine Raumnutzung vorliegt. Im Sommer wird z. B. die Nachtabkühlung zur Kühlung des Mediums genutzt und dem Bauteil Wärmeenergie entnommen. Tagsüber werden die Räume durch Wärmefluss in die nun abgekühlten Wände gekühlt. Die Kühlung erfolgt somit bedarfsgerecht am Tage, die maximale Tagestemperatur wird gesenkt und diese tritt zu einem späteren Zeitpunkt auf, also ohne Kühlung. Dadurch ist die thermische Bauteilaktivierung besonders für Bürogebäude geeignet.
 
 
Heatball
Ein HEATBALL® ist keine Lampe, passt aber in die gleiche Fassung (E27)! Besonders nach den Studien und Testuntersuchungen bezüglich der Energiesparlampen wird der Ruf nach den alten "Glühbirnen" in den Größen 75 (Verbot ab 2010) und 100 W (Verbot ab 2009) wieder lauter.
Z. B. in Passivhäusern macht die Wärme, die durch Glühlampen in die Räume eingetragen wird, einen erheblichen Anteil der Heizenergie aus, besonders dann, wenn die Sonne bzw. das Tageslicht als "Wärmequelle" ausfällt. Der Austausch von Glühlampen durch Energiesparlampen nimmt diesen Teil, der nun anderweitig zugefuhrt werden muss. Außerdem tauscht man die Glühbirnen mit die vielen Nachteilen der Energiesparlampen aus.
Heatball®
Quelle: DTG Trading GmbH
Ein Heatball ist ein elektrischer Widerstand, der zum Heizen gedacht ist. Heatball ist Aktionskunst! Heatball ist Widerstand gegen Verordnungen, die jenseits aller demokratischen und parlamentarischen Abläufe in Kraft treten und Bürger entmündigen. Heatball ist auch ein Widerstand gegen die Unverhältnismäßigkeit von Maßnahmen zum Schutze unserer Umwelt. Wie kann man nur ernsthaft glauben, dass wir durch den Einsatz von Energiesparlampen das Weltklima retten und gleichzeitig zulassen, dass die Regenwälder uber Jahrzehnte vergeblich auf ihren Schutz warten.
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Aber letztendlich ist der Beschluss der EU, die Produktion und den Verkauf der Glühbirnen zu verbieten, vollkommen überzogen. Die Kosten für die Beleuchtung eines privaten Haushalts belaufen sich auf 1,5 % des Energiebedarfs. Die EU-Kommission begründet ihr Verbot damit, dass ca. 95 % der Energie einer Glühlampe als Wärme freigesetzt werden und die Lichtausbeute nur ca. 5 % ist.
Alternativen sind z. B. Halogenlampen, die ca. 30 Prozent Energie sparen, die aber zum Teil 2016 auch verboten werden. Weil sie wie die Glühlampen mehr Hitze als Licht erzeugen. Eine andere Alternative sind LEDs, also Licht emittierende Dioden. Diese können evtl. die Leuchtmittel der Zukunft werden, sind aber noch zu teuer sind und werden nicht in Massen gefertigt.
Also muss man zur Zeit die Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen) verwenden, die nach Herstellerangaben ca. 80 % sparsamer als Glühlampen sein sollen. Nur haben Testreihen ergeben, dass diese Werte in den meisten Fällen nicht stimmen. Außerdem ist das erzeugte Licht nicht angenehm, die Lampen gasen während des Betriebes Giftstoffe (Phenol) aus und sind nur als Sondermüll zu entsorgen, weil in den Lampen viele Giftstoffe (z. B. Quecksilber) enthalten sind, die bei dem Zerbrechen freigesetzt werden.
Hinters Licht geführt: Energiesparlampen - die viele Nachteile der Energielampen werden nicht genannt
 
 
Glühbirne/Glühlampe/Glühlicht
Der Beschluss der EU, die Produktion und den Verkauf der Glühbirnen zu verbieten, ist vollkommen überzogen. Die Kosten für die Beleuchtung eines privaten Haushalts belaufen sich auf 1,5 % des Energiebedarfs. Die EU-Kommission begründet ihr Verbot damit, dass ca. 95 % der Energie einer Glühlampe als Wärme freigesetzt werden und die Lichtausbeute nur ca. 5 % ist. Aber nur die Glühlampe hat ein sonnenlichtähnlicheres Spektrum.  So hat z. B. eine moderne Halogenglühlampe bei einer Farbtemperatur von 3200 K (Kelvin) einen sichtbaren Anteil von über 10 % und der visuelle Wirkungsgrad einer Halogenglühlampe mit Wärmerückgewinnung liegt bei etwa 15 %. Der Wirkungsgrad der Energiesparlampe liegt bei max. 30 %.
Quelle: Quelle: Phrontis/Wikipedia
Im 19. Jahrhundert lösten die Gaslampen die Kerzen und die Petroleum- oder Öllampen ab. Gleichzeitig wurde versucht, mit elektrischem Strom Licht durch glühende Drähte zu erzeugen. Es wurde mit Platindrähten und Kohlestiften experimentiert.
Hierbei wurden aus Glaskolben die Luft ausgepumpt, um die Oxidation zu vermeiden. Aber das Platin verglühte sehr schnell und die Vakuumpumpen konnten kein ausreichendes Vakuum herstellen.
Ein weiteres Problem war die Stromversorgung, weil nur Batterien zur Verfügung standen. 1866 entdeckte Werner von Siemens das Prinzip des Dynamos und durch Dynamomaschinen (Lichtmaschine), die mit einer Dampfmaschine angetrieben wurden, konnte ein konstanten Stromfluss geliefert werden.
Danach gab es viele Entwicklungen, bis Thomas Alva Edison 1880 das Basispatent für die Glühlampe erhielt. Die Entwicklung ging immer weiter. So hat z. B. 1911 Irving Langmuir entdeckt, dass durch die Verwendung eines Argon-Stickstoff-Gemischs in einer Glühlampe die Lebensdauer des Wolfram-Glühfadens verlängert wird. Und 1936 wird Krypton als Füllgas benutzt. 1958 wird erstmals Xenon für Hochleistungslampen verwendet.
Vieles über die Glühlampe - Leifi / Ernst Leitner, Uli Finckh, Frank Fritsche
Da die meisten Glühlampen einen birnenförmigen Kolben haben, werden sie auch als Glühbirne bezeichnet.

In einem mit Gas (Edelgas(Argon)-Stickstoff-Gemisch) gefüllten Glaskolben, der den Draht vor einer Verbrennung an der Luft schützt, .wird durch einen Glühfaden bzw. Glühwendel (z. B. Wolframwendel) elektrischer Strom geleitet und dadurch zum Glühen gebracht, wodurch eine Lichtemission (Helligkeit) entsteht. Die Glühwendel ist auf einem Traggerüst befestigt, welches vom gläsernen Quetschfuß gehalten wird. Der Strom wird über den Gewindesockel (E27 oder E14) durch die Entladungsröhre und den Quetschfuß zum Traggerüst in die Glühwendel geleitet. Glühlampen mit höheren Leistungen haben zusätzlich einen Wärmereflektor, damit die Fassung nicht zu warm wird.

Die "normale" Glühlampe geht auf die Entwicklung von Edison zurück. Deshalb werden die kleinen Gewinde mit E(dison)14, ein normales Gewinde (Abbildung) E(dison)27 und ein großes Gewinde (mit mehr als 200 W Leistungsaufnahme) E(dison)40 bezeichnet..
Der Nachteil der Wolfram-Glühbirnen ist der hohe Einschaltstrom. Dabei fließt ein 5 bis 10 mal höherer Strom zum Zeitpunkt des Einschaltens als für den späteren Betrieb erforderlich sind. Weil Wolfram ein s. g. Kaltleiter ist, nimmt er Widerstand im Metall bei höheren Temperaturen zu. Deshalb gehen die meisten Glühbirnen beim Einschalten der Lampe kaputt. Auch Spannungsschwankungen und Erschütterungen im Betrieb führen zur Verkürzung der Lebensdauer.
Ein Vorteil der Glühlampen ist die Lichtfarbe. Die Farbtemperatur liegt zwischen ca. 2300 K bis zu ca. 2700 K (Kelvin). Diese Temperatur wird als angenehm und gemütlich empfunden. Es ist im Vergleich zum Sonnenlicht wesentlich gelblich/rötlicher als das Tageslicht, dessen Farbtemperatur bei etwa 5000 bis 6500K liegt. Die Farbtemperatur von Glühlampen ist davon abhängig, welche Spannung an der Glühbirne anliegt. Eine höhere Spannung bedingt dabei eine höhere Farbtemperatur der Glühbirne, senkt aber gleichzeitig auch die Lebensdauer von Glühbirnen erheblich ab.
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Leifi - Ernst Leitner, Uli Finckh, Frank Fritsche
Wenn es keine Energiesparlampen oder LED-Leuchtmittel sein sollen, dann gibt es folgende Alternativen zu den Standard-Glühlampen:
  • Standard-Hochvolt-Glühlampen
  • Krypton-Hochvolt-Glühlampen
  • Hochvolt-Halogenglühlampen
  • Niedervolt-Halogenglühlampen
  • Niedervolt-Halogenglühlampen mit Wärmerückgewinnung
 
 
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