Einzelraumregelung (ERR)

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Wichtige Voraussetzungen für den sinnvollen Einsatz einer Einzelraumregelung (ERR) sind, neben der Vorschrift, diese nach der EnEV einbauen zu müssen, eine fachgerechte Auslegung der Heizflächen nach der Raumheizlastberechnung nach DIN EN 12831, eine nach den Werten einer Rohrnetzberechnung abgeglichene Anlage (hydraulischer Abgleich) und eine dem Gebäude (Bauart, Dämmung, Luftdichte) und der Anlage (Art der Heizflächen [Radiatoren- oder Plattenheizkörper, Konvektoren, Flächenheizung]) angepasste Heizkurve der Heizungsregelung. Die Temperatur des Heizungswassers sollte keine der Störgrößen (Fremdwärme - Sonneneinstrahlung, interne Wärmequellen [elektrische Geräte, Kaminofen, viele Personen]) sein. Eine verminderte Wärmeabgabe (Absenkbetrieb) an den Heizflächen sollte in erster Linie über die Systemtemperatur und nicht über das Abwürgen des Volumenstromes an den Heizflächen sein. Hier stellt sich immer wieder die Frage, ob und wann ein abgesenkter Betrieb sinnvoll(?) ist. Außerdem sollte man über das richtige Heizen und richtige Lüften informieren.
Es kommen immer mehr zeitgesteuerte Ventilaufsätze und Raumthermostaten zum Einsatz, um einzelne Räume abzusenken oder ganz abzuschalten. Besonders in Mehrfamilienhäusern kann es zu Problemen mit der Umlaufwassermenge kommen. Wenn in diesen Anlagen keine selbstregegelnde Pumpen eingesetzt werden, kann es zu Geräuschen im Rohrsystem und/oder an den Heizkörperventilen kommen. Außerdem würde sich der Volumenstrom an den noch offenen Ventilen erhöhen, was wiederum im geringen Umfang vermehrt zur Störgröße werden kann, also zum weiteren Abwürgen der nächsten Heizkörper.
Inwieweit eine Einzelraumregelung in sehr gut gedämmten und luftdichten Gebäuden, die mit einer Flächenheizung (Fußboden- und/oder Wandheizung) ausgestattet sind und in denen der Selbstregeleffekt greift, sinnvoll ist, wird immer wieder diskutiert > Einzelraumregelung - ERR - Ja oder Nein?

So kann Beispiel unter bestimmten Umständen ein Antrag auf Befreiung nach § 25 Abs. 1 der EnEV 2009 für eine Wärmepumpenanlage (alternativ auch für eine Brennwertanlage) gestellt werden. Für eine Befreiung nach § 25 Abs. 2 müssten Gründe für andere geforderte Maßnahmen aufgeführt werden, die gleichzeitig zu erbringen sind. Dies wird hauptsächlich bei der Sanierung von Gebäuden zutreffen.

Weitere Beispiele, am besten mit Befreiungs- bzw. Ablehnungsschreiben (Abweichungsantrag/Genehmigungsbescheid), nehme ich gerne per E-Mail entgegen.

Beispiel eines Abweichungsantrages von bauordnungsrechlichen Vorschriften zu §14 Abs. 2 der EnEV mit Genehmigungsbescheid einer unteren Bauaufsichtbehörde >

Zentralgerät - Heizungsregler
Elektronische Mess-, Regel- und Steuereinrichtungen für Heizungsanlagen mit Wasser als Wärmeträger und einer Vorlauftemperatur bis 120 °C werden in der DIN EN 12098-1, Juli 2011 - Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen für Heizungen - Teil 1: Regeleinrichtungen für Warmwasserheizungen - beschrieben.
Das Zentralgerät (Heizungsregler) ist das Herz einer Heizungs-, RLT- und Solaranlage. Die einfachste Funktion in einer außentemperaturgeführten Vorlauftemperaturregelung ist das Verarbeiten der Eingangsimpulse, die von einem Außentemperaturfühler (AF) und dem Vorlauftemperaturfühler (VF) kommen. Der Sollwert für den Regler wird von der Außentemperatur (Führungsgröße) vorgegeben und durch die Heizkurve (Heizkennlinie) dargestellt. Über den Regler wird ein Stellglied (Mischventil) angesteuert. Dieses versucht, die Vorlauftemperatur (VF - Regelgröße), die aufgrund der Außentemperatur (AF) errechnetet wurde, herzustellen.
Eine witterungsgeführte Regelung hat eine Erweiterung durch Sonnen- (SF), Windfühler (WF) und evtl. auch Feuchtefühler (Sensoren) zur besseren Erfassung von Messdaten, was z. B. in gut gedämmten und luftdichten Gebäuden oder Gewerbebauten (Gewächshäuser) sinnvoll sein kann.
Quelle: Technische Alternative
Elektronische Steuerungsgerätegesellschaft m.b.H
Moderne Regelgeräte bieten umfangreiche Optionen zur Einstellung verschiedener Anlagenfunktionen. Eine kompakte und vielseitig verwendbare Regelung für Solar- bzw. Heizungsanlagen und den im Anlagenbereich benötigten Pumpen und Ventilen ist heutzutage Stand der Technik.

Bei der Universalregelung UVR 1611 gelangen 16 Fühlersignale über einen Überspannungsschutz, Tiefpass und Multiplexer zum A/D- Wandler des Prozessors. Über eine abstimmbare Referenz kann die Wertigkeit des Messsignals errechnet werden. Außerdem  werden vom Rechner periodisch alle Bedienelemente abgetastet, die Anzeige beschrieben, sowie der CAN- Bus behandelt. Nach der Berechnung der Temperaturen und der daraus resultierenden Verknüpfung werden über Leistungstreiber die entsprechenden Ausgänge geschaltet. Als Schutz vor einem Datenverlust besitzt das Gerät einen nicht flüchtigen Speicher (EEPROM) und für die Gangreserve der Uhr einen Superkondensator (für ca. 3 Tage).

Bedienungsanleitung der UVR 1611 - Technische Alternative
Funkregelung - Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG
Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler

Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler

Prinzipskizze - Witterungsgeführter Heiz- und Kühlregler
Quelle: Purmo DiaNorm Wärme AG
Dieser Heiz- und Kühlregler mit Digitaluhr wird als witterungsgeführte Mischersteuerung (3-Punkt-Regler) eingesetzt. Alle Bestandteile der Regelung (Vor- und Rücklauffühler, Außenfühler und Feuchtefühler sind vor- bzw. fertig verdrahtet. Der Einsatz einer Raumstation (Raumregler) und eines Datenkabels (incl. Software) zur Verbindung des Regelgerätes mit einem Computer kann nachgerüstet werden.
Funktion:
Ist die Außentemperatur höher als die eingestellte Kühlgrenztemperatur und eine Schalterstellung gewählt, bei der eine Freigabe des Kühlbetriebes möglich ist (Uhr oder Sommerbetrieb), so wird vom Heiz- oder dem passiven Sommerbetrieb (kein Heiz-, kein Kühlbetrieb) auf den Kühlbetrieb umgeschaltet; d.h.: es erfolgt die hydraulische Umschaltung der Anlage vom Wärmeerzeuger auf das Kühlaggregat. Die Rückschaltung vom Kühl- auf den Heizbetrieb erfolgt in der Schalterstellung Uhr, wenn die Außentemperatur die eingestellte Heizgrenztemperatur erreicht. Spätestens wenn die Außentemperatur unter 5 °C sinkt (Außentemperatur-Frostfunktion), wird auch in der Betriebsart Sommerbetrieb die Hydraulik auf Heizbetrieb zurückgeschaltet. Dies soll gewährleisten, dass auch bei reiner Kühlfreigabe der Regler die Anlage, mit der integrierten Frostschutzfunktion, vor Eisbildung bewahrt.
Für die Umschaltung zwischen Heiz- und Kühlbetrieb tritt für den WHR-HK eine sogenannte Mindestanforderungszeit ein; d.h.: Erst wenn 30 Minuten lang ohne Unterbrechung die Anforderung zu einer Umschaltung zum Kühl- oder Heizbetrieb besteht, wird der Regler umgeschaltet. Zuerst wird für 10 Minuten nur der Ausgang Heizen/Kühlen angesteuert. Dies geschieht im Hinblick auf die Laufzeit des Umschaltventils. Die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates bleiben während dieser Zeit AUS- geschaltet. Erst nach Ablauf dieser 10 Minuten werden dann die Umwälzpumpe und der Ausgang des Kühlaggregates eingeschaltet.
Der Regler bietet die Möglichkeit, zusätzlich eine Raumtemperaturregler mit integriertem Temperaturfühler und Korrekturpoti anzuschließen. Bei Anschluß dieses Reglers wird die Raumtemperatur als zusätzliche Führungsgröße neben der Außentemperatur für die Ermittlung der Mischervorlauf-Solltemperatur herangezogen.
Im Heizbetrieb wird die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der erfaßten Außentemperatur, der eingestellten Heizkennlinie und dem angeschlossenen
Raumtemperaturregler die erforderliche Soll-Vorlauftemperatur ermittelt. Bei einem Unterschied zwischen der gemessenen Vorlauftemperatur und dem ermittelten Sollwert wird der Mischerantrieb angesteuert (3 Punkt-Verhalten). Sollte die am Regler eingestellte und überwachte max. Vorlauftemperatur überschritten werden, wird zwangsweise der Mischer geschlossen (Sicherheitstemperaturbegrenzung). Erst nach Unterschreitung der max. Vorlauftemperatur um  2 K übernimmt der Regler wieder den normalen Regelbetrieb. Quelle: Purmo DiaNorm Wärme AG

Heiz- und Kühlregler - Uponor  GmbH

Raumtemperaturregler für
Heiz- und Kühlsysteme mit
Taupunktüberwachung
Quelle: tekmar GmbH
Ein im Raumregler integrierter NTC-Halbleiter erfaßt die Raumtemperatur. Bei der Überschreitung des eingestellten Sollwertes wird die Kühlung und bei Unterschreitung die Heizung eingeschaltet. Im Kühlbetrieb wird die Kühlung unterbrochen, sobald der oder die angeschlossene(n) Taupunktfühler (max. 3 Fühler) die Gefahr von Schwitzwasser signalisieren. Eine mehrfarbige Leuchtdiode informiert über den jeweiligen Betriebszustand: rot = Heizbetrieb, grün = Kühlbetrieb und gelb = Kühlbetrieb aus, wegen der Gefahr der Schwitzwasserbildung.
Ein Feuchtefühler besteht z. B. aus einer flexiblen Folie, auf die ein Leiterbahnmuster aufgebracht ist. Die Folie wird so am Kaltwasser-Vorlauf angebracht, daß die Leiterbahnen der Umgebungsluft ausgesetzt sind und die Rückseite des Fühlers thermisch innig mit dem Rohr verbunden ist. Beachten Sie bitte, daß bei der Montage des Feuchtefühlers zunächst die Zuleitung (10m) durch einen Kabelbinder abgefangen wird, damit die Verbindung zum Fühler nicht beschädigt wird. Der Fühler darf nicht geknickt werden. Knickstellen führen zur Beeinträchtigung der Fühlereigenschaften bzw. zur Beschädigung. Quelle: tekmar GmbH
Raumtemperaturregler - tekmar GmbH
Taupunktkonverter
Der Taupunktkonverter erkennt die Gefahr der Bildung von Kondenswasser (z.B. an Flächenkühlsystemen) an einem oder mehreren der angeschlossenen Taupunktfühler. Über einen potentialfreien Relaiskontakt kann somit das Kühlaggregat ein oder ausgeschaltet werden oder ein Mischer/Ventil geschlossen werden. Damit wird die Temperatur des Kühlmediums so gesteuert, daß keine Kondensation auftritt. Das Schaltsignal wird bei Überschreitung von etwa 80 - 85 % relativer Feuchte ausgelöst. Insbesondere eignet sich der Konverter als Signalgeber für DDC- oder GLT-Anlagen.
In vielen Bereichen gibt es die Anforderung, zur Vermeidung von Bauschäden die Luft- bzw. Bauteilfeuchte zu überwachen. Für diesen Zweck ist es ausreichend, lediglich einen Schaltvorgang bei Gefahr von Kondenswasserbildung auszulösen. Das Gerät bietet eine preiswerte und zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Feuchtesensoren mit aufwendiger Steuerungstechnik. Es können bis zu 5 Taupunktfühler parallel angeschlossen werden. Dabei ist zu beachten, daß die Gefahr der Kondensatbildung je nach Einbaulage der Fühler bereits bei geringerer relativer Luftfeuchtigkeit erkannt wird.
Taupunktkonverter
Quelle: tekmar GmbH
Funktionsbeschreibung
Die zwei Funktionszustände "Kühlung / Bereitschaft“ bzw. "Kondensationsgefahr" werden über Leuchtdioden angezeigt.
Zustand "Kühlung / Bereitschaft"
Im Normalzustand besteht keine Gefahr der Kondenswasserbildung, die erfaßte relative Feuchte am Meßort ist kleiner als ca. 80 % und die Kältefreigabe ist vorhanden, dies wird durch das Leuchten der rechten, grünen LED signalisiert. Über die potentialfreien Relaiskontakte (Klemme 4 und 5 geschlossen; das interne Relais wird nicht angesteuert) besteht die Möglichkeit, ein Kühlaggregat einzuschalten, oder eine Meldung an die DDC bzw. GLT weiterzugeben.
Zustand "Kondensationsgefahr"
Erfaßt der angeschlossene Taupunktfühler eine relative Feuchte die größer ist als ca. 80 - 85 %, so besteht die Gefahr der Kondenswasserbildung und die Relaiskontakte werden umgeschaltet (Klemme 5 und 6 geschlossen; das interne Relais ist angesteuert). Dadurch kann z.B. das bisher aktive Kühlaggregat abgeschaltet, ein Mischer bzw. ein Ventil geschlossen oder eine Meldung an die DDC/GLT weitergegeben werden. Zur Anzeige der "Kondensationsgefahr" erfolgt eine Umschaltung der LEDs. (Die linke LED leuchtet gelb und die rechte LED wird ausgeschaltet). Quelle: tekmar GmbH
Taupunktkonverter - tekmar GmbH
Fühler (Sensoren) - Fühleranordnung -

Wichtig ist die Auswahl, die Platzierung und Montage von Fühlern (Sensoren) innerhalb eines Regelkreises. Eine falsche Anordnung führen zu Betriebsstörungen, zu einem schlechten Betriebsverhalten und zu   ineffizienten Funktionen. Das führt wiederum zu einem erhöhten Energieverbrauch und erreicht nicht den Sinn einer Regelung, Energie einzusparen.

In den meisten Fällen werden in der Gebäude- und HLK-Anlagentechnik Messwertfühler eingesetzt, die als Messwert ein analoges Strom-, Spannungs-, Widerstands- oder Drucksignal liefern, die in der  konventionellen Analogtechnik direkt verwendet werden kann.
In der Digitaltechnik muss ein analoges Eingangsignal  in einen digitalen Eingangswert umgesetzt werden, der von dem Mikrocomputer verstanden wird . Hierzu wird ein Analog-Digital-Wandler (A/D-Wandler) verwendet. Aber auch ein digitaler Ausgangswert kann mit einem D/A-Wandler in ein analoges Ausgangssignal umgesetzt werden. Die Auflösung (Genauigkeit) eines A/D- bzw. D/A-Wandlers ist von der Anzahl Stufen abhängig, mit welchen das Analogsignal dargestellt werden kann.
In den Regelungen der HLK-Technik (Heizungs-, Lüftungs-, Klimatechnik) werden u. a. folgende Fühler (Sensoren) eingesetzt:
Vorlauffühler (VF)
Zur Messung einer Temperatur in Rohrleitungen sollte der Fühler immer in einer Tauchhülse (Tauchrohr), die möglichst tief in der Flüssigkeit angeordnet werden muss, eingebaut werden. Wenn die Tauchhülse nicht von der Flüssigkeit durchströmt wird (öffnen bei dem Einschrauben des Fühlers) ist, dann sollte der Luftraum zwischen der Hülse und dem Fühler mit einer Wärmeleitpaste oder Öl bzw. Glyzerin verfüllt werden, um eine gute Wärmeleitung zu erreichen. Aber auch die Zeitkonstante des Fühlers hat einen Einfluss auf die Güte der Messung.
Übertragungsverhalten eines Temperaturfühlers
Der Einsatz von Anlagefühlern ist immer nur eine Notlösung, weil die Übertragung der Temperatur von der Wärmeleitfähigkeit des Rohrmaterials abhängig und dadurch sehr träge ist. Letztendlich wird nur die Rohrwandtemperatur gemessen..
Das Fühlersignal muss an der richtigen Stelle (Messort - mindestens 10 x D hinter der Mischeinrichtung) aufgenommen werden, Dabei darf das Signal nicht durch Fremdeinflüsse verfälscht werden. Deshalb müssen der Messort (nicht belüftet, nicht zu heiße Umgebung) und die Fühlerzuleitungen nach den Vorgaben der Regelungshersteller montiert und ausgewählt werden. Dabei sind die Anforderungen an die Regelung (Stabilität, Toleranz) zu berücksichtigen. Hier unterscheidet man zwischen einer punktförmige Messung (entsprechende Fühler) und einer durchschnittsbildenden Messung.
Das Aufnehmen von Messwerten in Tauchhülsen wird durch die Wandung der Tauchhülse, den Luftspalt zwischen Tauchhülse und Messelement und der Zeitkonstante des Fühlers verzögert.

Messfehler wirken sich besonders dann aus, wenn mehrere Messgrössen (z. B. Temperatur, Windstärke, Sonnenstrahlung) ein gemeinsames Resultat (Systemtemperatur) bilden sollen. Wenn nur eine Messgrössen im Wert oder zeitlich falsch auf die gemeinsame Recheneinheit übertragen wird, kann das mit dem im Rechner integrierten Multiplikationsfaktor zur proportionalen Vergrösserung des Fehlers führen.
Deswegen müssen immer die Einbauvorschriften der Hersteller beachtet werden, Nur dann ist die gewünschte verzugsfreie Erfassung der Messgrösse gewährleistet. Hier sind besonders die Zeitkonstante der Messeinrichtung, die Verbindung mit dem Zentralgerät und die Fühlerplatzierung (Messort) von Bedeutung.

Außenfühler (AF)

Der Außentemperaturfühler (AF) ist ein Bestandteil einer außentemperatur- oder witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung. Damit die Messwerte richtig in die Regelung eingegeben werden, muss der Fühler zur Regelung passen und richtig an der Hausfassade angeordnet werden.

Quelle: Honeywell GmbH

Ein Außentemperaturfühler soll immer den gleichen Temperatur-, Wind- und Sonneneinflüssen ausgesetzt sein wie die Wohnräume. Aber in der Regel wird der Fühler an der kältesten Seite des Gebäudes (N-, NW-, NO-Seite) angebracht, weil er an diesen Stellen im Winter nicht  von direkter Sonneneinstrahlung beeinflusst werden kann. Die Schutzhaube verhindert die Sonnenbestrahlung des eigentlichen Fühlergehäuses. Oft wird der Fühler an einer "geschützten" Stelle (Mauernischen, unter einem Balkon, unter der Dachrinne) montiert. Hier ist er aber nicht allen Witterungseinflüssen ausgesetzt, was dann zu Problemen bei der Regelungseinstellung (Heizkurve) führen kann. Der Fühler darf auch nicht in der Nähe von wärmeabgebenden Öffnungen (Fenster und Türen) oder Flächen angebracht sein, weil das Meßergebnis durch ausströmende Warmluft verfälscht wird. Unter extremen Bedingungen kann auch eine zusätzliche Wärmedämmung zur Wand und/oder ein zusätzlicher Strahlungsschutz notwendig werden.
Der elektrische Anschluss muss nach dem Gesamtschaltplan der Anlage durchgeführt werden. Die Anschlüsse sind nicht polbehaftet, so dass ein Vertauschen der Anschlüsse nicht zu einer Fehlfunktion bzw. Fehlmessung führt. Die elektrischen Widerstandswerte des Fühlers sind aus den technischen Unterlagen zu entnehmen.
Es gibt auch Regelungen die zusätzlich auch noch mit Windfühler (WF) und Sonnenfühler (SF) ausgestattet werden.

Fehlerhafte Anbringung (Wasser von oben)


Installationsort des Außentemperaturfühlers (bei außentemperaturgeführter Regelung mit oder ohne Einfluss der Raumtemperatur)
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH - Buderus
Anbringungshöhe des Außentemperaturfühlers: Bei Gebäuden bis zu 3 Geschossen ungefähr auf 2/3
Fassadenhöhe; bei höheren Gebäuden zwischen dem 2. und 3. Geschoß

Kanaltemperaturfühler
Die Temperaturmessungen in Luftkanälen oder Luftleitungen sind erheblich schwieriger gegenüber der Temperaturmessung in Wassersystemen. Der Grund liegt in den größeren Abmessungen der Messorte und der isothermen oder nicht-isothermen Strömungsverhältnisse in den Kanälen oder nach Bauteilen (z. B. Mischluftkammer, Heiz- oder Kühlregister). > mehr
Windfühler (WF)
Quelle: PCE Deutschland GmbH

Die Windgeschwindigkeit bzw. Luftgeschwindigkeit wird mit Windmesser bzw. Windmessgeräten gemessen. Mit den Messgeräten (Hitzedrahtmessgeräte, Flügelradwindmesser oder tragbare, wasserdichte Geräte in Taschenformat) werden die Luftgeschwindigkeit, die Windstärke und bei einigen Geräten auch der Volumenstrom ermittelt. Die Ergebnisse der Luftgeschwindigkeitsmessung sollten in einem Speicher abgelegt, zu einem PC übertragen und ausgewertet werden können.

Ein Schalenkreuzanemometer mit Digitalanzeige muss nicht exakt in die Windrichtung gehalten werden. Dieses Messgerät kann mit Schnittstelle, Speicher, Datenkabel und Software zur Übertragung der Messwerte zu einem PC oder Laptop ausgestattet werden.
Das Schalenkreuzanemometer hat eine senkrechte Achse und drei oder vier eierförmige Halbschalen, die den Wind aufnehmen. Je schneller der Wind weht, desto schneller drehen sich die offenen Halbkugeln vom Schalenkreuzanemometer. Die Anzahl der Umdrehungen pro Minute wird elektronisch aufgezeichnet. Zählt man die Umdrehungen in der Sekunde oder Minute hat man ein Maß für die Geschwindigkeit des Windes. Meistens gibt es die Schalenkreuzanemometer in Verbindung mit einem Windrichtungsgeber, montiert auf einem Gestell, als feste Messeinheit.

 

Ein Windfühler (WF) wird als zusätzlicher Fühler in Heizungs-, Kühl- und Lüftungsanlagen eingesetzt. Aber auch als Führungsfühler kann dieser Fühler notwendig werden, wenn ein Gebäude, Gebäudeteile oder Anlagenteile stark dem Winde ausgesetzt sind und dadurch die Raumtemperatur oder die Luftführung beeinträchtig werden kann.
Bei einem Windsensor wird mit zwei Messelementen die Windgeschwindigkeit bestimmt. Eines misst die Umgebungstemperatur; das andere wird ständig auf eine um 10 °C höhere Temperatur beheizt. Dazu verhält sich notwendige elektrische Leistung direkt proportional zur Windgeschwindigkeit. Sie wird als DC 0...10 V-Signal abgegeben.
Der Fühler ist an der dem Wind zugewandten Hauswand im Abstand von max. 0,5 m zur Hausecke und in einer Höhe von mindestens 67 % der Gebäude- bzw. Zonenhöhe anzubringen. Außerdem sind Windschatten, Windstau durch Vorsprünge oder Bäume und die Montage an Luftabzügen zu vermeiden.
Eolis Sensor RTS
Quelle: Somfy GmbH
Windfühler (Windsensoren) werden auch zur Steuerung von Markisen auf Terrassen, Balkon und Wintergärten eingesetzt. Mit dem Sensor wird die Windgeschwindigkeit gemessen. Wird der eingestellte Wert (10 - 50 km/h) überschritten, so wird die Markise eingeholt. Die Reaktionszeit beträgt in der Regel 2 Sekunden und die Freigabe nach dem Wind kann zwischen 12 bis 30 Sekunden eingestellt werden.
 
Funk-Windautomatik - Somfy GmbH

 

Sonnenfühler (SF)
Ein Sonnenfühler (SF) sind dann ein Bestandteil einer Regelung in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, wenn eine Kompensation der Sonneneinstrahlung vorgesehen ist. Das ist immer dort sinnvoll, wo ein Gebäude oder Gebäudeteile mit grossen Fensterflächen stark der Sonne ausgesetzt sind, besonders dann, wenn keine thermostatischen Heizkörperventile eingesetzt werden können.
Sonnenfühler
Quelle: Siemens AG

Der Fühler ist mit zwei Messelementen ausgestattet, die beide die Umgebungstemperatur messen. Zur Bestimmung der Sonneneinstrahlung ist ein Messelement der Sonne ausgesetzt, das andere ist abgedeckt. Die Differenz zwischen den beiden Messwerten verhält sich direkt proportional zur Sonneneinstrahlung. Sie wird als DC 0...10 V-Signal an die Regelung abgegeben.
Der Fühler ist in einer Höhe von mindestens 3 m über dem Boden an einem geeigneten Montageort (Fensternähe) anzubringen.

Sonnenfühler - Siemens AG

 

Anordnung der Sonnenfühler
Soliris Sensor RTS
Quelle: Somfy GmbH
Sonnenfühler (Sonnensensoren) werden auch zur Steuerung von Markisen und Rolläden auf Terrassen, Balkon und Wintergärten eingesetzt. Abhängig von der Sonnenintensität gibt der Fühler den Impuls, die Markisen raus- oder rein- bzw. die Rollläden auf- oder abzufahren. Dadurch werden werden die Innenräume vor übermäßiger Erwärmung und die Einrichtung vor schädlichen Sonnenstrahlen geschützt. Die Helligkeit kann von 0 - 50 kLux einstellt werden. Der Fühler mit einer integrierten Solarzelle wird an der Hauswand montiert.
Sunis Wirefree RTS
Quelle: Somfy GmbH
Feuchtefühler (FF)
Feuchtefühler (FF), z.B. zur Taupunkterfassung bei Flächenkühlungen, wird eingesetzt, wenn es in Anlagen mit Kühlbetrieb bei einer entsprechender Umgebungstemperatur zur Bildung von Kondenswasser kommen kann. Zur Überwachung des sog. Taupunktes eignen sich die entsprechenden Fühler. Steigt die rel. Feuchte am Fühler auf ca. 85 %, nimmt die Leitfähigkeit zwischen den Leiterbahnen der Fühler stark zu, so dass ein angeschlossener Regler (Taupunktkonverter, Raumtemperaturregler) die Gefahr der Kondenswasserbildung frühzeitig erkennt und entsprechende Schaltvorgänge auslöst. Der als „trocken“ erkannte Fühler hat einen Widerstand von > 12 MOhm, ein Widerstand von < 6 MOhm wird dann vom angeschlossenen Regler als "Gefahr der Kondenswasserbildung" erkannt.
Feuchtefühler in Folienausführung und mit Anschlussklemmen
Quelle: tekmar GmbH
Ein Feuchtefühler in Folienausführung besteht aus einer flexiblen Folie, auf die ein Leiterbahnmuster aufgebracht ist. Die Folie wird so am Kaltwasser-Vorlauf angebracht, daß die Leiterbahnen der Umgebungsluft ausgesetzt sind und die Rückseite des Fühlers thermisch innig mit dem Rohr verbunden ist. Beachten Sie bitte, daß bei der Montage des Feuchtefühlers zunächst die Zuleitung (10 m) durch einen Kabelbinder abgefangen wird, damit die Verbindung zum Fühler nicht beschädigt wird. Der Fühler darf nicht geknickt werden. Knickstellen führen zur Beeinträchtigung der Fühlereigenschaften bzw. zur Beschädigung.
Der Feuchtefühler mit Anschlussklemmen aus starrem Platinenmaterial verfügt über 2 Klemmen zum Anschluss der bauseits vorhandenen Verkabelung. Er wird zur Erkennung von Feuchte in Bauwerken eingesetzt.

 

Quelle: S + S Regeltechnik GmbH
Der Taupunktwächter (TW) wird auf Kühl- / Kaltwasserleitungen oder auf kühlen Flächen montiert. Er kann als Feuchtefühler, Taupunktsensor, Taupunktfühler oder Grenzwertschalter an Rohren benutzt werden. Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, bei der die Luft den Sättigungszustand erreicht und Wasser zu kondensieren beginnt. Durch den stetigen Messbereich von 0...100 % r.H. beim TW-U und dem einstellbaren Grenzwert beim TW-O-S von 80...100 %, können z.B. Kühldecken so betrieben werden, dass vor der Betauung der Rohre oder Kühldecken bzw. des zu überwachenden Objektes der Schaltausgang des Taupunktwächters, der DDC aktiviert wird, dadurch z.B. die Heizung oder andere Stellglieder zuschalten und somit eine Betauung verhindert wird. Die Feuchte wird mit einem digitalen, langzeitstabilen Feuchte-/ Temperatursensor erfasst.
Taupunktwächter  - S + S Regeltechnik GmbH
Mischgassensor
Messumformer für Luftqualität
Quelle: Sauter-Cumulus GmbH
Um die Luftqualität oder das Vorhandensein schädlicher Gase festzustellen, kann ein Mischgassensor eingesetzt werden. Dieser Sensor misst die Gesamtkonzentration einer Vielzahl von Gasen (Wasserstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Zigarettenrauch, Möbelausdünstungen, Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Benzole, Ester). Deswegen wird er auch Luftqualität- oder VOC-Sensor (Volatile Organic Compounds - flüchtige organische Substanzen) genannt.
Um das Einsaugen von schädlichen Gasen in eine "Kontrollierte Wohnungslüftung" von Außen zu unterbinden, kann dieser Sensor eingesetzt werden. Auch in RLT-Anlagen mit Umluftbetrieb kann der Sensor nützlich sein.
Temperaturregler mit Mischgassensor
Quelle: JOVENTA Stellantriebe Vertriebs GmbH

VOC-Sensor

Korrelation CO2 - VOC (Aufzeichnung während einer Besprechung)
Quelle: MSR-Electronic-GmbH
Beim dem Metalloxid Halbleiter Sensor wird die elektrische Leitfähigkeit des nanokristallinen Metalloxids gemessen, welches auf einen beheizbaren Substrat aufgebracht ist. Die typische Betriebstemperatur liegt bei 300 - 400 °C. Die Dotierung des Metalloxids mit Edelmetallen bewirkt eine positive Empfindlichkeit gegenüber brennbaren Gasen wie VOCs, Kohlenmonoxid und Erdgas. Die Dotierung erlaubt die Anpassung an die Bedürfnisse der Messaufgabe. VOCs werden an der Sensoroberfläche teilweise oder vollständig durch den Sauerstoff des Metalloxids verbrannt. Die bei diesem Prozess im Halbleiter freigesetzten Elektronen führen zu einer Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit. Nach dem Ende des Verbrennungsprozesses kehrt das Metalloxid durch den Einbau von Luftsauerstoff in seinen Ausgangszustand zurück, wobei die Leitfähigkeit wieder den Ausgangswert annimmt. Die Änderung der der Leitfähigkeit wird über den integrierten Microcontroller ausgewertet und als Standard Signal ausgegeben.
Typische Raumluftverschmutzer (VOCs und andere)
Quelle: MSR-Electronic-GmbH
 
 
ich arbeite dran
SDC-Regler für Heizung, Solarintegration und Fernwärme
Das SDC-Regelsystem besteht aus einer Basisvariante, die zur Heizkreis-, Kesselfolge-, Kessel- und Warmwasserregelung mit Solar- und Multivalentregelfunktion sowie zur Fernwärmeübergabe mit nachgeschalteter Heizkreis- und Warmwasserregelung mit Solarintegration.
Smile - SDC-Regler
Quelle: Honeywell GmbH
In der Grundfunktion sind die SDCRegeltypen zentrale witterungsgeführte Vorlauftemperaturregler für einen bzw. mehrere Heizkreise. Raumaufschaltung bzw. Raumregelung ist pro Heizkreis möglich. Die lastabhängigen Kessel- bzw. Fernwärmeübergabetemperaturen werden durch die nachgeschalteten Heizkreise sowie der Warmwassertemperatur-anforderung bestimmt und ebenso von SDC geregelt. Jeder Regler kann als eigenständiger (stand alone) Regler arbeiten. Durch Buskommunikation ist ein Zusammenschluss von bis zu 5 SDC-Reglertypen zu einem System möglich.
Die Grundfunktionen sind in einem unverlierbaren Programm enthalten. Alle Parameter sowie Zeitprogramme sind mit vernünftigen Grundeinstellungen für jeden Regelkreis vorbelegt und erlauben bei Bedarf individuelle Anpassungen an die Anlage und Nutzergewohnheiten. Dafür ist kein PC-Einsatz nötig.
Evohome - Honeywell GmbH
Thermostatventil
Mit dem Thermostatventil ist ein einfaches Einzelraumregelsystem zu erstellen.  Sie erlauben die Einstellung einer tieferen Raumtemperatur als die durch die Heizkurve (Heizkennlinie) festgelegte (Schlafzimmer, nicht genutzte Räume) und erfüllen die Vorgabe der EnEV, indem sie bei Fremdwärne (Sonneneinstrahlung, interne Wärmequellen [elektrische Geräte, Kaminofen, viele Personen]) schließen und so energiesparend wirken. Eine Überhitzung der Räume kann durch die Ventile nicht verhindert werden, denn sie können nicht "kühlen".
Die thermostatischen Heizkörperregler sind P-Regler mit einer relativ grossen bleibenden Regeldifferenz. Bei dem Einsatz einer außentemperatur- oder witterungsgeführten Vorlauftemperaturregelung müssen die thermostatischen Heizkörperregler nur noch die Feinregelung im Raum übernehmen. Dadurch macht sich die bleibende Regeldifferenz nur noch beim Auftreten von Störgrössen (Fremdwärme) bemerkbar. Dabei darf die Systemtemperatur nicht als Störgröße wirken und der Volumenstrom muss der Raumheizlast angepasst werden. So etwas nennt man auch hydraulischen Abgleich.
Die Folge des fehlenden Abgleichs ist, dass die Heizkreise (Heizkörper) mit höheren Widerständen nicht warm werden. Die falsche "logische" Folgerung wäre, den Pumpendruck zu erhöhen (höhere Schaltstufe, größere Pumpe). Dies bedeutet aber einen höheren Stromverbrauch, evtl. extreme Fließgeräusche, Einbau eines Überströmventils (Energievernichtung) und Lufteinsaugung (Verschiebung des Nullpunktes). Dadurch werden die Probleme noch größer.


Ventil mit Fühlerelement (Flüssigkeit)
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG

 

 

Der Flüssigkeitsfühler im Thermostatkopf reagiert auf die Abweichungen vom eingestelltem Sollwert der Raumtemperatur. Bei steigender Raumtemperatur dehnt sich die Flüssigkeit im Flüssigkeits-Fühlerelement aus und drückt den Faltenbalg zusammen. Hierdurch wird das Ventil stetig geschlossen und die Wärmeabgabe des Heizkörpers durch weniger Volumemstrom reduziert. Die Entlastungssicherung mit ihrer Feder sorgt bei dem geschlossenen Ventil dafür, dass Kräfte, die durch weitere Ausdehnung des Faltenbalgs entstehen, kompensiert werden und nicht auf den Ventilstössel weitergeleitet werden. Bei sinkender Raumtemperatur dehnt sich der Faltenbalg wieder aus und das Ventil öffnet durch die interne Feder im Ventileinsatz.

So entsteht eine stufenlose Betätigung des Heizkörperventils mit einer feinen Regelung des Heizmittelvolumenstromes zum Heizkörper. Bei einem richtig durchgeführten hydraulischem Abgleich und der passenden Heizkurve wird der Sinn dieser Einrichtung erfüllt. Dieser ist hauptsächlich, bei Fremdwärme (Sonneneinstrahlung, interne Wärmequellen [elektrische Geräte, Kaminofen, viele Personen]) zu schließen.

Vor dem Einbau eines Regelventils in die Rohrleitung muss die Anlage fachgerecht gespült und wenn erforderlich, gereinigt werden. Außerdem ist für das Heizungswasser mindestens die VDI Richtlinie 2035 zu beachten.
Auslegung des Thermostatventils
Um ein befriedigendes Regelverhalten des Regelventils zu erhalten, muss es einen genügend großen Eigenwiderstand gegenüber dem Druckverlust im System haben. Bei der Auslegung von Regel- oder Thermostatventilen innerhalb der Rohrnetzberechnung müssen folgende Begriffe bekannt sein:
  •  Proportionalbereich
  •  kV-Wert
  •  Ventilautorität
  •  Δpmax maximaler Differenzdruck
Proportionalbereich
Das thermostatisch geregeltes Heizkörperventil ist ein Proportionalregler (P-Regler), bei dem der eingestellte Wert am Thermostatkopf ein entsprechender Hub zugeordnet ist. Wenn sich Raumlufttemperatur ändert, dann kommt es zu einer proportionalen Änderung des Ventilhubes. Der Fühler vergleicht die vorhandene Raumtemperatur mit dem eingestellten Sollwert und stellt über die Ventilspindel den Ventilhub den Volumenstrom zum Heizkörper ein. Wenn also die Raumlufttemperatur absinkt, öffnet das Ventil bzw. es schließt bei steigender Raumtemperatur. Dadurch wird die Raumlufttemperatur innerhalb des Proportionalbandes konstant gehalten. Bei einer Warmwasserheizung kommen Ventile mit einem Proportionalbereich (P-Band) von 2 K zum Einsatz. Bei einem P-Band von 1 K und kleiner kommt das Ventil ins "Schwingen", es arbeitet unstabil.
Der Proportionalbereich (Regelbereich) ist die Temperaturänderung, die benötig wird, um das Ventil so weit zu öffnen, dass der dimensionierte Volumenstrom erreicht wird.
kV-Wert
Der kV-Wert und der kVS-Wert kennzeichnet den Durchfluss eines Ventils. Bei dem kV-Wert wird der Durchfluss von Wasser in m3/h, in einem Temperaturbereich von 5 °C bis 30 °C bei einem Druckverlust von 1 bar (100.000 Pa) und einem entsprechenden Hub angegeben.
Beziehung zwischen kV-Wert und Druckdifferenz
m3/h
aus dem kV-Wert errechnet sich
der Druckverlust
Pa
Der Zusammenhang des Proportionalbereichs (XP) in Abhängigkeit vom kV-Wert kann in einem Ventil-Diagramm nachvollzogen werden.
Der kVS-Wert gibt den Durchfluss von Wasser in m3/h bei voll geöffnetem Ventil (maximaler Hub und Durchsatz) an.
Ventilautorität
Die Ventilautorität gibt das Verhältnis "α" des Druckverlustes im Ventil zum Gesamtdruckverlust in der Anlage an.
Anteil des Regelventiles am Gesamtdruckverlust
0,..
Die Praxis hat gezeigt, dass die Autoritäten "a" bei Thermostatventilen in Warmwasserheizungsanlagen von mindestens 0,3 bis 0,7 sein sollten. Man kann auch sagen, dass das Ventil einen Druckverlust von 30 bis 70 % vom Gesamtdruckverlust haben sollte.
Δpmax maximaler Differenzdruck
Der maximale Differenzdruck (Druckdifferenz zwischen Eingang und Ausgang des Regelventils) wird von den Ventilherstellern angegeben und sollte nicht überschritten werden, damit die Schließ- und exakte Regelfähigkeit gewährleistet bleibt. Außerdem führt eine zu hohe Druckdifferenz dazu, dass durch die Drosselung an der engsten Stelle im Ventil mechanische Energie in Schallenergie umgewandelt wird und damit zu lästigen Geräuschen und Erosionskorrrosion führen.
Eine zu hohe Druckdifferenz entsteht auch, wenn viele der Thermostatventile in einem Gebäude  schließen. Der Grund kann in Fremdwärme (Sonneneinstrahlung, interne Wärmequellen [elektrische Geräte, Kaminofen, viele Personen]), fehlender hydraulischer Abgleich und/oder in einer zu hohe Heizkurve gegeben sein. Bei einer Umwälzpumpe mit konstanter Fördermenge bzw. Förderhöhe erhöht sich der Durchfluss an den noch offenen Ventilen, was nicht nur zu Geräuschen, sondern auch zum Schließen weiterer Ventile führen kann.
In solchen Anlagen, hier vor allen Dingen Heizkörperanlagen, sollten grundsätzlich differenzdruckgeregelte bzw. selbstregendelde Pumpen, die auch weniger Strom verbrauchen, eingesetzt werden. Bei dieser Pumpentechnik ändert sich die Pumpenkennlinie über die Verstellung der Drehzahl. Überströmventile sollten heutzutage der Vergangenheit angehören oder wenigstens richtig eingesetzt werden.


Dynamic Valve™ RA-DV
Quelle: Danfoss GmbH

Ich arbeite dran

Voreinstellung -Thermostatventil
Diagramm zur Ermittlung der Voreinstellung
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Im Rahmen einer Rohrnetzberechnung werden die Einstellwerte der Thermostatventile, die für den hydraulischen Abgleich benötigt werden, ermittelt. Dabei errechnet sich der notwendige Pumpendruck aus den Druckverlusten des ungünstigsten Stromkreises (der Kreis hat den größten Druckverlust). Alle anderen Stromkreise (Heizkörper) haben kleinere Druckverluste und müssen durch eine Voreinstellung im Ventil (voreinstellbare Thermostatventile, Strangregulierventile) auf den jeweils geforderten Volumenstrom gedrosselt werden.
Ein falsches Ventil, eine falsche Einstellung oder ein nicht durchgeführter Abgleich führt zu mangelhaft funktionierenden Heizflächen, da die Heizflächen mit höheren Widerständen nicht warm und Heizflächen mit geringen Widerständen überversorgt werden. Auch ein höherer Pumpendruck kann diesen Fehler nicht beseitigen und führt nur zu einen steigenden Stromverbrauch und Fließgeräuschen.
So muss z. B. ein Heizkörper mit einem geringeren Druckverlust (ΔpHK 5.974 Pa) auf den Gesamtdruckverlust (Δpung.HK 7.720 Pa) der Anlage abgeglichen werden. Die Druckdifferenz ΔpAbgl 1.746 Pa) wird über die Voreinstellung abgedrosselt.
Der Heizkörpermassenstrom bei einem (delta)t von 20 °C beträgt 11 kg/h. Die Auswahl des Heizkörperventils erfolgt mittels der Herstellerunterlage (in diesem Beispiel Oventrop, Baureihe AV 6). Aus dem Diagramm ist die Voreinstellung bei einer Regeldifferenz von 2 K mit dem Voreinstellwert 2 zu nehmen. Der kV-Wert ist 0,170. Quelle: Uponor GmbH
Volumenstrombegrenzung - Voreinstellung
Quelle: Danfoss GmbH
 
Quelle: TA Heimeier
Ventilauslegung - TA Heimeier
Datenschieber + Thermostatventile - Oventrop GmbH & Co. KG



Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG


Thermostatkopf-K zur Speicherregelung 40 - 70 °C
Quelle: TA Heimeier

Aufgrund verschiedener Einbauvarianten der Heizkörper gibt es verschiedene Thermostatköpfe. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Fühlerelement die "wirkliche" Raumtemperatur erfassen kann. Nur mit einer richtigen Raumtemperatur ist das "Richtige Heizen" möglich. Welcher Thermostatkopf verwendet wird, hängt von folgenden Faktoren ab.

  • von der Länge und Breite des Raumes
  • von der Anordnungsstelle (unter dem Fenster, an der Außen- oder Innenwand)
  • von der Art des Heizkörpers (z. B. Unterflurkonvektor)
  • von den Heizkörperanschlüssen (einfacher oder Mittelanschluss, Ventilheizkörper)
  • von evtl. Abdeckungen (Vorhänge, Verkleidungen)

Da es immer wieder Probleme mit der Übereinstimmung der eingestellten Temperatur und der wirklichen Raumtemperatur gab, sind heutzutage sind auf den Thermostatköpfen keine Temperaturangaben, sondern (Richt)Zahlen (1 bis 5) aufgedruckt. Die dann notwendige Einstellung muss sich der Betreiber merken oder die Skala muss nachjustiert werden. Die gemessene Temperatur ist von dem Ort der Temperaturerfassung (Messstelle) abhängig ist. So z. B. kann die Temperatur im Fußbodenbereich (Heizkörper mit Mittelanschluss, Fernfühler auf der Fußleiste unter dem Heizkörper) um einige Grad von der gewünschten Raumtemperatur abweichen.
Fernfühler (Kapillarrohrfühler) werden immer dann eingebaut, wenn die Messstelle die Raumtemperatur nicht richtig erfassen kann. So kann z. B. einfallende Kaltluft unter den Fenstern, starke Wärmeabstrahlung des Heizkörpers oder durch Vorhänge verdeckte Thermostatköpfe eine falsche und ungleichmäßige (Raum)Temperatur messen. Aber auch bei längeren Heizkörpern wird der Fühler unter dem Heizkörper an der Fußleiste angebracht, wo er die konvenktierende Raumluft erfasst.
Fernversteller werden bei verkleideten Heizkörpern und Konvektoren in die Verkeidung bzw. Konvektorschürze eingebaut. Unterflurkonvektoren benötigen auch Fernversteller, weil eine Verstellung der Temperatur im Konvektorschacht schwierig ist.
Besonders komfortabel sind elektronische Thermostatköpfe, bei denen aber auch die Raumtemperatur genau gemessen werden muss, damit sie (billig eingekauf) nicht zum Flop werden. Außerdem sollten hier immer selbstregelnde Pumpen oder Differenzdruckregler bzw. Überströmventile eingebaut werden. In allen Fällen muss die Herstelleranweisung beachtet werden.

 

Es gibt auch Thermostatventile mit Tauchfühler, die von 40 bis 70 °C regeln. Diese Ventile werden/wurden für die Regelung eines Trinkwasserwärmers eingesetzt.

 

 

Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG


Thermostat "Uni LHB" ("Behördenmodell")
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG

Behördenventil
Damit in öffentlichen Gebäuden und anderen frei zugänglichen Räumen (z. B. Vereinsräume) die am Thermostatventil eingestellten Raumtemperaturen nicht verändert werden können, bieten die Ventilhersteller sogenannte Behördenmodelle bzw. Behördenventile an. Die Thermostatköpfe auf diesen Ventilen haben eine verdeckt angeordnete Sollwerteinstellung, die nur mit einem Spezialwerkzeug verändert werden kann. Außerdem haben sie eine integrierte Diebstahlsicherung und eine erhöhte Biegefestigkeit (Belastung bis 100 kg). Dadurch sind sie vandalensicher.
Auch für Raumthermostaten gibt es Behördenmodelle.

Eine andere Art der Temperatureinstellung bzw. -regelung ist der Einsatz von Stellantrieben auf den Ventilen, die über Raumthermostate geschaltet werden.
Fremdwärme
Die Fremdwärme tritt während der Heizperiode, aber auch außerhalb dieser Zeit, sehr unregelmäßig auf. Auf jeden Fall muss sie immer in die Planungen bzw. Berechnungen mit einbezogen werden. So kann sie die Beheizung verschiedener Räume unterstützen, wenn eine passende Regelung eingeplant ist. Eine Überheizung der Räume ist aber nicht zu verhindern. In den Übergangszeiten (Frühjahr, Herbst) kann sie sogar stundenweise die Räume ohne Zusatzheizung auf die gewünschte Temperatur bringen. Hier ist dann aber eine "flinkes" Heizsytem (Heizkörper, Ventilatorkonvektoren) notwendig. Bei "trägen" Flächenheizungen (Fußboden-, Wand-, Deckenheizung) kann sie nur über den "Selbstregeleffekt" gewinnbringend verwendet werden. In der warmen Jahreszeit wird die Fremdwärme bei der Kühllastberechnung berücksichtigt, weil diese Lasten abtransportiert werden müssen.
Auch ein Kaminofen muss als Fremdwärmespender betrachtet werden, wenn er nicht in das Heizkonzept eingeplant ist und nur unregelmäßig betrieben wird. Eine zu hohe Systemtemperatur der Heizungsanlage ist ein Planungs- bzw. Einstellungsfehler und sollte nie als Fremdwärme betrachtet werden. Hier muss die Heizkurve richtig eingestellt werden.
Bei der Fremdwärme unterscheidet man zwischen

innerem Fremdwärmeanfall
- durch Personen
- durch Beleuchtung
- durch elektrische Geräte (Herd, Fernsehgeräte, Computer, Wasch- und Spülmaschinen)
- durch warmgehende Rohe (Heizungsverteilleitungen, Warmwasser- und Zirkulationsleitungen)
- durch warme Wände von benachbarten Räumen bzw. Wohnungen

- durch hohe Speicherfähigkeit in Massivbauten
solarem Fremdwärmeanfall
- duch Fensterflächen (direkt oder diffus) Die Nutzung ist von der Größe der Flächen, der Ausrichtung des Gebäudes und von den vorhandenen Beschattungseinrichtungen abhängig.
- durch die Sonne erwärmte Außenwände, die durch zunehmend besserer Außendämmung immer geringer wird.

Quelle: Armacell Enterprise GmbH
Jedem Wohngebäude wird Energie zugeführt und ein Teil verlässt das Haus ungenutzt. Die Energiebilanz eines Hauses hängt von folgenden Faktoren ab:
  •  Gebäudeform
  •  Standort
  •  Außenklima (Klimazone)
  •  Innenklima (Behaglichkeit)
  •  Innere Gewinne (veränderliche und unkontrollierte)
  •  Transmissionswärmeverluste (Wände, Fenster, Dach, Fundament bzw. Kellerdecke bzw. Bodenplatte)
  •  Lüftungswärmeverluste (Undichtigkeiten durch Fensterfugen und Gebäudehülle bzw. Luftwechsel durch KWL)

Das Verhältnis genutzter und nicht genutzter Wärmegewinne (Ausnutzungsfaktor) für die Wärmegewinne ist von den o. g. Faktoren und dem Quotienten aus Wärmegewinnen und -verlusten abhängig.

Strangregulierventil
In Heizungsanlagen in großen Wohn- oder Bürogebäuden werden in die von den Verteilleitungen abgehenden Leitungen (Stränge) Strangventile (Absperrventil mit Voreinstellmöglichkeit und FE-Hähne) eingebaut. Mit den Strangregulierventilen können die Volumenströme der Teilanlagen angepasst werden, was eine einfachere Einstellung der Thermostatventile ermöglicht.
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Abhängigkeit des Durchflusses bei Teil- und Überlast mit Strangregulierventil
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG

 

 

 

Die Ventile mit außenliegender Skala können während des Anlagenbetriebes einreguliert werden. So erhält man reale Durchflusswerte im Volllastbereich (Auslegungsbereich) der Anlage. Die richtige Auslegung der Ventile im Rahmen der Rohrnetzberechnung ist wichtig, damit der Durchfluss über die errechneten Voreinstellwerte möglichst exakt eingestellt werden kann.

In einer Darstellung können die Kennlinienverläufe eines Stranges ohne bzw. mit Strangregulierventil und die Kennlinien-verschiebung durch Einfluss einer differenzdruckgeregelten Pumpe dargestellt werden. So kann dargestellt werden, dass im Auslegungsfall der Durchfluss im Strang durch Einsatz von Strangregulierventilen reduziert wird, also jeder Strang einreguliert wird. Dadurch wird auch  durch ganz geöffnete Thermostatventile (Überlastfall) der Durchfluss im Strang nur unwesentlich erhöht und die Versorgung der anderen Stränge bleibt sichergestellt.

Im Teillastfall, also bei steigender Druckdifferenz, hat das Strangregulierventil nur einen geringfügigen Einfluss auf die Strangkennlinie. Ein zu hoher Differenzdruck kann in diesem Bereich durch eine differenzdruckgeregelte Pumpe reduziert werden.
Mit einer Online-Auslegung können die genauen Werte ermittelt werden.
Vor dem Einbau eines Regelventils in die Rohrleitung muss die Anlage fachgerecht gespült und wenn erforderlich, gereinigt werden. Außerdem ist für das Heizungswasser mindestens die VDI Richtlinie 2035 zu beachten.
Differenzdruckregler - Heizung
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Um den Druckunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf einer Heizungsanlage konstant zu halten, werden Differenzdruckregler eingesetzt. Das Ventil enthält ein zweiseitig beaufschlagtes Membransystem und eine Gegenfeder.zur Einstellung des Sollwertes. In Heizungsanlagen wird der Differenzdruckregler auch in Verbindung mit einem Strangregulierventil eingesetzt. Hier wird die Impulsleitung an dem Messstutzen des Ventils montiert. In kleineren Heizungsanlagen wird statt eines Differenzdruckreglers eine differenzdruckgeregelte Pumpe eingesetzt.
Abhängigkeit des Durchflusses bei Teil- und Überlast mit Strangabsperrventil und Differenzdruckregler
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Ein Differenzdruckregler ist ein Proportionalregler ohne Hilfsenergie, der den Druck im Vorlauf über eine Impulsleitung zum Absperrventil bzw. Strangregulierventil misst.. Der Differenzdruck wird zwischen dem Ausgang des Absperrventil bzw. Strangregulierventil und Eingang Differenzdruckregler (in Fließrichtung - Rücklauf) geregelt.
Der Differenzdruckregler wird zur konstanten Regelung eines erforderlichen Sollwertes eingesetzt. Der Differenzdruck im Strang wird über ein regeltechnisch notwendiges Proportionalband konstant gehalten, wenn voreinstellbare Thermostatventile bzw. Rücklaufverschraubungen vorhanden sind,
Die Oventrop Differenzdruckregler bestehen aus einem Schrägsitzgehäuse mit 2 Anschlussbohrungen und einem Oberteil zur Differenzdruckregelung. In die beiden Anschlussbohrungen können Blindstopfen, FE-Kugelhähne oder Messadapter zur Messung der Druckdifferenz eingeschraubt werden.

Der Sollwert  kann stufenlos verändert werden. Hierzu ist zunächst die Blockierschraube zu lösen, dann kann durch Drehen am Handrad der gewünschte Wert eingestellt werden. Nach dem Einstellen ist die Blockierschraube wieder fest anzuziehen.

Die Einbaulage des Reglers beliebig, wobei jedoch darauf zu achten ist, dass das Ventil in Pfeilrichtung durchströmt wird. Die Impulsleitung sollte stets oberhalb bis waagerecht,   jedoch nicht von unten an die Vorlaufleitung angeschlossen werden, um eine Verstopfung durch Schmutzpartikel zu verhindern.
Vor dem Einbau eines Regelventils in die Rohrleitung muss die Anlage fachgerecht gespült und wenn erforderlich, gereinigt werden. Außerdem ist für das Heizungswasser mindestens die VDI Richtlinie 2035 zu beachten. Oventrop schreibt auch den Einbau eines Schmutzfängers vor. Für Industrie- und Fernwärmeanlagen ist das VdTÜV-Merkblatt 1466/AGFW-Merkblatt 5/15 zu beachten.
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Differenzdruckregler "Hydromat DP" - Oventrop GmbH & Co. KG
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Das Einregulieren und der damit verbundene hydraulische Abgleich von Heizungs- und Kühlanlagen gehört zum Umfang einer Erstellung oder Sanierung dieser Anlagen. Das neue "OV-DMPC"-Messsystem vereinfacht die Einregulierung Vorort.
Der Differenzdruckmesscomputer " OV-DMC 2" mit USB-Schnittstelle ist zur Durchflussmessung von Oventrop Regulierventilen konzipiert. Das Gerät hat eine wasser- und staubgeschützten Tastatur und einen für den Praxiseinsatz netzunabhängigen, aufladbaren Akkusatz. Außerdem sind alle zur Durchflussmessung erforderlichen Zusatzelemente (z. B. Bedienschlüssel, Messadapter)   in einem Servicekoffer vorhanden.

In dem Gerät sind alle Kennlinien aller Oventrop Einregulierventile gespeichert. Dadurch wird z. B. nach Eingabe der Ventilnennweite und der Voreinstellung der Durchfluss angezeigt. Zur besseren Handhabung ist der Nullabgleich automatisiert. Wenn kein Voreinstellwert des Strangregulierventils errechnet ist, kann der Computer diesen ermitteln. Über die Eingabe der Ventilnennweite und des gewünschten Durchflusses wird der Differenzdruck ermittelt, vergleicht die Soll- und Istwerte und zeigt im Display die erforderlichen Voreinstellungen an.

Alle bei der Messung ermittelten Daten werden gespeichert und können über einen PC mit Betriebssystem Windows verarbeitet werden. Der Oventrop-Software-Ausdruck "Messprotokoll" dokumentiert z. B. die bei der Einregulierung nach VOB C - DIN 18380 gewonnenen Daten.
Der Differenzdruckmessbereich liegt zwischen –0,05 bis 200 kPa.
Besonders in 1-Rohr-Anlagen mit mehreren Kreisen muss der Volumenstrom jedes Kreises nach der Summe der Raumheizlasten gewährleistet sein. Hier werden Volumenstromregler eingesetzt, an denen der konstante Volumenstrom eingestellt wird.
automatisches Regelventil
Quelle: Honeywell GmbH
Messgerät für Durchflussmessungen
Quelle: Honeywell GmbH
Ein automatisches Regelventil für Systeme mit konstantem Volumenstrom zur Regelung von Heizungs- und Kühlsystemen (besonders in Einrohrsystemen, Fan-Coil mit Bypass, Kühldecke mit Bypass) indem es für einen konstanten Durchflusswert auch bei wechselnden Druckverhältnissen sorgt. Dabei wird der Durchflusswert von außen am Ventileinsatz voreingestellt.
Der Ventileinsatz eines Regelventils enthält zwei miteinander gekoppelte Komponenten. Eine mit einer verstellbaren Blende und die andere die den Differenzdruck über die Blende regelt. Das Ergebnis ist ein konstanter Durchfluss durch das Ventil, unabhängig von wechselnden Druckverhältnissen. Vor dem Spülen des Systems wird empfohlen den Ventileinsatz zu entnehmen und eine Verschlusskappe einzuschrauben.
Ein passendes Messgerät für Durchflussmessungen in temperaturübertragenden Heiz- und Kühlsystemen misst den Differenzdruck über einer Öffnung, z. B. einem Ventilsitz. Zusammen mit dem kv-Wert der Öffnung wird der Durchfluss mit der kv-Formel berechnet. Der kv-Wert aller Ausgleichsventile sind in einer internen Datenbank gespeichert. Die manuelle Eingabe des kv-Werts ist ebenso möglich.
Quelle: Honeywell GmbH
Überströmventil
Differenzdruck-Überströmventil "Hydrolux"
Quelle: TA Heimeier
Um die Druckdifferenz in einer Heizungs-, Solar- oder Kühlanlage konstant zu halten, wird ein Differenzdruck-Überströmventil eingesetzt. Besonders dann, wenn keine druckgeregelte Pumpe eingesetzt wird oder werden kann (Zwanglaufwärmeerzeuger, Wärmepumpe), ist der richtige Anordnung des Ventils wichtig. Dann ist auch der Einsatz unter bestimmten Bedingungen in Brennwertanlagen möglich.
Der in der Rohrnetzberechnung bzw. bei der Pumpenauslegung errechnete Differenzdruck wird am Überströmventil eingestellt. Bei zurückgehendem Förderstrom im Heizkreis öffnet das Ventil und die Förderhöhe der Umwälzpumpe wird  innerhalb eines regeltechnisch notwendigen Proportionalbandes konstant gehalten.

 

Der Druck der Pumpe wird durch das Überströmventil innerhalb des Nenndruckes gehalten (A). Wenn der Volumenstrom im Kreislauf aufgrund des Schließens einzelner Thermostatventile im Kreislauf kleiner wird (B), werden die noch offenen Heizflächen ohne Überströmventil überversorgt, was neben einer geringen Leistungssteigerung in den Heizkörpern auch zu Strömungsgeräuschen in den voreingestellten Thermostatventilen führen kann.
Mit dem Nenndruck der Pumpe eingestellten Überströmventil kann der Druckanstieg begrenzt werden, indem der Durchfluss ΔV im Pumpenkreis bleibt. Dieser Kreislauf sollte so klein wie möglich sein, was durch eine direkte Umgehung der Pumpe (Bypass - Druck- und Saugseite der Pumpe) am besten erreicht wird.
Die Begrenzung des Druckanstiegs findet unter allen Drosselungsbedingungen der Regelventile der Anlage statt, da der Eingriffsdruck nach der Definition und Position des Ventilknopfes bei Änderung der Nachlaufleistung praktisch gleich bleibt.
Das Überströmventil muss so bemessen sein, dass so viel Leistung umgeleitet wird, dass die Pumpe unter allen Betriebsbedingungen der Anlage auf dem Nennbetriebswert gehalten wird.
Bei Druckgleichheit zwischen Ein- und Ausgangsseite ist das Überströmventil geschlossen. Der Ventilkegel wird von der Feder auf den Ventilsitz gedrückt. Entsteht ein Differenzdruck zwischen der Ein- und Ausgangsseite, öffnet das Ventil proportional zu dem Differenzdruckanstieg und hält so durch das Überströmen den Differenzdruck entsprechend dem Durchflussdiagramm konstant.
Differenzdruck-Überströmventil "Hydrolux"
Quelle: TA Heimeier
Das Hydrolux-Überströmventil ist werkseitig justiert und auf einen Öffnungsdruck von 200 mbar (2 m WS) voreingestellt. Wenn  eine Veränderung der Voreinstellung erforderlich ist, so wird zuerst die Feststellschraube gelöst und durch Drehen der Handradkappe wird der Öffnungsdruck stufenlos im Bereich zwischen 50 mbar und 500 mbar verschoben. Der eingestellte Wert kann direkt an der Skala der Handradkappe abgelesen werden. Einstelldiagramme sind nicht erforderlich. Am Ende wird die gewählte Position durch die Feststellschraube gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert.
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Quelle: TA Heimeier
Funktionsweise von Überström- und Sicherheitsventilen
Bei einem proportional arbeitenden Überströmventil wirkt dem Mediumdruck eine Feder entgegen, um das Ventil geschlossen zu halten. Sie funktionieren ohne Fremdenergie.
Wird der Ansprechdruck erreicht, beginnt das Ventil proportional zur Druckerhöhung zu öffnen, bis der notwendige Hub erreicht ist und der Systemdruck sinken kann. Sofort beginnt das Ventil wieder proportional zur Druckminderung zu schließen. Knapp unterhalb des Ansprechdrucks ist das Ventil wieder komplett geschlossen.
Ein Überströmventil mit proportionaler Regelcharakteristik wird zur Druckhaltung, Druckregelung und zum Schutz vor zu hohen Drücken eingesetzt. Sie sind nicht bauteilgeprüft.

 

Funktion - Überströmventil
Quelle: MIT Moderne Industrietechnik GmbH & Co. KG
Sicherheitsventile funktionieren ohne Fremdenergie und schützen druckbeaufschlagte Räume (Heizungs-, Trinkwasser-, Solar-, Kühl-, Dampf und Pressluftanlagen), Druckbehälter (Trinkwassererwärmer, Pufferspeicher) oder Rohrleitungen vor einem unzulässigen Druckanstieg, der zu einer Schädigung des angeschlossenen Druckgerätes führen könnte. Sie leiten bei dem Überschreiten eines vorgegebenen bzw. eingestellten Ansprechdrucks Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten in die Atmosphäre ab. Nach dem Ansprechen des Sicherheitsventils und Abbau des zu hohen Druckes durch Abblasen in die Umgebung oder in eine Rohrleitung (Abblaseleitung) schließt das Ventil wieder und die Anlage kann weiter betrieben werden.
Nach ihrem Ansprechverhalten werden sie folgendermaßen eingeteilt:
  • Proportionalventile Das Öffnungsverhalten zwischen dem Ansprechdruck bis zum vollständigen Öffnen nach 10% Druckanstieg verläuft proportional zum Druck.
  • Vollhubsicherheitsventile Sie öffnen nach dem Ansprechen innerhalb von 5% schlagartig mit vollem Hub.
  • Normalsicherheitsventile Sie erreichen nach dem Ansprechen innerhalb eines Druckanstiegs von max. 10% den für den abzuführenden Massenstrom (die Abblaseleistung) erforderlichen Hub. An die Öffnungscharakteristik werden keine weiteren Anforderungen gestellt.
Nach Druckgeräterichtlinie 97/23/EG gelten Sicherheitsventile als Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion. Sie sind der höchsten Kategorie IV zugeordnet und müssen nach den vorgegebenen Herstellungs- und Prüfanforderungen unter Einschalten einer benannten Stelle bauartgeprüft hergestellt werden.
Funktionsablauf - Überström- und Sicherheitsventil
Quelle: MIT Moderne Industrietechnik GmbH & Co. KG
Bei einem direkt belasteten Normalsicherheitsventil wirkt dem Mediumdruck unter dem Ventilteller eine Federkraft entgegen und hält so das Ventil geschlossen.
Wird der Ansprechdruck erreicht, beginnt das Ventil zu öffnen. Wird der Ansprechdruck um max. 10 % überschritten, öffnet das Ventil fast schlagartig, so dass die gesamte Abblaseleistung abgeführt werden kann.
Wird der Ansprechdruck unterschritten, beginnt das Ventil wieder zu schließen, bis der Schließdruck erreicht ist (Ansprechdruck -10 % bei Gasen, -20 % bei Flüssigkeiten).
Der Ansprechdruck ist der Überdruck unter Betriebsbedingungen. Vom Einstelldruck spricht man dagegen unter Prüfstandsbedingungen..
 
Vor dem Einbau eines Regelventils in die Rohrleitung muss die Anlage fachgerecht gespült und wenn erforderlich, gereinigt werden. Außerdem ist für das Heizungswasser mindestens die VDI Richtlinie 2035 zu beachten.

Differenzdruckregler - Fernheizung
Um den Druckunterschied zwischen Vorlauf und Rücklauf einer Heizungsanlage konstant zu halten, werden Differenzdruckregler eingesetzt. Sie arbeiten entweder in Reihenschaltung zur Anlage nach dem Drosselungsverfahren oder in Parallelschaltung zur Anlage nach dem Überströmverfahren. Mit einem Drosselgerät z.B. einer Blende oder einem Ventil mit Meßanschlüssen arbeiten sie auch als Mengenregler und begrenzen bei Fernheizungen den Anschlusswert. Das Ventil enthält in beiden Fällen ein zweiseitig beaufschlagtes Membransystem und eine Gegenfeder.zur Einstellung des Sollwertes. > mehr
Raumthermostat - Raumregler
Die elektrischen oder thermostatischen Stellantriebe an den Heizkörperventilen werden von einem digitalen Raumtemperatur-Regelgerät geregelt/gesteuert. Dadurch kann eine Raum- oder Zonen-Temperaturregelung mit zeitprogrammgesteuerter Umschaltung von Normal- auf Absenkbetrieb realisiert werden. Neben einem Wochenheizprogramm  sind noch weitere Zusatzfunktionen integriert.

•  PI(D)-Regelung ohne bleibende Abweichung
•  Anzeigefeld (Display) mit Zahlenwerten für den aktuellen Temperatur-Sollwert, Balkendiagramm für das aktuelle 24 Stunden.-Heizprogramm und Symbolen für Normal- und Absenkbetrieb
•  Manuelles Verändern des aktuellen Temperatur-Sollwertes
•  Manuelles Umschalten zwischen Normal- und Absenkbetrieb
•  Dauernd Normal- oder Absenkbetrieb
•  Frostschutz
•  Vorübergehendes Schliessen des Ventils bei plötzlichem Temperaturabfall, infolge geöffnetem Fenster (Fensterfunktion)
•  Pumpen-Antiblockierprogramm während längeren Betriebsunterbrüchen
•  Handbetätigung des Ventils, z.B. durch Servicepersonal

Thermische und elektrische Stellantriebe

In der Praxis unterscheidet man je nach Einsatzart zwischen elektrischen und thermischen Stellantrieben. Sie sind Bestandteil einer Einzelraumregelung oder werden zur Regelung von Zonenventilen oder an Geräten eingesetzt. In Großanlagen werden häufig auch pneumatische Stellantriebe eingesetzt.
Die Stellantriebe können natürlich nur richtig funktionieren, wenn die Ventile nicht durch Verschmutzungen bzw. Ablagerungen blockieren. Besonders häufig gibt es festsitzende Stellventile an Fußbodenheizungsverteilern, wobei der Grund im falschen Heizungswasser zu suchen ist.
Thermischer Stellantrieb
Quelle: TA Heimeier GmbH
Regelung mit Funksteuerung
Quelle: Möhlenhoff Wärmetechnik GmbH
Elektrothermische Antriebe arbeiten über ein Heizelement, das sich ausdehnt, wenn Spannung anliegt (es gibt 0 - 10 V (DDC), 24 V und 230 V Ausführungen). Diese Ausdehnung wird auf das Ventil übertragen. Die Ansteuerung erfolgt mit Pulsweitenmodulation.
Diese Stellantriebe
  •   benötigen einen zusatzlichen Heizungs-(Schaltaktor)
  •   gibt es als 24V oder 230V Ausführung
  •   sind vollkommen gerauschlos
  •   sind annahernd mechanisch verschleißfrei
  •   sind evtl. preislich günstiger
Bei der stromlos geschlossenen Ausführung (NC) wird bei dem Anlegen der Betriebsspannung das Ausdehnungssystem des Stellantriebes beheizt. Nach Ablauf der Totzeit erfolgt der gleichmäßige Öffnungsvorgang. Bei einer  Spannungs-unterbrechung schließt der Stellantrieb nach Ablauf der Totzeit durch Abkühlung des Ausdehnungssystems.
Bei der stromlos offenenen Ausführungen (NO) arbeite das Prinzip genau entgegengesetzt.
Die Antriebe können über Adapter für alle Thermostatventile verwendet werden. Am häufigsten werden im Rahmen einer Einzelraumregelung (ERR) an den Heizkreisverteilern von Fußbodenheizungen eingesetzt. Sie werden von Raumthermostaten über ein Stromkabel oder über eine Funksteuerung geschaltet.
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Thermischer Stellantrieb - TA Heimeier GmbH
Alpha Basis + Alpha-Regler - Möhlenhoff Wärmetechnik GmbH

 

 

Elektromotorischer Stellantrieb
Quelle: Oventrop GmbH & Co. KG
Elektromotorische Stellantriebe arbeiten mit einem Motor. Diese können direkt an den Bus (Datenübertragung) angeschlossen werden.
Diese Stellantriebe
  •  benötigen nur ein Buskabel und keinen Aktor
  •  beinhalten einen Stellmotor und ein Getriebe (das man manchmal nicht überhören kann)
  •  sind evtl. mechanisch anfallig
  •  informieren immer die aktuelle Ventilstellung
Diese Stellantriebe werden hauptsächlich für die Regelung von Kombiventile eingesetzt.
Sie können bei Zonenanwendungen (Zonenventile) in Kühl- oder Heizsystemen, an Gebläsekonvektoren, Induktionsgeräten, kleinen Zwischenüberhitzern und Zwischenkühlern eingesetzt werden.
Stellantriebe - Oventrop GmbH & Co. KG
Die elektrischen oder thermostatischen Stellantriebe an den Heizkörperventilen werden von einem digitalen Raumtemperatur-Regelgerät geregelt/gesteuert. Dadurch kann eine Raum- oder Zonen-Temperaturregelung mit zeitprogrammgesteuerter Umschaltung von Normal- auf Absenkbetrieb realisiert werden. Neben einem Wochenheizprogramm  sind noch weitere Zusatzfunktionen integriert.

•  PI(D)-Regelung ohne bleibende Abweichung
•  Anzeigefeld (Display) mit Zahlenwerten für den aktuellen Temperatur-Sollwert, Balkendiagramm für das aktuelle 24 Stunden.-Heizprogramm und Symbolen für Normal- und Absenkbetrieb
•  Manuelles Verändern des aktuellen Temperatur-Sollwertes
•  Manuelles Umschalten zwischen Normal- und Absenkbetrieb
•  Dauernd Normal- oder Absenkbetrieb
•  Frostschutz
•  Vorübergehendes Schliessen des Ventils bei plötzlichem Temperaturabfall, infolge geöffnetem Fenster (Fensterfunktion)
•  Pumpen-Antiblockierprogramm während längeren Betriebsunterbrüchen
•  Handbetätigung des Ventils, z.B. durch Servicepersonal

Quelle: Danfoss GmbH
Die elektrischen Stellantriebe sind für die Betätigung von Ventilen vorgesehen. Eingesetzt werden sie für Fan-Coil-Geräte, Induktionsklimageräte, kleine Erhitzer, Kühler und Zonenanwendung zur Regelung von Warm- und Kaltwasser.
Merkmale
• Kraftabhängige Abschaltung des Stellantriebs in der Endlage Ventil "Zu" (Überlastungsschutz)
• Automatische nicht kraftabhängige Abschaltung des Stellantriebs in der Endlage Ventil "Auf"
• Keine Anpassung an den Ventilhub erforderlich
• Einfache Montage Ventil-Stellantrieb ohne Werkzeug
• Wartungsfrei
• Geräuscharmer Betrieb
Nachtabsenkung - abgesenkter Betrieb - Abschaltbetrieb

Eine Nachtabsenkung oder eine Totalabschaltung wird eingesetzt, um Energie zu sparen. Bei einer "Nachtabsenkung", oder richtiger, einem "abgesenktem Betrieb" wird die Temperatur des Heizungswassers reduziert. Diese Reduzierung erfolgt über die Einstellung in der Heizungsregelung durch das Festlegen einer "zweiten Heizkurve". Dadurch bleibt der Massestrom unverändert und es werden alle Räume gleichmäßig abgesenkt. Damit dies einwandfrei funktioniert ist ein hydraulischer Abgleich notwendig, der aber eigentlich immer vorhanden sein sollte. mehr

In Fachkreisen wird zunehmend über den Sinn bzw. Unsinn einer Absenkung oder Totalabschaltung diskutiert. Es gibt Heizungssysteme (Wärmepumpenanlagen und Fußbodenheizungen) bei denen ein Absenken auf jeden Fall fragwürdig ist.

neue EnEV § 14 (Auszug)
Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen
(1) Zentralheizungen müssen beim Einbau in Gebäude mit zentralen selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Ver-ringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Aus-schaltung elektrischer Antriebe in Abhän-gigkeit von
1. der Außentemperatur oder einer anderen geeigneten Führungsgröße und
2. der Zeit
(2) ........ Fußbodenheizungen in Gebäuden, die vor dem 1. Februar 2002 errichtet worden sind, dürfen abweichend von Satz 1 mit Einrichtungen zur raumweisen Anpassung der Wärmeleistung an die Heizlast ausgestattet werden. Soweit die in Satz 1 bis 3 geforderten Ausstat-tungen bei bestehenden Gebäuden nicht vorhanden sind, muss der Eigentümer sie nachrüsten.

EnEV 2009
§ 25 Befreiungen
(1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

(2) Eine unbillige Härte im Sinne des Absatzes 1 kann sich auch daraus ergeben, dass ein Eigentümer zum gleichen Zeitpunkt oder in nahem zeitlichen Zusammenhang mehrere Pflichten nach dieser Verordnung oder zusätzlich nach anderen öffentlichrechtlichen Vorschriften aus Gründen der Energieeinsparung zu erfüllen hat und ihm dies nicht zuzumuten ist.

(3) Absatz 1 ist auf die Vorschriften des Abschnitts 5 (Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz) nicht anzuwenden.

Wer ist für die Erteilung von Ausnahmen und Befreiungen von der EnEV zuständig?

Ausnahmen

für Baudenkmäler ist grundsätzlich die untere Denkmalschutzbehörde zuständig.

Abweichendes gilt, wenn für das Bauvorhaben eine Baugenehmigung erforderlich ist. In diesem Fall wird über die Ausnahme innerhalb des Baugenehmigungsverfahrens von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde entschieden.

für andere Maßnahmen zur Erreichung der EnEV-Ziele muss der Bauherr einen Sachverständigen einschalten, der prüft, ob die Ziele der EnEV auch durch andere als in der Verordnung vorgesehene Maßnahmen erreicht werden können. Hierüber muss der Sachverständige eine Bescheinigung ausstellen. Diese muss der obersten Baurechtsbehörde vorgelegt werden.

Befreiungen

bei unangemessenem Aufwand muss der Bauherr einen Sachverständigen einschalten, der in einer Bescheinigung bestätigen muss, dass die Anforderungen der EnEV wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand zu einer unbilligen Härte führen.

bei sonstigen Gründen ist die Bauaufsichtsbehörde zuständig.

Hier ein Beispiel für einen Antrag einer Befreiung nach § 25 Abs. 1 der EnEV 2009 für eine Wärmepumpenanlage (alternativ auch für eine Brennwertanlage). Für eine Befreiung nach § 25 Abs. 2 müssten Gründe für andere geforderte Maßnahmen aufgeführt werden, die gleichzeitig zu erbringen sind. Dies wird hauptsächlich bei der Sanierung von Gebäuden zutreffen.

Beispiel eines Abweichungsantrages von bauordnungsrechlichen Vorschriften zu §14 Abs. 2 der EnEV mit Genehmigungsbescheid einer unteren Bauaufsichtbehörde >

Wer kontrolliert die Umsetzung der EnEV?

Grundsätzlich obliegt die Überwachung der in der EnEV festgesetzten Anforderungen den unteren Bauaufsichtsbehörden und während der Baumaßnahmen der Fachplaner bzw. Archithekt.
Der fristgerechte Austausch von Heizkesseln und die Einhaltung bestimmter Anforderungen an heizungstechnische Anlagen wird vom Bezirksschornsteinfegermeister im Zuge der Feuerstättenschau kontrolliert. Das Unterlassen bestimmter Handlungsverpflichtungen aus der EnEV begründet eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße belegt werden kann.

Wenn eine Maßnahme öffentlich gefördert wurde, dann muss sie so ausgeführt werden wie sie beantragt wurde. Ist dies nicht der Fall, dann kann es als Subventionsbetrug angesehen werden.

Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz – EEWärmeG)
§ 9 Ausnahmen
Die Pflicht nach § 3 Abs. 1 (Die Eigentümer von Gebäuden nach § 4, die neu errichtet werden, (Verpflichtete) müssen den Wärmeenergiebedarf durch die anteilige Nutzung von Erneuerbaren Energien nach Maßgabe der §§ 5 und 6 decken.) entfällt, wenn
1. ihre Erfüllung und die Durchführung von Ersatzmaßnahmen nach § 7
a) anderen öffentlich-rechtlichen Pflichten widersprechen
oder
b) im Einzelfall technisch unmöglich sind oder
2. die zuständige Behörde den Verpflichteten auf Antrag von ihr befreit. Von der Pflicht nach § 3 Abs. 1 ist zu befreien, soweit ihre Erfüllung und die Durchführung von Ersatzmaßnahmen nach § 7 im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen.

Befreiungen / Ausnahmen : EnEV / Wärmegesetz

 
Überprüfung der Einhaltung der EnEV
EnEV § 26a, dem Vollzug der neuen Energieeinsparverordnung ..... Bezirksschornsteinfegermeister als Beliehener im Rahmen der Feuerstättenschau Überprüfungen an der Heizungsanlage vornimmt ..... Kann der Kunde jedoch dem Bezirksschornsteinfegermeister eine gültige Unternehmererklärung (gemäß §2 (3)) nach § 26a der EnEV (Verordnung zur Umsetzung der EnEV) vorlegen, entfällt die Überprüfung.
Mit der Unternehmererklärung wird die Erfüllung der Pflichten aus den in Absatz 1 genannten Vorschriften nachgewiesen. Die Unternehmererklärung ist von dem Eigentümer mindestens fünf Jahre aufzubewahren. Der Eigentümer hat die Unternehmererklärungen der nach Landesrecht zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG) - § 14 Durchführung der Feuerstättenschau und Erlass des Feuerstättenbescheids durch bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger
Ordnungswidrigkeiten (EnEV § 27)
Die Bußgeldtatbestände der EnEV 2007 werden in der EnEV 2009 erheblich erweitert. Wer vorsätzlich oder leichtfertig gegen § 8 des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) verstößt begeht eine Ordnungswidrigkeit.
Verstöße gegen die Vorschriften der EnEV (§ 27 Abs. 1), wer nach .....
  • § 3 Absatz 1 ein Wohngebäude nicht richtig errichtet
  • § 4 Absatz 1 ein Nichtwohngebäude nicht richtig errichtet
  • § 9 Absatz 1 Satz 1 eine Änderungen falsch ausführt
  • § 12 Abs. 1 eine Inspektion nicht oder nicht rechtzeitig durchführen lässt
  • § 12 Abs. 5 Satz 1 eine Inspektion falsch durchführt
  • § 13 Abs. 1 Satz 1 und in Verbindung mit Satz 2 einen Heizkessel falsch einbaut oder aufstellt
  • § 14 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 oder Abs. 3 eine Zentralheizung, eine heizungstechnische Anlage oder eine Umwälzpumpe nicht oder nicht rechtzeitig ausstattet
  • § 14 Abs. 5 die Wärmeabgabe von Wärmeverteilungs- oder Warmwasserleitungen oder Armaturen nicht oder nicht rechtzeitig begrenzt
Verstöße gegen die Vorschriften für den Energieausweis (§ 27 Abs. 2), wer nach .....
  • § 16 Abs. 2 Satz 1 und in Verbindung mit Satz 2 einen Energieausweis nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zugänglich macht
  • § 17 Absatz 5 Satz 2 und in Verbindung mit Satz 4 nicht dafür Sorge trägt, dass die bereitgestellten Daten richtig sind
  • § 17 Absatz 5 Satz 3 bereitgestellte Daten seinen Berechnungen nicht zugrunde legt
    entgegen
  • § 21 Abs. 1 Satz 1 einen Energieausweis oder Modernisierungsempfehlungen falsch ausstellt
Verstoß gegen die Pflichten als Bauherr (§ 26 Abs. 1), wer nach ....
  • § 26a Absatz 1 eine Bestätigung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig vornimmt
Bußgeldrahmen

Verstöße können mit Bußgelder bis 50.000 € können auferlegt werden, wenn gegen die Vorschriften der EnEV 2009 verstößt wird. Bis 15.000 €, wenn die Vorschriften zu Energieausweisen nicht beachtet werden und bis zu 5.000 €, wenn die Anzeige- und Nachweispflichten nicht eingehalten werden.

Nicht nur vorsätzliches Handeln, sondern auch eine Leichtfertigkeit, reicht als Grund für das Verschulden aus.

Die Feuerstättenschau ist eine Gesamtbegutachtung durch Inaugenscheinnahme sämtlicher Feuerungs- und Lüftungsanlagen durch den Bezirksschornsteinfegermeister auf Ihre Feuersicherheit ( Betriebs- und Brandsicherheit). Es gehört dazu nicht nur die Feuerungsanlagen, die der Raumheizung oder Brauchwasserbereitung dienen, sondern auch entsprechend der Kehr- und Überprüfungsordnung alle gewerblichen Feuerungsanlagen, die zur Erzeugung von Prozesswärme oder generell im gewerblichen Bereich im Einsatz sind. Mit einzubeziehen in der Feuerstättenschau sind aber nicht nur die Feuerungsanlagen selbst, sondern auch die Lüftungseinrichtungen, Verbrennungsluft- und Brennstoffversorgung und die Aufstellräume.
Je nach Länderrecht ist durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) der Bezirksschornsteinfegermeister (bevollmächtigter Bezirksschornsteinfegermeister) verpflichtet, bestimmte Überprüfungsaufgaben im Rahmen der EnEV zu tätigen.

Regelungen sind ein Bestandteil unseres Lebens

Fernwirktechnik

Zur Fernsteuerung, Fernüberwachung und Fernwartung räumlich entfernter technischer Anlagen wird die Fernwirktechnik eingesetzt. Dabei handelt es sich um signalumsetzende Verfahren.
Fernwirktechnik zur Steuerung industrieller Anlagen wird aufgrund steigender Anforderungen an Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zur Überwachung und Steuerung für automatisierte Anlagen, die räumlich weit von der Leitstation entfernt sind, eingesetzt.
Zunehmend wird eine (Fern-)Steuerung der Heizungsanlage per Netzwerk, Internet oder über App's vom Handy (iPhone bzw. Tablet) angestrebt. Sinnvoll sind diese Einrichtungen z. B. für Ferienhäuser bzw. Ferienappartments oder wenn man unregelmäßig nach Hause kommt. Aber auch technikbegeisterte Betreiber sind auf der Suche nach geeigneten Lösungen. Ob es sich als wirklich wichtig und sinnvoll durchsetzt, wird die Zukunft zeigen. Vielleicht handelt es sich hier auch nur ein Hype, wie es vor Jahrzehnten bei dem "SmartHome" (intelligentes Haus) der Fall war, aber durch "Smart Grid" (intelligentes Stromnetz) wieder aktuell wird.
Erst wenn sich die Lebensfähigkeit der Technologie in technischer, ökonomischer und ökologischer herausstellt, erreicht sie den breiten Markt.

Bei der Fernwirktechnik werden die Prozessdaten durch spezielle Datenübertragungsprotokolle sicher über Weitbereichsnetze (Telekommunikationsnetze) geringer Bandbreite und Übertragungsqualität übertragen. Eine Fernwirkanlage besteht aus Prozessbaugruppen (Schnittstelle zwischen Prozess- und Systembus passen die Signalpegel an die Prozessbedingungen an. Ihre Funktion besteht in der Analog/Digital-Umwandlung und der Digital/Analog-Umwandlung von Informationen), einem Systembus
einer Steuereinheit bzw. Zentraleinheit und einem Sende-/Empfangskopf , der die Schnittestelle zur Übertragungstechnik bildet.
Einsatzgebiete sind z. B.:
- Fernsteuerung und Überwachung von haus- und betriebstechnischen Anlagen (Heizung, Lüftung, Beschattungen, Fenster, Brandschutzeinrichtungen, Haushaltsgeräte)
- Gefahrenmeldung (Einbruch, Feuer, Notruf)
- Steuerung und Kontrolle des Energieverbrauchs (Gaszähler, Stromzähler)
- Steuern von Versorgungsnetzen (Fernwärme, Gas, Wasser, Strom)
- Steuern von Straßenverkehrsanlagen (Lichtzeichenanlagen, Straßenbeleuchtung, Eisfreihalteanlagen
Folgende Telekommunikationsnetze werden zur Datenübertragung genutzt.
-  Analoges Telefonnetz über Modem
-  Standleitungen (Kupferadern und Glasfaser)
-  Mobilfunk-Netze (D-Netz, E-Netz [ GPRS]), GSM, 900 MHz und 1800 MHz
- 
Private Funknetze
-  Satellitenkommunikation

MAX! Cube, Funk-Heizkörper-Thermostat, Fensterkontakte, Eco-Taster
Quelle: ELV Elektronik AG

Eine kostengünstige Möglichkeit, die Fernwirktechnik zum Steuern einer Heizungsanlage einzusetzen, ist das MAX!-System. Es besteht aus folgenden Komponenten:

- Steuerung über App oder PC-Internet
- Router
- MAX! Cube – Schnittstelle ins Netz
- MAX!-Funk-Heizkörper-Thermostat, Fensterkontakte, Eco-Taster, Wandthermostat

Um diese Technik sinnvoll einzusetzen, sind fundierte Fachkenntnisse in der Heizungstechnik eine notwenige Voraussetzung, damit die gewünschten Funktionen voll ausgeschöpft werden können.

 

 

App für iPhone
Quelle: ELV Elektronik AG
Quelle: ELV Elektronik AG

Das MAX! Cube ist die Schnittstelle in das Netz. Er bildet die Schnittstelle zwischen den per bidirektionalem Funk verbundenen weiteren Komponenten und dem Computer-Netzwerk im Haus. Hier werden alle Konfigurationsdaten gespeichert und arbeite so auch ohne Internet oder PC-Anschluss. Er enthält einige System-Statusanzeigen und gibt Statusmeldungen der Komponenten in das Netzwerk weiter. Diese können dann auf dem jeweiligen Frontend (PC/mobiles Gerät) ausgewertet werden. Der MAX! Cube enthält einen intelligenten Webserver, der bei Netzwerkeinbindung eine automatische Konfiguration vornimmt.
Der MAX!-Funk-Heizkörper-Thermostat ist werkseitig voreinstellt. Über drei Tasten ist jederzeit eine manuelle Bedienung möglich. Wobei bei dem nächsten programmierten Umschaltzeitpunkt der Automatikbetrieb weiterarbeitet.  Eine sogenannte Boost-Funktion sorgt für schnelles Aufheizen, so dass der Raum kurz ab dem programmierten Zeitpunkt aufgeheizt wird. Lernt man einen Fensterkontakt am Thermostaten an, so sorgt dieser für Absenkbetrieb exakt für die Zeit, in der das Fenster zum Lüften geöffnet ist. Per Funk via MAX! Cube und Software-Frontend ist der Thermostat mit einem 7-Tage-Schaltprogramm mit 13 Regelungsphasen je Tag programmierbar.
Der MAX!-Fensterkontakt steuert alle im Raum befindlichen Thermostate gleichzeitig an, wenn er ein Fensteröffnen registriert. Ein solcher Kontakt gehört also an jedes Fenster bzw. an das Fenster, das üblicherweise zum Lüften verwendet wird.
Der MAX! Eco-Taster kann bei dem Verlassen des Hauses bzw. Wohnung/Firma gedrückt werden und alle Thermostate im Haus fahren auf Absenkbetrieb. Es muss also nicht bei einem außerplanmäßigen Absenken die Regelung neu eingestellt werden.

Fernwirktechnik - Bosch Thermotechnik GmbH
Hausautomation

Die Hausautomation (HA) und im weiteren Sinne die Gebäudeautomation (GA) befasst sich mit den Steuer-, Regel-, Überwachungs- und Optimierungseinrichtungen (Gebäudeleittechnik [GLT]) in privaten Wohnhäusern bzw. Gebäuden (Wohn- und Gewerbegebäude). Hier werden die Funktionsabläufe, die immer gewerkeübergreifend sind, so eingestellt, dass sie automatisch (selbstständig), durchgeführt oder bedient bzw. überwacht weren können. Dazu müssen alle Einstellwerte (Parameter) in eine spezielle Software (Building Management System [BMS]) eingegeben werden. Dazu werden alle Sensoren, Aktoren, Bedienbauteile, Verbraucher und andere technische Einrichtungen im Gebäude miteinander verbunden bzw. vernetzt. .
Die Hausautomation (Teilbereich der Gebäudeautomation) befasst sich hauptsächlich mit privaten Wohnhäuser und ist auf erhöhten Wohnkomfort, die Sicherheit der Bewohner und die Überwachung mehrerer Wohnsitze durch die Fernwirktechnik ausgerichtet. Die Automatisierung von öffentlichen Gebäuden und Industriegebäuden soll Energie- und Personaleinsparungen bewirken.
Um diese Technik sinnvoll einzusetzen, sind fundierte Fachkenntnisse, z. B. in der Elektro-, Heizungs-, Kälte- und Lüftungstechnik, eine notwenige Voraussetzung, damit die gewünschten Funktionen voll ausgeschöpft werden können.

Aufgrund des Umfangs der technischen Anforderungen hat sich das technische Facilitymanagement entwickelt.

Die Ziele der Gebäudeautomation sind
-
  die Heizung, Lüftungsanlage oder Klimaanlage bedarfs- und zeitgerecht steuern
-   die Daten für Wartung und Inspektionen aller technischen Anlagen erfassen und evtl. Korrekturen vornehmen
-
  die Verbrauchsdatenerfassung von Wärmezählern, Wasserzählern, Gaszählern und Stromzählern
-
  die Verschattungseinrichtungen in Abhängigkeit von Sonnenlicht und Wind zeit- und bedarfsgerecht steuern
-
  die Beleuchtung bedarfs-, tageszeit- bzw. jahreszeit- und bewegungsabhängig schalten bzw. dimmen
-
  mit Funk- oder Infrarotfernbedienung schalten bzw. dimmen
-
  Zutrittskontrollsysteme realisieren (Sicherheit erhöhen durch die Überwachung von Fenster- und Türkontakten)
-   der Einsatz von Bewegungsmeldern
-
  das Zusammenfassen aller Steuerungsvorgänge im Gebäude (zentral erfassen und anzeigen)
-
  die Fernüberwachung und Fernsteuerung über das Telefonnetz oder über das Internet (Fernwirktechnik)
-
  die Laststeuerung aufgrund der Verbrauchsdatenerfassung durch sequenzielles Einschalten von Beleuchtungen
-
  das Steuern der Mediengeräte, Multiraumsysteme in den Schulungs-, Seminar- und Medienräumen
-
  das Steuerung elektrischer Geräte des Alltags, wie Kaffeemaschine oder Radio

Auf diesem Gebiet gibt es verschiedene Systeme bzw. Begriffe (z. B. HomeMatic, SmartHome, intelligentes Haus).

HomeMatic Software - Systemkonfiguration
Quelle: eQ-3 AG
Möglichkeiten mit HomeMatic
Quelle: eQ-3 AG

Mit der HomeMatic (Hausautomation) können zusätzlich zur Heizungssteuerung auch wiederkehrende Vorgänge im Haus gesteuert und überwacht werden. Über ein Smartphone oder per Fernbedienung werden z. B. Heizung mit Wettereinfluss-Sensoren, Klimaanlagen, Hausbeleuchtung, Türschlossantriebe, Rollläden, Fenster-Aktoren, Garagentore, Brand- und Bewegungsmelder angesteuert.

HomeMatic - Home-Control-System - eQ-3 AG

 

 

 

 

HomeMatic Zentrale CCU
Quelle: eQ-3 AG

Die Zentrale (CCU) übernimmt vielfältige Steuer-, Melde- und Kontrollfunktionen für alle Bereiche des HomeMatic-Systems.
Die HomeMatic-Einzelgeräte können über die Zentrale miteinander verbunden und am eigenen PC programmiert werden. Für die Software wird ein Standard-Web-Browser (z.B. Internet Explorer ab Version 7) benötigt.
Über die Zentrale können alle HomeMatic-Komponenten aus den Bereichen
-
Heizen und Energiesparen
- Verschlusstechnik
- Licht und Leistung
- Sicherheitstechnik
- Wetter
gesteuert und programmiert werden.

Mit Gateways kann das System zusätzlich noch erweitert werden. Mit diesen Produkten ist eine Anbindung von weiteren Systemen und Produkten möglich.

HomeMatic Zentrale CCU

 

 

HomeMatic Funk-Statusanzeige LED16
Quelle: eQ-3 AG

Die Sender und Controller ermöglichen die flexible Steuerung von Empfängern per Fernbedienung, Wandtaster oder durch Installation in vorhandene Elektroinstallationen.

Durch die großen Bandbreite von Sendern ist für jede Anwendung das passende Bediengerät vorhanden. So kann eine schnelle Betätigung im Alarmfall bis hin zur multifunktionalen und flexiblen Steuerung mit einer Mehrkanal-Fernbedienung erreicht werden. Eine klare Kennzeichnung der eingerichteten Funktionen bieten eine einfache und komfortable Handhabung der komplexen Abläufe.

HomeMatic Sender und Controller

 

 

 

HomeMatic Funk-Kohlendioxid-Sensor
Quelle: eQ-3 AG

Für eine genaue Statusanzeige des Hauses müssen viele verschiedene Zustände aufgenommen werden. Diese werden durch eine Vielzahl von Sensoren aufgenommen, mit denen Fenster, Türen, Räume und kritische Situationen überwacht werden können. Relevante Größen wie Umweltdaten, Luftgüte und Temperatur werden von den Geräten zur Steuerung aufgenommen und im System zur Verfügung gestellt. Somit können direkte Abhängigkeiten und Bedingungen in Verbindung mit der Bedienung eingerichtet werden.

Sensoren

 

 

 

 

 

HomeMatic Funk-Wandthermostat und -Stellantrieb (Set)
Quelle: eQ-3 AG

Für die Umsetzung der Vorgaben und Abläufe im System müssen diverse Geräte im Haus gesteuert werden können. Vom einfachen Schalten über angenehmes Steuern des Lichtes und das Fahren der Jalousien bis hin zum Regeln der Heizung werden spezielle Aktoren eingesetzt.


Für jeden Einsatzort können diese Funktionen in der dafür notwendigen Bauform und Ausprägung genutzt werden. Im Innen- und Außenbereich lassen sich die Aktoren flexibel zwischen den Verbrauchern installieren - ob als Zwischenstecker, Aufputz- und Einbauvariante oder auch in der Installationsdose sowie Zwischendecke.

Aktoren

 

 

HomeMatic Wired RS485 I/O-Modul 12 Eingänge, 14 Ausgänge, Hutschienenmontage
Quelle: eQ-3 AG

Über die Module kann die gesamte Gebäudeelektrik intelligent gesteuert werden. Sie kommunizieren über den HomeMatic-Bus untereinander und sind so programmier- und adressierbar.

Ein Umkonfigurieren des Systems über die Zentrale ist einfach und jederzeit möglich. Da sich jede Komponente individuell konfigurieren lässt, sind nahezu beliebige Szenarien auch nach der Installation ohne Eingriffe in Hardware oder Verkabelung realisierbar.

An jedem RS485-Bus lassen sich bis zu 127 Module betreiben. Die Steuer- und Lastseite der einzelnen Module sind galvanisch voneinander getrennt und lassen unterschiedliche Netzwerktopologien (Busform, Sternform, Mischform) zu. Alle Verbindungen werden in Schraubklemmtechnik vorgenommen.

Wired

 

 

Eine spezielle Software ermöglicht eine Bedienung der Zentrale CCU am PC mit einem Standard-Web-Browser (z. B. Internet Explorer ab Version 7). Die Bedienung am Bildschirm ermöglicht eine komfortable und umfangreiche Konfiguration der Geräte. Alle Funktionen lassen sich bequem am Schreibtisch auswählen.
Die Software unterstützt den Anwender bei der alltäglichen Bedienung und unterstützt ihn bei der Programmierung umfangreicher Automatisierungsaufgaben. Verschiedene Ordnungs- und Sortierkriterien ermöglichen es dem Anwender, auch große Systeme mit vielen Komponenten mit einem Blick zu erfassen. So hat er über die Bedienoberfläche den vollen Zugriff auf das HomeMatic System. Jedes einzelne Gerät, jedes Programm lässt sich über das Software-Interface der Zentrale anzeigen und in Echtzeit sofort verändern.
Übersichtliche Seiten mit intuitiv zu bedienenden Elementen ermöglichen den Zugriff auf das gesamte System. Grafische Komponenten und Symbole erleichtern die Orientierung und steigern die Übersichtlichkeit. Jeder Benutzer kann sich individuelle, auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Favoritenseiten erstellen.
Durch die übersichtlich dargestellte Programmierlogik werden auch umfangreiche Aufgaben einfach lösbar. Vorkonfigurierte, professionelle Schaltuhren und Timerfunktionen erleichtern das Erstellen zeitgesteuerter Abläufe. Sensorwerte können geprüft, Schaltzustände abgefragt und Aktionen einfach per Tastendruck ausgelöst werden.
Neben der zentralen Steuerung aller Komponenten über die Zentrale CCU ist auch das direkte Verbinden der Geräte untereinander möglich. Dadurch erreicht man eine unabhängige Verknüpfung, die selbst beim Abschalten der Zentrale ihre Funktionen beibehält. Über die Konfigurationsoberfläche lassen sich alle Parameter der Geräte verändern. Neue Verknüpfungen können angelegt und bestehende gelöscht oder verändert werden.

HomeMatic Software - Systemkonfiguration
Quelle: eQ-3 AG
Um diese Technik sinnvoll einzusetzen, sind fundierte Fachkenntnisse, z. B. in der Elektro-, Heizungs-, Kälte- und Lüftungstechnik, eine notwenige Voraussetzung, damit die gewünschten Funktionen voll ausgeschöpft werden können.
Hausbus_Struktur
Quelle: Dipl. - Ing. Uwe Behrndt

Hauscomputer - einfach und komfortabel!

Steuer- und Regelungen / Fernschalten mit einfacher I2C- Hardware auf der Basis eines ausrangierten PC's unter DOS/WINDOWS/LINUX

Preiswert Umweltdaten messen wie: Wind, Temperatur, Licht u.a.

Steuerung von Heizungs- und Solaranlagen im Langzeitbetrieb möglich

Dank einzigartiger Systemarchitektur mit gekapselter SPS werden um das intelligente Eigenheim fast alle Wünsche zu niedrigsten Kosten realisierbar.

Automatische Ausfall- und Zustandsmeldungen, Eigendiagnose und Überwachung aller Komponenten, Anzeige in einer Laufschrift auf Bildschirm, Fernwartung/ Diagnose über Netzwerk, Datenakkumulation

Die Software erlaubt umfangreiche Einstellungen einschließlich grafischer Ausgaben auf dem Bildschirm ohne spezielle Programmierkenntnisse, Programmhandbuch ist ausreichend

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SmartHome
Unter dem Begriff "SmartHome" (intelligentes Haus) wird die ganze Bandbreite der Gebäudeautomation zusammengefasst.
ich arbeite dran
App
App für ein iPhone zum Steuern einer Heizungsanlage
Quelle: ELV Elektronik AG
Eine App (Applikation) ist eine Anwendungssoftware bzw. ein Anwendungsprogramm oder wird kurz "Anwendung" genannt. Diese ausführbaren Anwendungen werden von einem Arbeitsplatzrechner (Desktop-PC) oder Mobilgerät (Smartphone bzw. iPhone oder Tablet-PC [mobile App]) über einen Webbrowser zugegriffen und laufen im Browser ab. Eine App ist keine Systemsoftware, denn diese benötigen für den korrekten Ablauf eine Rechenanlage mit einem je nach dem Einsatzgebiet bestimmtes Betriebssystem.
Anwendungsbeispiele:
-
Textverarbeitung
-
Tabellenkalkulation
-
betriebliche Funktionabläufe (z. B. Regelungs- bzw. Steuerungstechnik [Fernwirktechnik], Arbeitsprotokolle)
- Lagerhaltung
- Finanzbuchhaltung
-
Bildbearbeitung
- Videobearbeitung
-
Computerspiele
native Apps <> Web-Apps
Quelle: INESDI - Blog
Mobile Web-Apps oder native mobile Apps?
Im Gegensatz zu den nativen mobilen Apps, die speziell auf bestimmte Geräte oder Software zugeschnitten sind, können mobile Web-Apps durch den Browser von gängigen Smartphones, Tablets oder anderen mobilen Geräten aus aufgerufen werden..
Mobile
Web-Apps können auch im Browser eines Desktop-Computers ausgeführt werden und verhaltren sich im Idealfall genau so wie native mobile Apps. Durch den Einsatz von JavaScript und HTML5 wird eine höhere Funktionsvielfalt erreicht.
Native mobile Apps
sind Programme, die für ein bestimmtes Betriebssystem (native support) oder einen bestimmten Mikroprozessor (native mode) entwickelt wurden und können schnell und unkompliziert über ein herstellerspezifisches Online-Portal bezogen und direkt auf dem mobilen Gerät installiert werden. Sie sind speziell an die Zielplattform angepasst und decken eine große Bandbreite von Anwendungen ab .Durch die verschiedenen Software-Plattformen ist es nicht möglich, z. B. eine Android-App (Smartphone, Netbook und Tablet-PC) auf einem iPhone, iPod touch oder iPad (iOS-App) aufzuspielen oder umgekehrt.
Haustechnik - Apps - Haustechnikdialog
 

Quelle: BASF SE
Eine Möglichkeit, die Raumtemperatur auf gleichem Niveau zu halten bzw. Temperaturüberhöhungen (Fremdwärme durch Personen, Maschinen, Sonneneinstrahlung oder Kaminofen) entgegenzuwirken, ist der Einsatz von PCM - Phasenwechselmaterialien inform von Porenbeton, Gipskartonplatten oder spezielle Deckenpaneele.
Durch die Nutzung des Phasenwechsels (fest-flüssig oder flüssig-fest) verfügt das Material über ein hohes Speichervolumen, da die Wärmekapazität um ein vielfaches höher ist als herkömmliche Materialien bzw. Medien.
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 Dynamischen Energie-Management - DEM Technologie   / Wird dadurch ein hydraulischer Abgleich überflüssig?
Einzelraumregelungssystem mit kabelloser Kommunikation
Elektromotorische und thermoelektrische Stellantriebe

Rund um die Fußbodenheizung - ELEMENTARES + INNOVATIVES
Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
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