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Der Klimawandel (Klimawechsel - Klimaänderung) bezeichnet Erwärmung, aber auch die
Abkühlung, des Klimas auf der Erde über einen mehr oder weniger langen
Zeitraum. Dieser Vorgang darf aber nicht mit dem Wetter (eine tagtäglich
kurzfristige, aktuelle Veränderung der Temperatur) verwechaelt werden.
Der Klimawandel beschreibt die langfristigen Veränderungen von
Faktoren (Temperatur, Niederschlag, Luft- und Meeresströmungen).
Das Klima hat
sich in erdgeschichtlichen Zeiträumen häufig stark gewandelt. Vor etwa
100 Millionen Jahren war es auf der Erde deutlich wärmer. Die
atmosphärischen CO2-Konzentrationen lagen damals um ein
Vielfaches höher als heute. Nach einer starken Abkühlung wechseln seit
nunmehr 2 bis 3 Millionen Jahren Eiszeiten und Warmzeiten einander ab.
Bei dem Betrachten eines Zeitraums von hunderten bis zu tausenden von
Jahren, befinden wir uns (erdgeschichtlich gesehen) seit etwa 10.000
Jahren in einer Warmzeit.
Die Veränderungen wurden in den
letzten Jahrzehnten durch zahlreiche Studien und Beobachtungen weltweit
nachgewiesen. Hier sind die langfristigen Trends
entscheidend. Für die globale Erderwärmung ist vor allem das Verhalten
der Menschen ausschlaggebend, denn das Klima hat sich noch nie so
schnell erwärmt, wie in der Zeit seit der industriellen Revolution.
Nur wenn der
natürliche Treibhauseffekt die Temperaturen auf dem erforderlichen
Niveau hält, ist das Leben auf der Erde möglich. Von den Sonnenstrahlen,
die die Atmosphäre erreichen, werden einige wieder zurück in den
Weltraum reflektiert, während andere die Atmosphäre passieren und von
der Erde absorbiert. Dadurch erwärmt sich die Erdoberfläche. Von der
Erde wird Wärme nach außen abgestrahlt und von den sich in der
Erdatmosphäre befindlichen Gasen (Treibhausgase)
absorbiert. Dieser Prozess hindert die Wärme daran, in den Weltraum zu
entweichen und sorgt somit für eine Durchschnittstemperatur von ca.
+15°C anstelle von -19°C.
Daneben gibt es
auch interne Klimaschwankungen, die nicht durch äußere Antriebe
(Änderungen der Sonnenstrahlung, der Zusammensetzung der Atmosphäre, der
Beschaffenheit der Erdoberfläche) hervorgerufen werden. Diese entstehen
durch Wechselwirkungen in und zwischen den einzelnen Subsystemen des
Klimasystems (zwischen Atmosphäre, Hydrosphäre [Ozeane, Seen, Flüsse],
Kryosphäre [Eis und Schnee], Lithosphäre [Boden und Gesteinsschichten])
und Biosphäre (Pflanzen und Tiere]). Ein Beispiel dafür ist das El Niño-Phänomen
im tropischen Pazifik, eine starke, kurzfristige, interne
Klimaschwankung. El Niño (spanisch: das Christkind) ist ein Ereignis,
bei dem (beginnend um die Weihnachtszeit) die Oberflächentemperaturen
des Ozeans in einem großen Gebiet im tropischen Pazifik ungewöhnlich
erhöht sind. Die Änderung der Meeresoberflächentemperaturen hat Folgen
für die atmosphärische Zirkulation. Dabei kommt es in Regionen
Südamerikas, in denen sonst Trockenheit herrscht, zu starken
Niederschlägen mit Überschwemmungen, während in Indonesien und
Australien Dürren auftreten, die teils verheerende Wald- und Buschbrände
nach sich ziehen. |
Die direkten Folgen des menschenverursachten Klimawandels sind |
• steigende Maximaltemperaturen und Minimaltemperaturen
• Rückgang des arktischen und antarktischen Meereises und der Schneebedeckung
• höhere Meerestemperaturen und steigender Meeresspiegel
• Ausfall von Meeresströmungen (z. B. Golfstrom)
• zunehmende Starkniederschläge (Starkregen und Hagel) und (Erdrutsche, Muren, Bergstürze)
• Zunahme des Anteils heftiger tropischer Wirbelstürme
• Zunahme von Trockenheit und Dürre (Waldbrände, Wüstenbildung)
• Verlust von Wäldern, Sümpfen und Mooren (CO2-Speicher)
• Gletscherschwund und Gletscherrückgang
• tauender Permafrost und freisetzen von Methan (CH4) und (Erdrutsche, Muren, Bergstürze)
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Die indirekten Folgen des Klimawandels sind |
• Zunahme der Hunger- und Wasserkrisen sonders in Entwicklungsländern
• Gesundheitsrisiken durch Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Hitzeextremen
• Anpassungsnotwendigkeit in
vielenen Bereichen (z. B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft,
Energiewirtschaft, Infrastruktur, Tourismus, Leben in Städten)
• Verlust an Biodiversität durch begrenzte Anpassungsfähigkeit und -geschwindigkeit von Flora und Fauna
• Existenzbedrohung durch Überschwemmungen und Waldbrände
• wirtschaftliche Folgen für die Beseitigung der Klimafolgeschäden
• weitere Verbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern
• Ozeanversauerung durch erhöhte HCO3-Konzentrationen (Bicarbonat) im Wasser als Folge erhöhter CO2-Konzentrationen
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Wie El Niño entsteht - maribus gGmbH
Ein komplexes Gefüge – das Klimasystem der Erde - maribus gGmbH
Häufige Fragen zum Klimawandel + Den Klimawandel gesund meistern - BMUV - Umweltbundesamt
Heißzeit - Wege aus der Klima-Katastrophe - Video - Wissen - 3Sat
Vulkane und Klimawandel – gibt es einen Zusammenhang?
euronews |
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Sondervermögen SVIK
Im März 2025 haben Bundestag und Bundesrat mit einem überparteilichen Konsens das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) in einer Grundgesetzänderung beschlossen. Im Oktober 2025 beziehungsweise im Dezember 2025 wurden dann die gesetzlichen und verwaltungsrechtlichen Grundlagen in enger Abstimmung mit den Ländern geschaffen, um die Kredite tatsächlich abzurufen und für zusätzliche Investitionen zu nutzen.
Das Generationenprojekt ist auf 12 Jahre angelegt. Es handelt sich um eine Kreditermächtigung zusätzlich zu den Investitionen im Kernhaushalt, um dringende Investitionen nachzuholen, die in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland versäumt wurden. Jährlich werden Kredite nur in der Höhe aufgenommen, wie auch Mittel aus dem Sondervermögen für Investitionen ausgegeben beziehungsweise abgerufen werden.
Das Sondervermögen schafft die notwendigen finanziellen Spielräume, um in den kommenden Jahren die strukturelle Modernisierung des Landes erfolgreich voranzutreiben. Bund, Länder und Kommunen sind damit in der Lage, zusätzliche Investitionen von 500 Milliarden Euro in die Infrastruktur und zur Erreichung der Klimaneutralität zu leisten.
Damit Deutschland wieder auf einen nachhaltigen Wachstumskurs kommt, sind Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur zentral. Sie sichern Arbeitsplätze, verbessern die Standortbedingungen für Unternehmen und stärken die Wirtschaft. Zusätzliche Impulse werden dort gesetzt, wo der Bedarf am größten ist: bei der Verkehrsinfrastruktur, bei Bildung und Digitalisierung, beim Wohnungsbau und bei der Energieinfrastruktur.
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>>>> hier ausführlicher <<<< |
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Extremwetterereignisse
Extremwetterereignisse werden als
Folge der globalen Erhöhung der Durchschnittstemperatur von 1 °C
angesehen. Dies kann durchaus große Auswirkungen auf Faktoren haben, die
das Wetter beeinflussen.
• Hohe Temperaturen führen zu einer
erhöhten Wasserverdunstung aus Böden, Pflanzen oder Wasserflächen. Das
kann die Häufigkeit und Intensität von Dürren beeinflussen.
• Erwärmt sich die Atmosphäre, kann
sie potenziell mehr Wasserdampf speichern. Heutzutage enthält unsere
Atmosphäre schätzungsweise 4 % mehr Wasserdampf als noch vor 40 Jahren.
Die Folge sind extreme Niederschläge (Starkregen), die sich merklich
erhöhen.
• Auch die sogenannten
Oberflächentemperaturen der Ozeane stehen in Verbindung mit
Extremwettern. So haben Veränderungen dieser Temperaturen
Unregelmäßigkeiten in der atmosphärischen Zirkulation von Niederschlägen
verursacht, wodurch es in bestimmten Teilen der Welt vermehrt zu Dürren
kommen kann.
• Besondere Extremereignisse sind Fallböen (Downbursts). Dabei kommen starker Regem, Gewitter und starker Sturm zusammen.
Es gibt wissenschaftliche
Erkenntnisse, dass sich einige Wetterbedingungen bereits verschoben
haben. So sind z. B. kalte Nächte weltweit zurückgegangen, während warme
Nächte zugenommen haben. Dürren, die Intensität von Stürmen sowie
Hitzewellen haben zugenommen und werden dies voraussichtlich auch
weiterhin tun. Forscher*innen erwarten, dass die meisten Kategorien von
extremen Wetterereignissen durch die globale Erwärmung weiterhin
zunehmen werden. Ausnahme sind Kältewellen. In Mitteleuropa sind neue
Hitzerekorde im Sommer seit geraumer Zeit zur Normalität geworden.
Es ist aber
wichtig zu betonen, dass der Klimawandel nie die einzige Ursache eines
Extremereignisses ist. In unseren chaotischen Wettersystem haben alle
Wetterereignisse immer mehrere Ursachen. Attributionsstudien
(Zuordnungsforschung) identifizieren stattdessen, ob der Klimawandel
eine dieser Ursachen ist, und wenn ja, wie sehr Häufigkeit und
Intensität eines Extremwetters durch den menschengemachten Klimawandel
verändert worden sind.
Dazu lassen Forschende ihre
Klimamodelle mögliches Wetter in zwei Szenarien berechnen. Einerseits
für eine (hypothetische) Atmosphäre, die nicht vom Menschen verändert
wurde, und andererseits für eine (die tatsächliche) mit erhöhtem
Treibhausgasgehalt. |
Behauptung: "Der Zusammenhang von Extremwettern und Klimawandel ist nicht eindeutig belegt" Linda Fischer, klimafakten.de
Der Klimawandel und Extremwetterereignisse: einfach erklärt
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Hitze
Als extreme Hitze werden Wetterbedingungen bezeichnet, die durch hohe Temperaturen, unbehinderte Sonneneinstrahlung, schwachen Wind und feuchte Luft (Schwüle - hohe relative Feuchte) gekennzeichnet sind. Sie führen zu einem besonders starken Wärmeempfinden der Menschen. In Mitteleuropa spricht man bei Tagen mit einer Tageshöchsttemperatur von über 25 °C von einem Sommertag, bei über 30 °C von einem heißen Tag (Hitzetag, Tropentag) und bei über 35 °C von einem Wüstentag. Bei Hitze kann das körpereigene Kühlsystem überlastet werden. Als Folge von Hitzebelastung können bei empfindlichen Personen Regulationsstörungen und Kreislaufprobleme auftreten. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Erschöpfung und Benommenheit.
Heiße Tage mit Lufttemperaturen über 30 °C und Tropennächte, in denen die Lufttemperatur nicht unter 20 °C fällt, können für den menschlichen Organismus eine große Belastung darstellen, insbesondere, wenn zudem eine hohe relative Luftfeuchte herrscht und wenig oder gar kein Wind geht. Denn bei hohen Temperaturen und eine relative Feuchte über 50 % muss das körpereigene Kühlsystem vermehrt Anstrengungen unternehmen, um die normale Köpertemperatur von ca. 37 °C zu halten. Diese zusätzlichen Belastungen des Herz-Kreislaufsystems sowie ein möglicher Flüssigkeitsmangel durch verstärktes Schwitzen können zu hitzebedingten Erkrankungen (z. B. Hitzeerschöpfung, Hitzekrämpfen, einem Hitzschlag oder Austrocknung) führen, die zum Teil lebensbedrohlich sind.
Wichtig ist, die thermische Belastung der Menschen zu betrachten. Neben der Temperatur und die Luftzirkulation ist die Feuchte im Raum wichtig dafür, wie gut man schwitzen kann.Nur dadurch kann das körpereigene Kühlsystem richtig arbeiten, wobei der Körper ca.100 Watt Wärme abgibt.
Die Luftzirkulation kann in der Regel eine thermische Entlastung für den Menschen bringen. Abert die Wirksamkeit der Luftzirkulation hängt von der Gesamtkonstellation von Temperatur, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit ab. So kann ein etwas kühlerer, aber feuchterer Raum in der Regel als weniger belastend eingeschätzen werden als ein sehr warmer und trockenerer. Wenn die Luft im Innenraum am Abend, stark mit Feuchte angereichert ist, kann es häufig günstiger sein zu lüften, auch wenn die Lufttemperatur im Freien nur wenigüber der Innenraumtemperatur (1 °C, in Einzelfällen auch 2 - -3 °C) liegt. Bei Raumtemperaturen über 26 Grad Celsius sollte aber ein Ventilator Abhilfe schaffen. Nicht mehr sinnvoll, wird ein Ventilatorbetrieb angesehen, wenn sich die Temperatur ca. 35 °C nähert.
Hitze wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden aller Menschen aus. Besonders gefährdet bei Hitze sind aber Menschen, die bereits unter Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder Atemwegserkrankungen leiden, Menschen über 65 Jahre, Babys und Kleinkinder sowie Menschen, die sich z. B. berufsbedingt auch bei Hitze viel im Freien aufhalten.
Aufgrund der Gesamtkonstellation von Temperatur, Luftfeuchte und Windgeschwindigkeit ist sich die Fachwelt nicht einig, wie richtig gelüftet werden soll. |
Was hilft bei Hitze?
• Räume richtig lüften
• Räume bechatten
• Luft im Zimmer bewegen (Ventilator, keine Fenster öffen)
• relative Luftfeuchte möglichst niedrig halten (< 50 % - vor dem Lüften ein Außen- und Innen-Hygrometer verwenden [evtl. durch Entfeuchtung])
• Klimaanlagen nicht zu kalt einstellen (nicht über 5 K zwischen Außen- und Innentemperatur)
• viel, nicht so kaltes Wasser trinken
• leichte Kost essen
• luftige Kleidung tragen
• Verdunstungskälte nutzen (Ventilator)
• lauwarm duschen statt eiskalt, nicht zu lange kalt baden
• Sport in die Morgen- oder späten Abendstunden verlegen
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Zehn Tipps gegen Hitze - NDR - Norddeutscher Rundfunk |

Interaktive Karte - Heiße Tage 2000-2020
Gesundheitsrisiken durch Hitze - UBA - Umweltbundesamt
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Inzwischen
wird auch die Bundesregierung aktiv. Die Sozialverbände und Karl
Lauterbach fordern einen konkreten Hitzeschutzplan mit Maßnahmen gegen
die Hitze in Deutschland. Vertretern von Ärzteschaft, Pflege,
Sozialverbänden, Ländern und Kommunen trafen sich mit dem
Gesundheitsminister. Gemeinsam wollen sie einen Hitzeschutzplan auf den
Weg bringen. Darin geht es um die unterschiedlichen Schweregrade von
Hitzeperioden und Hitzewellen. Je nach Temperatur soll es dann
Hitzemaßnahmen in Deutschland geben. Lauterbach will diesen
Maßnahmenkatalog in diesem Sommer vorstellen. |
Hitzeschutz - Eine Handlungsstrategie für die Stadtentwicklung und das Bauwesen
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen
Millionen Menschen in Gefahr: Lauterbach treibt "Hitzeschutzplan" voran
dpa - ÖKO-TEST Verlag GmbH & Co. KG
Fragen und Antworten zu Hitzewellen - Bundesministerium für Gesundheit
Hitze Service für Kommunen - Bundesministerium für Gesundheit
Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze - RKI
Gesundheitsrisiko Hitze - Bundesministerium für Gesundheit
Auto-Klimaanlage im Sommer
Die 8-Grad-Regel: So fahren Handwerker sicher durch den Sommer
DHZ-Newsletter
Hitzefrei im Büro:
Ab wie viel Grad muss nicht mehr gearbeitet werden?
Dr. Philipp Hammerich, VFR Verlag für Rechtsjournalismus GmbH |
Es wird heißer in Deutschland
Eine Verknüpfung des Klima-Michel-Modells mit den Ergebnissen der Klimaprojektions-Rechnungen bis 2100 ermöglicht es, die Zunahme der Anzahl der Tage mit extremer Wärmebelastung im Laufe des 21. Jahrhunderts zu quantifizieren.

Änderung der mittleren jährlichen
Anzahl der heißen Tage (Höchsttemperatur mindestens 30,0 °C) im
Vergleich zum Zeitraum 1961 - 1990.
Die Änderungen wurden mit einem
Ensemble von bis zu 19 Regionalen Klimamodellen berechnet. Sie gelten
für das Emisssionsszenario A1B. Gezeigt wird das 50. Perzentil - also
ein mittlerer Wert - aus allen Modellergebnissen.
Auch wenn die
Ergebnisse auf Grund von Ungenauigkeiten in der Modellierung und
lückenhaften Kenntnissen über die sich im Laufe des Jahrhunderts
ändernden Eingags- und Randbedingungen noch eine erhebliche
Schwankungsbreite aufweisen, gilt als gesichert, dass sich die
Häufigkeit der jährlichen Anzahl von Tagen mit extremer Wärmebelastung
in den meisten Regionen Deutschlands im Laufe des Jahrhunderts
mindestens verdoppeln wird.

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Hitzewelle - DWD
Hitzewarnkarte des Deutschen Wetterdienstes - DWD
Wie sich der Klimawandel auf die Gesundheit auswirkt - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Gesundheitsrisiko Hitze
Bundesministerium für Gesundheit
Richtig Lüften bei Hitze
Hitze-Index |
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Hitzeschutz
Die Sommer bringen zunehmend mehr Hitze mit sich, die nicht nur für ältere und chronisch kranke Menschen gefährlich sein kann. Für alle Menschen sind Hitzschlag und Hitzeerschöpfung gesundheitsrelevante Themen. Nur wenn man die Gefahren kennt, kann man sie zu vermeiden. So engagiert sich z.B. seit 1952 die Johanniter-Unfall-Hilfe im Bevölkerungsschutz, der neben Katastrophenbewältigung auch die Stärkung der Resilienz* und Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung umfasst. Es ist deren Mission, durch gezielte Prävention die Folgen von Hitzewellen für die Bevölkerung abzuschwächen.
* Resilienz
bezeichnet die Fähigkeit jedes Einzelnen, aber auch der Gesellschaft
und des Staates, sich angesichts aktueller und zukünftiger
Herausforderungen schnell und entschlossen anzupassen und zu erholen.
Sie ist von großer Bedeutung, um Deutschland zukunftsfähig zu machen und
die Sicherheit sowie den Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten. Da
der Staat allein nicht alle Aufgaben bewältigen kann, ist die aktive Mitwirkung der Bevölkerung sowie starker Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft unerlässlich, um auftretende Lücken zu schließen und die Gesellschaft krisenfest zu machen.
Hohe Temperaturen können eine Herausforderung für unseren Körper sein. Insbesondere Hitzewellen, bei denen die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen über 28 °C liegen, stellen eine Belastung dar. In Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit wird der natürliche Kühlmechanismus des Körpers weniger wirksam > das Schwitzen. Während ein Sonnenbrand in der Regel keine akute Lebensgefahr darstellt, können Zustände wie Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag lebensbedrohlich sein.
Technische Maßnahmen sind der effektivste Ansatz, um Temperaturen von Gebäuden und Innenräumen zu beeinflussen. Dazu gehören auch Baumaßnahmen, die den Hitzeschutz
berücksichtigen. Wichtig ist, dass man Maßnahmen rund ums Bauen und
Renovieren rechtzeitig und wiederkehrend angeht. Ein langer Atem ist
also erforderlich – doch das Engagement lohnt sich, um gegen zu viel
Wärme von draußen gewappnet zu sein.
Wärmeeintritt ins Gebäude verhindern
Bei den technischen/baulichen Maßnahmen zum Hitzeschutz sind diejenigen am wirksamsten, die dem Eindringen von Wärme in das Gebäude entgegenwirken.
• Gebäudehülle: Wärmeschutz mittels geeigneter Materialauswahl für die Dämmung.
• Helle Dachfarben wählen. Sie reflektieren Sonnenstrahlen.
• Sonnenschutzsysteme: Wärmeeintrag durch
Sonneneinstrahlung minimieren, zum Beispiel über die Installation von
Jalousien, Rollos und Lamellenstores – idealerweise mit Steuerung nach
dem Sonnenverlauf.
• Dachoberlichter: Lichtstreuende Materialien oder Verglasungen mit integrierten Lamellenrastern verwenden.
• Automation: Einbau von elektrischer Fenstersteuerung oder Steuerung der Lüftungsanlage.
• Bei großen Glasflächen: Ggf. weitere geeignete Maßnahmen ergreifen (z. B. Einsatz von Spezialglas).
• Begrünte Dächer und Fassaden sowie fassadennahe Bepflanzung verringern die Aufheizung der Gebäudehülle.
• Entsiegelung gebäudenaher Außenflächen (z. B. in Innenhöfen) reduziert die Wärmestrahlung auf das Gebäude.
Wärme aus dem Gebäude transportieren
• Stationäre Klimaanlagen installieren.
• Mobile Klimageräte können Sie flexibel in verschiedenen Räumen einsetzen.
• Kühldecken oder Kühlwände einbauen.
• Nachtlüftung, Nachtauskühlung zum Beispiel durch
gezielte Steuerung von Lüftungsanlagen oder mechanisch betriebenen
Fensteröffnungen (Gebäudeautomation)
Temperaturen im Gebäude erträglicher machen
• Ventilatoren: Je nach Situation Tisch-, Stand-, Turm- oder Deckenventilatoren einsetzen. |
Hitzeschutz:
Schutz der Beschäftigten vor Belastungen durch sommerliche Wärme
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Hitzeschutz 2026:
In Deutschland gelten die Regeln der Arbeitsstättenverordnung
und Österreich erlässt eine Hitzeschutzverordnung
Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi)
Hitzeschutzplan für Gesundheit
Bundesministerium für Gesundheit
Hitzeschutz im Sommer 2026
Johanniter GmbH
10 hilfreiche Tipps für heiße Tage
Johanniter GmbH
Agentur für Ökologie und Kommunikation
7 Tipps gegen Hitze
Greenpeace e.V.
Hitzeschutz
Landesärztekammer Baden-Württemberg |
Hitzeschutz-Maßnahmen in Kommunen |
Kommunen setzen sich seit langem für Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel ein. Dabei spielt auch der Schutz der Gesundheit eine wichtige Rolle, insbesondere angesichts zunehmender Hitzebelastungen, die durch sogenannte Wärmeinseleffekte in dicht bebauten Gebieten oft noch verstärkt werden. Der Kommune als "Dach-Setting" (alle Lebenswelten vereinen) kommt beim Hitzeschutz eine besondere Bedeutung zu. Im Bereich der Verhältnisprävention sind die Kommunen gestalterisch tätig, indem sie Netzwerke initiieren oder hitzetaugliche Infrastrukturen schaffen wie öffentliche Schattenplätze. Gleichzeitig werden im Sinne der Verhaltensprävention die Bevölkerung und gezielt besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen über Vorsorgemaßnahmen aktiv informiert.
Der Hitzeschutz in einer Kommune soll verbessert werden. In einem Katalog werden konkrete Maßnahmen angeboten, die in Kommunen umgesetzt werden können. Gute Beispiele und ausgewählte Materialien helfen bei der Umsetzung, um die Bevölkerung besser vor Hitze zu schützen. |
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Hitzeschutz-Maßnahmen in Kommunen
ecolo GmbH & Co. KG
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Einige Maßnahmen
• Öffentliche Verbreitung der Hitzewarnung des Deutschen Wetterdiensts – Kommunikation von Hitzewarnungen an die breite Bevölkerung und an sensible Einrichtungen
• Sommerlicher Wärmeschutz an Gebäuden für angenehme Innenraumtemperaturen
• Zusammenstellung von kühlen Orten in der Stadt – Information und Sensibilisierung
• Temporäre Kühlung öffentlicher Plätze mit Wasser – Sprühnebelduschen, perforierte Schläuche u. ä.
• Kühlung von Gebäuden – insbesondere Kindertagesstätten, Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
• Schulung von Personal in Pflegeeinrichtungen – Hitzeschutz von pflegebedürftigen Menschen
• Stadtklimaanalyse – Ermittlung von hitzegefährdeten Gebieten in der Stadt
• Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen – Empfehlungen für die Planung von Veranstaltungen im Sommer
• Zentrale Koordinierungsstelle für die Erstellung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans
• Hitzeschutz in Schulen – Anpassung des Schulbetriebs und der Gebäude |
Kompetenter Hitzeschutz für Ihre Kommune
ecolo GmbH & Co. KG
Tipps für Kommunen – Hitze und Hitzeschutz
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit – Bundesministeriums für Gesundheit |
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Hitze > E-Autobatterie
Die Hochvoltbatterie ist das
thermisch sensibelste Bauteil in einem Elektroauto. Optimal arbeitet ein
Lithium-Ionen-Akku in einem Temperaturbereich von etwa 20 bis 35 °C.
Steigt die Temperatur über etwa 40 bis 45 Grad, beginnt die chemische
Belastung der Zellen zuzunehmen. Ab etwa 60 °C kann es zu ernsthaften
Schäden kommen, unter anderem durch beschleunigte Alterung, z.B. durch
das Parken in der prallen Sonne.. Um dem vorzubeugen, verfügen Batterien
über Sensoren, die Temperaturveränderungen permanent erfassen. Die
Daten werden vom Batteriemanagementsystem ausgewertet, das bei Bedarf
Maßnahmen zur Kühlung einleitet. Dazu wird ein Kühlmittel – meist eine
Mischung aus Wasser und Glykol – durch Kanäle im oder um das
Batteriemodul gepumpt. Der Wärmeaustausch erfolgt über einen separaten
Kühler, teilweise in Kombination mit der Klimaanlage.
Einfache Maßnahmen, die Batterie effektiv zu schützen:
• Im Schatten parken: Die simpelste und effektivste Methode.
Vermeiden Sie es, die Fahrzeuge stundenlang in der prallen Mittagssonne
abzustellen. Eine Tiefgarage oder ein Carport sind ideal.
• Vorklimatisieren am Ladekabel: Nutzen Sie die Vorklimatisierung
(Standklimaanlage), um den Innenraum vor der Fahrt zu kühlen, während
das Auto noch an der Wallbox oder Ladesäule angeschlossen ist. So wird
die dafür nötige Energie aus dem Netz bezogen und nicht aus dem
Fahrakku. Ein angenehmer Nebeneffekt: Der Akku wird dabei oft ebenfalls
auf eine optimale Betriebstemperatur gebracht.
• Ladeplanung über das Navi nutzen: Fahrer moderner E-Autos sollten
das Navigationssystem des Fahrzeugs nutzen, um eine Ladesäule
anzusteuern. Dadurch wird das Batterie-Vorkonditionierungssystem
(Preconditioning) aktiviert, das den Akku während der Fahrt aktiv
herunterkühlt. Ist man bereits an der Säule, sollte man sofort
anstecken. Die Ladesäule liefert dann den Strom für den Klimakompressor,
der den Akku aktiv und mit maximaler Leistung kühlt, ohne dass die
Energie dafür aus der Batterie selbst entnommen werden muss. Parken Sie
Ihr Fahrzeug bei extremer Hitze ohnehin für längere Zeit, sollten Sie
statt DC-Laden lieber AC-Laden nutzen.
Was ist der "Vampir-Effekt“ bei E-Autos?
Der "Vampir-Effekt“ (Vampirverlust oder Standverlust) ist ein
unbemerkter Stromverlust bei geparkten Elektrofahrzeugen. Viele kennen
ihn nur aus dem Winter, wenn die Batterieheizung arbeitet. Doch auch im
Sommer gibt es dieses Phänomen der Selbstentladung: Parkt ein E-Auto in
der prallen Sonne und erhitzt sich der Akku auf einen kritischen Wert,
kann das Batteriemanagementsystem entscheiden, die Akkukühlung (z. B.
Lüfter oder Flüssigkeitskühlung) zu aktivieren, um Schäden zu
verhindern.
Diese aktive Kühlung verbraucht Strom aus dem Akku, was zu einem
spürbaren Reichweitenverlust führen kann, ohne dass das Fahrzeug auch
nur einen Meter bewegt wurde. Ein weiterer guter Grund für einen
Schattenparkplatz.
Aber, keine Sorge: Das System schaltet sich in der Regel ab einem
bestimmten Ladestand (meist bei ca. 10 bis 20 %) automatisch ab, damit
die Batterie nicht komplett entleert wird. |

Der Einfluss der Temperatur auf Batterien
Clarios Deutschland GmbH & Co. KG
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Die Sommerhitze hat (eventuell) die Batterie beschädigt, weil höhere Temperaturen den
Grad der chemischen Reaktion erhöhen. Dies gilt für Temperaturen über
20 °C. Wenn die Temperaturen unter 20 °C fallen, verlangsamt sich die
Chemie im Inneren der Batterie. Nimmt man 20 °C als Optimum an, so
sinkt die chemische Reaktion bei 10 °C auf 50 %, und am Gefrierpunkt
liegt sie bei nur 25 %. Das bedeutet, dass die Leistung der Batterie
im Sommer bei 20 °C perfekt sein kann, während im Winter bei 0 °C
nichts mehr geht und die Batterie ausgetauscht werden muss. |
Die unsichtbare Gefahr:
Warum Hitze dem E-Auto mehr schadet als Kälte
Volkswagen Bank GmbH
Kann ein E-Auto überhitzen?
auto-motor-und-sport.de - Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG
Die Auswirkungen von Hitze und Sonne auf Lithium-Ionen-Batterien
LOXXER NV
So behandeln Sie Ihren E-Auto-Akku richtig
Dirk Baranek
LadeHero GmbH |
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Marine Hitzewellen
Klima und Meer sind eng miteinander
verbunden, denn die Weltmeere haben seit den 1970er Jahren rund 90
Prozent der überschüssigen Wärme in der Atmosphäre aufgenommen. Die
menschengemachte Klimakatastrophe verursacht nicht nur längere und
intensivere Hitze- und Dürreperioden an Land, auch im Meer verändert
sich die Temperatur. Es wird wärmer – mit drastischen Folgen für Tiere
und Pflanzen, die diesen Lebensraum bewohnen. Marine Hitzewellen sind
ein noch junges und ganz besonderes Phänomen, denn sie betreffen viele
unterschiedliche Faktoren im Meer, wie zum Beispiel den
Sauerstoffgehalt des Wassers. Je wärmer das Wasser wird, desto
niedriger ist der Sauerstoffgehalt. Ein Modell für die Analyse von
Marine Heat Waves (MHW) zeigt, dass sich die Hitzeperioden im Meer
nicht nur lokal drastisch auswirken.
Marine Hitzewellen (MHW) sind extreme Erhöhungen der Meerestemperatur
über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie können an verschiedenen Stellen
im Meer auftreten, und ihr Ausmaß und ihre Häufigkeit haben in den
letzten Jahrzehnten zugenommen, was schädliche Auswirkungen auf die
Ökosysteme, die Meeresindustrie und menschliche Aktivitäten hat. Wie im Copernicus Ocean State Report 3untersucht,
ist das Mittelmeer in Europa am stärksten von marinen Hitzewellen
betroffen, da sich das Gebiet in den letzten Jahrzehnten stark erwärmt
hat. Der langsame Anstieg der Wassertemperaturen aufgrund langfristiger
anthropogener Veränderungen und das verstärkte Auftreten von Hitzewellen
im Meer haben verheerende Auswirkungen auf die lokalen Ökosysteme.
Marine Hitzewellen werden auch mit der Wahrscheinlichkeit extremer
Wetterereignisse wie Wirbelstürme und Starkniederschläge in Verbindung
gebracht.
In vielen Meeren der Welt wurden in den letzten Jahren
Extremtemperaturen gemessen. 2024 haben leider nicht nur die
Lufttemperaturen, sondern auch unsere Weltmeere einen traurigen
Wärmerekord aufgestellt. Klimaforscher haben ermittelt, dass die Ozeane
im Vergleich zum Vorjahr in etwa 16 Zettajoules mehr an
Wärmeenergie aufgenommen haben. Nur um es sich besser vorstellen zu
können: Das ist die 140-fache Energie der globalen Stromproduktion. Auch
deshalb steigt der Meeresspiegel immer weiter und die Wetterextreme
nehmen dramatisch zu.
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Was sind Marine Hitzewellen?
MERCATOR OCEAN
Meeresklima: Marine Hitzewellen
WWF Deutschland
Klima: Meeresoberflächen brechen Temperaturrekord
Bild der Wissenschaft - Konradin Medien GmbH
Rekordwarme Ozeane treiben Meeresspiegelanstieg und Extremwetter an Land an
Euronews
Hier ist das Meer jetzt schon besonders heiß
RTL interactive GmbH |
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Dürre - Trockenflaute
Eine ausgedehnte Trockenheit
(Dürre) hat bedeutende Auswirkungen auf die Wasserstände in den Flüssen
und in der Landwirtschaft sowie Einschränkungen bei der Wassernutzung. |
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Unter
Dürre versteht man einen Mangel an Wasser, der durch weniger
Niederschlag und/oder eine höhere Verdunstung durch erhöhte Temperatur
(oder Wind) als üblich verursacht wird. Je nach Andauer der Dürre wird
diese entsprechend ihren Auswirkungen als
• meteorologische Dürre (ein bis zwei Monate trockener als üblich),
• landwirtschaftliche Dürre (zwei Monate und länger trocken, Ernteeinbußen),
• hydrologische Dürre (ab vier Monate, Grundwasser und Pegel betroffen)
• sozio-ökonomische Dürre (ab einem Jahr, Wassermangel bremst produzierende Wirtschaft)
bezeichnet, wobei andere Definitionen je nach Anwendungsbereich zusätzlich existieren.
Zunehmend wird
über Trockenheit mit weitreichenden Folgen in verschiedenen Gebieten in
Europa berichtet. Es wurde bereits in einigen europäischen Ländern
Einschränkungen für die Wassernutzung, einzelne Orte sind ganz von der
Wasserversorgung abgeschnitten. Wasserstände sinken, nicht nur in
Flüssen mit drohenden Beschränkungen für den Schiffsverkehr, sondern
auch in Fischteichen, worunter die Aquakultur und die Fischerei leiden.
Wasserkraftwerke sind nicht oder nur eingeschränkt funktionsfähig, dies
führt zu einer verringerten Stromversorgung und teils Stromausfällen.
Teilweise werden bereits Ernteausfälle gemeldet oder zumindest
erwartet. Besonders prekär ist die Lage in Norditalien geworden,
insbesondere in der Poebene. Der Po hat bereits erhebliches
Niedrigwasser. Am 04. Juli 2022 wurde in mehreren Regionen Norditaliens
der Notstand ausgerufen. Doch auch in Deutschland hat sich die
Trockenheit bereits ausgewirkt, sowohl in der Landwirtschaft als auch
auf die Wasserpegel einzelner Flüsse. Zahlreiche Städte und Landkreise
haben die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen oder Seen auf bestimmte
Tageszeiten beschränkt oder ganz untersagt. Quelle: DWD
Ausschlaggebend für die Trockenflaute bzw. Dürre sind die sich verändernde Wetterlage, Temperatur und Verdunstung.
Der DWD hat festgestellt, dass die
Wetterlage sich verändert hat. Die zunehmenden Trockengebiete in Europa
sind meist der relativ gut ausgedehnten Hochdrucklagen zuzuordnen. Diese
zeigen sich dann auch als Abweichung von der mittleren
Luftdruckverteilung eines Monats oder einer Jahreszeit. So war im Winter
2021/22 das Azorenhoch stark ausgeprägt und hatte sich auch weit bis
nach Südwesteuropa ausgebreitet. Im Frühjahr 2022 herrschte dagegen über
weiten Teilen Europas Hochdruckeinfluss vor, während sich das
Azorenhoch abgeschwächt und zurückgezogen hatte.
Nicht nur der Niederschlag ist für
die Trockenheit im Erdboden zuständig, auch die anderen Komponenten der
Wasserbilanz müssen einbezogen werden. Hier ist vor allem die
Verdunstung, die von der Strahlungsbilanz, der relativen Feuchte und der
Windgeschwindigkeit abhängt. -Je trockener die Luft ist, umso mehr kann sie Wasser über die Verdunstung aufnehmen-.
Höhere Temperaturen gibt es der Regel bei geringer Bewölkung, es
entsteht eine höherer Strahlung und trockene Luft, was die Verdunstung
steigert und gleichzeitig die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft erhöht.
Eine weitere Folge der Trockenheit
sind zunahmende Waldbrände, die oft aufgrund des Wassermangels nicht
effektiv gelöscht werden können.
Der Temperatureinfluss aus der Anzahl der heißen Tage (Tagesmaximum
mindestens 30 °C) ist ein Maß für die Dauer des Hitze- und damit des
Trockenheitsstresses im jeweiligen Gebiet, und aus den betreffenden
Anomalien dazu. Bereits im Mai 2022 war die Anzahl der heißen Tage in
vielen Teilen Südeuropas größer als normal war, im Juni noch in weit
größerem Ausmaß und auch in Mitteleuropa. |

>>> Die Werte der letzten 14 Tage <<<
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Der UFZ-Dürremonitor
liefert täglich flächendeckende Informationen zum Bodenfeuchtezustand
in Deutschland. Grundlage sind Simulationen mit dem am UFZ entwickeltem
mesoskaligem hydrologischen Modell mHM (www.ufz.de/mhm).
Auf den Karten ist der tagesaktuellen Dürrezustand des
Gesamtbodens und des Oberbodens zu sehen, der schneller auf kurzfristige
Niederschlagsereignisse reagiert, sowie das pflanzenverfügbare Wasser
im Boden.
Eine mehrjährige Serie von besonders
trockenen und warmen Sommern hat es seit 2018 gegeben. In der
Landwirtschaft fehlte Wasser zum Gießen und es kam zu kleineren Ernten
mit Schäden in Milliardenhöhe. Die Zahl der Waldbrände ist gestiegen
und die Erträge in der Forstwirtschaft sind gesunken. Die Wasserpegel in
den Flüssen sanken. 2022 war die Schifffahrt auf dem Rhein eine
zeitlang unmöglich. Manche Orte verboten sogar die Entnahme von
Grundwasser, weil dieses stark abgesunken war.
Zur Zeit (Ende Juni 2023) sieht es in
einigen Regionen sehr kritisch aus. So hat es z. B. bei mir auf
Eiderstedt an der Nordseeküste seit Wochen nicht geregnet, die Gräben
sind leer. Am 20.6.2023 gab es 3,1 l/m2 und heute (26.6.2023) waren es 0,7l/m2 und der starke Wind hat für eine schnelle Verdunstung gesorgt. |
Dürre
Deutscher Wetterdienst
Trockenheit in Europa 2022
Deutscher Wetterdienst
Dürremonitor Deutschland
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ
Wetterrückblick St. Peter Ording (Eiderstedt - Nordfriesland) WetterKontor GmbH
Klimawandel im Norden: So steigen die Temperaturen in Ihrer Region
Lalon Sander, NDR
Wie sich Trockenheit auf Sturmböen auswirkt Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz |
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Starkregen |

Flächenblitz

Blitz zwischen Wolken
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Es stellt sich zunehmend die Frage, ob die Extremwetterereignisse (Hitze, Dürre, Starkregen, schwere Gewitter, orkanartige Windböen, Tornados und Hurrikans,
Sturmfluten, Schneestürme bzw. Blizzards) etwas mit dem Klimawandel zu
tun haben. Die beobachtete Häufung solcher Ereignisse kann inzwischen
als Indiz dafür gewertet werden, dass die Annahme vieler Klimaforscher
stimmt, dass das Extremwetter mit steigenden Temperaturen zunimmt. |
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Windhose bzw. Wasserhose (Tornado) vor dem Eidersperrwerk. Dort war Windstille und kurz nach
der Aufnahme gab es einen kurzen starken Regenguss.
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Wissenschaftler
gehen davon aus, dass Starkniederschlagereignisse (sintflutartigen
Regenfälle) mit der globalen Erwärmung zunehmen werden. Der DWD merkt
dazu an, dass von 2001 bis 2019 fast jeder Ort Deutschlands von einem
Starkregenereignis betroffen war, und Dauerregen besonders die
Gebirgsregionen trifft. Sogar in heißen und trockenen Jahren gab es
viele Starkregenereignisse (extremen Unwettern, Sturzregen). Starkregen
fallen in bergigen Gegenden besonders heftig aus. Deshalb sind das
Erzgebirge, der Alpenrand oder der Schwarzwald besonders betroffen.
Das liegt daran, dass sich dort Regen- und Gewitterwolken besonders
stauen und der Niederschlag dort dann intensiver fällt als anderswo. |
Ursachen für Schäden durch einen Starkregen sind
• der Niederschlag selbst, z. B. Hagelschäden
• durch das abfließende Wasser mitgerissenes Material
• oberflächlich abfließendes Wasser, das in Gebäude eindringt
(hier spielt vor allem die topografische Lage eines Gebäudes eine
entscheidende Rolle - in Senken, an Hängen oder in der Nähe eines
Gewässers)
• das Ausufern kleinerer Gewässer, die nahe an der Bebauung liegen und keinen Raum zur Ausbreitung haben
• Rückstau von Gerinnen und Bachläufen an Engstellen wie Brücken, Durchlässen, Verrohrungen
• die Überlastung der Grundstücksentwässerung (Dachrinnen und
Fallrohre) und der Kanalisation, so dass diese kein Wasser mehr
aufnehmen können und dieses oberflächlich abfließt
• Rückstau in der Kanalisation aufgrund zu hoher Niederschlagsmengen
• den Austritt wassergefährdender Stoffe aus Industrie, Gewerbe oder Privathaushalten
• die Beeinträchtigung des Betriebs der Kläranlagen durch Überflutung
Quelle: Gemeinde Kürten |
Daurregen, Starkregen und Gewitter - Warnstufen |
Warnereignis (Warnung) |
Schwellenwert |
Stufe |
Dauerregen |
25 - 40 l/m² in 12 Stunden
30 - 50 l/m² in 24 Stunden
40 - 60 l/m² in 48 Stunden
60 - 90 l/m² in 72 Stunden. |
2 |
Ergiebiger Dauerregen |
40 - 70 l/m² in 12 Stunden
50 - 80 l/m² in 24 Stunden
60 - 90 l/m² in 48 Stunden
90 - 120 l/m² in 72 Stunden |
3 |
Extrem ergiebiger Dauerregen |
> 70 l/m² in 12 Stunden
> 80 l/m² in 24 Stunden
> 90 l/m² in 48 Stunden
> 120 l/m² in 72 Stunden |
4 |
Starkregen
(Markante Wetterwarnung) |
15 - 25 l/m² in 1 Stunde
20 - 35 l/m² in 6 Stunden |
2 |
Heftiger Starkregen
(Unwetterwarnung) |
25 - 40 l/m² in 1 Stunde
35 - 60 l/m² in 6 Stunden. |
3 |
Extrem heftiger Starkregen
(Warnung vor extremem Unwetter) |
> 40 l/m² in 1 Stunde
> 60 l/m² in 6 Stunden. |
4 |
Gewitter
(gelbe Warnstufe) |
elektrische Entladung, auch in Verbindung mit Windböen |
1 |
Starkes Gewitter
(orangefarbene Warnstufe) |
in Verbindung mit Sturmböen, schweren Sturmböen, Starkregen oder Hagel |
2 |
Schweres Gewitter
(rote Warnstufe)
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mit Hagelschlag, heftigem Starkregen oder Orkan(artigen)Böen, ggf. Tornadogefahr |
3 |
Extremes Gewitter
(dunkelrote oder violette Warnstufe) |
mit Hagelschlag, extrem heftigem Starkregen oder extremen Orkan(artigen)Böen, ggf. Tornadogefahr |
4 |
Quelle: DWD |
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Mehr Hitzewellen, Starkregen und Stürme ARD alpha
Naturgefahr: Starkregen
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Klimaanpassung bei Extremwetterereignissen: Starkregen
adelphi consult GmbH
Klimawandel:
Wo das Wetter in Deutschland noch extremer wird
Nathan Niedermeier, ZDF - Zweites Deutsches Fernsehen
Anzahl der Starkregen und Zahl der Starkregenschäden
in den Bundesländern in Deutschland im Zeitraum von 2002 bis 2019
Statista GmbH
Rückstausicherung und Überflutungsschutz
Video - Stadt Reutlingen |
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Hagelschlag
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Da es bei vielen Gewittern auch zu Hagelschlag kommt, ist die Hagelbeständikeit der Kollektoren bzw. der Beschattungssysteme ein wichtiger Faktor bei der Auswahl.
Kollektoren und die Beschattungsysteme (Dachfenster, Terrassen, Wintergarten) sind durch Hagelschlag je nach Region
und Kollektortyp verschieden stark gefährdet. Es sind deshalb
nicht alle Kollektoren für jeden Standort gleich gut geeignet.
Das Schadenpotential ist von der Häufigkeit eines Hagelschlages und den dabei auftretenden Korngrössen abhängig.
Wenn ein Hagelsturm vorbeigezogen ist, dann müssen die Kollektoren auf eventuelle Schäden kontrolliert werden. Vakuumröhrenkollektoren
sind besonders leicht zu prüfen, da die Röhren anlaufen, wenn das
Vakuum nicht mehr vorhanden ist. Dadurch können defekte Röhren leicht
identifiziert und ausgetauscht werden. Bei Flachkollektoren wird die Glasabdeckung zerstört. Schwieriger ist es bei Solarzellen bzw. PV-Modulen.
Glasschäden an den Modulen sind leicht zu erkennen. Wenn aber der
Hagel keine sichtbaren Spuren hinterlassen hat, ist es schwieriger, die
defekten Module herausfinden. Auf jeden Fall muss die Anlage überprüft
werden. Hier kann eigentlich nur noch ein Sachverständiger helfen und
defekte Module identifizieren. Danach können die beschädigten
Kollektoren oder Module erneuert werden.
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Die Kollektoren sollten nach DIN EN 12975-2 auf ihre Hagelbeständigkeit mit einer Korngöße von 25 mm geprüft sein.
Auch die Steilheit der Kollektoren kann einer Beschädigung
entgegen wirken, wobei großer Winkel am wirkungsvollsten
ist, was bei einer Anlage mit Heizungsunterstützung sowieso der Fall sein sollte. |
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Quelle: Bausachverständiger Dipl. Bauing. Schmalfuß

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Hagelgefährdung
in Europa |
Klassierung
von I = geringe Gefährdung bis V = hohe Gefährdung |
Quelle
Swiss Re |
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Fallböe - Downburst |
Eine
Fallböe (Downburst) wird oft mit einem Tornado verwechselt. Beide
Extremwetterereignisse bilden starke Winde und verursachen große
Schäden. Fallböen sind plötzliche, heftige Windstöße, die aus einer
großen Gewitterwolke herabstürzen und sich dann am Erdboden horizontal
in alle Richtungen ausbreiten. Besonders gefärlich wird es, wenn das
Gelände seitlich begrenzt wird (z. B. in Bergtälern), also die
Strömrichtung eingegrenzt wird. Sie können sich in einem Umkreis von 1
bis zu 15 Kilometern ausbreiten und bis zu einer Stunde dauern. Bei
einem Durchmesser ab 4 Kilometer spricht man von einem Macroburst, bei
geringeren Ausmaßen von einem Microburst. Sie können Geschwindigkeiten
von über 200 km/h erreichen, die aber in der Regel von kurzer Dauer
(<20 Minuten) auftreten. Außerdem werden sie in den meisten Fällen
von Starkregen, Hagel und Blitzen begleitet. Eine Fallböe sieht aus der
Nähe wie eine "weiße bis gelbe Wand" aus, die sich rasend schnell
bewegt und eine große Schadensfläche verursachen kann.
Bei einem Tornado entstehen
rotierende Aufwinde in Gewitterwolken, die dann den Boden berühren, sich
nach oben erstrecken und einen relativ schmalen Schadenstreifen
verursacht.
Für die Beschleunigung des
Abwindes sind zwei Vorgänge verantwortlich. Die Luft wird durch
schmelzende Hagel- und Graupelkörner und/oder der Verdunstung des Regens
abgekühlt und der fallende Niederschlag wird beschleunigt.
Durch das Schmelzen des festen
Niederschlags (Hagel, Graupel) innerhalb des Gewitters und durch das
Verdunsten von flüssigem Niederschlag wird der Luft Wärme entzogen. Die
Luft kühlt ab und wird schwerer (kalte Luft ist aufgrund der höheren
Dichte schwerer als warme Luft). Die Verdunstungsabkühlung kann
einerseits unterhalb der Gewitterzelle erfolgen und andererseits in den
mittleren Wolkenniveaus durch das Einbringen von trockener Umgebungsluft
erfolgen. Ist die Wolkenbasis relativ hoch und die darunterliegende
Luft relativ trocken, dann wird der Vorgang begünstigt. Wenn der Weg zum
Erdboden sehr lang ist, können sehr hohe Windgeschwindigkeiten
entstehen. |

Microburst mit horizontal abgelenkten Scherwinden am Boden
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Ein Downburst
entsteht durch ein Gebiet mit stark regengekühlter Luft, die sich,
nachdem sie Bodenniveau erreicht hat, in alle Richtungen ausbreitet und
starke Winde erzeugt. Im Gegensatz zu den Winden bei einem Tornado
werden die Winde bei einem Downburst von der Stelle, an der sie auf Land
oder Wasser treffen, nach außen gerichtet. Trockene Downbursts gehen
mit Gewittern mit sehr geringem Niederschlag einher, während nasse
Downbursts mit Gewittern mit hohen Niederschlagsmengen einhergehen.
Mikrobursts und Makrobursts sind Downbursts in sehr kleinen bzw.
größeren Maßstäben. Eine andere Variante, der Hitzestoß, entsteht durch
vertikale Strömungen auf der Rückseite alter Abflussgrenzen und
Böenlinien des Downbursts, wo es an Niederschlägen mangelt. Hitzestöße
erzeugen aufgrund des Mangels an regengekühlter Luft bei ihrer
Entstehung deutlich höhere Temperaturen. Downbursts erzeugen vertikale
Windscherungen. Quelle:seanmeskill.com |
Was ist ein Downburst beziehungsweise eine Fallböe? Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Downburst Die Gewitterfallböe gehört zu den gefährlichsten Wetter-Erscheinungen
Annika Ketzler, Westfälischer Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG |
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Golfstrom - die Warmwasserheizung für den Norden
Der Golfstrom ist eine der
globalen Meeresströmungen (globale Förderbänder), die wie auch
Windsysteme die Hitze vom Äquator zu den kalten Polen (Südpol und
Nordpol) transportieren. Diese versuchen das Temperaturungleichgewicht
auszugleichen.
Der
Golfstrom ist eine Schwerkraftwarmwasserheizung für den Norden (Europa,
Nordamerika). Das globale Förderband (Meeresströmung - thermohaline
Zirkulation [Temperatur und Salz]) ist vom Salzgehalt und der Temperatur
des Wassers sowie von der Richtung des Windes abhängig.
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Mehrere
Hundert Meter tief und bis zu 200 Kilometer breit fließt ein Stromband
(Oberflächenströmung) von warmem Meerwasser westlich von Afrika über
den Golf von Mexiko in Richtung Norden. In Höhe von North Carolina ist
es nur noch 50 Kilometer breit. Auf dem Weg nach Norden kühlt das Wasser
ab, bis es in der Grönlandsee bis auf 4.000 Meter Tiefe absinkt und
wieder in Richtung Süden strömt (Tiefenströmung). (Quelle: PIK Potsdam
Institut für Klimafolgenforschung)
Die Fakten sind:
• Warmes Wasser ist
gegenüber kaltem Wasser leichter und bleibt an der Oberfläche, Beim
Abkühlen sinkt es ab, da das kalte Wasser eine höhere Dichte als
warmes Wasser hat (Schwerkraftprinzip).
• Je höher der Salzgehalt des Wassers, desto schwerer ist das Wasser und es sinkt ab.
• Der Wind (Passatwinde - [Nordost/Süudost]) beeinflusst die Bewegung des Wassers
• Mit der globale
Temperatur, wird auch das Wasser wärmer. Dadurch wird das Wasser
leichter, der Antrieb im Strömungssystem verringert sich, und eine
geringere Menge warmen Wassers gelangt nach Nordeuropa.
Diese Grundlagen
beeinflussen u.a. den Klimawandel, weil das Bremsen bzw. Unterbrechen
der Strömung das globale Klima beeinflusst.
Studien weisen auf eine
dramatische Abschwächung des Golfstroms hin. Sollten die Polarkappen und
Grönlandgletscher noch stärker abschmelzen, könnte sich der Salzgehalt
des Meerwassers vor Grönland so weit verringern, dass das Wasser des
Nordatlantische Strom nicht mehr schwer genug ist. Das hat zur Folge,
dass das leichtere Süßwasser nicht mehr im gewohnten Umfang absinkt.
Bisher sorgen die Ableger
"Nordatlantikstrom" und "Grönlandstrom" des Golfstroms in Nord- und
Nordwesteuropa für ein mildes Klima. Wenn sich diese Schwerkraftwirkung
etwas verändert, dann ändern sich alle Klimaverhältnisse von den
Subtropen bis zur Arktis. Für Deutschland kann es eine
Temperaturveränderung (Abkühlung) von 1 bis 2 °C im Jahresmittel geben.
Es wird aber zu vermehrten Extremwetterereignisse kommen.
Eine neue Studie von der Universität Utrecht geht nach Aussage von
René van Westen, Meeres- und Atmosphärenforscher (Mitautor), davon aus,
dass der Nordatlantikstrom zwischen 2037 und 2064 abbrechen könnte.
Aber dabei wurde das Schmelzen des grönländischen Eises nicht
berücksichtig. Dies könnte bedeuten, dass die Vorhersagen sogar zu
optimistisch sind. Ein Zusammenbruch könnte demnach noch schneller als
prognostiziert kommen. |
Es droht ein langer, arktischer Winter
Matti Hartmann, t-online - Ströer Digital Publishing GmbH
Europas Zentralheizung vor dem Kollaps
Matti Hartmann, t-online - Ströer Digital Publishing GmbH
Strömungen im Atlantik stehen laut Studie vor „verheerendem“ Kipppunkt
Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG
Ändern sich die Meeresströmungen?
Yasmin Appelhans, NDR INFO
Die Wärmepumpe für Nordeuropa
ARD alpha
Kollabiert Mitte des Jahrhunderts das Golfstrom-System?
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR
Die globalen Windsysteme der Erde – vom Profi erklärt
Michael Sachweh, BLAUWASSER.DE GmbH & Co. KG)
Globale Windsysteme
StudySmarter GmbH |
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Erwärmungsloch
Während sich die Erde seit 1900 fast
überall erwärmt hat (im Mittel um etwa 1 °C) findet man in Teilen des
Nordatlantiks (z. B. an der Südspitze Grönlands und südlich von Island)
ein Klima-Phänomen, das "Erwärmungsloch" (Kälte-Blob
[-Klecks]), wo sinkende Temperaturen infolge einer schwächeren
Umwälzzirkulation des Golfstroms zu erwarten sind.
Die Verlangsamung des
Nordatlantikstroms, der warme Wassermassen über den Golfstrom von Süden
transportiert. Aber auch die Wirkung von Aerosolen in der Luft,
Zirkulationsänderungen über dem Atlantik und schmelzendes Grönland- und
subpolares Meereis tragen dazu bei. Dieses zusätzliche Süßwasser
verringert das Absinken des abkühlenden Meerwassers, was wiederum die
Menge an Warmwasser aus den Tropen verringert und die Zirkulation
schwächt.
Die Süßwasserzuflüsse in die
Labradorsee, eine der Hauptabsinkzonen der Umwälzzirkulation, können
die Mechanismen bestimmen, über die der Klimawandel die Meeresströmungen
beeinflussen können. Das Süßwasser in der Labradorsee hat drei
Hauptquellen, das Grönländischen Eisschild, die Gletscher des
Kanadischen Archipels und das arktische Meereis. Hinzu kommen
Niederschläge und Abflüsse der großen Festlandströme Sibiriens und
Nordkanadas und Schneeschmelze. |

|
Die
linearen Trends der jährlichen Meeresoberflächentemperaturen (°C)
beziehungsweise der Lufttemperatur (°C) in 2 Meter Höhe über Land im
Zeitraum 1900 bis 2016. Der global gemittelte Temperaturtrend
beträgt etwa 1°C. Auffällig ist das "Erwärmungsloch" in
Teilen des Nordatlantiks, in denen sich die Temperaturen
nicht erwärmt oder leicht abgekühlt haben. Regionen mit
ungenügenden Daten sind grau dargestellt.
|
Folgen einer schwächeren Umwälzzirkulation des Golfstromes:
• Möglich sind Veränderungen der atlantischen Hurrikan-Aktivität, des Regens in der Sahelzone
oder des Indischen Sommermonsuns.
• Auch würde weniger CO 2
aus der Atmosphäre in die unteren Meeresschichten transportiert werden,
mit der Folge, dass mehr CO 2 in der Luft verbleiben und die
Erderwärmung weiter fördern
würde.
• Darüber hinaus ließe eine schwächere Umwälzzirkulation den Meeresspiegel im Nordatlantik
steigen, im Südatlantik dagegen fallen.
• Diese regionalen Änderungen würden den globalen Anstieg des Meeresspiegels überlagern.
Die Folge wäre, dass die Pegel rund um den Nordatlantik stärker als im weltweiten Durchschnitt
stiegen.
Quelle: Deutsches Klima-Konsortium e. V. |
Zukunft der Golfstromzirkulation
Deutsches Klima-Konsortium e. V. (DKK)
Fakten und Hintergründe aus der Forschung - Zukunft der Golfstromzirkulation
Deutsches Klima-Konsortium e. V. (DKK)
Die Atlantische Umwälzzirkulation in der Gegenwart
Hamburger Bildungsserver (HBS)
Overflow einfach erklärt
Uni-HH |
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Treibhauseffekt
Der heutzutage negativ belastete Treibhauseffekt wird schon seit Jahrtausenden in der passiven solaren Architektur angewandt. Ein
Glashaus bzw. Wintergarten wird seit Jahrhunderten als "Sonnenfalle"
genutzt. Im 16. Jahrhundert wurden ein Glashaus als Gewächshaus
(Orangerie) zur Aufzucht von Pflanzen verwendet. Aber der gleiche Effekt
führt zunehmend zur Erderwärmung. |
Erderwärmung
Verantwortlich sind die in der Atmosphäre vorhanden bzw. eingetragenen Gase (Treibhausgase -
Klimagase) bezeichnet. Aber hier beginnt der Streit, welche Faktoren
und Vorgänge wirklich für die Erderwärmung ausschlaggebend sind.
Um das Phänomen der Erderwärmung
einfach zu erklären, werden die Vorgänge innerhalb eines Treibhauses
herangezogen. Hier wird die Sonnenstrahlung durch die Glasscheiben
durchgelassen, aber die Erwärmung der internen Flächen nicht wieder
herausgelassen.
Der Streit, welche Gase (Klimagase, auch Treihausgase genannt) in der Atmosphäre naturgegeben (atmosphärischer Treibhauseffekt*1) oder von Menschen verursacht (anthropogener Treibhauseffekt*2)
sind, wird wohl ständig weitergeführt. Letztendlich sind viele
verschiedene Gase für den Klimawandel (Erderwärmung) verantwortlich.
Alle diese Gase kommen in einem mehr oder weniger großen Anteil in der
Natur vor.
*1 Die Sonne
beeinflusst das Klima der Erde, indem sie in sehr kurzen Wellenlängen
Energie ausstrahlt (überwiegend im sichtbaren oder fast sichtbaren [z.
B. ultravioletten] Teil des Lichtspektrums). Ein Drittel der
Sonnenenergie, die die Oberfläche der Erdatmosphäre erreicht, wird
direkt zurück ins All reflektiert. Der Rest wird von der Erdoberfläche
und in geringerem Umfang auch von der Atmosphäre absorbiert. Um die
absorbierte Energie auszugleichen, muss die Erde durchschnittlich
dieselbe Energiemenge wieder ins All zurückstrahlen. Da die Erde viel
kälter ist als die Sonne, strahlt sie in viel längeren Wellenlängen,
vorwiegend im infraroten Teil des Lichtspektrums. Ein Großteil dieser
von Land und Ozean abgegebenen thermischen Strahlung wird von der
Atmosphäre einschließlich der Wolken absorbiert und zur Erde
zurückgestrahlt.
*2 Freisetzung
klimawirksamer Spurengase (Klima- bzw. Treibhausgase),
Partikelemissionen Ruß, Feinstaub, Staub bzw. Sandkörner) und
Veränderungen der Erdoberflächenbeschaffenheit (städtische
Siedlungsgebiete, Landtrockenlegung, Waldrodung)
- Wie wirkt sich die gleichzeitige Absorption und Emission von Wärmestrahlung in den verschiedenen Höhen der Atmosphäre aus?
- Wie wirken sich die Strömungen in der Atmosphäre aus?
- Haben die Vorgänge einen größeren anthropogenen (menschlichen) Einfluss oder sind es natürliche Vorgänge?
- Welchen Einfluss haben die vermehrte Wolkenbildung und der Aerosolausstoß der Vulkane?
- Wirken diese Vorgänge ausgleichend? |

Quelle: © Enquête-Kommission
"Schutz der Erdatmosphäre"
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Also Fragen
über Fragen, die nur durch exakte Messungen, aber nicht durch
Klimaberechnungen, erfasst werden können, da jeder Faktor, der in den
Berechnungen nicht richtig angesetzt bzw. gewichtet wird, zu falschen
Ergebnissen bzw. Interpretationen führen kann. |
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Glashauseffekt / Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt wird schon
seit Jahrtausenden in der passiven solaren Architektur
angewandt. Ein Beispiel ist das antike
Griechenland vor rund 2.500 Jahren, das damals ebenfalls in
einer Energiekrise steckte. Als Lösung für das Problem des immer knapper
und teurer werdende Brennholzes wurde die verglaste Südfläche mit
weitüberstehendem Vorbau entwickelt. Sokrates beschrieb dies so: "In
Häuser, die nach Süden blicken, dringt die Sonne im Winter durch die
Vorhalle bis in die Wohnräume vor und wärmt sie. Im Sommer jedoch hält
das Dach der Vorhalle die Sonne ab und spendet kühlenden Schatten."
mehr > hier ein paar Beispiele Quelle: Buch der
Synergie - Achmed A. W. Khammas
Ein Glashaus bzw. Wintergarten
wird seit Jahrhunderten als "Sonnenfalle" genutzt. Im 16. Jahrhundert
wurden ein Glashaus als Gewächshaus (Orangerie) zur Aufzucht von
Pflanzen verwendet. Diese überdachten botanischen Gärten wurden
freistehend oder an die Häuser gebaut. In der heutigen Zeit gehört ein
Wintergarten durch die Entwicklung der Glasherstellung und der
technischen Weiterentwicklung der Lüftungstechnik schon zu der
"normalen" Ausstattung im gehobenen Wohnungsbau. Hier wird er
hauptsächlich zu der Erweiterung der Wohnfläche verwendet und hat als
Nebeneffekt die Nutzung der Sonnenenergie. |
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In jedem Glashaus und Wintergarten
wirkt der "Treibhauseffekt" bzw. "Glashauseffekt". Das bedeutet, der
größte Anteil der Sonnenstrahlung dringt durch die Glasscheiben, da der
Hauptanteil der Sonnenstrahlung im gelben Wellenlängenbereich (0.5 µm)
liegt, für die die Glasscheiben durchlässig sind. Davon kommen 60 bis 70
% der auf den Boden bzw. Wände. Diese erwärmten Flächen strahlen die
Wärme im infraroten Wellenlängenbereich (>3.5 µm) ab und diese
Wärmestrahlung wird von den Glasscheiben reflktiert. Wenn die
Wärmestrahlung im Innern des Raumes die Strahlungsleistung der
einfallenden Strahlung von außen erreicht hat, stellt sich ein
Strahlungsgleichgewicht ein. Die Wärme bleibt also in dem Raum und
hierbei wird die Meinung verteten,
dass dabei nicht die Reflektierung der Scheiben bei der
Aufheizung des Raumes eine Rolle spielt sondern nur die Konvektion
an den warmen Flächen und die durch die Glasscheiben
behinderte Lufbewegung. Dadurch kann keine Wärme abtransportiert werden.
> mehr |
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Aerosole
Aerosole sind feste oder flüssige Teilchen (Partikel - Ruß,
Pollen, Sporen, Bakterien, Mineralstaub, Asbestfaser, Meersalz, Wasser,
Sulfat, neuerdings auch vom Menschen hergestellte Nanopartikel) in der Luft, die wenige millionstel bis mehrere
tausendstel Millimeter "groß" sind. Damit sind
sie ca. 100 bis 1000 mal kleiner sind als ein menschliches Haar "dick"
ist. Aerosole haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wetter bzw. Klima.
Gesundheit: Da die Aerosole so klein sind, sind sie lungengängig.
Sie können die Atemweg-Filtersysteme des Menschen auf dem Weg in
die Lunge ohne Probleme passieren. Dort dringen sie über
die Bronchien je nach Grösse bis in die Lungenbläschen ein und können so auch in den Blutkreislauf eindringen.
Hier können krebserregende Substanzen (Ruß
in Abgasen, Asbestfasern, Qualmbestandteile beim Rauchen) für den
Körper gefährlich werden. Das Einatmen von legionellenbelasteten Wasserpartikeln können zu
einer Legionellose (Legionellen-Pneumonie) bzw. zum Pontiac-Fieber (Sommergrippe) führen.
Bereiche, in denen eine erhöhte Legionellen-Infektionsgefahr besteht, sind z. B.
- Duschen bzw. Duschanlagen
- Raumluft, die durch Raumluft-Zerstäugungsbefeuchter
befeuchtet werden
- Klimatisierte Räume, die mit Zerstäubungsbefeuchter
oder Ultraschallbefeuchter arbeiten
- Verkeimte Mundduschen und Inhallationsgeräte
- Schwimmbadbesuche
- Besuch in Autowaschanlagen
- Rückkühlwerke in der näheren
Umgebung
Wetter und Klima: Hygroskopische
Aerosole,
die als Kondensationskerne fungieren, haben einen wichtigen
Einfluss auf das Wetter, da sie die Tropfen-
bzw. Wolkenbildung anregen. Welche Rolle die Aerosole für das
Klima bzw. den Klimawandel spielen, ist immer noch ein Streitthema.
Durch anthropogene (durch den Menschen verursachte) Emissionen entstehen
lokal sehr große Konzentrationssteigerungen und
eine erhebliche Luftverschmutzung (Smog). Diese können
den Strahlungshaushalt der Erde direkt oder indirekt
(Wolkenbildung) beeinflussen. |
Aerosol - Chemie.de Information Service GmbH
Wie beeinflussen Aerosole das Klima und den Klimawandel?
Deutschen Klima-Konsortiums e. V. (DKK)
Aerosole
Bildungsserver Wiki |

Effekte der Aerosole
Quelle: GCO nach einer Vorlage des MPI für Chemie
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Die
Größe von Aerosolpartikeln reicht von etwa 1 Nanometer (nm) bis zu 100
Mikrometern (µm). Größere Teilchen fallen rasch als Niederschlag zu
Boden. Primäre Aerosolpartikel, etwa Staub, gelangen bereits als feste
Teilchen oder Tröpfchen in die Atmosphäre, sekundäre, etwa
Sulfatteilchen, entstehen erst in der Atmosphäre aus kondensierbaren
Gasen und sind zumeist kleiner als 100 nm. Das augenfälligste Beispiel
für Aerosole in der Atmosphäre sind Wolken, die hauptsächlich aus
kondensiertem Wasser bestehen. In der Atmosphärenforschung bezieht sich
der Begriff Aerosol jedoch traditionell auf suspendierte Partikel, die
zum wesentlichen Teil nicht aus Wasser bestehen. |

Größe von Aerosolpartikeln
Quelle: GCO nach einer Vorlage des MPI für Chemie
Aerosole – es schwebt was in der Luft
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
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Meerwasserentsalzung
Die stetig wachsende
Weltbevölkerung und der sich daraus ergebende steigende Bedarf an
Frischwasser für Kommunen, Landwirtschaftsbetriebe und die Industrie,
führt zum Wachsen der Herausforderungen an die Anbieter innovativer
Technologien für die Sicherstellung des globalen Wasserbedarfs. Denn
während der Frischwasserbedarf steigt, sinkt dessen Verfügbarkeit
dementsprechend, und nicht nur der Klimawandel, sondern auch die
Umweltverschmutzung verschärfen die weltweite Wasserkrise. Der Trend geht dadurch vermehrt zur Rückgewinnung von Trinkwasser aus Salzwasser.
Der stetig wachsende Bedarf an trinkbarem Süßwasser, der
aus Grund- und Oberflächenwasser gewonnen wird, wird immer weniger.
Deswegen ist es nur sinnvoll Salzwasser aus den Meeren zu verwenden.
Heutzutage gibt es mehrere gängige Verfahren, um Wasser zu
entsalzen. In entsprechenden Meerwasser-Entsalzungsanlagen kommen das
sogenannte die Umkehrosmose, das MSF-Verfahren, die Membrandestillation
und die Elektrodialyse zum Einsatz. |

Umkehrosmoseanlage
Quelle: Hardo Heuer GmbH
.
Fließbild einer dreistufigen Entspannungsverdampfungsanlage zur Meerwasserentsalzung
Quelle: Knorck
|
Umkehrosmose
Die Umkehrosmose kann man sich grundsätzlich wie einen
Filter oder Sieb vorstellen. Hierbei wird mit hohem Druck Wasser durch
eine Membran mit einem Porendurchmesser von 0,5 bis 5 Nanometer
gepresst. Größere Teile wie die Salze im Meerwasser können diese nicht
durchdringen und bleiben zurück, sodass es zu einer Entsalzung kommt.
Der hohe Druck ist deswegen vonnöten, um den natürlichen osmotischen
Druck zu überwinden, mit dem sich Salz und Wasser verbinden – daher
auch der Name Umkehrosmose.
MSF-Verfahren
Die am häufigsten eingesetzte Variante, um Trinkwasser
aus Meerwasser zu gewinnen, ist das MSF-Verfahren (Multi-Stage Flash),
welches im Deutschen auch als "mehrstufige Entspannungsverdampfung“
bezeichnet wird. Hier wird durch die Abwärme thermischer Kraftwerke
das Meerwasser bis zur Verdampfung erhitzt. Der entstehende Dampf
schlägt sich dann als Kondensat an Kühlrohren nieder und kann hier als
salzfreies Wasser zurückgewonnen werden.
Membrandestillation.
Die Membrandestillation ist gewissermaßen eine
Kombination der beiden vorherigen Verfahren. Hier wird zunächst
Salzwasser erhitzt, bis es verdampft. Anschließend steigt es durch
eine Membran auf, die zwar durchlässig für den gasförmigen
Wasserdampf, nicht aber für das flüssige Wasser ist. Hinter der
Membran wird der Wasserdampf dann wieder so weit heruntergekühlt, bis
er kondensiert und zu salzfreiem Wasser wird.
Elektrodialyse
Eine weitere Methode, um Meerwasser zu entsalzen, ist
die Elektrodialyse. Bei der Elektrodialyse wird Salzwasser zwischen
zwei Elektroden geleitet, die ein elektrisches Feld erzeugen. Durch
kleine Kammern mit speziellen Membranen, die nur bestimmte Ionen
durchlassen, entstehen zwei Ströme – einer mit klarem Wasser und einer
mit einer Salzlösung. Das Verfahren ist meist nicht rentabel und
lässt sich nur bei Wasser mit einem Salzgehalt von unter einem Prozent
anwenden, weshalb dieses Verfahren nicht weit verbreitet ist.
An vielen Orten der Erde ist die Meerwasserentsalzung
notwendig, um die Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen. So ist etwa
in Ländern wie Spanien, Katar oder Saudi-Arabien nicht genug
Süßwasser vorhanden, was den Betrieb von Entsalzungsanlagen
unumgänglich macht. Der weltweite Wassermangel ist nicht nur ein
akutes Problem, sondern wird sich in Zukunft noch weiter
verschärfen. Um den Bedarf von Menschen, Tieren und Pflanzen mit
klarem Wasser zu decken, wird deshalb auch der Bedarf für
Meerwasserentsalzung absehbar eher steigen als fallen.
Quelle: swb AG |
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Verwendung von entsalztem Wasser
Wohnzwecke und kommunale Nutzung
Entsalztes Wasser ist eine wichtige Ressource für private und
kommunale Zwecke. Es liefert sauberes Trinkwasser für Haushalte und
unterstützt tägliche Aktivitäten wie Kochen, Reinigen und Baden.
Kommunen sind auch auf entsalztes Wasser angewiesen, um öffentliche
Einrichtungen, Parks und Feuerlöschsysteme zu unterhalten. Durch die
Gewährleistung einer konstanten Wasserversorgung trägt die Entsalzung
zur Verbesserung der Lebensqualität in städtischen und ländlichen
Gebieten bei.
Industrielle und landwirtschaftliche Anwendungen
Industrie und Landwirtschaft profitieren in hohem Maße von
entsalztem Wasser. In der Industrie unterstützt es Prozesse wie die
Stromerzeugung, die Öl- und Gasproduktion und den Bergbau. In der
Landwirtschaft wird entsalztes Wasser für die Bewässerung und den Anbau
von Feldfrüchten verwendet, insbesondere in trockenen Regionen.
Sole-Entsorgung
Auswirkungen auf marine Ökosysteme
Die Entsorgung der Salzlauge stellt eine große Herausforderung
für die Umwelt dar. Entsalzungsanlagen produzieren 1,5 Mal mehr
Salzsole als Trinkwasser. Diese Salzlake, oft mit Salzgehalte von 65 -
85 g/L stört die marinen Ökosysteme. Hohe Abflusstemperaturen, die 45˚C -
50˚C erreichen, belasten das Leben im Wasser zusätzlich. Außerdem
enthält die Sole Rückstände von Chemikalien und Schwermetallen, die sich
in Meeresorganismen anreichern können. Diese Faktoren schaden der
Artenvielfalt und stören die Temperaturregulierung im Meer.
Nachhaltige Entsorgungspraktiken
Die Einführung nachhaltiger Praktiken kann die
Umweltauswirkungen der Soleentsorgung mindern. Die hocheffiziente
Umkehrosmose-Technologie (HERO) verbessert die Wasserrückgewinnung und
reduziert das Solevolumen. Entsalzungssysteme mit geschlossenem
Kreislauf (CCD) extrahieren wertvolle Mineralien aus der Sole und
minimieren den Abfall. MLD-Systeme (Minimum Liquid Discharge) und
ZLD-Systeme (Zero Liquid Discharge) zielen auf die Rückgewinnung des
gesamten Wassers und die Wiederverwendung von Feststoffen ab, wodurch
Flüssigkeitsabfälle vermieden werden. Durch den Einsatz dieser Methoden
können Sie die Umweltbelastung verringern und die Rückgewinnung von
Ressourcen fördern.
• HERO-Technologie: Verbessert die Wasserrückgewinnung und reduziert den Soleausstoß.
• CCD-Systeme: Gewinnung von Mineralien, Ausgleich der Entsorgungskosten.
• ZLD-Systeme: Vollständige Beseitigung von Flüssigabfällen und Wiederverwendung aller Nebenprodukte.
Diese Innovationen verdeutlichen das Potenzial der Entsalzung,
umweltfreundlicher zu werden und gleichzeitig der Wasserknappheit
entgegenzuwirken.
Meerwasserentsalzungsanlagen bieten eine zuverlässige Lösung
für die weltweite Wasserknappheit, indem sie Salzwasser in Süßwasser
umwandeln. Diese Systeme Verbesserung der Süßwasserproduktion und
Integration erneuerbarer Energiequellen. Dadurch wird die Abhängigkeit
von fossilen Brennstoffen verringert und der Kohlenstoffausstoß
gesenkt. Sie profitieren von einer nachhaltigen Wasserversorgung, die
eine klimaresistente Infrastruktur unterstützt.
Die Entsalzung bietet zwar eine unübertroffene
Zuverlässigkeit, erfordert aber eine sorgfältige Abwägung der
Umweltaspekte. Hoher Energiebedarf Innovationen wie die solare
Entsalzung und Graphenoxidmembranen verbessern jedoch die Effizienz und
Nachhaltigkeit.
Wenn Sie sich diesen Herausforderungen stellen, können Sie
sicherstellen, dass die Entsalzung auch in Zukunft ein wichtiges
Instrument zur Sicherung der Wasserressourcen bleibt.
Quelle: Hella Water |
Meerwasserentsalzung
chemie.de - LUMITOS AG
Wie funktioniert die Meerwasserentsalzung?
swb AG
Wie funktionieren Meerwasserentsalzungsanlagen
Hella Water
Meerwasserentsalzung
Bundesverband Geothermie e.V.
Kernfragen in der Meerwasserentsalzung
Lenntech B.V.
Meerwasserentsalzung
Wikimedia Foundation, Inc.
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Aus Salzwasser trinkbares Wasser herstellen
Mit Salzwasser besitzt du eine
unerschöpfliche Ressource an Trinkwasser. Alles, was du dafür
benötigst, ist Hitze oder Sonneneinstrahlung und Geduld.
• Entsalzung ist der Prozess, Salz aus Wasser zu entfernen,
um es trinkbar zu machen. Es gibt verschiedene Methoden, um dies zu
erreichen.
• Du kannst Meerwasser über dem Feuer entsalzen, indem du
das Wasser kochst und den Dampf auffängst, der das Salz zurücklässt.
• Die Entsalzung von Meerwasser durch Sonnenlicht
(Solar-Destillierapparat) ist eine energieeffiziente Methode, die jedoch
Geduld erfordert.
• Es ist auch möglich, Salzwasser mit einer Plastikflasche
und einer Blechdose zu entsalzen. Diese Methode ist besonders nützlich,
wenn du nur begrenzte Ressourcen zur Verfügung hast.
• Wenn du an einem Strand gestrandet bist und nur eine
Gasflasche zur Verfügung hast, kannst du diese verwenden, um Meerwasser
zu entsalzen.
• Es gibt auch kommerzielle Produkte wie den Aquamate
aufblasbaren Solar-Destillierapparat, der Salzwasser in Trinkwasser
umwandeln kann. |

Entsalzung von Wasser über dem Feuer
Quelle: survival-kompass.de – Martin Gebhardt
.
Entsalzung von Wasser über dem Feuer mit einer Plane
Quelle: survival-kompass.de – Martin Gebhardt
| In der Wildnis bzw. auf Wanderungen ist Trinkwasser lebensnotwendig
. Aber in bestimmten Umgebungen kann es schwierig sein,
eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung zu finden. Aber Salzwasser
ist an Küsten reichlich vorhanden. Dennoch ist es nicht trinkbar. Die
Lösung besteht darin, einen Weg zu finden, Salz aus dem Wasser zu
entfernen.
Für die Entsalzung von Meerwasser gibt es verschiedene
(auch einfache) Methoden, die man auch in einem Survival-Setting
umsetzen kann. Einige erfordern mehr Ausrüstung, andere sind auch ohne
viel Inventar möglich.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tötet eine
Wassertemperatur von 70 °C 99,999 % der Bakterien, Krankheitserreger,
Protozoen und Viren in weniger als 1 Minute ab. Wasser, welches bei 100
°C kochte, kann also bedenkenlos getrunken werden – es sei denn, es
handelt sich um Salzwasser.
Um Meerwasser trinkbar zu machen, muss es nicht nur dekontaminiert und gereinigt, sondern auch entsalzt werden. |
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Fünf Methoden, um aus Salzwasser trinkbares Wasser herzustellen
1 Entsalzung von Meerwasser über dem Feuer
2 Entsalzung von Meerwasser durch Sonnenlicht (Solar-Destillierapparat).
3 Entsalzung durch Solar-Destillation mit Plastikflasche und Blechdose.
4 Als Gestrandeter mit einer Gasflasche Trinkwasser aus Meerwasser zubereiten
5 Aufblasbares Solar-Still als Entsalzungsanlage
Destilliertes Wasser ist nicht gefährlich zu trinken, aber es
kann auf andere Weise gefährlich sein. Menschen, die destilliertes
Wasser trinken, können an einer Hyponatriämie (Elektrolytstörung,
niedrige Natriumkonzentration im Blut) leiden, da es keine Mineralien
oder Elektrolyte enthält. Bis dies aber eintritt, muss viel Zeit
vergehen. |
5 Möglichkeiten, Salz aus Wasser zu entfernen (damit du es trinken kannst)
survival-kompass.de – Martin Gebhardt
Trinkwasser finden, sammeln, filtern und trinkbar machen – der ultimative Wasser-Guide
survival-kompass.de – Martin Gebhardt |
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| Stadtklima |
Das Stadtklima (urbanes Klima) setzt sich aus einem Mikroklima*1 (Kleinklima) und einem Mesoklima*2 und Makroklima*3
zusammen. Es entsteht durch die Wechselwirkungen zwischen dem
Makroklima (also den allgemeinen klimatischen Faktoren Strahlung, Wind,
Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag) und der lokalen
Landschaft (Mesoklima). Ausschlaggebend sind die vorhandenen
Oberflächen (Untergrund, Bewuchs, Bebauung), deren Rauigkeit und
thermischen Eigenschaften. Durch die Geländeform und/oder
Pflanzenbewuchs können dabei auf engem Raum große Unterschiede in der
Temperatur und/oder Windgeschwindigkeit und der Lichtverhältnisse
auftreten. So kann es z. B. an einem Sommertag über einer Asphaltdecke
mehrere Grad wärmer sein als über einer benachbarten, feuchten Wiese.
Auch in klaren Nächten können sich, z. B. durch unterschiedliche
Ausstrahlungsbedingungen, auf kleinem Raum erhebliche
Temperaturunterschiede ergeben. Das Stadtklima muss auch immer im Rahmen
des Klimawandels betrachtet werden.
Der mikroklimatischen Bereich ist
der Lebensraum von Menschen, den meisten Tieren und Pflanzen. Aus diesem
Grund ist das Stadtklima von entscheidender Bedeutung für die
Lebensqualität der Menschen, dem Pflanzenwachstum und dem Leben der
Tiere. Auch in der Forstwirtschaft und Landwirtschaft spielen die
mikroklimatischen Gegebenheiten der Wälder und Äcker eine bedeutsame
Rolle.
In dicht besiedelten Gebieten
spricht man vom Stadtklima, denn hier nehmen die von Menschen
geschaffenen Bauwerke, Straßen und Plätze einen enormen Einfluss auf das
Mikroklima. Hier spielen die gewählten Baumaterialen und die aufgrund
der Gebäude veränderten Wind- und Lichtverhältnisse eine große Rolle. So
kann durch die Anordnung von Bauwerken in einem bestimmten Bereich
völlige Windstille herrschen und nur wenige Meter weiter starker Wind
vorhanden sein. Außerdem gibt es Bereiche, welche die meiste Zeit des
Tages im Schatten liegen, während andere überwiegend sonnige Lage
aufweisen und zu Temperaturänderungen führen. Außerdem ist jedes Auto,
besonders mit Verbrennungsmotor, ein "Heizkörper" und trägt zu einer
Lufterwärmung bei. Aber nicht nur fahrende Auto, auch stehende Autos
können bis zu 50 °C warm werden und stehen als Heizkörper in den
Straßen.
Sehr große Auswirkungen auf das
umgebende örtliche Stadtklima kann schon der Abriss oder die Errichtung
eines Hauses haben. Deswegen beeinflussen städtebauliche Maßnahmen die
mikroklimatischen Verhältnisse in die gewünschte Richtung. Auch Grünflächen, Wasserflächen, Dachbegrünungen und Fassadenbegrünungen sind wichtige Faktoren für das Herstellen eines freundlichen Stadtklimas. Die Planungen sollten immer mehr in Richting "Schwammstadt" gehen. Hierauf muss in der Zukunft zunehmend mehr bei der Städteplanung bzw. Umplanung geachtet werden, um ein stressfreies Wohnen sicherzustellen.. |
*1 Mikroklima
ist eine kleinräumige Klimaerscheinung und beschreibt eine bodennahen
Luftschicht bis ca. 2 m Höhe. Hier haben die Oberflächengestaltung, die
Bodeneigenschaft und -bedeckung, die Oberflächenform, ein Baum,
Pflanzen, usw. einen direkten Einfluss. Über all diesen Bereichen können
unterschiedliche Klimabedingungen herrschen.
*2 Mesoklima
beschreibt den Bereich zwischen dem Mikroklima und dem Makroklima.
Dabei werden die Werte von Lufttemperatur, Luftdruck, und
Luftfeuchtigkeit sowie Niederschlag, Wind, Bewölkung, Verdunstung und
Strahlung beurteilt.
*3 Makroklima
ist von großskaligen Prozessen geprägt und unterscheidet zwischen der
Makro-a und Makro-ß Skala. Atmosphärische Phänomene der Makro-a Skala,
z. B. die globale Zirkulation und planetare Wellen, haben eine typische
horizontale Ausdehnung von mehr als 10.000 km und eine Lebenszeit von
etwa einem Monat. Die horizontale Ausdehnung von Makro-ß skaligen
Prozessen, z. B. barokline Wellen oder auch synoptische Zyklonen, liegt
zwischen 2.000 km und 10.000 km bei einer Lebensdauer von 1 bis 3
Wochen. |

Wirkungszusammenhänge Freiraum und Mikroklima - K. Hagen, R. Stiles, H. Trimmel
Das Meso- und Mikroklima - Silke Brand, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
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Energiewende
Die Energiewende setzt auf
Erneuerbare Energien (Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme,
Geothermie, nachwachsende Rohstoffe). Sie sollen sich bis 2030 den
Bruttostromverbrauch um 65 % erhöhen. Die Treibhausgasemissionen sollen
bis 2030 gegenüber 1990 um 55 % senken.
Die zweite Säule der Energiewende
ist eine deutliche Erhöhung der Energieeffizienz. Die Potentiale
reichen von Kraftwerksmodernisierung über energieeffiziente Motoren
und energiesparende Industrieprozesse bis hin zu und energieeffizienter
Gebäudesanierung und Haushaltsgeräten. So soll bis 2050 ca. 50 % weniger
Primärenergie gegenüber im Jahr 2008 verbraucht werden.
Die Energiewende ist aber nicht nur
die Sache von Regierungen und Großunternehmen, sondern sie beginnt oft
im Kleinen. Die Bekämpfung des Klimawandels erfordert ebenso das
Engagement jedes Einzelnen. Oftmals beginnen die Veränderungen in den
eigenen vier Wänden. Eine Vielzahl von Maßnahmen kann dazu beitragen,
den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, denn auch "Kleinvieh macht
auch Mist". |
>>>> hier ausführlicher <<<<
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Wie kann es denn um die Jahrhundertwende (2100) in Nordeuropa aussehen?

Die rot eingefärbten Landflächen in Norddeutschland
können spätestens 2100 unter Wasser liegen.
Quelle: Climate Centra
Diese deutschen Regionen könnten bald unter Wasser stehen
t-online-YouTube-Kanal
Strategie für die Zukunft der Niederungen bis 2100 -
Zukunft Niederungen
Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur
des Landes Schleswig-Holstein
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Küsten- statt Klimaschutz
Dann machen wir halt die komplette Nordsee dicht
Tim Ehlers, Katapult-Magazin gGmbH
Gigantischer Damm für Nordseeanrainer
Wissenschaftler schlagen Abdämmung der Nordsee vor
Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR)
Klimawandel und Flutschutz
Megadämme könnten Nordsee vom Atlantik abriegeln
Deutschlandfunk-Nova-Nachrichten
Reaktion von dänischem Forscher
Eindämmung der Nordsee gegen Meeresspiegelanstieg:
"dumme Idee"
Paul Sehstedt, nordschleswiger.dk | SHZ |
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| Klimagase |
Der Streit,
welche Gase (Klimagase, auch Treihausgase genannt) in der Atmosphäre
naturgegeben (atmosphärisch) oder von Menschen verursacht (anthropogen)
sind, wird wohl ständig weitergeführt. Letztendlich sind viele
verschiedene Gase für den Klimawandel (Erderwärmung) verantwortlich.
Alle diese Gase kommen in einem mehr oder weniger
großen Anteil in der Natur vor.
Welches der Gase den Hauptanteil am Treibhauseffekt hat, ist auch
unter den Fachleuten umstritten. Wasserdampf wird als Hauptursache vor
dem Kohlendioxid angesehen. Wobei der Wasserdampf aber nur indirekt und
die anderen Gase direkt wirken. Aber auch diese These ist umstritten, da
eine verstärkte Wolkenbildung weniger Sonneneinstrahlung durch die
Reflektion zulässt. |
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Treibhauseffekt |
Quelle: WDR Wissen |
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| Die wichtigsten Klimagase sind |
- Kohlendioxid (CO2)
> Kohlenstoffdioxid
- Kohlenmonoxid (CO) > Kohlenstoffmonoxid
- Methan (CH4)
- Ozon (O3)
- Distickstoffoxid (N2O) > Lachgas
- Teilhalogenisierte Kohlenwasserstoffe (HKFW)
- Halogenierte Fluorkohlenwasserstofe (FCKW)
- Perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC)
- Schwefelhexafluorid.(SF6)
- Nichtmethanhaltige flüchtige organische Verbindungen (NM VOC)
- Wasserdampf (H2O)
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Zusammensetzung der ausgestoßenen Klimagase |
Quelle: Umweltbundesamt, World Resources Institute, dpa |
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Elementarversicherung |
Mit den zunehmenden Extremwetterereignissen (Überschwemmung durch Starkregen, Hagelschlag, Fallböe
[Downburst], Rückstau von Wasser aus Ableitungsrohren, Erdbeben,
Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbruch) wird der
Ruf nach einer (verpflichtenden) Elementarversicherung bzw.
Elementarschadenversicherung (Naturgefahrenversicherung) immer lauter.
Um sich gegen Schäden, die durch das Wirken der Natur
hervorgerufen werden, zu versichern, ist meistens eine spezielle Police
notwendig. Diese kann als Zusatz zu einer vorhandenen
Hausratversicherung und/oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen
werden.
Viele Versicherer beurteilen die Versicherbarkeit einzelner
Gebäude dabei nach Gefährdungsklassen, die nach der statistischen
Hochwasser-Häufigkeit gegliedert sind.
Dazu werden mittels eines Zonierungssystems für
Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) bestimmte Risikoregionen
(ZÜRS-Zonen) unterschieden:
• Klasse 4 (hohe Gefährdung): statistisch einmal in 10 Jahren ein Hochwasser
• Klasse 3 (mittlere Gefährdung): statistisch einmal in 10 - 100 Jahren ein Hochwasser
• Klasse 2 (geringe Gefährdung): statistisch einmal in 100 -
200 Jahren ein Hochwasser oder Gebäude, die durch höhere Deiche
geschützt sind
• Klasse 1 (sehr geringe Gefährdung): statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser
Inwieweit diese Risikoregionen noch anzuwenden sind, das wird zunehmend diskutiert. |
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Elementarschadenversicherung versichert Naturgefahren
Quelle: RISK007 GmbH
Elementarversicherung - So versicherst Du dein Gebäude gegen Naturkatastrophen richtig
André Reichenauer, RISK007 GmbH
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Versicherungsschutz gegen Elementarschäden
Verbraucherzentrale e.V.
Elementarversicherung
Allianz Deutschland AG
Elementarversicherung: Auf Nummer sicher gehen
HUK-COBURG-Allgemeine Versicherung AG |
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Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität
Bundesministerium der Finanzen |
Hinweis!
Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website
aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines
unnötigen Rechtsstreites, mich
umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig
Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere
Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter
kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen
Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmah-nung ohne vorhergehende
Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht
als unbegründet zurückgewiesen. |
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