Trinkwasser-Leitungssysteme

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
Bosy-online-ABC

Stahlrohr
Stahlrohr
Stahlrohr
Stahlrohr
Stahlrohr
Stahlrohr

Wichtige Gesichtspunkte für die Auswahl des richtigen Leitungssystems sind

•  Trinkwasserhygiene – Stagnation ist auszuschließen nach DIN 1988-2
•  Anzahl und Position der Sanitärobjekte
•  Bauart der Installationswände – Nass- oder Trockenbau
•  Anordnung der Steigleitungen
•  Schlitzausführung – gefräst oder gemauert
•  Verlegungsart – auf dem Rohboden oder in Hohlräumen
•  Benutzungsart – häufig oder selten benutzte Entnahmearmaturen

Einzelzuleitungen

Bei den Einzelzuleitungen wird jede Entnahmestell separat angeschlossen. Es besteht aber ein Hygienerisiko durch stagnierendes Wasser in den Einzelleitungen.

  •   Kleine Rohrdimensionen, da die Druckverluste auf der Etage minimiert werden. So wird auch bei geringem Versorgungsdruck ein hoher Komfort an den Armaturen geboten.
  •  Geringer Aufwand bei der Planung und Berechnung, da nur eine Rohrgröße verwendet wird.

Reihenleitung / Reihensystem

In der Reihenleitung (Reihensystem) müssen die Entnahmestellen mit einem Doppelanschluss versehen werden. Das Rohr wird von einer Entnahmestelle unmittelbar zur nächsten weitergeführt. Der am häufigsten benutzte Verbraucher (z. B. WC-Spülkasten) sollte am Reihenende liegen. In Anlagen, die keinen Hauptverbraucher haben, sollte ein Ringsystem vorgesehen werden.
Unter besonderen Umständen sind Abkühlstrecken vorzusehen.

  •  Immer hygienisch einwandfreies Wasser
  •  Geringer Rohrverbrauch
  •  Schnelle Montage
  •  Einfache Leitungsführung

Ringleitung / Ringsystem

Wie in der Reihenleitung müssen bei der Ringleitung (Ringsystem) die Entnahmestellen mit einem Doppelanschluss versehen werden und das Rohr wird von einer Entnahmestelle unmittelbar zur nächsten weitergeführt, nur wird die Leitung von der letzten Entnahmearmatur zurück zum Verteiler geführt. Bei diesem System strömt das Wasser bei einer Wasserentnahme von beiden Seiten zur entsprechenden Auslaufarmatur und durchströmt alle Anschlüsse. Auch bei dieser Leitungsführung wird eine Stagnation des Wasser in größeren Anlagen fast immer ausgeschlossen.
Unter besonderen Umständen sind Abkühlstrecken vorzusehen.

  •  Optimaler Wasseraustausch (hygienisch einwandfreies Wasser) sowie gleichmäßige Druck- und Wärmeverteilung
  •  Geringerer Druckverlust gegenüber der Reiheninstallation und dadurch ist der Anschluss von deutlich mehr Sanitärobjekten möglich

kombinierte Systeme

Natürlich können in kleineren Installationen die verschiedenen Systeme auch kombiniert werden.

WC – Einzelzuleitung / Doppelwaschtisch – Reihenleitung

Küche – Ringleitung

 

T-Stück-Installation
Bilderquelle: Geberit Vertriebs GmbH

Durch die Verwendung von T-Stücken entstehen Einzelzuleitungen. Diese Installation sollte nur bei Zuleitungen zu häufig und regelmäßig genutzten Entnahmestellen verwendet werden. Wobei man unter "häufig" täglich verstehen sollte.
In Estrichkonstruktionen sollten wegen der Aufbauhöhe und des Wärmeaustausches keine T-Stücke eingebaut werden.

 

Die Auswahl der Leitungssysteme beziehen sich auf das Kalt- und Warmwasser. Wobei beides Trinkwasser ist und nicht, wie allzu oft zu Warmwasser fälschlicherweise Brauchwasser gesagt wird.
Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Aus hygienischen Gesichtspunkten sind die Trinkwasserleitungen als Reihen- oder Ringleitungssystem herzustelllen, dazu sind spezielle Wandscheiben notwendig.
Die Wandscheiben sollten mit der gefliesten Wand abschließen, schallentkoppelt und verdrehungssicher montiert werden. Für jedes Rohrsystem gibt es die passenden Fittings. Heutzutage sollten nur noch durchströmte Doppelwandscheiben bzw. Wandscheiben-T-Stücke für Reihen- oder Ringleitungssyteme verwendet werden. Diese haben geringe Einzelwiderstände und ermöglichen niedrige Druckverluste in den Etagenverteilungen. Unter besonderen Umständen sind Abkühlstrecken vorzusehen.
Auch wenn einzelne Armaturen nicht regelmäßig benutzt werden, wird der Wasserinhalt der gesamten Reihen- oder Ringleitung regelmäßig ausgetauscht, weil die am häufigsten benutzte Armatur (WC) eine Stagnation ausschließt.
Wenn einzelne Wohnungen (Ferienwohnungen) oder Zimmer (Hotel) nicht belegt sind, kann durch eine elektronisch gesteuerte Betätigungsplatte mit Spülstation das System gepült werden.

Abkühlstrecke
Neueste Untersuchungen der Firma Viega haben in Reihen- und Ringsysteme zunehmende Risiken durch Fremderwärmung für Trinkwasser kalt (PWC) erkannt. Wirkungsvoll verhindern lässt sich das durch eine hygienebewusste Leitungsführung, und hier besonders in Mehrfamilienhäusern, Hotels. Sportstätten oder den Sozialräumen eines Gewerbebetriebes, in denen die 3-Liter-Regel der DIN 1988-200 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Teil 200: Installation Typ A (geschlossenes System) - Planung, Bauteile, Apparate, Werkstoffe" nicht greift und eine regelmäßige Überprüfung des Trinkwassers auf Legionellen (Prüfpflicht nach der Trinkwasserverordnung) vorliegt. In abgehängten Decken mit hohen Wärmelasten in den modernen Bautechniken ist z. B. ein automatisches Spülsystem einzuplanen. In Trockenbauwänden sind Abkühlstrecken zwischen zirkulierenden PWH-Leitungen und den Entnahmearmaturen vorzusehen.

In Trockenbauwänden und abgehängten Decken sind Abkühlstrecken zwischen zirkulierenden PWH-Leitungen und den Entnahmearmaturen vorzusehen. Um den hygienekritischen Wärmeübergang (> 25 °C) an den Entnahmearmaturen in Trinkwasser-Installationen auszuschließen, sollten diese warmwasserseitig generell nicht über eine Doppelwandscheibe in den Zirkulationskreis eingebunden werden. Stattdessen ist eine hinreichend lange Abkühlstrecke von 10 x Rohrnennweite (DN) mit Wärmestrom von oben nach unten vorzusehen. In Trockenbauwänden kann es für den Erhalt der Trinkwassergüte sinnvoll sein, bereits aus der abgehängten Decke kommend die Armatur ohne Zirkulation anzuschließen. Das gilt auch für Leitungen mit unterer Verteilung (aus dem Boden kommende Anschlussleitungen), die direkt an die Entnahmearmaturen geführt werden. Doppelwandscheiben für Eckventile an Küchenspülen und Waschtischen sind nicht unbedingt davon betroffen.


Installationsbeispiel aus einer Pflegeeinrichtung mit Verteilleitungen in der abgehängten Decke und ebenfalls horizontal endendem PWH-C-System.
Quelle: Viega GmbH & Co. KG

Durch die dauerhaft über die PWH-Zirkulation durchströmte Wandscheibe erwärmt sich die Entnahmearmatur, es kommt im Kaltwasser-Bereich zu hygienekritischen Temperaturen.

Quelle: Viega GmbH & Co. KG

In den Entnahmearmaturen (PWC und PWH) mit durchströmte Doppelwandscheiben, in denen kontinuierlich ca. 60 °C warmes Trinkwasser durchströmt, bestehen hygienische Risiken für die Trinkwassergüte, wenn über die Armatur ein massiver Wärmeübertrag auf die "stehende" Kaltwasser-Seite stattfindet. So entstehen dort nach kurzen Stagnationszeiten schnell Temperaturen von mehr als 30 °C, die Verkeimungen begünstigen. Das hat Viega durch umfangreiche Untersuchungen sowohl messtechnisch als auch rechnerisch nachgewiesen.
Quelle: Viega GmbH & Co. KG

In Warmwasser-Installationen Abkühlstrecken zur Armatur einplanen

Trinkwasser-Installation - Praxishandbuch (Internetversion)

In Einfamilienhäusern und Stockwerks- bzw. Wohnungsinstallationen (dazu zählt auch eine dezentrale Trinkwassererwärmung oder eine Versorgung über Wohnungswasserzähler) können die Doppelwandscheiben in Reihen- oder Ringleitungen PWH eingesetzt werden, wenn diese nicht in einen Zirkulationskreis PWH-C einbezogen sind. In beiden Fällen ist ein PWH-System mit Zirkulation ohnehin nicht möglich bzw. nicht sinnvoll, so dass auch keine Risiken für die Erwärmung der Rohrleitungen für PWC bestehen. Außerdem fallen diese Installationen unter die 3-Liter-Regel mit hygienisch als unkritisch zu betrachtenden Wasservolumina.

                                                                                                                                                    

3-Liter-Regel
Eine hygienische Trinkwasserinstallation beginnt bei der Planung und der Auswahl der geeigneten Werkstoffe. Aus hygienischen Gesichtspunkten sind die Trinkwasser-Leitungssysteme als Reihen- oder Ringleitungssystem herzustelllen. Dazu sind spezielle Wandscheiben notwendig.
Eine optimale Planung sieht klein dimensionierte Rohrleitungssysteme vor, die mit strömungsgünstigen Bauteilen und geringen Wassermengen in den Rohrleitungen ausgeführt werden sollen. Dabei ist eine Überdimensionierung zu vermeiden, was durch eine exakte Bedarfsermittlung der tatsächlichen Wasserentnahmen und Gleichzeitigkeiten des jeweiligen Objektes erreicht wird.

Die DIN 1988 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Teil 200: Installation Typ A (geschlossenes System)" und das DVGW-Arbeitsblatt W 551 "Technische Maßnahmen zur Minderung des Legionellenwachstums in Neuanlagen" befassen sich mit der 3-Liter-Regel.
Die Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001) bzw. die Verordnung zur Neuordnung trinkwasserrechtlicher Vorschriften schreibt unter bestimmten Voraussetzungen eine regelmäßige Überprüfung des Trinkwassers auf Legionellen vor.

In der TrinkwV §3 (Begriffsbestimmungen) Abs. 12 wird vorgegeben, dass eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung eine Anlage mit

a. einem Speicher­Trinkwassererwärmer oder einem zentralen Durchfluss­Trinkwassererwärmer jeweils mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder
b. einem Inhalt von mehr als drei Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle; nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung. Trifft nur einer der beiden Punkte zu, handelt es sich um eine Trinkwassergroßanlage.

Entsprechende Anlagen in Ein­ und Zweifamilienhäusern zählen laut Verordnung nicht zu den Großanlagen zur Trinkwassererwärmung.

Es besteht immer wieder die Frage, wann die 3-Liter-Regel angewendet werden kann. Hierzu muss das Wasservolumens in den Rohrleitungen ermittelt werden. Dabei werden alle Entnahmestellen für erwärmtes Trinkwasser bzw. das entsprechende Wasservolumen zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers und der jeweiligen Entnahmestelle (Stockwerks- und/oder Einzelzuleitungen) betrachtet. Am einfachsten ist es, nur das Volumen für die am weitesten vom Trinkwassererwärmer entfernte Entnahmestelle zu berechnen. Zirkulationsleitungen werden für die Ermittlung des Wasservolumens nicht hinzugezogen. Die näher gelegenen Entnahmestellen werden nur betrachtet, wenn der Rohrdurchmesser größer und aus einem anderen Werkstoff hergestellt sind.
Wenn keine Bestandspläne (Strangschema, Wartungs­ und Bedienungsunterlagen) der Trinkwasseranlage vorhanden sind, dann muss die gesamte Länge der Rohrleitungen zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers und der jeweiligen Entnahmestelle ermittelt und der/die Rohrdurchmesser (Nennweite DN) und der verwendete Werkstoff aufgenommen werden. Dann kann mthilfe einer Tabelle ermittelt werden, bei welcher Leitungslänge ein Wasservolumen von drei Litern unter Berücksichtigung der vorgegebenen Parameter (Nennweite und Werkstoffart) erreicht ist.

In der Kaltwasserinstallation gilt ebenfalls eine 3-Liter-Regel. Danach müssen Einzelzuleitungen so kurz wie möglich sein. Ein Wasservolumen von 3 Liter ist als Obergrenze einzuhalten. Kleinere Wasservolumina sind anzustreben.

Wie funktioniert eigentlich die 3-Liter-Regel nach DIN 1988?

Wasserinhalt - Trinkwasserrohre

Rohrart
(Beispiele)

Nennweite
DN

Außen-Ø
[mm]

Wanddicke
[mm]

Wasserinhalt
[l/m]

Kupferrohr
DIN EN 1057

10
12,0
1,0
0,05
12
15,0
1,0
0,08
15
18,0
1,0
0,13
20
22,0
1,0
0,20
25
28,0
1,5
0,49
32
35,0
1,5
0,80

Mapress
Edelstahl
(Systemrohr)

10
12,0
1,0
0,079
12
15,0
1,0
0,133
15
18,0
1,0
0,201
20
22,0
1,2
0,302
25
28,0
1,5
0,514
32
35,0
1,5
0,804

Geberit Mepla
Metallverbundrohr

12
16,0
2,25
0,103
15
18,0
2,5
0,176
20
26,0
3,0
0,314
25
32,0
3,0
0,531
32
40,0
3,5
0,855

Ob alle Drei-Liter-Vorgaben der DIN 1988-200 wirklich greifen, sei dahingestellt, denn die Legionellen und andere Bakterien halten sich nicht immer an die Vorgaben der Regelwerke. Bei der Feststellung mangelhafter Trinkwasserhygiene ist der Fachbetrieb in der Verantwortung. Wenn dieser aber nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a.R.d.T) geplant und gearbeitet hat, ist er meistens auf der sicheren Seite. Probleme hat er aber, wenn bei sehr niedrigen Wassertemperaturen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Wärmepumpen die Anlage dem Betreiber übergibt. Hier sehe ich eine besondere Verantwortung des Fachbetriebes und des Betreibers. Wichtig ist eine ausreichende Einweisung durch den Fachbetrieb. Ob der Betreiber sich dann an seine Betreiberpflichten hält, wage ich erfahungsgemäß zu bezweifeln.

                                                                                                                                                    

30-Sekunden-Regel
Zur Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit von Entnahmearmaturen gilt nach der DIN 1988-200 die Anforderung, dass bei einem bestimmungsgemäßen Betrieb maximal 30 s nach dem vollen Öffnen einer Entnahmestelle die Temperatur des Kaltwassers 25 °C nicht übersteigen darf und die Temperatur des warmen Trinkwassers mindestens 55 °C erreicht haben muss. Damit gilt auf der Warmwasserseite neben der 3-Liter-Regel aus dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 auch noch die 30-Sekunden-Regel aus der DIN 1988-200.
In einigen Fällen (z. B. erhöhte Raumluft- bzw. Umgebungstemperaturen im Sommer, Verlegung von warm- und kaltgehender Leitungen in gemeinsamen Schächten und/oder in abgehängte Decken und Vorwand-Installationen) lässt sich eine Temperaturüberschreitung des Trinkwassers kalt (PWC) auf über 25 °C nicht vermeiden. Auch vorhandene Gegenmaßnahmen (Dämmung, Umhüllung) können die Temperaturüberscheitung nicht gewährleisten, wenn die Entnahmearmaturen mehrere Stunden evtl. sogar Tage lang nicht genutzt werden. Auch eine hochwertige Dämmung kann den zeitlichen Versatz der Erwärmung nicht verhindern.
Die Anforderungen an die Betriebstemperatur nach DIN EN 806-2 und DIN 1988-200 wird nur dann erfüllt, wenn nach einer Ausstoßzeit von 30 s kaltes Wasser abläuft. Wird durch das Ablaufenlassen die Temperatur von < 25 °C (Empfehlung: nicht über 20°C) nicht erreicht, so sind bauseitige Maßnahmen zu ergreifen (z. B. Einbau von Spülsystemen, elektronischen Entnahmearmaturen, [getrennte Verlegung von Kalt- und Warmwasserleitungen]).



Temperaturverlauf einer 100%-gedämmten Trinkwasserleitung (Kupfer 22x1) bei verschiedenen Umgebungstemperaturen
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

Auch bei zentralen Trinkwassererwärmungsanlagen (PWH) und wenn eine (möglichst) hydraulisch abgeglichene Zirkulationskreise (PWH-C) vorhanden sind, sind die Verteilungsleitungen soweit zu führen, dass nach dem Öffnen jeder Entnahmearmatur nach spätestens 30 s Trinkwasser warm > 55 °C entnommen werden kann. Die max. Länge von Rohrleitungen für Trinkwasser warm, die nicht in einen Zirkulationskreis (PWH-C) einbezogen werden (z. B. Einfamilienhaus), muss die sogenannte "3-Liter-Regel" nach DVGW-Arbeitsblatt W 551 eingehalten werden.

Störfaktoren in der Trinkwasserinstallation - Dr. Lars Rickmann
Erhalt der Wassergüte ist kein Hexenwerk - Dr. Peter Arens - Schell GmbH & Co. KG
Immer in Bewegung - Basis für Trinkwasserhygiene - Arnd Bürschgens - Honeywell GmbH

                                                                                                                                                    

Trinkwasserinstallation - Rohrdimensionierung
In der neuen DIN 1988-300:2012-05 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Teil 300: Ermittlung der Rohrdurchmesser" bleibt das in der bisherigen DIN 1988-3:1988-12 beschriebene Verfahren erhalten. Die Vorgehensweise geht nach wie vor von dem Berechnungsdurchfluss einer Armatur bzw. eines Apparates aus. Entlang der Fließwege werden Summenvolumenströme gebildet, die je nach Nutzungsbedingungen in einen Spitzenvolumenstrom umgerechnet werden.
Das Ziel der Bemessung der Kalt- und Warmwasserleitungen ist, bei Spitzenbelastung des Systems bei den kleinstmöglichen Innendurchmessern den Mindestdurchfluss an allen Entnahmestellen sicherzustellen. Die Norm gilt in Verbindung mit den Reihen DIN 1988 und DIN EN 806 "Planung, Errichtung, Änderung, Instandhaltung und Betrieb von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden und auf Grundstücken" und dient zur Ermittlung der Rohrdurchmesser für die Trinkwasserleitungen und zur Bestimmung der Bauteilgrößen (Zirkulationsleitungen, Pumpe, Drosselventile) für ein Zirkulationssystem.
Der Kern des differenzierten Berechnungsganges für die Ermittlung der Rohrdurchmesser für die Kalt- und Warmwasserleitungen wurde übernommen, aber die Werte für die Berechnungs- und Spitzendurchflüsse, die Widerstandsbeiwerte von sogenannten Einzelwiderständen wurden aktualisiert. Darüber hinaus werden die Zirkulationssysteme in dieser Norm auf der Grundlage einer Lastberechnung bemessen mit dem Ziel, in allen Umlaufstrecken des Systems bei minimal möglichen Wasserinhalten die Warmwassertemperaturen auf mindestens 55 °C zu halten.
Das in der Norm angegebene differenzierte Berechnungsverfahren ist für alle Gebäudearten anzuwenden. Nur die Rohrdurchmesser für die Kalt- und Warmwasserverbrauchsleitungen in Gebäuden mit bis sechs Wohnungen können auch nach DIN EN 806-3 bestimmt werden, sofern der Versorgungsdruck ausreicht und die Hygiene sichergestellt ist.

Gegenüber DIN 1988-3:1988-12 und DIN 1988-3 Beiblatt 1:1988-12 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Absenkung der Berechnungsdurchflüsse von Wasch- und geschirrspülmaschinen;
  • Anpassung der Spitzenvolumenströme an die aktuellen Gegebenheiten und die Einführung von Nutzungseinheiten zur besseren Erfassung der endsträngigen Spitzenbelastungen (z. B im Stockwerksbereich);
  • Ausschluss sog. vereinfachterRechengänge, wobei nur bei produktneutraler Ausschreibung die angegebenen Referenzwerte für die Einzelwiderstände verwendet werden dürfen;
  • Beginn der Bemessung der Rohrleitungen nach dem Wasserzähler, wobei der vom Wasserversorgungsunternehmen angegebene Mindestdruck nach dem Wasserzähler zu verwenden ist;
  • Prüfung der Plausibilität der Referenzwerte nach dieser Norm (z. B. für den Mindestfließdruck) durch einen Vergleich mit den Herstellerangaben;
  • differenzierte Berechnung der Rohrleitungen in den Stockwerksverteilung von Nutzungseinheiten;
  • modifizierte Berechnung der Zirkulationssysteme mit dem Ziel, die hygienischen Anforderungen bei minimalem anlagentechnischen und energetischem Aufwand zu realisieren;
  • die Stoffwerte sind temperaturabhängig zu berücksichtigen

Da die Rohrdimensionierung sehr umfangreich ist, verweise ich auf die Informationen in den unten aufgeführten Links.

DIN 1988-300 - Bemessung von  Trinkwasserleitungen - FH Münster / Prof. Dr. Franz-Peter Schmickler

                                                                                                                                                    

Einpressdüse mit Ringleitung und Doppelwandscheibe
Quelle: Viega GmbH & Co. KG

 

 

 

Einpressdüse
In vielen Trinkwasserinstallationen, besonders in T-Stück-Installationen, gibt es Leitungsabschnitte, die nach hygienischen Gesichtspunkten nicht einwandfrei sind. Dazu gehören Zuleitungen zu Kaltwasser-Armaturen, wie z. B. Außenzapfstellen, Gerätehähne (Waschmaschine), Auslaufventile an Ausgussbecken und Waschbecken (im Keller, Gäste-WC), Heizungsfülleinrichtung und thermische Ablausicherung, die tagelang bzw. wochenlang kein Wasseraustausch haben und die sich aufgrund fehlender Dämmung erwärmen.
In dem stagnierenden Wasser kann zu einem vermehrten Bakterienwachstum kommen. Dieses Wasser kann ständig durch die immer vorhandenen Druckschwankungen in das restliche Leitungssystem eingeimpft werden.
Um eine regelmäßige Durchströmung zu gewährleisten kann in die Hauptverteilleitung zwischen den zwei T-Stücken eine Einpressdüse (22 bis 64 mm) aus Rotguss eingebaut werden, die dann einen Teil des Wassers zwingt, durch die Ringleitung zu fließen. Bei jeder Wasserentnahme hinter der Einpressdüse entsteht automatisch ein geringer Druckunterschied (Venturi-Prinzip), wodurch neues Wasser durch den Abzweig "gezogen" wird. Dieses System sollte entweder schon im Neubau eingeplant werden, wenn kein Reihen- oder Ringsystem vorgesehen ist oder nachträglich in Altbauten eingebaut werden. Wichtig ist eine bedarfsgerechte Dimensionierung der Haupverteilleitung.

Einpressdüse nach dem Venturi-Prinzip

Die Uponor Hygiene-Logik - Vorteile der Ringinstallation
Schutz des Trinkwassers DIN EN 1717 und DIN 1988-100 - Rainer Kelbassa - Gebr. Kemper GmbH + Co. KG
                                                                                                                                                    

Ausstoßzeit
Die Zeitspanne, bis kaltes (PWC) oder warmes (PWH) Wasser mit der gewünschten Nutztemperatur aus der Entnahmestelle an einem Sanitärobjekt ausfließt, wird Ausstoßzeit genannt. Die VDI 6003 - Trinkwassererwärmungsanlagen - Komfortkriterien und Anforderungsstufen für Planung, Bewertung und Einsatz - beschreibt Ausstoßzeiten für die einzelnen Sanitärobjekte bei entsprechenden Nutztemperaturen. Die VDI unterscheidet 3 Anforderungsstufen (z. B. Waschtisch (40 °C) I - 60 sec., II - 18 sec., III - 10 sec.) nach Komfortkriterien . Die Festlegung bezieht sich auf zentrale Warmwasser-Versorgungsanlagen ohne Zirkulationsleitungen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Ausschlaggebend sind die Leitungslängen zwischen Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle. Dabei sollten die Leitungslängen möglichst kurz geplant werden, um die Warmwasser-Ausstoßverluste und die damit verbundenen Energieverluste gering zu halten.
Die Dauer der Ausstoßzeit ist u.a. von folgenden Faktoren abhängig:

• gewünschter Komfort (3 Anforderungsstufen)

• Länge der Rohrleitung
• Innendrchmesser der Rohrleitung
• Leitungssystem (T-Stück-Installation, Reihenleitung, Ringleitung)
• Dämmung der Rohrleitung und Armaturen
• Rohrmaterial (Wärmekapazität der Rohrleitung und der Armaturen)

• Öffnungsgrad der Absperreinrichtungen (Unterputzventile, Eckregulierventile)
• Verschmutzungsgrad z. B. von Schmutzsieben und Strahlreglern
• Einbau von Durchflussbegrenzern (z. B. in Duschköpfen),
• Druckverhältnisse in der Anlage zum Zeitpunkt des Zapfvorgangs
• Trinkwassererwärmungssystem
• Speicherladesystem bzw. Durchflusserwärmung
• Berechnungsdurchfluß der Entnahmearmaturen
• Gleichzeitigungsfaktor der Nutzung mehrerer Entnahmestellen
• Entnahmemenge

Die Wartezeit wird durch folgende Faktoren zusätzlich beeinflusst:
• Masse der Rohrleitung (z. B. Dicke der Rohrwandung)
• Güte der vorhandenen Dämmung (z. B. Dämmstärke, Qualität, Zustand)
• Temperatur und Güte der Dämmung von parallel verlaufenden Rohrleitungen
• Temperatur der Gebäudebauteile, in denen die Rohrleitung verläuft
• Temperatur des Trinkwasserspeichers (Endtemperatur)
• Funktionsfähigkeit einer evtl. vorhandenen Zirkulationsleitung (Pumpenleistung, hydraulischer Abgleich)
• Funktionsfähigkeit und Temperatureinstellung eines evtl. vorhandenen Temperaturhaltebandes (elektrische Begleitheizung)

Ausstoßzeit (Richtwerte) und max. Länge von Warmwasser-Einzel- und Sammelzuleitungen (ohne Zirkulation oder elektrische Begleitheizung)
Sanitärobjekt
Max. Ausstoßzeit
Tmax
s
Kupferrohr DIN EN 1057
Stahlrohr DIN EN 10255
DN
Wasser-
inhalt
l/m
Länge
lmax
m
DN
mm
Wasser-
inhalt
l/m
Länge
lmax
m
Waschbecken
(0,07 l/s)
8 bis 10
10 x 1
12 x 1
15 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
11 bis 14
7 bis 9
4 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
5 bis 6
3 bis 4

Spülbecken
(0,07 l/s)

5 bis 10
12 x 1
15 x 1
0,0785
0,1327
4 bis 9
3 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
3 bis 6
2 bis 4

Ausguss
(0,15 l/s)

5 bis 8
10 x 1
12 x 1
15 x 1
18 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
0,2010
15 bis 24
10 bis 15
6 bis 9
4 bis 6
10
15
0,1227
0,2010
6 bis 10
4 bis 6
Dusche
(0,15 l/s)
10 bis 15
12 x 1
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,0785
0,1327
0,2010
0,3140
19 bis 29
11 bis 17
7 bis 11
5 bis 7
10
15
20
0,1227
0,2010
0,3662
12 bis 18
7 bis 11
4 bis 6
Badewanne
(0,15 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
17 bis 28
11 bis 19
7 bis 12
15
20
0,2010
0,3662
11 bis 19
6 bis 10

Bidet
( 0,07 l/s)

8 bis 10
10 x 1
12 x 1
15 x 1
0,0502
0,0785
0,1327
11 bis 14
7 bis 9
4 bis 5
10
15
0,1227
0,2010
5 bis 6
3 bis 4
Geschirrspülmaschine
(0,15 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
17 bis 28
11 bis 19
7 bis 12
15
20
0,2010
0,3662
11 bis 19
6 bis 10
Waschmaschine
(0,25 l/s)
15 bis 25
15 x 1
18 x 1
22 x 1
0,1327
0,2010
0,3140
28 bis 47
19 bis 31
12 bis 20
15
20
0,2010
0,3662
19 bis 31
10 bis 17

Bei einer einfachen Dusche beträgt z. B. der Berechnungsdurchfluss 0,17 Liter/s; bei einer anderen Dusche (z. B. Regendusche) des gleichen Herstellers beträgt er beträchtliche 0,367 Liter/s.
Bei der Berechnung ist die gewählte Komfortstufe ausschlaggebend, die mit den Wünschen der Bauherrschaft abzugleichen ist. Die DIN 1988-200 setzt als Maßstab eine Ausstoßzeit von 30 Sekunden, heißt: nach Öffnen der Armatur dürfen maximal 30 Sekunden verstreichen, bis 55 °C warmes Wasser fließt. Eine ähnliche Grenze liegt in den maximal 3 Litern Rohrinhalt, die unzirkuliert bleiben dürfen. Und in der VDI 6003 sind weitere Komfortstufen definiert, die die Ausstoßzeit an der Dusche bis auf 7 Sekunden reduzieren. Wohl dem, der alle diese Armaturenbedingungen mit der Bauherrschaft abgesprochen und in einem Raumbuch (Pflichtenheft und Lastenheft) fixiert hat.
Aus den Armaturendurchflüssen und der gewählten Nutzungsart (Wohnhaus, Hotel etc.) wird über die in der Norm definierten Gleichzeitigkeitsparameter der Spitzendurchfluss berechnet, der für die Bestimmung der erforderlichen Rohrdurchmesser einen ersten Anhalt bietet. Wenn es eine zu erwartende Abweichung von den standardmäßigen Bedingungen gibt - zum Beispiel bei einem Messehotel könnte die morgendliche Duschgleichzeitigkeit beträchtlich höher als angenommen sein - ist mit einer selbstgewählten Gleichzeitigkeit zu rechnen. Eine weitere Bedingung für die Rohrdimensionierung ist die Versorgung der Armaturen mit dem Mindestfließdruck. Die Rohre dürfen die Differenz zwischen dem vom Versorger (WVU) zur Verfügung gestellten Mindestversorgungsdruck (jetzt hinter dem Wasserzähler), den Druckverlusten in den Widerständen und dem Mindestfließdruck verbrauchen. In die Druckverlustberechnung gehen ganz besonders die Rohrfittinge über die material- und dimensionsbezogenen Zetawerte (aus der Norm oder aus den Herstellerangaben) ein. Schön, wenn die Software diese Werte aus den Rohreingaben automatisch ermitteln kann. Nicht außer Acht lassen sollte man bei das besondere Ziel der neuen Normung, ein Rohrnetz mit möglichst geringem Wasserinhalt zu planen.
Ebenfalls bereits bei der Planung berücksichtigen muss man das Ziel, jedwede Stagnation zu vermeiden. Die DIN 1988-200 setzt dafür die Grenze auf 7 Tage, die VDI 6023 setzt sie enger auf 72 Stunden. In die Berechnung greift dieses ein, wenn zum Beispiel eine Keller- oder Außenzapfstelle eingeplant werden muss und auf keinen Fall eine Stichleitung geplant werden darf, sondern eine stets durchflossene Rohrschleife. Quelle: Bernd Aue

Trinkwasseranlage: Berechnung und Dokumentation - Die Folgen der neuen Regelwerke - Bernd Aue

                                                                                                                                              
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG
Venturi-Strömungsteiler
Eine besondere Art, eine hygienisch unbedenkliche Installation herzustellen, ist der Venturi-Strömungsteiler. Das Wirkprinzip des Strömungsteilers beruht auf dem Prinzip der Venturi-Düsentechnik.
Der minimale Druckunterschied zwischen Zuleitung A und Rückleitung B bewirkt eine Zwangsdurchströmung der Zapfstelle bzw. der Etagenleitung. Der Antrieb erfolgt durch Wasserentnahme nach dem Venturi-Strömungsteiler. Der gesamte Wasserinhalt der Ringleitung wird so ausgetauscht. Dadurch wird eine Stagnation in den Kalt- und Warmwasserleitungen vermieden.
Bei einem kleinen Volumenstrom in der Verteilleitung / im Steigstrang bleibt die dynamische Venturi-Düse fast vollständig geschlossen und nahezu der gesamte zur Versorgung benötigte Volumenstrom wird durch den Ring geleitet.
Bei einem höheren Volumenstrom in der Verteilleitung / im Steigstrang öffnet   die dynamische Venturi-Düse bei Erreichen des Öffnungsdruckes – der größte Anteil des Volumenstromes fließt direkt durch den Strömungsteiler im Durchgang, wobei ein Teilvolumenstrom durch den bekannten Venturi-Effekt in den Ring umgeleitet wird.


KHS-Venturi-Strömungsteiler
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

Die Basis des KEMPER Hygienesystems KHS ist der KHS-Venturi-Strömungsteiler als statische oder dynamische Anwendung. Aufgrund der unterschiedlichen Konstruktionsweisen der Strömungsteiler -statisch- und -dynamisch- ergeben sich unterschiedliche Anwendungsfälle.
Der KHS-Venturi-Strömungsteiler -statisch- arbeitet nach dem Prinzip der Venturi-Düse. Durch den minimalen Druckunterschied über der Venturi-Düse wird der Hauptvolumenstrom in einen Ring- und einen Durchgangsvolumenstrom aufgeteilt. Der Antrieb erfolgt durch Wasserentnahme nach dem KHS-Venturi-Strömungsteiler. Der gesamte Wasserinhalt der Ringleitung wird so ausgetauscht, Stagnation und mögliche Verkeimungen vermieden und die Trinkwassertemperatur wird niedrig gehalten.

Einsatzbereich -statisch-
- ausschließlich für Trinkwasser Kalt (PWC)
- Ein- und Zweifamilienhäuser
- Außenzapfstellen, Heizungsfüllleitungen, Kellerzapfstellen, Gäste-WC

Mit dem KHS-Venturi-Strömungsteiler -dynamisch- ist ein weiterer Schritt in Richtung Stagnationsvermeidung gelungen. Der KHS-Venturi-Strömungsteiler -dynamisch- unterscheidet sich vom KHS-Venturi-Strömungsteiler -statisch- darin, dass er „dynamisch“ funktioniert und reagiert. Durch ein zusätzliches Bauteil in der Venturi-Düse ist der dynamische Strömungsteiler in der Lage, bereits bei kleinsten Volumenströmen in der Verteilleitung im Steigstrang eine maximale Durchströmung der angeschlossenen Ringe zu erzielen. Durch die beschriebene Funktionsweise kann der KHS-Venturi-Strömungsteiler -dynamisch- sowohl im PWC als auch im PWH eingesetzt werden.

Einsatzbereich -dynamisch-
- Trinkwasser Kalt (PWC) und Warm (PWH)
- Krankenhaus, Hotel, Schulen und Kindergarten, Sportstätten
- Gebäude ohne Einzelmengenerfassung, alle stagnationssignifikanten Entnahmestellen


Einsatz der Strömungsteiler mit nachfolgend bestimmungsgemäß genutzten Verbrauchern
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG
KHS-Venturi-Strömungsteiler - Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

                                                                                                                                                       
Zirkulationsleitungen sind heutzutage ein wichtiger Bestandteil einer Trinkwarmwasseranlage, da sie zur Sicherstellung der Hygiene notwendig sind. Nach den technischen Merkblättern W 551 und W 553 des DVGW sind für alle Trinkwarmwasseranlagen (außer „Kleinanlagen”) Zirkulationssysteme (Leitungen, Regelarmaturen, Zirkulationspumpe) einzubauen, um die für die Bekämpfung von schädlichen Mikroorganismen (z. B. Legionellen) benötigte Soll-Wassertemperatur von 60 °C im Leitungssystem (einschließlich Auslaufarmaturen) einzuhalten.
In vielen Kleinanlagen werden zur "Komfortsteigerung" auch, oft unnötiger Weise, Zirkulationsleitungen mit Zirkulationspumpe eingebaut.
Kleinanlagen sind
  •  Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern (in Zweifamilienhäusern wir trotztdem eine ZL empfohlen)
  •  Anlagen, in denen die einzelnen Rohrleitungen zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers bis zur letzten Entnahmestelle einen Inhalt von < 3 Liter haben (z. B. auch in kleinen Bürogebäuden)
  •  Anlagen mit Trinkwassererwärmer von < 400 Liter Inhalt
In diesen Anlagen sollte auf jeden Fall die Temperatur von 60 °C im Trinkwassererwärmer aufgrund der Hygiene vorhanden sein.
Großanlagen sind
  •  Anlagen in Mehrfamilienhäusern (Wohngebäuden)
  •  Anlagen in Altenheimen und Krankenhäusern
  •  Anlagen in Bädern, Schwimmbädern und Sportanlagen
  •  Anlagen in Hotels und auf Campingplätzen
  •  Anlagen in Industriegebäuden
Nicht nur die Kaltwasserleitungen, sondern auch die Warmwasserleitungen, sollten grundsätzlich immer regelmäßig durchströmt werden. Hier bietet sich die "Reihenleitung" an. Stockwerks- und Einzel- bzw. Stichleitungen), die nicht ständig durchströmt werden, und über 3 Liter Wasserinhalt haben, sind in das Zirkulationssystem einzubinden. Das System muss hydraulisch und thermisch abgeglichen werden. Dadurch wird ein gleichmäßiges Durchströmen und eine kleine Wassermenge in allen Leitungen gewährleistet. Außerdem wird die Schichtung im Speicher nicht zerstört.

Die Zirkulationsanlage ist 24 Stunden am Tag in Betrieb zu halten. Bei Hygienisch einwandfreien Kleinanlagen kann die Laufzeit auf 16 Stunden reduziert werden. Da in diesen Anlagen ständig warmes Wasser umgewälzt wird, müssen die Leitungen nach den Vorgaben der EnEV gedämmt werden, damit die Energieverluste gering gehalten werden. Das Zirkulationswasser darf nicht mehr als 5 K abkühlen.

Inliner-Zirkulation
1 Etagenabgang Warmwasser
2 Warmwasser-Verteilleitung
3 Zirkulations-Sammelleitung
4 Anschlussstutzen
5 Innenliegende Zirkulationsleitung
6 Warmwasser-Steigleitung
7 Endverschlussstück
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Bei dem Inliner-Zirkulationssystem kann auf eine separate Zirkulationsleitung verzichtet werden. Dies ist besonders bei der Sanierung in größeren Wohngebäuden interessant.
Hierbei wird im letzten T-Stück des Warmwasser-Steigestranges ständig Wasser durch den Inliner zurück in den Trinkwassererwärmer geleitet und durch Warmwasser ersetzt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass ausreichend warmes Wasser in hygienisch unbedenklichen Temperaturen an jedem Etagenabgang verfügbar ist.
Für die kurzen Etagenleitungen ist keine Zirkulation notwendig.
Gegenüber der herkömmlichen Zirkulation, fällt die Temperatur bei der Inliner-Zirkulation nicht kontinuierlich ab, da das Zirkulationswasser im warmen Trinkwasser zurückströmt. Die Temperatur des zurückströmenden Wassers ist somit höher als bei konventionellen Zirkualtionen, was wiederum energetische Vorteile hat.
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Quelle: Geberit Vertriebs GmbH

Zirkulations-Regulierventil
1 Temperatureinstellung - 2 Zirkulations-Reguliermodul - 3 Pressanschluss - 4 Ventilgehäuse aus Rotguss - 5 Aufnahme für Thermometer oder Temperaturfühler - 6 Desinfektions-Regulierventil
Quelle: Viega GmbH & Co. KG
Das Zirkulations-Regulierventil (ZRV) gewährleistet in Warmwasser-Zirkulationsleitungen eine konstante Temperatur. Der Volumenstrom wird in Abhängigkeit von der Temperatur der Zirkulations-Steigleitung durch das selbsttätiges Öffnen und Schließen reguliert. Außerdem wird die kontrollierte Thermische Desinfektion mit 70 °C bis 75 °C in allen Steigleitungen gesteuert.
Wenn die Temperatur über den eingestellten Wert steigt, schließt der Ventilkegel des Zirkulations-Reguliermoduls 2 und reduziert damit den Zirkulationsfluss. Sinkt die Temperatur wieder unter den eingestellten Wert, öffnet der Ventilkegel das Ventil und gibt den Durchfluss in der Zirkulationsleitung frei.
Das ZRV ist sowohl in parallel geführten als auch in innenliegenden Zirkulationsleitungen einsetzbar.
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Multi-T-Stück
Das Multi-T-Stück ist ein sinnvolles totraumfreies Bauteil, das nicht nur für die Trinkwasser-Installationen geeignet ist. Alle mediumberührte Metallteile bestehen aus entzinkungsfreiem und korrosionsbeständigem Rotguss. Das T-Stück hat 2 Abgänge zur Aufnahme von Bauteilen zur Temperaturmessung, Probenahme und Entleerung. Eine intergriete Fühlertasche (Durchmesser 9 mm) gewährleistet eine genaue Temperaturmessung mit einem Zeigerthermometer oder einem Temperaturfühler Pt 1000 für die Gebäudeleittechnik. Gleichzeitigen kann ein Probenahmeventil oder ein Entleerungsventil (G 1/4) eingebaut werden. Das T-Stück wird mit den heutzutage üblichen Anschlüssen geliefert und ist für den waagerechten oder senkrechten Einbau geeignet. Zugelassen ist es für eine Druckstufe PN 16 und einer max. Betriebstemperatur von 90 °C.
Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG
                                                                                                                                          

Dimensionierung von Trinkwasser-Installationssystemen nach DIN 1988-300

Stagnation
Problematisch in der Trinkwasserinstallation sind selten genutzte Entnahmestellen, so z. B. Gäste-WC, Gästezimmer oder gelegentlich genutzte Räume (Partyraum). Auch die Außenzapfstelle gehört in diesen Bereich. Um dem Kunden das Absperren und Entleeren der Leitung zu ersparen, werden oft frostfrei absperrende Ventile eingebaut. Damit ist das Risiko des Einfrierens beseitigt. Nicht beseitigt ist die Stagnationsgefahr. Denn wenn es draußen kalt ist, wird die Außenzapfstelle nicht benutzt und das Wasser steht in der Zuleitung. Solche Entnahmestellen sind an der Zuleitung zu einer häufig benutzten Armatur anzuschließen. Das kann durchaus bedeuten, dass das Wasser auf dem Weg in die Küche zunächst zum Anschluss der frostfrei absperrenden Außenarmatur geführt wird – Ring- oder Reihensystem. Auch das „Abstopfen“ nicht mehr benötigter Entnahmestellen bzw. Stichleitungen sind Problemstellen.

Solche Leitungen, die mit dem Trinkwassersystem in Verbindung stehen, bieten Bakterien ideale Lebensbedingungen. Durch so genannte Rückverkeimungen greifen die Bakterien dann auch auf die in Betrieb befindlichen Wasserleitungen über. Das gilt besonders für die Warmwasserleitungen oder schlechtgedämmte Kaltwasserleitungen in beheizten Räumen oder Schächten.
Lange Leitungen zu Sicherheits- oder Sicherungsarmaturen und lange Zuleitungen zu Sicherheitsventilen müssen vermieden werden. Früher auch normativ gefordert, wurde die Beruhigungsstrecke zu Rohrbelüftern. Hier sollte die anschlussfreie Zuleitung mindestens 50 cm betragen. Solche Stagnationsleitungsstücke sind immer noch in tausenden von Mietshäusern vorhanden. Ein Rückbau und der Einsatz von Einzelsicherungen wären hier immer sinnvoll.

Wasserhygiene
Nicht nur die Trinkwasserverordnung, sondern auch das Infektionsschutzgesetz, fordert ein hygienisch einwandfreies Wasser. Um die Wasserqualität zu gewährleisten, gibt es viele verschiedene Regeln, Arbeitsblätter, Richtlinien und Verordnungen. Da es dem Betreiber nicht möglich ist, alle diese Vorgaben zu kennen, sollte es eigentlich logisch sein, dass ein Laie nicht an der Wasserinstallation rumschrauben sollte. In den Leitungssystemen können viele verschiedene Krankkeitserreger vorkommen bzw. sich durch falschen Betreiben der Systeme vermehren. Teilweise sind diese sogar nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig (z. B. Legionellen). Warum die Wasserversorger die installierten Anlagen nicht überprüfen, werde ich nie verstehen, denn dadurch verstoßen sie gegen ihre eigenen Vertragsbedingungen, in denen steht, dass nur eingetragene Installationsbetriebe derartige Anlagen erstellen, ändern und warten dürfen.

Quelle: Gebr. Kemper GmbH + Co. KG

Immer wieder kommt es in Trinkwasseranlagen mit Kupferrohrinstallationen, die jahrzehntelang problemlos funktionierten, zu erheblichen Korrosionsschäden an den Rohrleitungen und dadurch zu Wasserschäden. Der Grund liegt in der Änderung der Wasserqualität, die in einem Wassereinzugsgebiet geliefert wird. Nach der DIN 50930 Teil 6 dürfen keine Kupferrohre installiert werden, wenn der pH – Wert unter 7,0 und bei einem pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 darf der TOC-Wert 1,5 mg/l nicht überschreiten. In Bestandsanlagen wird in solchen Fällen eine Totalsanierung empfohlen, wenn die Wasserqualität durch Mischung mit anderen Wässern nicht verbessert werden kann.
Rohrwerkstoffe in der Trinkwasserinstallation
Die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV) schreibt vor, dass in einer Trinkwasseranlage nur Bauteile und Komponenten verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Das Zeichen einer anerkannten Prüfstelle (z. B. DIN-DVGW, DVGW- oder GS-Zeichen) gewährleistet, dass diese Voraussetzung erfüllt ist. Darüber hinaus schreibt die Verordnung verbindlich vor, dass Arbeiten an der Hausinstallation nur durch eingetragene Installationsbetriebe vorgenommen werden dürfen.
In der Planungsphase muss unter anderem die Qualität des Trinkwassers berücksichtigt werden. Hier sind die DIN 1988, DIN 50930-6, DIN EN 12502 und VDI-Richtlinie 6023 zu beachten.
Jeder Rohrwerkstoff hat Einsatzgrenzen, die zwar in aller Regel nicht im bestimmungsgemäßen Betrieb, aber durchaus bei besonderen Maßnahmen wie Stoßdesinfektionen erreicht werden können. In Zweifelsfällen ist immer der Komponentenhersteller zu kontaktieren.
Diese Rohrwerkstoffe bzw. Systeme mit DVGW-Zeichen dürfen ohne wasserseitige Einschränkungen eingesetzt werden.
      •  Edelstahl
      •  Innenverzinntes Kupfer
      •  Kunststoffrohr
Kupferrohre und -pressverbinder dürfen nicht installiert werden, wenn der
  •  pH – Wert unter 7,0
  •  pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 darf der TOC-Wert 1,5 mg/l
Feuerverzinkte Stahl- bzw. Eisenwerkstoffe dürfen nach DIN 50930-6 und DIN EN 12502 nur im Kaltwasserbereich eingesetzt werden, wenn
  •  die Basenkapazität KB 8,2 0,5 mol/m3 und gleichzeitig
  •  die Säurekapazität KS 4,3 1,0 mol/m3 beträgt.
Bleirohre in Altanlagen müssen spätestens bis 2013 auf Grund der verschärften Grenzwerte für Blei gemäß der TrinkwV saniert werden. Was normalerweise ein Austausch des gesamten Rohrnetzes bedeutet.

Die Verwendung verschiedener Werkstoffe in der Trinkwasserinstallation kann den Regeln der Technik (DIN 1988-7) entsprechen. Z. B. können  Rohre aus Kupfer, innenverzinntem Kupfer, nichtrostendem Stahl und PE-X miteinander kombiniert werden. Bei Kombinationen verzinkter Gewinderohre mit anderen Rohrwerkstoffen ist die DIN 1988-7 einzuhalten. Dabei ist zubeachten, dass größere Bauteile und Apparate aus Kupfer, Kupferlegierungen, verzinntem Kupfer und Kupferloten in Fließrichtung nicht vor verzinkten Eisenwerkstoffen angeordnet werden dürfen.
Als Übergang zwischen Edelstahl und verzinktem Stahl werden Übergangsstücke aus Kupferlegierungen empfohlen, deren Länge mindestens dem Rohrdurchmesser entspricht. Hierdurch wird die Wirkung der Bimetallkorrosion (abhängig von der Wasserbeschaffenheit) verringert.

Innerhalb einer Hausinstallation sind nur Materialien zulässig, die das Prüfzeichen einer anerkannten Zertifizierungsstelle (z. B. DVGW) tragen. Arbeiten an der Anlage dürfen nur von anerkannten Fachbetrieben ausgeführt werden!
Vom Verein eco-bau, bei dem über 50 Bauämter des Bundes, von Kantonen und Städten in der Schweiz Mitglied sind und in dessen Zentrum der Vereinsaktivitäten die Entwicklung und Verbreitung von Planungswerkzeugen für nachhaltige, ökologische und gesunde Bauweise stehen, ist ein Merkblatt BKP 250 – Sanitäranlagen herausgegeben worden.
Danach werden in Bezug auf die Neuinstallation von Trinkwasseranlagen folgende Empfehlungen gegeben:
- Für Hausanschlussleitungen sollte Polyethylen (PE) verwendet werden.
- Kellerverteilungen und Steigleitungen sollten mit Rohren aus nichtrostendem Stahl und/oder Kunststoffverbundrohren (PE-X i. S. / Al / PE-X i. S.) hergestellt werden.
- Bei Stockwerksverteilungen wird Polybuten (PB) und vernetztes Polyethylen (PE-X) favorisiert.
Diese Empfehlungen basieren auf den Ergebnissen der Schweizer Studie "eco-devis Versorgungsleitungen", die im Merkblatt eco-devis 426 dokumentiert worden sind. Bewertet wurden die Rohrmaterialen nach den Kriterien Graue Energie (Herstellungsaufwand), Emissionen in das Trink- und Abwasser sowie die Verwertung und Entsorgung.

Bei dem Einsatz von Kunststoffrohren in der Trinkwasserinstallation sollte in Anbetracht der relativ hohen Bioverwertbarkeit in den ersten sechs Monaten nach der Montage auf jeden Fall für einen hohen Wasserdurchsatz gesorgt werden!.

Damit Leitungsrohre das Trinkwasser nicht belasten - LABORPRAXIS
Hygienische Bewertungsgrundlagen für Materialien und Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser - Umweltbundesamt
Trinkwasserinstallation – Rohrleitungsmaterialien im Vergleich - meisis - Meisinger
Trinkwasser-Rohrleitungen - Werkstoffe - Baunetz Wissen

Installateurausweis
Arbeiten (Errichtung, Erweiterung, wesentliche Änderung und Unterhaltung der Anlage hinter dem Hausanschluss) an Trinkwasserinstallationen in Gebäuden dürfen nur durch Vertrags-Installationsunternehmen (VIU) ausgeführt werden. Diese müssen im Installateurverzeichnis des zuständigen Versorgungs-Netzbetreibers (VNB) bzw. Netzbetreiber (NB), also Wasserversorgerunternehmens (WVU - Wasserbeschaffungverband, Stadtwerke) eingetragen sein. Diese Unternehmen stellen einen Installateurausweis oder eine Bestätigung der Eintragung aus. Zwischen den WVU und den in ihren Gebieten tätigen Installationsunternehmen abzuschließenden Verträge (Installateurverträge), basieren auf den Forderungen aus § 12 (2) der AVB-WasserV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser).
Der Installateurausweis kann auch die Berechtigung für Arbeiten an Gasinstallationen beinhalten, wenn die Netzbetreiber Wasser- und Gasversorger sind. Alle Arbeiten an Gasinstallationen dürfen nur von Vertrags-Installationsunternehmen (VIU) gemäß § 13 der NDAV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und dessen Nutzung für die Gasversorgung in Niederdruck) durchgeführt werden. > mehr
Die Errichtung einer Trinkwasserinstallation und wesentliche Änderungen an diesen dürfen nur von Installationsbetrieben durchgeführt werden, die in das Installateurverzeichnis eines WVU eingetragen sind.

Hinweis! Schutzrechtsverletzung: Falls Sie meinen, dass von meiner Website aus Ihre Schutzrechte verletzt werden, bitte ich Sie, zur Vermeidung eines unnötigen Rechtsstreites, mich umgehend bereits im Vorfeld zu kontaktieren, damit zügig Abhilfe geschaffen werden kann. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis: Das zeitaufwändigere Einschalten eines Anwaltes zur Erstellung einer für den Diensteanbieter kostenpflichtigen Abmahnung entspricht nicht dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne vorhergehende Kontaktaufnahme mit mir wird daher im Sinne der Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.

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