Heizungssysteme / Heizungsarten

die Qual der Wahl

Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik
Abkürzungen im SHK-Handwerk
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Bis in die 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts war die Auswahl einer Heizungsanlage bei dem Neubau eines Hauses kein Problem. Die Auswahl war sehr begrenzt. Es wurde entweder eine Ölheizung, eine Gasheizung, eine Festbrennstoffheizung eingebaut oder es bestand ein Anschlusszwang an eine Fernwärme-/Nahwärmeversorgung. Bei den Heizflächen waren es Radiatoren oder/und Plattenheizkörper, die mit hohen Systemtemperaturen (75/65 °C, 70/55 °C, 70/50 °C) betrieben wurden. Danach wurde das Angebot immer vielfältiger.

Wenn es heutzutage um eine Heizung in einem Neubau oder eine neue Heizung im Sanierungsfall geht, dann haben die Bauherren und Hausbesitzer die Qual der Wahl. Sie müssen sie sich zwischen verschiedenen Brennstoffen und Technologien entscheiden. Bei der Planung (Neubau - Altbau) einer Heizungsart bzw. eines Heizungssytems sollten sie über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme informiert werden, damit sie sich für das passende System für ihre Bedürfnisse entscheiden können.
Auch bei den Wärmeübertragungssytemen (Heizflächen > z. B. Heizkörper, Strahlungsheizung, Ventilatorkonvektor, Lüftungstechnische Anlage) im Gebäude hat der Bauherr die Qual der Wahl. Der Trend geht immer mehr in Richtung " Strahlungsheizung".

Vor- und Nachteile und Besonderheiten der einzelnen Systeme

Ölheizung
Eine Ölheizung erzeugt durch die Verbrennung von Heizöl (Schwefelarmes Heizöl [EL], Bio-Heizöl, in Zukunft evtl. E-Fuels) Wärme für die Heizung und Trinkwassererwärmung. Die Ölheizung besteht aus einem Kessel mit Öldruckzerstäubungsbrenner, einer Regelung und einer Tankanlage. Ältere Ölkessel (besonders Heizwertkessel, NT-Kessel [Heizwert-Brennwert]) entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Sie sollten durch moderne modulierende Oel-Brennwertkessel ersetzt werden. Ca. 25 % der deutschen Wohngebäuden haben noch Ölheizungen. In Neubauten werden nur noch selten Ölheizungen eingebaut. Sie können aber ein Bestandteil einer Hybridheizung sein.

Vorteile

  • überall einsetzbar (eingeschränkt in Wasserschutzgebieten)
  • unabhängig vom Versorgungsnetz gegenüber der Gasheizung
  • sicherer Betrieb durch ausgereifte bewährte Technik
  • hoher Wirkungsgrad und geringere Heizkosten durch Brennwerttechnik
  • geringe Feinstaubemission
  • mit Anlagen für erneuerbare Energien (z. B. Solarthermie) kombinierbar

Nachteile

  • eine regelmäßige Wartung ist notwendig
  • die Anlage ist messpflichtig
  • die Tankanlage ist benötigt viel Platz und muss regelmäßig befüllt werden
  • Ölheizungen arbeiten noch überwiegend mit fossilen Energieträgern
  • der Ölpreis ist stark von weltpolitischen Ereignissen abhängig
  • im Neubau muss meist aufgrund der EnEV auch eine Solarthermie-Anlage installiert werden

Gasheizung
Seit 1894 (Hugo Junkers, Johann Vaillant) werden die ersten Gasgeräte zur Wärmeerzeugung für die Heizung und der Trinkwassererwärmung eingesetzt. Heutzutage zählt die Gasheizung zu den am häufigsten installierten Heizungssystemen (im Bestand ca. 50 %). Die Gasgeräte gibt es als bodenstehenden Kessel (Gaskessel mit atmosphärischen Brenner oder mit Gebläsebrenner) im Keller oder in einer Dachzentrale (hauptsächlich in Großanlagen) und als Wandgerät (Heiztherme mit interner Umwälzpumpe, Gas-Warmwasserthermen). Brennwertgeräte (Heizwert-Brennwert) mit einem LAS-System haben inzwischen die Heizwertgeräte abgelöst. Durch die modulierende Arbeitsweise eignen sie sich besonders für Nieder- und Tiefst-Temperaturheizungen (Strahlungsheizung). Sie werden als Bestandteil einer Hybridheizung eingesetzt.

Vorteile
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Nachteile
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Holzheizung
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Vorteile
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Nachteile
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Pelletheizung
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Vorteile
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Nachteile
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Wärmepumpe
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Vorteile
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Nachteile
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Hybridheizung
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Vorteile
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Nachteile
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Elektroheizung
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Vorteile
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Nachteile
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BHKW
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Vorteile
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Nachteile
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Brennstoffzellenheizung
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Vorteile
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Nachteile
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Solartechnik
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Vorteile
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Nachteile
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Solarthermie
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Vorteile
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Nachteile
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Photovoltaik
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Vorteile
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Nachteile
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Heizungssysteme - allgemeine Übersicht

Wichtige Heizungssysteme in der Übersicht

Heizungscheck nach DIN EN 15378 und DIN 4792

Heizungsoptimierung

Fördermittel von KfW und BAFA für den Heizungstausch

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